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Wer wird Millionär: Skandal! Kandidat räumt in TV-Show ab – dabei hat er mies geschummelt

BUNTE.de-Logo BUNTE.de 17.04.2020 BUNTE.de Redaktion
Charles Ingram © CAMERA PRESS/R Stonehouse Charles Ingram

Der Fall liegt inzwischen fast zwei Jahrzehnte zurück, aber Wellen schlägt er bis heute: 2001 saß Kandidat Charles Ingram (56) bei "Who Wants To Be Millionaire", dem britischen Pendant von "Wer wird Millionär", auf dem Stuhl. Er schlug sich wacker und kam erstaunlich weit! Zur Überraschung von Moderator Chris Tarrant (73) konnte der damals 37-jährige Major alle Fragen beantworten und räumte die Millionen ab. Eine Million Pfund, was in diesen Zeiten noch mehr als 1,6 Millionen Euro entsprach.

Unfassbar! Oben seht ihr, wie "Wer wird Millionär"-Moderator Günther Jauch zum Start der Sendung aussah.

Vermeintlicher Millionengewinner als Betrüger entlarvt

Die Freude von Major Charles Ingram währte allerdings nicht lange. Den Verantwortlichen beim Sender ITV erschien der Durchmarsch dieses Kandidaten nämlich suspekt. Konnte es sein, dass er wirklich alles riskiert und beim Raten immer richtig gelegen hatte? Man ging die Aufzeichnungen der Sendung durch, die auch in Großbritannien nicht live ist, und wurde fündig: Ein anderer Kandidat, der gemeinsam mit Ingrams Frau im Publikum saß, schien immer an den richtigen Stellen zu husten und so dafür zu sorgen, dass sein Freund auf dem Stuhl die richtige Antwort gab.

Verurteilung wegen Betrugs

2003 wurde dieser Vorwurf vor Gericht verhandelt. Gab es einen dreisten, gemeinschaftlichen Betrug? Vor allem auf Basis der Audioaufnahmen kamen die Richter schließlich zu einem Urteil: Alle drei Beteiligten wurden schuldig gesprochen und zu je zwei Jahren auf Bewährung und einer Geldstrafe verurteilt. Da nützte es auch nichts, dass die Angeklagten die Vorwürfe vehement bestritten.

Gerade für Charles Ingram – den vermeintlichen Millionengewinner – hatte die Sache aber noch weit schlimmere Folgen. Er verlor seinen Job bei der Armee und musste künftig mit noch größeren finanziellen Problemen kämpfen, als er ohnehin schon hatte. Und sein Millionengewinn? Der wurde vom Sender nicht ausgezahlt, ja selbst die umstrittene Sendung kam nie zur Ausstrahlung.

Mini-Serie von ITV könnte für neue Diskussionen sorgen

Ein Nachspiel hatte der Skandal auch aus künstlerischer Sicht: Eine TV-Dokumentation über den Fall sorgte 2003 für eine der höchsten Einschaltquoten, die je im britischen Fernsehen erzielt wurden. Seit 2017 gibt es das Bühnenstück "Quiz" des Dramatikers James Graham (37) und nun auch eine dreiteilige Miniserie, die ITV in Co-Produktion mit einem US-Sender auf die Beine gestellt hat. Autor Graham ist hier auch Produzent. Britische Medien wie "metro.co.uk" sind sich ziemlich sicher, dass die Diskussion um eine Frage damit neue Nahrung erhält: Haben sie es wirklich getan?   

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