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Fünf Themen des Tages: Gesprächsstoff für heute

Bloomberg-Logo Bloomberg 18.05.2020 Rainer Buergin

(Bloomberg) -- Thyssenkrupp führt neue Stahlsparten-Gespräche, Powell sieht Erholung 2021, Europas Aktien starten mit Gewinnen in die Woche, Maas stellt Ende der Reisewarnungen in Aussicht, und Wauwau gegen Virus in Großbritannien. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Thyssenkrupp führt neue Stahlsparten-Gespräche

Thyssenkrupp plant, die Verhandlungen zur Fusion seiner Stahlsparte mit einem Konkurrenten wiederzubeleben und spricht mit Beratern über mögliche Transaktionen, wie aus informierten Kreisen verlautete. Letztes Jahr habe es Sondierungsgespräche mit Salzgitter gegeben. Ein chinesisches und ein indisches Stahlunternehmen hätten Interesse an Thyssenkrupps europäischem Stahlgeschäft bekundet und die schwedische SSAB gehöre ebenfalls zu den potenziellen Partnern, hieß es. Der einst mächtige Industriekonzern kämpft ums Überleben. Der Aufsichtsrat werde am Montagnachmittag zusammentreten, um seine Strategie nach dem Verkauf der wertvollen Aufzugssparte für 17 Milliarden Euro an ein Private-Equity-Konsortium zu erörtern, sagten einige der Personen. Eine Stahlsektor-Konsolidierung sei sinnvoll, meint die Commerzbank

Powell sieht Erholung 2021

Die US-Wirtschaft wird sich von der Coronavirus-Pandemie erholen, aber der Prozess könnte sich bis zum Ende des nächsten Jahres hinziehen und von der Verfügbarkeit eines Impfstoffs abhängen, sagte der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell. “Unter der Voraussetzung, dass es keine zweite Welle des Coronavirus gibt, denke ich, dass sich die Wirtschaft in der zweiten Hälfte dieses Jahres stetig erholen wird”, sagte Powell in einem Fernsehinterview. “Damit sich die Wirtschaft vollständig erholen kann, müssen die Menschen volles Vertrauen haben, und das kann bis zur Ankunft eines Impfstoffs dauern”. Powell dürfte in dieser Woche die US-Abgeordneten sanft drängen, weitere Gelder für die von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie angeschlagene Wirtschaft freizugeben.

Europas Aktien starten mit Gewinnen in die Woche

In Europa starteten die Aktien mit Gewinnen in die Woche, der Stoxx Europe 600 Index kletterte, angeführt von Bergbau- und Reiseaktien. Unter den 19 Sektoren im Stoxx Europe 600 Index haben Banken den größten Spielraum für Gewinne, basierend auf aggregierten Analystenpreisschätzungen von Bloomberg, mit 39% Aufwärtspotenzial in den nächsten 12 Monaten. “Da das Schlimmste der Pandemie wahrscheinlich hinter uns liegt, ist es unwahrscheinlich, dass die von der Zentralbank unterstützten Aktienmärkte ihre Tiefststände erneut testen werden”, sagte Seema Shah von Principal Global Investors. “Doch auch wenn die wiedererwachende Dynamik auf kurze Sicht Risikoanlagen durchaus etwas höher tragen könnte, sprechen die zaghafte Konjunkturerholung und die tiefe Unsicherheit über die Virusaussichten gegen einen Drehpunkt hin zu einer risikoreicheren Positionierung”. Im Dax führten Indstrietitel die Liste der Gewinner an. Fresenius gehörten ebenfalls zu den Gewinnern, die Aktie sei ungerechtfertigt billig, heißt es bei Berenberg.

Maas stellt Ende der Reisewarnungen in Aussicht

Die Bundesregierung hofft nach den Worten von Außenminister Heiko Maas, dass die Gespräche mit den EU-Partnern am Montag Fortschritte bei der Ermöglichung von Urlaubsreisen in diesem Sommer bringen werden. Die bis zum 14. Juni geltende weltweite Reisewarnung des Ministeriums soll ab dem 15. Juni durch “Reisehinweise” ersetzt werden. Die Menschen in Deutschland müssten dann selbst beurteilen, wohin sie reisen möchten. “Die Frage ist, wie wir es organisieren, dass der Urlaub sich wie Urlaub anfühlt”, so Maas im ZDF. Die Pandemie sei nicht überwunden, es brauche Sicherheitsvorkehrungen für den Fall, dass die Infektionszahlen wieder steigen. EU-Mitgliedstaaten wie Griechenland, Portugal und Spanien sind in hohem Maße abhängig von Tourismuseinnahmen und Millionen von Jobs stehen auf dem Spiel.

Wauwau gegen Virus in Großbritannien

Großbritannien hofft, eine neue Waffe im globalen Krieg gegen die Coronavirus-Pandemie zu entwickeln: Covid-19-Spürhunde. Die Regierung steckt umgerechnet rund 560.000 Euro in ein Programm mit dem Hunde darauf trainiert werden sollen, das Coronavirus zu erkennen, bevor überhaupt Symptome auftreten. Der Plan ist (im Gegensatz zu Glücksbringern) nicht völlig verrückt: Hunde wurden bereits darauf trainiert, bestimmte Krebsarten zu erkennen. Die ins Auge gefasste Labrador-Cockerspaniel-Mischung könnte im Erfolgsfall als mobile Frühwarnanlage bei Menschen mit asymptomatischem Infektionsverlauf eingesetzt werden und bis zu 250 Personen pro Stunde untersuchen. In Deutschland steigen die Neuinfektionen, die Reproduktionszahl liegt bei 0,94.

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©2020 Bloomberg L.P.

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