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Krypto-Börsen im Visier: Russland fährt möglicherweise harte Linie gegen Bitcoin & Co.

Finanzen.net-Logo Finanzen.net 24.03.2020

Russland hat zu Kryptowährungen ein mehr als zwiespältiges Verhältnis. Immer wieder war von Regierungsseite herbe Kritik an Bitcoin & Co. laut geworden - auf der anderen Seite soll das Land aber eigene Kryptoprojekte verfolgen. Nun lässt ein Interview mit einem Zentralbankmitarbeiter aufhorchen.

Ralph Orlowski/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net Ralph Orlowski/Getty Images

• Mitarbeiter der russischen Zentralbank gibt Interview über Krypto-Anlagen

• Kritik an Digitalwährungen, aber Verbot wohl nicht möglich

• Krypto-Börsen im Visier?

Alexey Guznov, der bei der russischen Zentralbank als Chef der Rechtsabsteilung tätig ist, hat gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax sogar angedeutet, dass man sich für ein Bitcoin-Verbot in Russland ausspreche.

Russland mit Zick-Zack-Kurs bei Kryptowährungen

Ein Gesetzentwurf, der sich mit digitalen Finanzinvestments beschäftigt, soll bald verabschiedet werden. Dem Inhalt nach könnte Russland gegenüber Kryptoanlagen einen deutlich restriktiveren Kurs fahren. Schon seit geraumer Zeit haben Kryptowährungen in Russland keinen leichten Stand, die Regierung hatte immer wieder betont, der Rubel sei das einzig legale Zahlungsmittel.

Den Bitcoin komplett zu verbieten und aus dem Land zu verbannen, wird Russland aber wohl nicht gelingen, das sieht auch die russische Zentralbank so. Ein Verbot sei schlichtweg unmöglich, räumte Guznov ein, auch wenn er betonte, dass Kryptowährungen immer wieder für kriminelle und illegale Zwecke verwendet würden. Dennoch könne man von Seiten der Zentralbank die Ausgabe der ältesten Digitalwährung wohl nicht stoppen - wohl aber seien die Notenbanken dagegen,"Institutionen zu erlauben, Kryptowährungen in Umlauf zu bringen und deren Produktion (Mining) zu organisieren", so der Experte im Interview weiter.

Bitcoin ja, Bitcoin-Börsen nein?

Angesichts der Schwierigkeiten, die Ausgabe und Verbreitung von Bitcoin in Russland zu überwachen, will die Zentralbank also an anderer Stelle ansetzen und stattdessen den legalen Handel damit unterbinden. Das wiederum könnte bedeuten: Keine Bitcoin-Börsen im Land.

Russlands Strategie bei Krypto ist unklar

Russland hat in den vergangenen Jahren beim Thema Kryptoanlagen immer wieder unterschiedliche Signale gesendet. Noch im Dezember 2019 hatten die Notenbankchefin Elvira Nabiullina das Investieren in Bitcoin mit einem Casinobesuch verglichen und erklärt: "Aber es gibt eine weltliche Weisheit, dass es kostenlosen Käse nur in einer Mausefalle gibt. Leicht verdientes Geld geht schnell verloren."

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Darüber hinaus gab es aber auch Berichte, nach denen Russland seinerseits an einer eigenen Digitalwährung arbeite. Es wurde über eine mögliche goldgedeckte Kryptowährung gemunkelt, nachdem sich zuvor Spekulationen über einen Krypto-Rubel zerschlagen hatten.

Redaktion finanzen.net

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