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Nach Messe-Absagen in Köln: Düsseldorf hält an Caravan-Salon fest

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 07.07.2020 Thorsten Breitkopf, Corinna Schulz
Vergangenes Jahr besuchten rund 270 000 Menschen den Caravan-Salon. © Messe Düsseldorf/Tillmann Vergangenes Jahr besuchten rund 270 000 Menschen den Caravan-Salon.

Die deutschen Messegesellschaften gehören zu den am stärksten von Corona betroffenen Branchen. Am Montag musste die Kölner Messe alle Veranstaltungen bis Ende Oktober absagen.

In Düsseldorf dagegen will man an der Wiederaufnahme der Veranstaltungen im Spätsommer festhalten. Man bedauere die Messe-Absagen aus Köln, halte aber selbst am Caravan-Salon fest. Die Veranstaltung wurde um wenige Tage nach hinten verschoben und solle nun vom 4. bis 13. September stattfinden. Der Fachbesuchertag entfällt, bereits am ersten Messetag dürfen Besucher zu der weltgrößten Camping-Ausstellung. Erwartet werden 300 Aussteller in zehn Hallen. Pro Tag werden 20 000 Besucher zugelassen. Es soll nur Online-Tickets geben, das heißt kein Ticketverkauf vor Ort. Eine Tageskarte kostet 13 Euro.

Neues Hygienekonzept

Damit der Caravan-Salon stattfinden kann, gibt es ein Hygienekonzept: Unter anderem stehen an allen Halleneingängen und allen Ständen Handdesinfektionsmittel für Standpersonal und Besucher. In den Fahrzeugen dürfen sich nur Personen gemeinsam aufhalten, für die keine Kontaktbeschränkungen gelten – außerdem ist der Mund-Nasen-Schutz auf dem gesamten Gelände und in den Hallen Pflicht (außer in den Gastrobereichen). Alle Aussteller halten fest (per Liste oder elektronisch), welcher Kunde zu welchen Zeitpunkt ein Beratungsgespräch hatte. Die Verteilung der Personen in den Hallen und die Einhaltung des Mindestabstands werde mit vorhandenen Videosystemen sowie verstärktem Personaleinsatz sichergestellt. Die Breite der Gänge wurde auf fünf Meter erhöht.

Auch in Köln hatte man ein umfangreiches Abstands- und Hygienekonzept für Aussteller und Besucher entwickelt, um ab September wieder Veranstaltungen auf dem Gelände zu ermöglichen. Im Gegensatz zu Großveranstaltungen hat die Landesregierung Fachmessen ab September wieder erlaubt. So sollte in Köln unter anderem die Fläche vergrößert werden, um den Abstand in den Gängen und auf dem gesamten Areal zu erweitern. Auch der Standbau sollte den neuen Anforderungen entsprechend angepasst werden. Schlangen an den Eingängen sollte es keine geben, weil dort die Durchtrittsgeschwindigkeiten und maximale Personenanzahl bestimmt werden sollten.

Kunden hatten Bedenken

Aber viele Veranstalter glauben zum jetzigen Zeitpunkt offenbar noch nicht, dass Messen unter diesen neuen Bedingungen wirklich erfolgreich sein können.

Trotz der intensiven Vorbereitung hätten die Kunden in den vergangenen Wochen in sehr vielen intensiven Gesprächen ihre anhaltenden Bedenken geäußert, ihr Fernbleiben angekündigt oder bereits ihre Teilnahme storniert, so Messegeschäftsführer Oliver Frese. Flaggschiffe wie die Kind und Jugend, die Spoga Gafa oder die Messe für Büromöbel Orgatec finden nun nicht statt. Das ist bitter für die Messe, wo seit März keine Veranstaltungen mehr stattfinden, was nach Aussage von Messechef Gerald Böse zu Verlusten von rund sieben Millionen Euro pro Woche führt.

Erstmals wagte die Kölner Geschäftsführung nun eine Prognose für das Pandemie-Jahr 2020. Man rechne mit Umsatz- und Gewinneinbußen in dreistelliger Millionenhöhe. Das Eigenkapital sei aber weiterhin ausreichend und die Liquidität gesichert. „Ein möglichst zeitnaher Re-Start der Kölner Messen bleibt eminent wichtig“, so Messechef Böse.

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