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Wie zu Bitcoin-Höchstständen: Immer mehr Bitcoin-Wale

Finanzen.net-Logo Finanzen.net 23.06.2020

Die Anzahl der Investoren, die über eine große Menge an Bitcoin verfügen und einen großen Einfluss auf die Entwicklung des BTC-Kurs haben, nähert sich aktuell den Ständen, die 2017 erreicht wurden - dem Jahr, in dem der Bitcoin auf sein Allzeithoch kletterte.

Ralph Orlowski/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net GmbH Ralph Orlowski/Getty Images

• Zahl der Bitcoin-Wale steigt seit Anfang 2020 nahezu konstant

• Niveau von 2017 wieder erreicht

• Bitcoin-Wale mit großer Marktmacht

Im Jahr 2017 bewegte sich die Zahl der sogenannten Bitcoin-Wale, die über eine große Menge an Bitcoin verfügen, auf einem sehr hohen Niveau. Anschließend nahm die Zahl bis etwa Anfang 2019 deutlich ab, bevor sie - mit zwischenzeitlichen Rückschritten - allmählich wieder anzog. Nun erreicht die Zahl der Bitcoin-Wale erneut das Niveau von 2017. Damals hatte der Bitcoin sein Allzeithoch bei rund 20.000 US-Dollar markiert.

Zahl der Bitcoin-Wale auf Niveau von 2017

Laut dem Glassnode-Bericht "The Week On-Chain" für vergangene Woche, nahm die Zahl der Bitcoin-Wale seit Anfang dieses Jahres fast konstant zu und erreichte nun - zum Zeitpunkt der Berechnungen von Glassnode - mit 1.882 Anlegern, die über mehr als 1.000 Bitcoin verfügen, ein Niveau, das seit 2017 nicht mehr erreicht wurde. Wie ein Glassnode-Chart zur "Bitcoin-Wal-Population" zeigt, gab es so viele Bitcoin-Wale zuletzt im September 2017, als der Bitcoin den steilen Aufstieg zu seinem Allzeithoch startete.

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Wale halten weniger Vermögen in US-Dollar

Als Glassnode im März 2016 zum ersten Mal so viele Bitcoin-Wale zählte, lag der Preis von einem Bitcoin noch bei unter 420 US-Dollar. Inzwischen tendiert er bei rund 9.415 US-Dollar (Stand: 22. Juni 2020) und konnte somit seither um mehr als 2.000 Prozent zulegen, "was bedeutet, dass Wale mehr Wohlstand halten", erklärt Glassnode. "Der durchschnittliche Saldo jedes Wals ist in diesem Zeitraum jedoch gesunken, sodass Wale derzeit weniger BTC als 2016 und weniger Vermögen (in USD) als 2017 halten."

Bitcoin-Wale haben großen Einfluss auf BTC-Preis

Welchen Einfluss große Anleger auf den Preis des Krypto-Lieblings haben können, zeigte sich erst vor Kurzem wieder. Nachdem sich der Bitcoin allmählich wieder von seinem Crash im März erholte und sich Mitte Mai wieder der Marke von 10.000 US-Dollar näherte, fiel er plötzlich wieder unter die 9.000-Dollar-Marke und verlor damit innerhalb weniger Tage mehr als 1.000 US-Dollar an Wert. Grund dafür: Vierzig Bitcoins, die vermutlich bereits kurz nach dem Ursprung der Kryptowährung geschürft wurden, wechselten zum ersten Mal den Besitzer. Investoren befürchteten, dass Bitcoin-Wale wie Gründer Satoshi Nakamoto selbst oder jemand aus dessen innerem Kreis, ihre Coins verkauft haben könnten, was dann zu dem schnellen Crash geführt haben dürfte.

Auch am großen Bitcoin-Anstieg 2017 dürften die Wale beteiligt gewesen sein. Einer Studie zufolge könnte gar ein einziger Akteur für das Bitcoin-Allzeithoch verantwortlich gewesen sein.

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Bleibt abzuwarten, was das aktuell hohe Niveau der Zahl der Bitcoin-Wale für die Zukunft des Bitcoin-Kurses bedeutet und ob es zu einem erneuten Preisanstieg kommt. Analysten überbieten sich jedenfalls aktuell mit Prognosen für die beliebte Kryptowährung: Während Krypto-Enthusiast Simon Dedic glaubt, dass BTC bis auf 150.000 US-Dollar klettern könnte, sieht Finanzanalyst Preston Pysh den Kurs langfristig sogar bei 200.000 bis 300.000 US-Dollar.Redaktion finanzen.net

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