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Die Billig-Airline Ryanair setzt auf eine Markenstrategie, die in der Branche bisher selten Erfolg hatte

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 09.04.2019 Amira Ehrhardt
© Bereitgestellt von Business Insider Inc

In diesem Jahr wird sich Ryanair verändern. Die Billigflug-Airline setzt auf eine neue Markenstrategie, die in der Branche bislang allerdings kaum ein Erfolgsgarant war. 

Unter dem Dach der Ryanair Holdings Group sind vier Airlines angesiedelt: Ryanair DAC in Irland, Ryanair UK in Großbritannien, Laudamotion in Österreich und Buzz in Polen. Letztere läuft bislang unter dem Markennamen Ryanair Sun und führt hauptsächlich Charterflüge für Reiseveranstalter durch. 

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Ab Herbst 2019 soll Buzz nun unter eigenem Markennamen fliegen und vor allem den Markt in Osteuropa aufmischen, berichtet die „Wirtschaftswoche”. Hinter dieser Veränderung steckt eine Strategie. Lange galt Markenvielfalt in der Branche eher als Gefahr für den Erfolg. Sowohl die einheitliche Außenwirkung, als auch eine Betriebserlaubnis galten bisher als Vorteil gegenüber etablierten Linien wie Lufthansa, Air France KLM und Co., heißt es in der „Wiwo“. Das halte die Werbekosten niedrig und mindere die Ausgaben für den Flugbetrieb. Nun soll das Gegenteil Ryanair zum Erfolg verhelfen und der Airline neue Märkte eröffnen. 

Neue Marken sollen bei Ryanair hinzukommen

Buzz ist dabei erst der Anfang. Neue Marken sollen hinzukommen. Doch nicht etwa durch Neugründungen, sondern mit der Übernahme kleinerer Linien. „Das ist schneller und billiger“, sagt der Maketingvorstand von Ryanair, Kenny Jacobs, gegenüber der „Wiwo“. Angesichts der zunehmenden Konsolidierung und des wachsenden Überangebots sieht Jacobs immer mehr Linien in Not geraten, die dann günstig übernommen werden könnten. Außerdem sei eine solche Übernahme mit weniger Eigenarbeit verbunden: „Weil von den Lizenzen über Flugzeuge bis zum von den Regulierern vorgeschriebenen Personal bereits alles da ist, können wir sofort Gas geben und sie stark wachsen lassen“, erklärt Jacobs im Gespräch mit der „Wiwo“.

Ein weiterer Vorteil der Markenvielfalt seien verschiedene, kundenbezogene Konzepte der jeweiligen Airline. „Wir können zum Beispiel für jeden Markt passende Angebote machen“, sagte der Manager der Zeitung. Als gutes Beispiel nennt Jacobs die in Österreich ansässige Airline Laudamotion. Anders als Ryanair konzentriert sich die Airline in erster Linie auf den deutschsprachigen Markt. Während der Service bei Ryanair einen untergeordneten Stellenwert hat und nicht zuletzt dadurch die billigen Preise zustande kommen, richtet sich das Angebot von Laudamotion an anspruchsvollere Kunden, die bereit sind, für Service mehr zu zahlen. 

Die Übernahme von Airlines in kleineren Ländern sieht Ryanair zudem als Chance, lokale Eigenheiten in den Service zu integrieren. Buzz soll sich vor allem auf den Markt in Osteuropa, insbesondere Polen konzentrieren. „Wir erwarten nun, dass Buzz die Nummer eins in Polen wird”, sagte der Vorstandsvorsitzende des Aufsichtsrates von Buzz, Juliusz Komorek.

Im Gespräch mit der „Wiwo“ erklärte Jacobs, dass die Airline künftig noch weitere Fluglinien in Europa übernehmen wolle. „Das ist unser Plan und wird haben bereits erste Kontakte”, so der Marketingvorstand. Sollte es in den kommenden Jahren nicht mindestens eine weitere Marke ins Portfolio von Ryanair schaffen, würde ihn das sehr überraschen, so Jacobs weiter. 

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