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Boeing-Krise belastet Fluglinien

Das Flugverbot für die Boeing 737 MAX-Flugzeuge belastet die Fluglinien. Vom Low-Cost-Carrier bis zum größten Ferienflieger der Welt kämpfen die Gesellschaften mit Problemen und Kosten des Ausfalls der nagelneuen Maschinen. Beispiel: Norwegian Airlines. Die Norweger stellen ab Mitte September alle Transatlantikflüge ab Irland ein und begründen das mit den Boeing-Flugzeugen, die am Boden bleiben müssen - eine Erklärung, die nicht jeden zufriedenstellt. "Viele Leute würden sagen, die Boeing 737 MAX wird nur als Begründung vorgeschoben", so der britische Reisejournalist Simon Calder vom Independent, "Norwegian hat noch ganz andere Probleme mit hohen Schulden und niedriger Profitabilität." Jedenfalls haben auch andere Probleme mit dem Ausfall der Boeings. Bei Ryanair schlägt sich das auf das mögliche Passagierwachstum nieder, auch Arbeitsstellen stehen auf der Kippe. Und der weltgrößte Reisekonzern TUI musste für den Sommer Ersatzflugzeuge mieten. Das ist ordentlich teuer, insgesamt rechnet der Konzern fürs Geschäftsjahr mit 300 Millionen Euro Kosten durch die Boeing-Krise. Zum Teil, so erwarten Branchenkenner wie Calder, werden die Fluglinien die Kosten Boeing in Rechnung stellen, beispielsweise für die verspätete Auslieferung von Maschinen. Nach zwei Abstürzen mit mehr als 300 Toten darf die neue Boeing 737 MAX nicht mehr fliegen. Ältere 737-Modelle sind nicht betroffen. Wann das Verbot aufgehoben wird, ist offen.
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