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Vorsicht, Wortspiel: edler Tropfen vom Château Latif

Aus der Nähe betrachtet sieht es aus wie eine normale Weinrebe, vielleicht irgendwo auf einem Landgut. Von weitem betrachtet erheben sich um den Wein die Hochhäuser. Willkommen im Weingut von Latif Jiji, "dem einzigen Weingut in Manhattan". Der 91-jährige aus einer jüdischen Familie im Irak lebt schon lange in den USA. 1977 pflanzte er den Wein, eine Niagara-Rebe. Sieben Jahre später fuhr er die erste Ernte ein: neun Flaschen. Inzwischen erntet er an seinem Wohnhaus Trauben für mehr als 100 Flaschen. Den Weinbau hat der 91-jährige ehemalige Professor für Ingenieurwesen von seinem Vater gelernt, damals noch in Basra im Irak. Der Name Château Latif erinnert nicht zufällig an das berühmte Weingut der Rothschilds, Château Lafite, in Frankreich. Das Wortspiel war ein Einfall von Jijis Frau. Eine kleine Oase ist hier über die Jahrzehnte entstanden, mitten im eng besiedelten Manhattan. Der Wein ist in die Höhe gewachsen und ebenso die Gebäude drumherum. "Jedes Jahr wächst ein neues Gebäude in den Himmel", sagt Jiji und deutet auf das jüngste Gebäude, das noch gar nicht fertiggestellt ist. Der fruchtige Wein des Château Latif hat nicht nur ein exklusives, handgemaltes Etikett. Er ist auch äußerst exklusiv. Kaufen kann man ihn nicht, er wird nur an Freunde und Erntehelfer verschenkt.
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