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100 Menschen, die Europas Wirtschaft verändern

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 15.09.2020 In partnership with ING

Weltweit steht die Wirtschaft seit vielen Monaten vor beispiellosen Herausforderungen. Die Corona-Pandemie, technologische Sprünge, gesellschaftliche Veränderungen erhöhen den Druck zur Anpassung und Beschleunigen den Wandel.

Um diesen Wandel erfolgreich zu bewältigen, sind Unternehmen auf die Vision, Strategie und Managementfähigkeiten außergewöhnlicher Menschen angewiesen.

Unsere Reihe „Business Insider's 100 People Transforming Business", stellt nun im zweiten Jahr solche Persönlichkeiten vor, die in ihren Unternehmen Veränderungen vorantreiben und die damit auch ihre Branchen verändern.

Unsere Reihe stellt insgesamt Persönlichkeiten aus zehn Branchen vor — darunter Führungskräfte globaler Unternehmen, Gründer neuer Firmen, Produkt- und Technologiestrategen und Branchenexperten

Investoren

1. Yves Perrier, CEO, Amundi Asset Management

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Der Chef des größten Vermögensverwalters Europas ist gleichzeitig ein Aktivist gegen den Klimawandel. Yves Perrier wuchs in der Nähe des Skigebiets von Chamonix in den französischen Alpen auf. Im Laufe der Jahre erlebte er mit, wie die Gletscher dort immer weiter zurückgingen.

Perrier zog daraus Konsequenzen und entschied, bis 2021 bei allen aktiv verwalteten Fonds von Amundi Umwelt-, Sozial- und Governance-Standards zu berücksichtigen. Amundi will in Unternehmen investieren, die zum Wandel in Richtung sauberer Energie, fairer und gleicher Arbeitsbedingungen und nachhaltigem Management beitragen.

Amundi will zudem für zwölf institutionelle Anleger einen europäischen Aktienindexfonds in Übereinstimmung mit dem Pariser Klimaschutzabkommen verwalten. Der Fonds wird in Firmen investieren, die zum Kampf gegen die globale Erwärmung beitragen.

Perrier nutzt Amundis Größe und Finanzkraft - zuletzt konnte der Fonds ein Vermögen von fast 1,7 Billionen Euro verwalten -, um Unternehmen dazu zu drängen, umweltfreundlicher zu werden, und ebnet damit einen Weg, dem andere Investoren folgen könnten.

2. Paula Groves, Gründerin und Gesellschafterin, ImpactX Capital Partners

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Die Investmentwelt repräsentiert nur einen Teil der Gesellschaft. Paula Groves arbeitet an einer Lösung dieses Problems.

"Wir verpassen so viele Möglichkeiten, unser aller zu verbessern", sagt sie. "Mich schaudert, wenn ich an all die Chancen denke, die aufgrund der mangelnden Vielfalt beim Investieren bereits verpasst wurden".

Groves brachte in den späten 1990er Jahren als Mitbegründerin von Axxon Capital über 50 Millionen Dollar auf, um in Startups schwarzer Gründerinnen zu investieren. 2018 war sie eine der Gründerinnen von ImpactX Capital Partners. Dort arbeitet sie daran, den Mangel an Finanzmitteln für Schwarze, Frauen und Gründerinnen aus anderen Minderheiten zu beheben. Weniger als vier Prozent des weltweiten Risikokapitals gehen an Frauen, und weniger als ein Prozent geht an Farbige.

Bei ImpactX hilft Groves, europäische Startups zu identifizieren und in sie zu investieren, die nicht nur von unterrepräsentierten Gruppen geführt werden, sondern auch eine attraktive Rendite versprechen. Sie und ihre Kollegen bieten Gründern, die Minderheiten angehören, Mentoring, Beratung und andere Unterstützung an. Groves bietet oft Hilfe bei der Budget- und Cashflow-Planung, da sie festgestellt hat, dass unterrepräsentierte Unternehmer oft keinen Zugang zu dem Wissen hatten, das dafür erforderlich ist.

Groves und ihr Team arbeiten mit Extend Ventures zusammen, um Personen aus Minderheiten zu finden, die in erfolgreichen Venture-Backed-Unternehmen gearbeitet haben. Sie will solche Erfolgsgeschichten sichtbarer machen, um künftige Finanzierungen zu erleichtern.

Noch haben längst nicht alle Gründer gleiche Ausgangsbedingungen. Groves arbeitet daran, Lücken zu schließen und gibt damit ein Beispiel, dem andere Investoren folgen können.

3.  Edward Lees, Portfoliomanager, Fonds EARTH von BNP Paribas

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Investoren können großen Einfluss darauf nehmen, wie Unternehmen arbeiten. Edward Lees, ein leitender Portfoliomanager bei BNP Paribas, der mit Ulrik Fugmann den Fonds Environmental Absolute Return Thematic (EARTH) verwaltet, nutzt diese Schlagkraft auf neue Weise.

Lees investiert in Unternehmen, die ökologische, soziale und Governance-Kriterien (ESG-Kriterien) erfüllen, und schließt Unternehmen aus, die dies nicht tun. Er argumentiert, dass verantwortungsbewusste Unternehmen sich von zurückhaltenden, altmodischeren Konkurrenten absetzen werden.

Lees investiert in Bereiche wie Wasserstoff-Brennstoffzellen, Solardächer und Elektrofahrzeuge, und setzt auf ihren steigenden Wert, wenn erneuerbare Energien an Attraktivität gewinnen. Im Gegensatz dazu würden Unternehmen, die fossile Brennstoffe einsetzen, wahrscheinlich an Wert verlieren.

"Eine durchdachte Kapitalallokation in diesen Bereichen wird nicht nur für die Gesellschaft, sondern auch für Investoren gut sein", sagt er.

Short-Positionen von Lees dienen als Absicherung für den Fall, dass sich seine langen Wetten nicht auszahlen. Auch hier setzt er auf nachhaltig wirtschaftende Unternehmen.

Indem er auf nachhaltige Unternehmen setzt und gegen ihre Konkurrenten wettet, zeigt Lees, wie Investitionen nicht nur eine Einkommensquelle, sondern auch eine Kraft für Veränderungen sein können.

4. Ophelia Brown, Gründerin und Partnerin, Blossom Capital

Thomas Udesen, Bayer © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Thomas Udesen, Bayer

Silicon Valley rühmt sich seiner vielen "Angel-Investoren", was es zu einem der besten Orte der Welt für Gründer macht. Ophelia Brown, die Gründerin und Partnerin von Blossom Capital, arbeitet am Aufbau eines gleichwertigen Ökosystems von Angel-Investoren auch in Europa.

Brown und ihr Team konzentrieren ihre Zeit, ihr Geld und ihre Energie auf eine kleinere Anzahl von Unternehmen als ihre Konkurrenten und schließen nur eine Handvoll Geschäfte pro Jahr ab. Sie sammelten mehr als 240 Millionen Euro zur Finanzierung ein.

Brown möchte diesen Ansatz in ganz Europa ausweiten und den Zugang der Gründer zu Kapital und Fachwissen stärken. Sie hält ihren Ansatz heute für wichtiger denn je, da es Startups sein würden, die eine wirtschaftliche Erholung Europas von der Corona-Pandemie vorantreiben.

"Oft kommen die besten Ideen im Gefolge von Krisen und Verwerfungen", sagt sie und nennt als Beispiele den Aufstieg von Uber und Airbnb nach der Finanzkrise. "Wir sind äußerst optimistisch für Europa und vertrauen auf die europäischen Gründer".

Ihre jüngste Initiative ist die Zusammenarbeit mit Führungskräften einiger der erfolgreichsten europäischen Startups, darunter Klarna, Farfetch und Spotify, bei der Einführung von Cultivate, einem Programm, das ab April insgesamt 5 Millionen Dollar in 20 Startups investieren wird.

Brown vergrößert die Reichweite und maximiert die Wirkung der Investitionen von Angel-Investoren in Europa und gestaltet die Branche um.

5. John Elkann, CEO and Chairman, Exor

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John Elkann, der italienisch-amerikanische Spross der milliardenschweren Agnelli-Dynastie, verwandelt die Exor-Holding seiner Familie in ein völlig neues Unternehmen. Exor ist unter anderem an der italienischen Fußballmannschaft Juventus, an Ferrari, The Economist und dem Landwirtschaftsmaschinenkonzern CNH Industrial beteiligt. Darüber hinaus investierte das Unternehmen vor kurzem in Via Transportation, ein US-Start-Up für den öffentlichen Nahverkehrs und in Gedi, den größten italienischen Zeitungsverlag.

Elkann versucht, Exor weg von Autos und Versicherungen hin zu Branchen wie Medien und Technologie zu wandeln, doch die Corona-Pandemie hat die Sache auch für ihn kompliziert. Elkann war entschlossen, den Versicherer PartnerRe für neun Milliarden Dollar zu verkaufen, bis der Deal im Mai scheiterte. Auch seine Erlöse aus der Fusion von Fiat Chrysler und Peugeot könnten leiden, wenn die beiden Autohersteller stärker sparen müssen.

Es könnte daher länger dauern, bis Elkann nach dem Vorbild Warren Buffets eines der größten Konglomerate auf dem Kontinent aufbauen kann. Der Wandel bleibt aber beeindruckend.

6. Andy Davis, Angel Investor, Atomico

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Die Ermordung von George Floyd durch Polizisten in den USA hat weltweit Proteste unter dem Motto Black Lives Matter ausgelöst und die Diskussionen über Rassismus und den Mangel an Chancen für Schwarze neu entfacht.

"Momente wie diese bringen die Menschen immer wieder dazu, darüber nachzudenken, was sie tun können, um den Status quo zu ändern", sagt Andy Davis, ein Angel-Investor bei dem  Risikokapitalunternehmen Atomico.

Davis leistet dazu seinen Beitrag. Er ist der Gründer von 10x10, einem Verbund schwarzer Gründer und Investoren in Großbritannien, der Spin-offs wie 10x10 VC und 10x10 Angels hervorgebracht hat. Vor kurzem hat er den 10x10-Fonds mit dem Angebot ins Leben gerufen,  1.000 Pfund zu investieren, die dann in Startups schwarzer Gründer investiert werden sollen.

Davis, der sowohl bei Google for Startups als auch bei Capital Enterprise tätig ist, berät 10x10-Mitglieder. Er führt wöchentlich Gespräche mit schwarzen Gründern und bringt sie mit Investoren zusammen.

Davis ist federführend bei dem Bemühen, europäische Investitionen vielfältiger und integrativer zu machen, indem er das Bewusstsein für Unterrepräsentanz schärft und schwarze Gründer finanziell, strategisch und beim Aufbau von Netzwerken unterstützt

7. Ingrid Teigland Akay, Gründerin und Managing Partnerin, Hadean Ventures

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Unter Investoren wächst der Wunsch, nicht nur Gewinne zu erzielen, sondern auch einen positiven Effekt auf die Gesellschaft zu haben. Ingrid Teigland Akay zeigt, dass es möglich ist, beide Ziele zu erreichen.

Teigland Akay ist die Gründerin und geschäftsführende Gesellschafterin von Hadean Ventures, einem Fonds mit Sitz in Oslo und Schweden, der in der nordischen Region in Biowissenschaften investiert. Sie nutzt ihren Hintergrund als Ärztin, um Start-ups in Bereichen wie Diagnostik, digitale Gesundheit und Spezialpharmazeutika zu finden und zu finanzieren,

Zu ihren Investitionen gehören Spezialisten für Radiopharmazeutika (Oncoinvent), Mitochondrienmedizin (Abliva) und Ultraschalltechnologie (Nisonic). Sie unterstützte auch Themis, einen Impfstoffentwickler, dessen Übernahme durch Merck im Mai vereinbart wurde.

"Unsere Portfoliounternehmen haben das Potenzial, das Leben einer großen Zahl von Patienten zu verbessern", sagt sie. "Diese Wirkung mit starken Renditen für unsere Investoren zu kombinieren, macht meine Leidenschaft für meine Arbeit aus", sagt sie.

Teigland Akay versucht auch, die Finanzierungslücke zwischen Männern und Frauen im Risikokapitalbereich zu verringern. Sie stellt proaktiv Frauen ein und fördert sie, sucht nach Gründerinnen und ermutigt sie, eine angemessene Finanzierung für ihre großen Ambitionen zu fordern.

8. Antonia Lim, Leiterin des Bereichs Quantamental Investing, Schroders

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Die Kluft bei Investoren wächst  zwischen Praktikern der alten Schule, die Finanzberichte, Branchenberichte und makroökonomische Daten durchkämmen, um unterbewertete Vermögenswerte zu identifizieren, und einer neuen Generation, die sich darauf verlässt, dass Computer Gewinnstrategien entwickeln, testen und ausführen.

Antonia Lim, Leiterin der Abteilung Quantamental Investing bei Schroders, will das Beste aus beiden Welten. Quantitative Portfoliomanager kombinieren quantitative Anlagetechniken mit der Fundamentalanalyse und nutzen dabei sowohl maschinelle als auch menschliche Analysen.

"Die ungewöhnlichen und dauerhaften Mischungen aus quantitativen Instrumenten mit Spezialgebieten wie Behavioral Finance und Makroökonomie haben dazu geführt, dass die Bedürfnisse der Anleger besser erfüllt werden", sagt sie.

Lim wird von dem Wunsch angetrieben, ihren Kunden zu helfen, Vermögen aufzubauen, finanzielle Sicherheit zu erlangen und ihre Finanzen zu sichern. Sie vereint diese menschliche Motivation mit dem Verständnis computergestützter Investitionen.

Lim erkundet neue Grenzen für Investitionen in Europa, was sie zu einer treibenden Kraft für Veränderungen in der Branche macht.

9. Reshma Sohoni, Mitbegründerin und geschäftsführende Gesellschafterin, Seedcamp

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Für Frauen ist es immer eine Herausforderung, nach der Mutterzeit wieder in die Arbeitswelt einzusteigen. Reshma Sohoni, Mitbegründerin und geschäftsführende Partnerin des europäischen Risikokapitalunternehmens Seedcamp, weiß das.

Sohoni nahm sechs Monate Urlaub, als 2017 ihr zweites Kind geboren wurde, und fühlte sich  abgekoppelt, als sie ins Büro zurückkehrte, als sei sie ein halbes Jahr zurück.

"Es ging nicht darum, einfach nur wieder zur Arbeit zu kommen, es ging darum, an der Spitze zu stehen - und das ist es, was ich von mir erwarte", sagte sie.

Sohonis Lösung veranlasste ihr Team, eine formelle, sechsmonatige Mutterschaftsurlaubsregelung einzuführen und Eltern, die an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, maßgeschneiderte Programme anzubieten. Sie setzt sich dafür ein, dass Unternehmen Kinderbetreuung anbieten. Im vergangenen Jahr investierte Seedcamp in Peppy - einen virtuellen Marktplatz, der Eltern mit Praktikern zusammenbringt und es den Arbeitgebern ermöglicht, die Kosten zu übernehmen. Es hat auch Ben, einen Anbieter von Leistungen am Arbeitsplatz, und Spill, ein Tool zur Unterstützung der psychischen Gesundheit, unterstützt.

Sohoni hätte leicht den Kopf hängen lassen und sich auf die Investitionen von Seedcamp konzentrieren können, zu denen Revolut, TransferWise und UiPath gehören. Stattdessen kämpft sie dafür, dass Eltern einen leichteren Übergang zurück ins Berufsleben haben als sie selbst.

10. David MacDonald, Gründer The Path

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David MacDonald sagt, er habe erkannt, dass seine Arbeit als Senior Partner bei einem führenden Vermögensverwalter mit seinen Werten kollidierte, da er die Menschen anleitete, in alle Arten von umweltschädlichen Unternehmen zu investieren.

Deshalb verließ er den Vermögensverwalter 2018, um The Path zu gründen, eine Finanzberatung, die sich auf ökologische, soziale und Governance-Kriterien (ESG) konzentriert.

MacDonald hat seinem Team ein doppeltes Mandat erteilt: das Vermögen seiner Kunden zu mehren und ihnen zu helfen, einen positiven, messbaren Effekt auf den Planeten zu erzielen. Er sieht Ersparnisse, Renten und Portfolios als wertvolle Ressourcen, um Veränderungen zu bewirken und eine nachhaltige Zukunft einzuleiten.

"Langfristige Investoren müssen in die Unternehmen investieren, die Lösungen für eine nachhaltige Zukunft finden, und diejenigen meiden, die Zerstörung anrichten", sagt er.

Indem MacDonald sowohl den finanziellen Erträgen als auch der Rettung des Planeten Priorität einräumt, verlagert er den Zweck der Investitionen von Einkommen auf Wirkung. Darüber hinaus versetzt er die Menschen in die Lage, ihre Ersparnisse zu nutzen und etwas zu bewirken, was ihn zu einem wahren Akteur des Wandels in der Branche macht.

Konsumgüter und Unterhaltung

1. Daniel Ek, CEO und Mitgründer, Spotify

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Der Geschäftsführer von Spotify, Daniel Ek, revolutionierte die digitale Musik, als er 2006 mit Martin Lorentzon den Streaming-Dienst gründete. Trotz harter Konkurrenz durch YouTube, Apple Music und andere ist Spotify mit 138 Millionen Abonnenten zum weltweit größten Musikabonnementdienst geworden.

Ek ist zurückhaltend und gibt nur selten Interviews. Er ist bereit, weiter gegen die großen Tech-Konzerne zu kämpfen, um Spotify zu einer globalen Erfolgsgeschichte zu machen.

Dem Magazin Fast Company sagte Ek, er sei hochgradig organisiert und mache keine "Social Calls": "Was ich meinen Freunden sage, ist, dass ich gerne eingeladen werde, aber wahrscheinlich werde ich nicht kommen. Es ist keine persönliche Sache. Es bedeutet nicht, dass ich Ihre Gesellschaft nicht genieße. Es bedeutet nur, dass ich mich auf etwas konzentriere."

2019 griff Spotify öffentlich Apple an und reichte eine EU-Kartellbeschwerde wegen der Bedingungen des App Store ein. Im Juni leitete die EU eine Untersuchung dazu ein.

In einem Interview mit Bloomberg TV im Mai sagte Ek, Apple bewege sich "in die richtige Richtung". Er signalisierte seine Absicht, Spotify weiterhin als unabhängiges Unternehmen auszubauen. Er sei nicht daran interessiert, sein Unternehmen an ein US-Medienunternehmen wie Netflix zu verkaufen

2. Xavier Niel, Gründer, Iliad

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Der französische Milliardär Xavier Niel gilt als Enfant terrible. Seinen ersten Durchbruch erzielte der Unternehmer in den 1980er Jahren mit Sex-Chat-Diensten auf dem französischen Internetdienst Minitel. Die Dienste waren unter dem Namen "Minitel rose" bekannt.

Jahrzehnte später ist Niel durch seine Firma Iliad nach wie vor Unruhestifter in der Welt der Telekommunikation. Dies liegt zum Teil am Start Mobilfunkbetreibers Free Mobile im Jahr 2012, der für seine billigen Datentarife bekannt ist.

2019 gründete Niel eine gebührenfreie, private Codingschule namens 42. Er ist auch der Hauptgeldgeber hinter der Pariser Start-up-Fabrik Station F in einem alten Bahngebäude. Niel gilt als Energiebündel. Station F ist für "Menschen, die nicht - wie sagt man? - klassisch, weiß, katholisch sind", sagte er 2017 zu Business Insider. "Wir sollten an diesem Ort viel Vielfalt haben, um mehr Vielfalt in Paris zu haben".

1. Dmitry Polishchuk, Leiter selbstfahrende Autos, Yandex

Peter Evan, Pfleger © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Peter Evan, Pfleger

Dmitry Polishchuk ist ein Veteran von Yandex, dem russischen Internet-Konzern der in Russland eine Rolle spielt, wie Amazon, Google und Uber in anderen Märkten zusammen.

Polishchuk begann vor 12 Jahren bei Yandex als Entwickler mobiler Dienste, wechselte in die Kartenabteilung, beaufsichtigte dann den Yandex-Browser und dessen mobile Verteilung.

Es war Polishchuk, der 2016 die Idee einer Abteilung für selbstfahrende Autos der Führung von Yandex vorlegte, zeitgleich mit ähnlichen Experimenten in den USA bei Google, Uber und einer Reihe von Startups "Selbst als Neuling könnte Yandex mit seinen großen Talenten und seiner reichen technologischen Basis versuchen, an diesem Rennen teilzunehmen", sagte Polishchuk Business Insider.

Die Entwicklung eines selbstfahrenden Fahrzeugs begann 2017, woraus einige Monate später ein Prototyp entstand. "Ende des Jahres begannen wir mit unseren Tests auf öffentlichen Straßen, und ein halbes Jahr später starteten wir das erste europäische Robotaxi-Dienst mit niemandem am Steuer".

Für Polishchuk fasziniert, die Kombination von Technologien, damit autonome Fahrzeuge funktionieren.  Er hofft, dass selbstfahrende Autos von Yandex innerhalb von drei bis fünf Jahren in der Rushhour sicher durch die Straßen Moskaus fahren

3. Margrethe Vestager, Europäische Wettbewerbskommissarin, Europäische Kommission

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In ihrer sechsjährigen Amtszeit als Wettbewerbskommissarin hat Margrethe Vestager den Ton vorgegeben, wie die Regierungen die großen Technologiekonzerne regulieren können.

Während Facebook und Google immer mehr Macht erlangen, brachte Vestager das Wettbewerbsrecht in Stellung, um Geldstrafen in Milliardenhöhe zu verhängen, etwa im Zusammenhang mit der  Übernahme von WhatsApp durch Facebook oder Google, das seine eigenen Dienste in seinen Suchergebnissen bevorzugt.

Sie sagte der New York Times im Jahr 2019: "Einige dieser Plattformen haben die Rolle sowohl als Spieler als auch als Schiedsrichter, und wie kann das fair sein? Sie würden niemals ein Fußballspiel akzeptieren, bei dem die eine Mannschaft gleichzeitig Schiedsrichter ist".

Ihr Fokus auf Big Tech erregte politische Aufmerksamkeit. US-Präsident Donald Trump beklagte 2018: "Ihre Steuerfrau, sie hasst die USA wirklich", worauf Vestager trocken reagierte: "Ich arbeite mit Steuern und ich bin eine Frau."

Als Zeichen ihrer Bereitschaft, die Regelwerke völlig neu zu schreiben, leitete sie im Juni eine kartellrechtliche Untersuchung gegen Apple ein, nachdem sich Spotify und andere kleinere App-Hersteller über die 30-prozentige Abgabe beschwert hatten, die sie bei Käufen von In-Apps an Apple zahlen. Die Entscheidung der Kommission könnte Apples App Store Modell auf den Kopf stellen.

4. Zoé Vilain, Chief Strategy and Privacy Officer und Europa-Präsident, Jumbo Privacy

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Wenn die App, für die Sie arbeiten, darauf ausgerichtet ist, die Privatsphäre der Benutzer vor Big Tech zu schützen, dann ist die Rolle des Chief Privacy Officer besonders wichtig.

Zoe Vilain hat einen juristischen Hintergrund und arbeitet seit 2019 für Jumbo. Die Idee hinter der App ist, einen Ort zu schaffen, von dem aus Nutzer den Datenfluss, der ständig über unsere Social-Media-Konten, E-Mail-Adressen und mehr durchsickert, leicht kontrollieren können.

Die App bietet eine Reihe von Funktionen, darunter die umfassende Sperrung von Werbeanzeigen, Zwei-Faktor-Authentifizierung und sogar die Archivierung alter Facebook-Beiträge.

In diesem Jahr startete ihr Premium-Modell, bei dem Nutzer wählen können, wie viel sie für ein Premium-Konto bezahlen möchten.

Vilain setzt sich auch über die App hinaus für Datenschutz ein. Im Juli reichte sie bei der französischen Datenschutzbehörde eine Beschwerde gegen Clearview AI ein, dem Unternehmen für Gesichtserkennung.

"Ich habe mich Jumbo angeschlossen, weil ich wirklich glaube, dass ein Unternehmen ausnahmsweise einmal etwas ändern kann, und ich glaube, dass die Verbraucher Schutz brauchen", sagt Vilain Business Insider

6. Storm Fagan, Chief Product Officer, Just Eat

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Storm Fagan arbeitet seit fünf Jahren für den europäischen Lebensmittelkonzern Just Eat. 2019 entwickelte Fagan die Hybrid-Plattform. Just Eat bietet Nutzern eine Mischung aus Restaurants, die sein Liefernetzwerk neben denjenigen nutzen, die bereits ihre eigene Lieferung nutzen. Die Idee dabei war, die Plattform in ihrer Beziehung zu den Restaurants flexibler zu gestalten. "Was wir versuchen, ist wirklich 4.     

2019 entwickelte Fagan für Just Eat die Hybrid-Plattform. Darüber bietet Just Eat Kunden Angebote von Restaurants, die Just Eat als eines von vielen Liefernetzwerken oder auch neben eigenen Lieferdiensten nutzen.. "Was wir versuchen, ist, die High Street Community wirklich online verfügbar zu machen", sagt Fagan Business Insider.

Fagan setzt auf maschinelles Lernen, um die Lieferlogistik so glatt und wie möglich zu gestalten. Die Lieferketten seien die größte Herausforderung für alle in der Branche. "Wenn man hier etwas ändert, das zwei Sekunden Zeit spart, und man skaliert, kann das massive Auswirkungen auf das Geschäft haben", sagt sie.

7. Katja Hofmann, Hauptforscherin und Leiterin von Game Intelligence, Microsoft Research Cambridge

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Hofmanns Team konzentriert sich auf einen bestimmten Bereich der künstlichen Intelligenz, das Reinforcement Learning,  das leistungsstarke Trainingswerkzeug der Videospiele.

Spiele bieten eine unschätzbare Arena für die KI-Forschung, da sie Algorithmen mit komplizierten Regelsätzen liefern, die es ermöglichen, selbst herauszufinden, wie sie ihre Aufgaben am besten erfüllen und zu lernen, wie sie selbstständig lernen können.

"Wir teilen die Überzeugung, dass Spiele einen Wandel in der Art und Weise bewirken werden, wie wir mit der KI-Technologie interagieren. Mein langfristiges Ziel ist es, KI-Systeme zu entwickeln, die lernen, mit Menschen zusammenzuarbeiten und die dabei zu helfen, komplexe Probleme der realen Welt zu lösen", schreibt Hofmann in ihrem Firmenprofil.

2019 organisierte Hofmann einen Wettbewerb, bei dem Programmierer in Microsofts populärem Spiel "Minecraft" aufgefordert wurden, eine KI zu entwickeln, die in der Lage ist, Diamanten abzubauen. Keiner der Kandidaten war vollständig erfolgreich, aber es war dennoch eine gute Übung.

"Es ist aufregend, Teil dieser Szene zu sein und zu sehen, wie schnell die Gemeinschaft bei grundlegend schwierigen Problemen Fortschritte gemacht hat", sagt Hofmann Business Insider.

8. Richard Corbett, Regionaler Generaldirektor für Großbritannien, Irland und Benelux, Voi

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Richard Corbett bringt den  Elektroroller-Boom auf den Markt in Großbritanniens, eines der wenigen europäischen Länder, die die Fahrzeuge völlig verboten haben.

Bevor Richard Corbett im Mai zum schwedischen Roller-Startup Voi kam, arbeitete er für das rivalisierende Roller-Startup Bird, wo er den Start des ersten britischen Elektroroller-Tests im Londoner Olympiapark beaufsichtigte. Es war ein großer Moment, da es technisch gesehen illegal war, Roller auf britischen Straßen und Bürgersteigen zu betreiben.

Der Ausbruch der Coronavirus-Pandemie änderte alles und beschleunigte die Gespräche von Corbett und anderen mit der Regierung. Im Juni genehmigte die britische Regierung offiziell die Versuche in britischen Städten.

"Das grüne Licht für E-Scooter ermöglicht uns ein radikales Umdenken, wie wir uns in den Städten fortbewegen. Wir wollen Städten und Gemeinden dabei helfen, ihren Raum besser zu nutzen, und E-Scooter sind ein wichtiger Teil davon, da sie es den Menschen ermöglichen, mit einem kohlenstoffarmen, zugänglichen und erschwinglichen Verkehrsmittel zu fahren", sagt Corbett Business Insider.

"E-Scooter können die Vormachtstellung des Autos infrage stellen. Da mehr als 60 % aller Autofahrten im Vereinigten Königreich auf eine Person entfallen, die weniger als 5 Kilometer fährt, haben wir eine Chance, diese Autofahrten durch E-Scooter zu ersetzen. Dies wird unsere Städte so verändern, wie es das Auto vor 100 Jahren getan hat.

9. Meghna Jayanth, Videospiel-Autorin und Aktivistin für Arbeitnehmerrechte im Glücksspielbereich

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Die in Großbritannien lebende Meghna Jayanth ist eine preisgekrönte Videospielautorin, zu deren Arbeiten das Erzählabenteuer "80 Tage" und der Open-World-Titel "Sable" gehören.

2019 gründete Jayanth mit ihrem Kollegen Leigh Alexander, einem Erzähldesigner, Red Queens, ein Beratungsunternehmen für Spiele und Erzählungen.

Abgesehen von ihrer kreativen Arbeit ist Jayanth eine Aktivistin gegen Sexismus und Rassismus in der Spieleindustrie.

In diesem Sommer kamen viele Geschichten von Frauen in der Glücksspielindustrie an die Öffentlichkeit, die Belästigungen und Übergriffe erlebt haben.

Jayanth ging über ihre eigenen Erfahrungen an die Öffentlichkeit und ist seitdem eine Fürsprecherin und Unterstützerin jener Menschen, die ihre Geschichten erzählen.

Ihr Schwerpunkt liegt auch darauf, Verhaltenskodizes in der Branche durchzusetzen.

Das Spiel "befindet sich irgendwie am blutenden Rand des Spätkapitalismus, und so wie die Arbeiter in der Spieleindustrie behandelt und wie sie ausgebeutet werden, haben wir eine moralische Verantwortung, darüber zu berichten", sagte sie Business Insider. "So wie die Technologie- und die Spieleindustrie funktioniert, so funktioniert auch der Rest der Welt".

10. Eva Gouwens, CEO, Fairphone

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Während es Branchen wie Mode und Lebensmittel viele umweltfreundlichen und Fairtrade-Start-ups gibt, werden im Smartphone-Geschäft Umweltschäden und die Ausbeutung von Arbeitnehmern kaum thematisiert.

Das in den Niederlanden ansässige Unternehmen Fairphone versucht, aus nachhaltigen Smartphones ein Geschäft zu machen. Bis heute hat das Unternehmen drei Versionen seines Smartphones auf den Markt gebracht und seit seiner Gründung 2013 über 180.000 Einheiten ausgeliefert. Laut CEO Eva Gouwens wird die nächste Phase von Fairphone darin bestehen, die Bekanntheit der Marke zu steigern.

"In den nächsten fünf Jahren konzentrieren wir uns auf die Steigerung unserer Einnahmen durch ein größeres, breiteres Publikum und auf die Stärkung unserer Position in der Branche, um unseren positiven Einfluss in der gesamten Wertschöpfungskette zu maximieren. Damit zeigen wir der Branche, dass es möglich ist, kommerziell erfolgreich zu sein und die Menschen und den Planeten zu einem festen Bestandteil der Geschäftstätigkeit zu machen", sagte Gouwens Business Insider.

Unternehmens-Technologie

1. Alexander Aghassipour, Mitgründer von Zendesk

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In den 13 Jahren seit der Gründung von Zendesk in einem Loft in Kopenhagen hat sich das Unternehmen von einem Emporkömmling im Bereich Kundenbeziehungsmanagement (CRM) zu einem Unternehmen mit einem Wert von mehr als 10 Milliarden Dollar entwickelt.

"Früher mussten wir den Kunden sagen, dass SaaS eine gute Sache ist", sagt Mitgründer Alexander Aghassipour und verweist auf Software as a Service. "Die Unternehmenstechnologie war schrecklich, es ging immer nur um Funktionen und nie um den Kunden.

Aghassipour war vom ersten Tag an dabei und verbrachte ein Jahrzehnt in den USA, wo er als Chief Product Officer das Produkt des Unternehmens vorantrieb.

Zurück in Dänemark besteht seine Rolle darin, eine ruhige Hand an der Pinne zu behalten. Das Unternehmen befindet sich nach wie vor im Wachstumsmodus, und Aghassipours Aufgabe ist es, die Vision und die Unternehmenskultur aufrechtzuerhalten.

"Vor dreizehn Jahren haben wir die Denkweise eingeführt, dass die Kundenbetreuung Teil des Marketings gegenüber potenziellen Kunden ist", sagt er. "Jetzt besteht meine Aufgabe darin, dafür zu sorgen, dass unsere ursprüngliche Vision immer noch der Leitstern ist".

2. Laura Urquizi, CEO von Red Points

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Red Points nutzt verschiedene Zweige der künstlichen Intelligenz bei der Aufdeckung von Betrug, gefälschten Produkten und Urheberrechtsverletzungen.

"Früher wurde alles von Hand gemacht, aber jetzt haben wir ein Werkzeug entwickelt, das den Markt verändert", sagte Urquizi Business Insider.

Red Points automatisiert die Erkennung und den Versand von Benachrichtigungen über Rechtsverletzungen. Dazu scannt das Unternehmen Marktplätze mit maschinell lernfähiger Bilderkennung, bei der Marken Prioritäten setzen und Maßnahmen automatisieren können.

In den fünf Jahren seit Laura Urquizis Ernennung hat sich Red Points zu einem Marktführer in der Betrugserkennung entwickelt und erhebliches Risikokapital zur aufgebracht.

Urquizi hat kürzlich eine Lösung für den "grauen Markt" gelauncht, auf dem echte Produkte illegal vertrieben werden.

"Ich will mehr", sagt Urquizi. "Wir können noch viel mehr tun, um noch mehr Unternehmen zu helfen.

3. Hala Zeine, CPO von Celonis

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Einen deutschen Technologiekonzern zu verlassen, um sich einem Startup anzuschließen, ist nicht der konventionelle Weg, aber Hala Zeine ist auch keine konventionelle Person. Mit tiefer Leidenschaft für die Funktionsweise von Daten machte Zeine zunächst bei  SAP Karriere, bevor sie als Chief Product Officer zum Startup Celonis wechselte. Celonis ist Marktführer im Bereich Process Mining.

Als Supply-Chain-Spezialistin ist Zeine entschlossen, Lieferketten und Distributionen zu vereinfachen, und Störungen zu verringern.

4. Chris Dudderidge, Geschäftsführer UK und Irland bei UiPath

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UiPath ist beispielhaft für die expandierende robotergestützte Prozessautomation, die darauf abzielt, sich wiederholende Computeraufgaben zu automatisieren, um menschliche Arbeitszeit freizusetzen. Die Rolle von Dudderidge besteht darin, diese Vision an neue Kunden zu verkaufen.  

"In meinem täglichen Leben werde ich von unserer Mission inspiriert, menschliche Leistungen zu beschleunigen und die Arbeit wieder Spaß machen zu lassen", sagt Dudderidge Business Insider. "Das gesamte Team hat sich hinter unseren Automation-first-Ansatz gestellt und jeden Arbeitsablauf automatisiert, der automatisiert werden sollte, um Mitarbeitern die langweiligen, sich wiederholenden Aufgaben abzunehmen", so Dudderidge.

Seine Aufgabe bei UiPath besteht darin, sicherzustellen, dass sein kundenorientiertes Ethos mit dem schnell expandierenden Unternehmen übereinstimmt.

"Ich bin ein großer Befürworter, dass Kunden vor dem Einsatz komplementäre Technologien nicht zurückschrecken", sagt er. "In der Vergangenheit wurde die Nutzung mehrerer unterschiedlicher Technologien als eine Herausforderung angesehen. Wir beweisen, dass es einfacher als je zuvor ist, erstklassige Tools einfach zusammenzufügen, um Arbeitsabläufe und Geschäftsprozesse mit großem Nutzen zu bedienen.

5. Nigel Toon, CEO von Graphcore

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Das AI-Chip-Unternehmen Graphcore ist ein Liebling der britischen Startup-Szene. Die Prozessoreinheit von Graphcore wird mit Software kombiniert. Das Startup konkurriert mit den KI-Chips von Nvidia, Intel, AMD und Qualcomm.

CEO Nigel Toon ist ein Veteran der Chipindustrie. Seine frühere Firma Icera wurde von Nvidia übernommen. Er arbeitete auch bei Altera, das später von Intel gekauft wurde.

"Unsere Mission war es immer, Innovatoren die nächsten Durchbrüche in der Maschinenintelligenz zu ermöglichen", sagt Toon. "Das bedeutet, dass Graphcore-Kunden an Probleme herangehen und fragen 'Was macht meine Vorstellungskraft möglich?' statt 'Was macht meine Technologie schwierig?

6. Vishal Marria, Gründer und CEO von Quantexa

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Mit fast 15 Jahren Erfahrung in der Bekämpfung von Finanzkriminalität, ist Vishal Marria führend auf seinem Gebiet.

Nach dem Rücktritt als Geschäftsführer bei  Ernst and Young - wo er die Bemühungen im Kampf gegen Finanzkriminalität verantwortete - gründete Marria Quantexa, die Betrugsbekämpfungsfirma, um gegen Geldwäsche vorzugehen.

Seitdem hat die Firma Investitionen von 90 Millionen Dollar eingesammelt, mit namhaften Geldgebern wie Accenture, HSBC und Evolution Equity Partners an Bord.

"Es ist eine unglaublich aufregende Zeit für Quantexa", sagt Marria Business Insider. "Wir haben zwei sehr starke Quartale hintereinander erlebt, und wenn überhaupt, dann ist die Nachfrage nach unserer Plattform im Gefolge von COVID-19 gestiegen.

Im Jahr 2018 gewann Marria den prestigeträchtigen Developing Entrepreneur-Preis bei den Enterprise Awards in London, die als "die Oscars der Technologiebranche" gelten.

7. Piotr Holubowicz, Mitbegründer und CEO von SEEDiA

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SEEDiA ist eines der aufregendsten Unternehmen, das in den letzten Jahren in Polen gegründet wurde. Es hat auf dem ganzen Kontinent für seine innovativen solar-unterstützten Stadtmöbel Preise gewonnen.

Von intelligenten Bushaltestellen bis zu Mülltonnen und Sitzbänken – stets nutzt SEEDiA Solarenergie. "Ich habe unseren ersten Prototyp für eine solarbetriebene Bank bereits 2015 gebaut, aber schon damals wusste ich, dass ich jemanden mit etwas mehr Geschäftserfahrung brauchen würde", sagt Piotr Holubowicz, Mitbegründer und CEO von SEEDiA Business Insider.

Über Facebook Messenger wandte er sich an Artur Racicki, einen Serienunternehmer in Krakau, und kurze Zeit später wurde das Unternehmen gegründet.

Heute leiten Holubowicz und Racicki das Unternehmen während seines eigenen "COVID-Transformationsplans" und bringen eine spezielle Linie solarbetriebener Spender für Handdesinfektionsmitteln auf den Markt, die für öffentliche Plätze, Büros und Einkaufszentren entwickelt wurden.

"Der öffentliche Sektor macht die Mehrheit unserer Kundschaft aus, weil sich ein Großteil unserer Arbeit um 'intelligente' Stadträume dreht", sagt Holubowicz. "Aber wir haben ein wachsendes Interesse von Geschäftskunden festgestellt, die tun, was sie können, um sich an die neue Normalität anzupassen.

8. Kate Kallot, Direktorin für KI und Maschinelles Lernen bei ARM

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Nach einem Praktikum bei Intel Anfang 2010 stieg Kate Kallot innerhalb von sechs Jahren zur Direktorin des firmeninternen KI-Teams auf.

Seit ihrem Wechsel zu dem Halbleiterkonzern ARM Anfang 2019 konzentriert sie sich auf strategische Allianzen.

"Wenn mich die Pandemie eines gelehrt hat, dann ist es der Wert, von einem unglaublich vollen Terminkalender Abstand nehmen zu können, durchzuatmen und wieder aufzutanken", sagte sie Business Insider.

Kallot verfügt über einen gewichtigen Trophäenschrank: Sie wurde zur "VentureBeat's Women in AI Rising Star of 2020" ernannt, gewann den "Best of Innovation Award" der CES und den "China AI Industry Innovation Alliance Award for Most Remarkable Product Award" im Jahr 2018.

In den vergangenen 18 Monaten war sie Mentorin von Teams bei ARM, UNICEF, dem Startup-Bootcamp der Gates Foundation und hat den ersten Daten-Wissenschafts-Wettbewerb für afrikanische Entwickler ins Leben gerufen.

9. Sanj Bhayro, VP Betrieb und Kundenwachstum bei Google Cloud

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Sanj Bhayro kam im März zu Google Cloud, wo er den Betrieb und das Kundenwachstum in Europa, dem Nahen Osten und Afrika verantwortet.

Als Absolvent der Manchester Metropolitan University, wo er Politik und Soziologie studierte, und der renommierten IMD Business School in der Schweiz machte Bhayro zunächst bei Salesforce Karriere, bevor er Anfang des Jahres von Google abgeworben wurde.

In nur drei Monaten trieb er wichtige Partnerschaften mit Orange, HSBC, Lloyds Banking Group und besonders der Deutschen Bank voran.

"Unsere Aufgabe als Führungskräfte besteht darin, durch Zuhören, Einfühlungsvermögen und die Entwicklung von Talenten zu dienen", sagt er Business Insider. "Es ist unglaublich wichtig, eine vielfältige, integrative Belegschaft aufzubauen, die unsere Kunden, Partner und Gemeinden widerspiegelt.

"Mir macht es Spaß, mit klugen, kreativen Menschen zusammenzuarbeiten, um erfolgreiche Teams mit einem ausgeprägten Sinn für Ziele zu bilden und ein Unternehmen aufzubauen, das skalierbar ist, um das Wachstum in der EMEA-Region zu unterstützen, während wir unsere Kunden bei der Transformation und Innovation unterstützen.

10. Martin van der Brink, CTO von ASML

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Martin van der Brink wurde im Juli 2013 zum Präsidenten und Chief Technology Officer von ASML, dem größten Anbieter von Systemen für die Halbleiterindustrie, ernannt. Er kam bei der Gründung des Unternehmens 1984 zu ASML und war drei Jahrzehnte lang für die Leitung des Unternehmens verantwortlich.

"Ich kam zusammen mit etwa 50 anderen Mitarbeitern gleich zu Beginn zu ASML. Der Konsens im Markt war, dass wir nicht erfolgreich sein würden", sagt er Business Insider. "Heute haben wir mehr als 25.000 Mitarbeiter."

2012 wurde Van der Brink von der Universität Amsterdam die Ehrendoktorwürde in Physik verliehen, und 2014 wurde er zum Ritter des Ordens des Niederländischen Löwen (Orde van de Nederlandse Leeuw) ernannt.

Auf die Frage, was ihm an seiner Rolle bei ASML am meisten Spaß macht, antwortet Van der Brink: "In erster Linie fasziniert mich die Technologie. Die Zusammenarbeit mit talentierten Ingenieuren aus der ganzen Welt, von unseren Lieferanten, unserem eigenen Innovationsteam und unseren Kunden - ihr Fachwissen zusammenzubringen, macht mir Spa

Handel

1. Maria Raga, CEO, Depop

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Die  Peer-to-Peer-App Depop begann als Modeplattform für den Austausch von Fotos und den Verkauf von gebrauchter Kleidung. Aber die Modemacherin Maria Raga hat viel mehr daraus gemacht.

Nachdem sie als Führungskraft bei Groupon gearbeitet hatte, kam Raga vor sechs Jahren als Vizepräsidentin für Operations zu Depop. Innerhalb von nur zwei Jahren übernahm sie die Geschäftsführung.

Depop hat mehr als 15 Millionen aktive Nutzer, hilft Menschen im Alter von 26 Jahren dabei, ihr eigenes Mini-Unternehmen zu gründen. Raga verändert die Art und Weise, wie Menschen Kleidung einkaufen, da sie sich von neuer Kleidung abwenden und somit Abfall vermeiden.

Mit dem Verkauf von Sammlerstücken in limitierter Auflage und populärer Vintage-Kleidung richtet sich Depop auch an Antiquitätenliebhaber und setzt auf einen wachsenden Bedarf an Kleidung aus ethischer Quelle.

2. James Matthews, Geschäftsführer, Ocado Technology

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Als altgedienter technischer Disruptor im Einzelhandel sieht sich Matthews eher als Chief Technology Officer des Unternehmens.

Als Leiter eines Teams von mehr als 2.000 Mitarbeitern, darunter Maschinenbau-, Roboter- und Softwareingenieure, ist er für eine Vielzahl von Technologien verantwortlich, die darauf abzielen, Einzelhandelsprozesse zu verbessern.

In den letzten zwei Jahren spielte Matthews eine Schlüsselrolle beim Aufbau von Ocados Ruf in der Einzelhandelstechnologie. Ocado hilft Einzelhändlern auf der ganzen Welt bei der Entwicklung profitabler Online-Lebensmittelgeschäfte.

Matthews half sowohl Sobeys in Kanada als auch der Casino Group in Frankreich bei der Entwicklung der Ocado Smart Platform, einer Lösung, die komplexe Verbraucherbedürfnisse erfüllt. Gegenwärtig arbeitet er mit internationalen Kunden zusammen, die voraussichtlich mehr als 20 automatische Lebensmittel-Lagerhäuser betreiben werden.

Während der Pandemie verantwortete Matthews das Wachstum Ocados und Morrisons in Großbritannien, als der Online-Lebensmittelmarkt in nur etwas mehr als vier Monaten von 7,5 % auf über 12 % Marktanteil wuchs.

Vor seiner Rolle als CEO baute er den allgemeinen Warenbereich von Ocado auf. In dieser Zeit brachte er den Schnell-Lieferservice Zoom zum Laufen, bei dem Verbraucher Lebensmittellieferungen in weniger als einer Stunde nach der Bestellung erhalten.

3. John Schoolcraft, Kreativdirektor, Oatly

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Oatly ist für seine einzigartige Werbung bekannt und hat sich zu einer angriffslustigen Marke für Hafer-Milch-Unternehmen entwickelt.

Schoolcraft gelang es, Verbraucher mithilfe von Statistiken und wissenschaftlichen Erkenntnissen auf pflanzliche Alternativen zur Milch zu lenken.

Seine Bemühungen um innovative Verpackungen mit einem "seltsam gestalteten, mit Bindestrich geschriebenen Logo, das mit einem Ausrufezeichen endet", trugen dazu bei, dass Oatly zu einer globalen Bewegung für einen nachhaltigeren, pflanzlichen Lebensstil beitrug.

Er förderte Oatlys Beitrag zu einer Gesellschaft auf pflanzlicher Basis und trug dazu bei, den Umsatz des Unternehmens zu verdoppeln, indem er die Verpackung so umgestaltete, dass sie eine moderne Atmosphäre widerspiegelt und die Neugier der Kunden weckt.

Schoolcraft war sich bewusst, dass die Menschen sich leicht langweilen, und sorgte dafür, dass Oatly unerwartete Botschaften auf seinen Produkten zeigte. Dazu gehören Slogans darüber, was mit dem System des Lebensmittelmarktes falsch läuft, über die Gleichberechtigung von Rasse und Geschlecht und über das Streben nach Profit.

Der schwedische Hersteller von milchfreier Milch sicherte sich kürzlich eine Investition von 200 Millionen Dollar, die das Unternehmen mit 2 Milliarden Dollar bewertete.

4. Ross Bailey, CEO, Appear Here

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Bailey, Leiter der Pop-up-Store-Plattform Appear Here, hat den Immobilienmarkt für Unternehmen revolutioniert und gesagt, dass "das Einkaufen nie wieder zu dem wird, was es war".

Als die Highstreets während der Pandemie gezwungen waren, zu schließen, wurde sein Geschäftsmodell praktisch illegal. "Wir haben im Januar und Februar - zwei Rekordmonate – viele Geschäfte eröffnet, und im März kam alles zum Stillstand", erzählt er Business Insider.

Aber der Ausbruch von COVID-19 beschleunigte nur Trends, die bereits im Gange waren, sagt er. Er ist der Meinung, dass der Niedergang von Einkaufszentren und traditionellen Einzelhändlern lange fällig war und durch den Aufstieg unabhängiger Geschäfte noch weiter vorangetrieben wurde.

Menschen haben begonnen, sich mehr darum zu kümmern, bei wem und wo sie einkaufen, und aus diesem Grund sei der Offline-Einzelhandel zu einem integralen Bestandteil der Gemeinden geworden, sagt Bailey.

Seiner Ansicht nach ist eine der wichtigsten Lehren, die aus der Pandemie gezogen wurden, die Bedeutung der menschlichen Verbindung. Der Einzelne hat eine "echte Wertschätzung des Unternehmers" erkannt, und die Pandemie hat gezeigt, wie Straßen, Cafés und Restaurants "Ihre Gemeinde wirklich ausmachen, denn seien wir ehrlich, als sie geschlossen waren, war es ziemlich erbärmlich", sagt er.

Sein Startup ist international expandiert und hat zur Gründung von mehr als 8.000 Geschäften in Städten wie London, Paris, New York und Los Angeles beigetragen.

5. Bertrand Swiderski, Direktor für Nachhaltigkeit, Carrefour

Swiderski hat viele Hebel in Bewegung gesetzt, um Carrefour zu einer führenden Nachhaltigkeitsmarke zu machen.

An der Spitze seines Programms zur Umstellung der Lebensmittelproduktion hat der Direktor für Nachhaltigkeit die Bemühungen um gesündere und umweltfreundlichere Lebensmittel fortgesetzt.

Carrefour ermutigt Kunden, beim Kauf von Fleisch, Fisch, Käse und Backwaren ihre eigenen Behälter zu verwenden. Diese Initiative trägt dazu bei, Plastik zu reduzieren und Verschwendung zu vermeiden, und ist auch billiger für den Kunden.

Seine Umsetzung von Projekten zur Abfallbegrenzung, wie z.B. die Möglichkeit für den Kunden, ein Produkt und einen Behälter zu kaufen, die gereinigt und wiederverwendet werden können, hat zu groß angelegten Nachhaltigkeitsinitiativen geführt.

Swiderski war maßgeblich daran beteiligt, Bioabfallprodukte aus den Geschäften von Carrefour zu produzieren, die dann zum Betanken von Lastwagen mit Biomethan verwendet werden - was normalerweise teuer ist.

6. Ezinne Kwubiri, Leiterin Vielfalt und Inklusion, H&M

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Kwubiri hat vor kurzem eine neu geschaffene Position bei dem schwedischen Einzelhändler als einer der Leiter für Vielfalt und Integration bei H&M übernommen.

Vor zwei Jahren sah sich der Modekonzern wegen eines Pullovers, von dem viele glaubten, dass er rassistische Botschaften enthielt, immenser Kritik ausgesetzt. Kwubiri schloss sich der Marke an, als es darum ging, die Bemühungen zur Verbesserung der Vielfalt aufzubauen.

"Sich durch Veränderungen zu navigieren, ob beruflich oder privat, ist nie einfach. Es braucht Zeit und erfordert echte Arbeit und Absicht", sagt sie Business Insider.

Ihre Bemühungen zielen darauf ab, eine Kluft in der Mode zu überbrücken, wenn es um die Gleichstellung von Rasse, sexueller Orientierung, Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit geht. Sie ist der Meinung, dass es unabhängig von der Branche, der Bezeichnung oder der Erfahrung eines jeden wichtig ist, dass jeder seine Stimme einsetzt.

"Ich habe die Verantwortung und die Pflicht, mich für Menschen, die wie ich aussehen, und andere unterrepräsentierte Gruppen einzusetzen", sagt sie und fügt hinzu, dass es ihr wichtig war, den Weg für andere wie sie zu ebnen.

"Die Zukunft steht mir offen, alles zu tun. Was ich weiterhin tun werde, ist, meinen rechtmäßigen Platz am Tisch einzunehmen und meine Stimme für progressive, notwendige Veränderungen, insbesondere in den Räumen von Unternehmen, einzusetzen".

7. Imogen Wethered, Gründer, Qudini

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Wethereds Startup Qudini ermöglicht es Einzelhändlern, Warteschlangen vor Ort zu verwalten und die Buchung von Online-Veranstaltungen zu erleichtern. Während der Pandemie gewann ihre Software noch mehr an Bedeutung.

Nachdem sie ihr Unternehmen 2012 im Alter von 23 Jahren gegründet hatte, baute sie eine Plattform auf, auf der mehr als 16 Millionen Kunden mitmachten, um Warteschlangen zu vermeiden. Zum Kundenkreis von Qudini gehören unter anderem Samsung, Tesco, NatWest, Standard Chartered und viele andere. Ihre Software hilft Einzelhändlern, Geld zu sparen.

"Wir beobachten eine enorme Akzeptanz von Marken, die mit uns zusammenarbeiten, um ihre personalisierten Dienstleistungen über virtuelle Termine aus der Ferne anzubieten, und wir glauben, dass dieser Trend anhalten wird", sagte Wethered Business Insider.

Ihr auf den Einzelhandel fokussiertes Startup zielt darauf ab, das Kundenerlebnis in den Läden, indem Warteschlangen eliminiert und ein Click-and-Collect-Service angeboten wird.

"Warteschlangen waren eine ikonische Folge der Rationierungssysteme des Zweiten Weltkriegs, aber mit der Smartphone-Technologie, die uns heute, ein dreiviertel Jahrhundert später, zur Verfügung steht, erscheint es unnötig, dass sie zu einem ikonischen Bestandteil der Coronavirus-Pandemie werden", sagt Wethered.

8. Barbara Martin Coppola, Leiterin Digital, Ikea

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Als Coppola beim schwedischen Einzelhändler anfing, trat Ikea gerade in eine neue Phase der digitalen Transformation ein. 

Sie wurde vom Vorstandsvorsitzenden Jesper Brodin ermutigt, "fast alles zu verändern".

Nachdem die Kunden das Interesse an Anfahrten zu weit entfernten Standorten verloren hatten, führte Coppola die Gruppe zur Umwandlung in eine Multichannel-Marke, nach der fast 10 % der Verkäufe digital waren.

Eines ihrer wichtigsten Projekte aus dem letzten Jahr war die Entwicklung von Ikea App, die eine KI-Software verwendet, mit der sich ein Kunde ein Bild davon machen kann, wie ein Möbelstück in seinem Wohnzimmer aussehen würde.

Sie beabsichtigt nicht, die digitale Strategie auf das Front-End zu beschränken, sondern auch die internen Abläufe in Bereichen wie Finanzen, Personalwesen und Lieferkette zu stärken.

Mithilfe von 3D-Modellierung, Augmented Reality und virtueller Realität richten sich ihre Pläne auf den Zugang der Kunden zu weiteren Visualisierungstools, mit denen sie sich ein Bild davon machen können, wie Möbel gestellt werden können.

9. Kenneth Melchior, Direktor Nordeuropa, Zalando

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Der deutsche Online-Fashion- und Beauty-Einzelhändler Zalando findet einzigartige Wege, Konkurrenten wie Amazon in den Schatten zu stellen.

Das Partnerprogramm von Melchior für den Einzelhändler war während der Pandemie ein Erfolg.

Das Programm ist ein auf Konzessionen basierendes Modell, das es Marken erlaubt, ihre eigenen Bestände über die Zalando-Plattform zu verkaufen und zu versenden. Es bedeutete, dass Marken, die nicht über eine E-Commerce-Präsenz einen hohen Lagerbestand in den Geschäften verfügten, ihre Produkte online verkaufen konnten.

Im Rahmen der Strategie von Melchior leitete Zalando die sofortige Unterstützung für kleine bis mittelgroße Marken ein, die vom COVID-19-Ausbruch hart getroffen wurden, als Geschäfte geschlossen und Bestellungen storniert wurden.

Da sich viele Einzelhändler auf volatile Marktereignisse einstellen mussten, half das Unternehmen den Marken, sich ohne Vorlaufkosten mit seiner Plattform zu verbinden.

Während des Osterwochenendes 2020 verkauften Drittpartner auf der Plattform mehr als 1 Million Artikel über das Partnerprogramm.

Alle Kommissionsgebühren wurden bis zum 31. Mai erlassen, und für Marken, die am Programm teilnahmen, wurde ein wöchentlicher Auszahlungszyklus generiert.

Melchior beaufsichtigt neun von 17 Ländern, in denen Zalando tätig ist, darunter die Benelux-Region, die nordischen Länder, Großbritannien und Irland. Zwischen April und Juni nahmen etwa 180 Partner an dem Programm teil, so dass es von Jahr zu Jahr um 100% wächst.

10. Ingo Fischer, Entwicklungsvorstand, Lidl

Die deutsche Supermarktkette hat internationale Märkte erobert, indem sie Lebensmittel für den Alltagskonsumenten extrem erschwinglich macht.

Fischer führt die Expansionsinitiativen von Lidl in Großbritannien an und reagiert direkt auf die wachsende Nachfrage der Verbraucher nach den Qualitätsprodukten des Discounters.

Er ist nicht nur der Entwicklungschef des Unternehmens, sondern auch der Leiter der Immobilienbeschaffung und -entwicklung.

Um über 4.000 Arbeitsplätze für die britische Wirtschaft zu schaffen, kündigte Lidl einen 1,7-Milliarden-Dollar-Plan an, bis Weihnachten jede Woche ein Geschäft zu eröffnen. Nach ihrem Vorstoß für Beschäftigung plant die Kette, bis Ende 2023 mindestens 1.000 Geschäfte in Großbritannien zu betreiben.

Lidl kündigte auch eine Investition von über 32 Millionen Dollar an, um Schnellladegeräte für Elektrofahrzeuge in all seinen neuen Geschäften zu installieren.

Fischer wechselte 2003 als Bauleiter zu Lidls britischem Geschäft, nachdem er für die deutschen Betriebe des Unternehmens gearbeitet hatte. Er stieg 2004 in die Rolle des nationalen Immobiliendirektors auf und wurde 2008 in den Vorstand berufen. Unter seiner Führung hat Lidl weitreichende Sichtbarkeit und einen herausragenden Status als Spitzenreiter im europäischen Einzelhandel erlangt.

Werbung und Medien

1. Jean-Claude Ghinozzi, Präsident, Qwant

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"Qwant wurde aus einer Überzeugung heraus geboren: Du solltest nicht zum Produkt werden", sagt Jean-Claude Ghinozzi, der Präsident der französischen Suchmaschine, Business Insider. Da Google wegen der Menge der Daten, die es über die Nutzer sammelt, zunehmend kritisch gesehen wird, wird die 2013 in Paris gestartete Suchmaschine, die den Schutz der Privatsphäre in den Vordergrund stellt, als eine Möglichkeit propagiert, die etablierten Normen für die Suche neu zu schreiben.

Es erweist sich als schwieriger Kampf. "Die größte Herausforderung besteht darin, die Denkweise der Menschen zu ändern und ihnen klarzumachen, dass sie ihre Grundrechte nicht aufgeben müssen, um in den vollen Genuss der Suche zu kommen", sagt Ghinozzi.

Heute ist Qwant mit mehr als 5 Millionen Nutzern die viertgrößte Suchmaschine in Frankreich und dürfte wachsen. Die französische politische Verwaltung wechselt in diesem Jahr zu Qwant statt zu Google, und die Suchmaschine ist das Standardwerkzeug für diejenigen, die in Frankreich ein Huawei P40-Telefon besitzen.

Die Lobbyarbeit hat Qwant auf die Liste der Optionen gebracht, die die Benutzer im Microsoft Edge-Browser (Ghinozzis Vergangenheit als General Manager in der Einzelhandels-, Verkaufs- und Marketingabteilung von Microsoft in Frankreich mag dabei geholfen haben) und im Internet-Browser von Samsung auswählen können.

"Der Aufbau einer starken Position auf dem Suchmaschinenmarkt ist ein harter Kampf und Erfolg braucht Zeit", sagt er. Aber Qwant bringt die Leute dazu, die Suche zu überdenken.

2. Mia Suazo Eriksson, CMO, Nordic Entertainment Group

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Die Nordic Entertainment (NENT)-Gruppe hat sich in den zwei Jahren seit ihrer Gründung zu einer festen Größe in der europäischen Medienwelt entwickelt. Heute ist sie das führende Streaming-Unternehmen der nordischen Region, das mehr als 50 Marken zusammenführt, um 2,7 Millionen Abonnenten seines Viaplay-Dienstes zu erreichen.

Als Chief Marketing Officer leitet Eriksson diesen Wandel und baut dieses Publikum auf. 

"Wir zeigen, wie viel möglich ist, wenn man einzigartiges Storytelling, großartige Technologie und vor allem sehr talentierte Menschen zusammenbringt", so Eriksson gegenüber Business Insider. Er zeigt auch, dass es eine Welt gibt, die weit entfernt ist von Netflix und Amazon Prime Video.

Das Unternehmen hat von der Pandemie profitiert: Die Abonnentenzahlen sind in einem Jahr um 30 % gestiegen, und die NENT-Gruppe hat Viaplay in Island eingeführt. Anfang 2021 wird das Unternehmen im Baltikum seine Geschäftstätigkeit aufnehmen. Die Expansion ist bis 2025 geplant, bis dahin hofft NENT, 15 weitere Märkte hinzuzufügen.

Um dies zu erreichen, muss das Unternehmen seine Inhalte ausbauen. In diesem Jahr bringt das Unternehmen 30 Originalserien auf dem Streaming-Dienst zur Premiere und "investiert zunehmend in englischsprachige Geschichten auch für ein internationales Publikum", fügt Eriksson hinzu. Es ist ein schnell wachsendes Unternehmen, das in ganz Europa vorankommen will. "

3. Duccio Vitali, CEO & Gründer, Alkemy

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Duccio Vitalis italienisches Unternehmen für Unternehmenstransformation, das er 2012 gegründet hat, führte ein neues Modell in die Geschäftswelt in Europa ein, sagt er Business Insider.

"Unsere Aufgabe war und ist es immer noch, das Top-Management großer Unternehmen bei der Verbesserung, Innovation und Transformation ihres Geschäftsmodells zu unterstützen, und zwar dank aller Hebel der Digitaltechnik - Medien und Werbung eingeschlossen", sagt Vitali.

Die Idee von Alkemy war eine Kombination aus den C-Suite-Beratungsdiensten, die von Firmen wie McKinsey und Bain & Co. angeboten wurden, und den digitalen Transformationsprojekten, die eher von Accenture oder WPP entwickelt wurden.

"Medien und Werbung sind für uns nicht ein separater Hebel, sondern Teil eines umfassenderen Transformationsprozesses", fügt Vitali hinzu.

Im Jahr 2012 war das ein radikaler Vorschlag, und für viele CEOs, die immer noch an der alten Vorgehensweise festhalten, bleibt das auch so. Die Bosse davon zu überzeugen, dass die Digitalisierung eine Priorität sein sollte, bleibt Vitalis größte Herausforderung, auch wenn er sie langsam gewinnt. Die aktuellen Umstände tragen dazu bei.

"Die jüngste COVID-19-Krise hat lediglich einen anhaltenden Trend beschleunigt, der alle Sektoren und Unternehmen verändert", sagt er. Alkemy selbst ist davon nicht ausgenommen: Innerhalb von acht Jahren ist er von 20 Personen auf 650 Mitarbeiter gewachsen und hat seine Kompetenzen gebündelt. "Wir unterstützen die Entwicklung unserer Kunden, indem wir uns selbst in einem kontinuierlichen Transformationsprozess befinden", fügt Vitali hinzu.

4. Rich Waterworth, General Manager, Großbritannien und Irland, TikTok

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Die Kurzform-Videoapp hat ein rasantes Wachstum erlebt, das 800 Millionen aktive Benutzer monatlich überstieg. Doch dieser Erfolg hat die Aufmerksamkeit von Präsident Donald Trump erregt, der die App zu einem Thema in seinem Präsidentschaftswahlkampf 2020 gemacht hat.

Die US-amerikanischen, kanadischen, australischen und neuseeländischen Geschäfte des Unternehmens werden wahrscheinlich an Microsoft verkauft, wobei TikTok aktiv versucht, sein Unternehmen außerhalb Chinas von den Vereinigten Staaten aus anzusiedeln. Berichten zufolge ist der Favorit London, was Rich Waterworth, TikTok's General Manager in Großbritannien und Irland, ins Rampenlicht rückt.

Er hat zwei Jahrzehnte lang in den Medien und im technischen Bereich gearbeitet, unter anderem bei YouTube.

"In dieser Zeit habe ich aus erster Hand miterlebt, wie das Internet unser aller Leben und unsere Kultur verändert hat", sagte er Business Insider, bevor die Nachricht vom US-Verkauf bekannt wurde. Die App feierte kürzlich ihr zweites Jahr in Europa und kündigte einen 300-Millionen-Dollar-Topf an, um einigen ihrer Content-Ersteller zu helfen, mit der App Geld zu verdienen.

Die Zahl der in Großbritannien ansässigen Mitarbeiter hat sich im letzten Jahr vervierfacht, und die Zahl der europäischen Mitarbeiter hat die 1.000 überschritten. "In den vergangenen zwei Jahren haben wir unser Engagement für einen lokalen Ansatz für unser Wachstum unter Beweis gestellt", sagt er. "Europa ist ohne Zweifel von enormer Bedeutung für uns.

5. Fiona Campbell, Controllerin und Chefredakteurin, BBC Three

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Als Fiona Campbell im Januar 2019 zur Redakteurin von BBC Three ernannt wurde, galt der jugendorientierte Kanal des britischen Senders als weniger wichtig für das Ansehen der BBC. Der Kanal war im Rahmen einer Kostensenkungsmaßnahme des öffentlich-rechtlichen Senders erst seit drei Jahren online; er hatte sich eine Nischenanhängerschaft aufgebaut, wurde aber nicht als Kernstück des Geschäfts angesehen.

Campbell hat das geändert. Die kluge Beauftragung von Shows und die Tatsache, dass es ihr gelungen ist, ein erhöhtes Budget (jetzt 40 Millionen Pfund) aus der immer sparsamer werdenden Rundfunkgesellschaft herauszuquetschen, hat dem Sender einen unbestreitbaren Erfolg beschert.

Infolgedessen hat er seinen Weg zurück ins traditionelle Fernsehen erobert, wobei das Flaggschiff der BBC, die 22-Uhr-Nachrichten, 10 Minuten Sendezeit verloren hat, um mehr Platz für den Sendeplatz von BBC Three zu schaffen. Die ehemalige Ofcom-Chefin Sharon White hat gesagt, dass BBC Three aus heutiger Sicht niemals hätte ausgestrahlt werden dürfen.

Campbell hat dies erreicht, indem sie die Plattform nutzte, um Segmente der Gesellschaft zu repräsentieren, die in den Medien weitgehend unterrepräsentiert sind. Durch die Förderung intelligenter Dokumentarfilme, fesselnder Dramen und Komödien, die Frauen aus der Arbeiterklasse auch außerhalb der Großstädte ansprechen, hat Campbell BBC Three eher wie die Gesellschaft aussehen lassen, die sie repräsentieren soll, und die allgemeine Bevölkerung hat dies zur Kenntnis genommen.

6. Christian Kaufmann, Vizepräsident für Netzwerktechnik, Akamai

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Die Coronavirus-Pandemie hat viele von uns zu Hause gehalten und unsere Zimmer und Esstische in Büros verwandelt. Heim-Breitbandnetzwerke wurden überstrapaziert, wodurch die Grenzen der Streaming-Dienste auf die Probe gestellt wurden. Christian Kaufmann hat dafür gesorgt, dass das Internet nicht umkippte. Die Hälfte der Fortune-500-Unternehmen betreibt ihre Dienste über die Cloud-Delivery-Plattform von Akamai, 19 der 20 führenden E-Commerce-Einzelhändler in den Vereinigten Staaten sowie die wichtigsten Streaming-Dienste über ihre Content-Delivery-Netzwerke.

"Wir sahen eine Explosion des Datenverkehrs in unserem Netzwerk, der von Leuten kam, die zu Hause bleiben und Videos streamen oder Spiele herunterladen", sagte Kaufmann Business Insider. In einem einzigen Monat stieg der Datenverkehr um den Betrag, der in einem normalen Jahr anfallen würde. Akamai passte sich an die Work-from-home Revolution an und unterstützte die globale Infrastruktur, die die Server am Laufen hält.

Kaufmann verbrachte die Pandemie damit, neue Rechenzentren rund um den Globus zu eröffnen, um den Anstieg des Datenverkehrs zu bewältigen, und verhandelte über den Zugang zu jenen in Ländern, die ihre Grenzen aus gesundheitlichen Gründen geschlossen haben. Aber er hat es geschafft, den Sturm zu überstehen.

"Das Internet, das wir alle aufgebaut haben, hat bewiesen, dass es den außergewöhnlichen Verkehr bewältigen kann", sagte er. "Für jemanden, der dies seine ganze Karriere lang getan hat, finde ich es sehr befriedigend, die Reife und Stabilität zu sehen, die wir als Industrie zum Nutzen der ganzen Welt erreicht haben.

7. Aline Santos, Chief Diversity and Inclusion Officer and Global Executive Vice President of Marketing, Unilever

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In der Vergangenheit hat sich die Werbung oft auf soziale Stereotypen gestützt, um Produkte zu verkaufen. Aline Santos widersetzt sich. Die Art und Weise, wie Frauen in der Werbung dargestellt werden, hat immer wieder Probleme aufgeworfen.

"Werbung kann eine mächtige Kraft für einen positiven kulturellen Wandel sein", sagte sie seinerzeit. "Wir glauben, dass es in unserer Verantwortung liegt, neben der Industrie an der Spitze dieses Wandels zu stehen, indem wir die Menschen so positiv darstellen, wie sie heute wirklich sind - progressive Werbung wird uns in eine fortschrittliche Zukunft für alle führen".

Bei Unilever hat sie dieses Versprechen eingelöst und dazu beigetragen, einen breiteren Wandel innerhalb der Branche herbeizuführen, indem sie Menschen, die normalerweise nicht in der Werbung gesehen werden, an die Spitze gebracht und das Unternehmen nach vorne gebracht hat. Und gleichzeitig ist es ungewöhnlich, dass Santos ihren Kollegen nicht in die Anklage gegen die sozialen Medien gefolgt ist, indem sie als Reaktion auf die "Black Lives Matter"-Bewegung große Plattformen boykottiert hat, sondern sich stattdessen dafür entschieden hat, sich mit ihnen auseinanderzusetzen und von innen heraus Veränderungen herbeizuführen.

"Wir haben uns wirklich mit den Akteuren der sozialen Medien auseinandergesetzt, nicht auf aktivistische Weise, oder wir haben gegen sie gekämpft und sie dann angeschrien", sagte sie im Juli gegenüber The Drum.

8. Lubomira Rochet, Leiterin der Abteilung Digital, L'Oreal

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Der französische Kosmetikgigant L'Oreal begann vor 10 Jahren mit seiner Umwandlung in ein Unternehmen, das als Erstes im digitalen Bereich tätig war, wodurch das Unternehmen besser als die meisten anderen in der Lage war, die Pandemie zu überstehen. Der E-Commerce wuchs in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 um fast 65%, so die jüngsten Halbjahresergebnisse. "Dies zeigt das Ausmaß der E-Commerce-Reise, die wir unternommen haben", sagte Lubomira Rochet, Chief Digital Officer des Unternehmens, Business Insider.

Als drittgrößter Werbetreibender der Welt, wohin L'Oreal geht, folgen andere dem Beispiel von L'Oreal. Heute ist mehr als die Hälfte seiner Medienausgaben digital, einschließlich Investitionen in Plattformen wie YouTube, TikTok und WeChat. In den vergangenen drei Monaten hat das Unternehmen 1.000 Live-Streams gehostet, die seine Produkte über soziale Medien verkaufen. Es hat auch die Arbeitsweise des Unternehmens neugestaltet, um sich anzupassen.

"Wir sehen, dass unsere Kunden ein umfassendes Erlebnis rund um unsere Produkte und unsere Marken wünschen", sagt Rochet. Sie haben virtuelle Make-up-Proben eingeführt, um sich auf die Rückkehr zu einem berührungsfreien Einzelhandel nach dem COVID vorzubereiten.

"Wir bereiten uns auf eine Welt vor, in der die Hälfte unseres Umsatzes irgendwann einmal im E-Commerce generiert wird - sei es in fünf, sieben oder zehn Jahren", sagt Rochet. "Darauf müssen wir uns jetzt vorbereiten. Wir wollen bereit sein".

9. Stephane Courbit, Gründer, Banijay-Gruppe

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Als Stephane Courbit 2008 die Banijay-Gruppe gründete, entwickelte sie sich schnell zu einem der größten Medienunternehmen Europas. Übernahmen von Produktionsfirmen in Spanien, Deutschland, Dänemark, Australien und den Vereinigten Staaten folgten schnell und brachten namhafte Programme unter ihr Banner. Heute besitzt sie mehr als 120 Produktionsfirmen.

Eine der größten und jüngsten Übernahmen ist die der Endemol Shine-Gruppe, durch die das Unternehmen größer wurde als die BBC Studios und die ITV Studios, zwei seiner Hauptkonkurrenten in der Welt des traditionellen Rundfunkfernsehens. Die Übernahme erfolgte für berichtete 2,2 Milliarden Dollar, obwohl Banijay wegen der Pandemie erfolglos versuchte, den Preis herunterzuhandeln, und Titel wie "Big Brother", "Peaky Blinders" und "Black Mirror" in die neue Firma einbrachte. Insgesamt wuchs der Backkatalog der Banijay-Gruppe auf mehr als 90.000 Stunden Inhalt an.

Diese Zahl wird wahrscheinlich noch steigen: Banijay plant, sich weiterhin auf Reality-TV-Programme zu konzentrieren und diese für Streaming-Dienste und Fernsehkanäle anzubieten. Dazu gehören eine neue Serie von "Survivor", die in diesem Jahr ihre 40. Saison in den USA feierte, und eine neue Franchise in Ungarn, die auf dem RTL-Club-Kanal des Landes ausgestrahlt werden soll.

10. Liv Little, Dounder, Gal-Dem

Liv Little, Gal-Dem © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Liv Little, Gal-Dem

Medien stehen in dem Ruf, blass zu sein, was Gal-Dem, die britische Publikation, die 2015 von Liv Little ins Leben gerufen wurde, für die Zukunft der Branche umso wichtiger macht. Die Zeitschrift versucht, den Mangel an Repräsentation auszugleichen, indem sie Geschichten von Frauen und farbigen Menschen.

Im Rahmen der Initiative, Medien wirklich repräsentativ zu machen, bietet Gal-Dem eine Plattform für diejenigen, die das Gefühl hatten, keine zu haben. "Was für uns bei unserer Arbeit so wichtig ist, ist, dass die nächste Generation - ebenso wie unsere Generation und die Generationen über uns - Raum für bestimmte Gespräche hat, von denen wir uns wünschen, dass wir sie als Heranwachsende gehabt hätten", sagte Little zu Mashable.

Banken und Finanzen

1. Raja Palaniappan, Mitbegründer und CEO, Origin

Raja Palaniappan, Origin © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Raja Palaniappan, Origin

Die Digitalisierung der Märkte ist die bedeutendste Transformation im Finanzbereich. Die meisten Fortschritte wurden bisher jedoch bei den Aktienmärkten erzielt, während der Rentenmarkt sich langsamer anpasst. Bei den festverzinslichen Wertpapieren dreht sich ein Großteil der Aufmerksamkeit um die Digitalisierung der Sekundärmärkte, d.h. um die Veränderung der Art und Weise, wie bestehende Anleihen gekauft und verkauft werden.

Aber wenn es um die Primärmärkte geht, sah Raja Palaniappan eine Chance. Nach sieben Jahren als Händler bei Nomura und Credit Suisse gründete Palaniappan Origin, um auf die veraltete, manuelle Art und Weise zu reagieren, in der neue Unternehmensanleihen ausgegeben werden.

Palaniappan, der seine Karriere bei Lehman Brothers in London nur wenige Wochen vor deren Konkurs im Jahr 2008 begann, war erstaunt über den administrativen Aufwand, den der Prozess der Anleiheemission für nachrangige Händler mit sich bringt.

"Ich war irgendwie erstaunt darüber, wie Investmentbanken die Besten von den Spitzenuniversitäten rekrutieren, und wenn man sich dann ansieht, was sie tun: Dabei ist die intellektuelle Komponente etwa 10 %, und 90 % des Tages ein Prozess", sagt Palaniappan. "Man braucht nicht die besten Absolventen, um die Prozessarbeit zu erledigen“.

Origin bietet einen Online-Marktplatz, auf dem Emittenten, die häufig Anleihen emittieren, mit Investmentbanken in Verbindung treten und ihren Kreditbedarf mitteilen können. Er bietet auch digitalisierte Dokumentationen und Nachhandelsprodukte und automatisiert damit den Papierkram, der normalerweise von Nachwuchskräften erledigt wird.

"Es hilft wirklich, ein Verständnis dafür zu haben, was es aus technischer Sicht tatsächlich erfordert", sagt er. "Man muss sowohl das Wissen über das Produkt als auch das Wissen über seine Kunden haben", sagt er.

2. Anthony Attia, CEO, Euronext Paris

Anthony Attia, Euronext Paris © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Anthony Attia, Euronext Paris

Laut Attia sahen sich die Börsen in den letzten vier Jahrzehnten mit "mehreren Revolutionen" konfrontiert, darunter die Entmaterialisierung der Aktien, der Übergang zum elektronischen Handel und die Globalisierung der Netzwerke. Die Transformation geht auch heute noch weiter, und Attia hat die französische Börse in den letzten sechs Jahren durch eine Reihe digitaler Entwicklungen geführt. "Es liegt in der DNA von Euronext, sich anzupassen", sagt er.

Attia, der im Alter von 39 Jahren Vorstandsvorsitzender wurde, hat den Euronext-Markt für Technologieunternehmen, den EU Tech HUB, ins Leben gerufen; er hat LiquidShare gegründet, ein Blockketten-Startup für kleine und mittlere Unternehmen, das den Zugang zu den Kapitalmärkten verbessern und ihre nachbörslichen Operationen sichern soll; und er leitete zuletzt die Entwicklung der OPTIQ-Plattform, die die Cash-Aktien- und Derivatemärkte von Euronext in Amsterdam, Brüssel, Dublin und Lissabon sowie Paris betreibt. OPTIQ ermöglicht die Integration großer und kleiner Börsen mit mehreren Anlageklassen und absorbiert extreme Volatilität und Marktvolumina.

"Einer der Motoren unseres Erfolgsmodells ist unsere hauseigene Handelstechnologie", sagt er.

Da sich das europäische Finanzzentrum nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union von London entfernt, kann Paris laut Attia eine wichtige Rolle für die Zukunft der Branche spielen.

"Das französische Finanzökosystem ist eines der vielfältigsten in Europa: eine schöne Mischung aus großen und kleinen börsennotierten Unternehmen, Vermögensverwaltern, starken Banken, kompetenten Regulierungsbehörden sowie führenden Unternehmen im Bereich innovativer Technologien und ESG", sagt er. "Wir haben die Verantwortung, diese Stärken in eine starke europäische Finanzindustrie einzubringen".

3. Camilla Giesecke, CFO, Klarna

Camilla Giesecke, Klarna © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Camilla Giesecke, Klarna

Innovationsführer im Finanzbereich zu sein, bedeutet für Giesecke zwei Dinge: "Aufbau neuer kundenorientierter Finanzlösungen und Etablierung einer unternehmensweiten Finanz- und Analysekompetenz, die sich mit den Bedürfnissen schnelllebiger und technologieorientierter Unternehmen weiterentwickelt".

"Ich habe das Glück, mich zu beidem zählen zu dürfen", sagt sie als CFO einer der größten privaten Fintechs weltweit.

Giesecke, die sich selbst als neugierig und hartnäckig beschreibt, begann ihre Karriere bei JPMorgan in London und kam zu dem schwedischen Finanzdienstleister Klarna, als dieser 2017 seine Banklizenz erwarb. In ihrer Funktion unterstützt sie das Fintech in einer wichtigen Wachstumsphase, in der sie die Art und Weise verändern will, wie Menschen online einkaufen und Zahlungen tätigen, und sie expandiert in den Bereich persönlicher Finanzdienstleistungen.

Im Jahr 2020 hat Klarna unter der Führung von Giesecke das italienische Startup Moneymour und das britische Nuji übernommen und unter anderem in Spanien und Belgien eingeführt. Im vergangenen Jahr brachte sie in einer Finanzierungsrunde fast 500 Millionen Dollar ein, was Klarna mit 5,5 Milliarden Dollar bewertete. Dies festigte Klarma als die größte private Fintech-Firma in Europa. Im Dezember kündigte sie die Eröffnung eines neuen Technologiezentrums in Berlin an.

"Als ein branchenführendes Unternehmen wissen wir, dass wir Metrik-Fanatiker sein müssen", sagt Giesecke. "Ich denke oft an meine Rolle oder die eines CFO, dass ich die Produktion von Finanz- und Analysewerkzeugen führe.

Neben der Analytik trägt sie die Verantwortung für alles, von der Regulierung bis zur Rekrutierung, was sie als Schlüsselfunktion betrachtet.

"Ich bin eine schwarzhaarige Frau nicht-schwedischer Herkunft, und ich habe mich bei Klarna immer sicher gefühlt - und als Führungskraft möchte ich sicherstellen, dass auch meine Organisation diesem Anspruch gerecht wird.

4. Lee Braine, Director of Research and Engineering in the Chief Technology Office, Barclays

Lee Braine, Barclays © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Lee Braine, Barclays

Braine ist kein durchschnittlicher Bankier. Als ausgebildeter Informatiker ist er für die Forschungs- und Entwicklungsarbeit verantwortlich und leitet die Technologiearchitektur sowie das Engagement im Quantencomputing. Mit anderen Worten, seine Aufgabe besteht darin, neue Technologien zu erforschen, die die Bank und die Branche zu neuen Höhenflügen führen könnten.

Zu den innovativen Projekten, an denen Braine arbeitet, gehört die Utility Settlement Coin, eine Initiative von 15 Finanzinstituten, die strategisch in das Fintech-Startup Fnality investiert haben, um ein neues Großbetragszahlungssystem auf der Grundlage der Blockchain-Technologie zu schaffen, das eine sofortige Finalität der Abrechnung mithilfe digitaler Marken ermöglicht, die mit bei Zentralbanken eingezahlten Geldern unterlegt sind. Er arbeitet auch daran, die Annahme des Common Domain Model der International Swaps and Derivatives Association voranzutreiben, einem neuen Standard für Post-Trade-Prozesse.

Braines jüngste Forschungsarbeiten befassen sich mit intelligenten Verträgen und der Frage, wie Quantencomputing die Abwicklungseffizienz von Wertpapiertransaktionen optimieren kann.

"Technologie ist die Grundlage für moderne Finanzdienstleistungen", sagt Braine, der Mitglied des Fintech Advisory Committee der International Capital Market Association und der Fintech Advisory Group der New York Fed ist.

Er sagt, dass Innovationen oft von Unternehmern und Start-ups hervorgebracht werden, und er sieht eine Chance für Giganten wie Barclays in der City of London, sich mit diesen zusammenzuschließen.

"Etablierte Firmen werden betroffen sein und möglicherweise sogar verdrängt werden, wenn sie sich nicht anpassen", sagt er

5. Anne Boden, Gründerin und CEO, Starling Bank

Anne Boden, Starling Bank © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Anne Boden, Starling Bank

Von der Entwicklung des ersten Echtzeit-Zahlungssystems Großbritanniens - dem Clearing House Automated Payment System - bis zur Gründung der digitalen Bank Starling war Anne Boden immer an der Spitze der Innovation im Finanzbereich.

"Vor Starling hatte sich das Bankwesen in den 30 Jahren, in denen ich in diesem Sektor tätig war, nicht wirklich verändert, und das hat mich frustriert, also beschloss ich, es zu ändern", sagt Boden.

Die neuen Banken Großbritanniens wurden nach der Finanzkrise gegründet, um mit den alteingesessenen, etablierten Retailbanken zu konkurrieren. Starling, das 2014 gegründet wurde und 2016 seine Banklizenz erhielt, hat keine Filialen. Die Kunden greifen über eine App auf ihre Dienstleistungen zu und können seit 2019 persönlich Bargeld in Postfilialen einzahlen.

In jüngster Zeit hat die Bank unter der Führung von Boden schnell auf die COVID-19-Pandemie reagiert. Im April brachte sie die Connected Card auf den Markt, eine sichere sekundäre Debitkarte, die von der App gesteuert wird und für Menschen gedacht ist, die sich selbst isolieren und andere brauchen, um ihre Einkäufe zu erledigen. Die Karte verfügt über eine eigene PIN sowie über Sperren, um Online-Einkäufe zu unterbinden und gleichzeitig schnelle Ausgaben zu ermöglichen. Eine weitere Neuerung war die Einführung von Scheck-Imaging während des Sperrens, eine Möglichkeit, Schecks mithilfe der App zu bearbeiten, anstatt sie per Post einzusenden.

Die Waliserin Boden wurde 2018 für ihre Verdienste um die Finanztechnologie mit dem Most Excellent Order of the British Empire ausgezeichnet. Sie setzt sich für die Förderung weiblicher Führungskräfte im Finanzbereich ein, was ihrer Meinung nach in direktem Zusammenhang mit dem zunehmenden Erfolg von Unternehmen steht.

"Bei Starling arbeiten wir an der Achse zweier traditionell männlich dominierter Berufe, dem Bankwesen und der Technologie", sagt sie. "Ich bin ausgebildete Informatikerin und hoffe, dass ich dazu beitragen kann, Stereotypen darüber abzubauen, wer verschiedene Arten von Berufen ausüben kann.

6. Chi Nzelu, Leiter des Bereichs Makro-eCommerce, JPMorgan

Chi Nzelu, JPMorgan © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Chi Nzelu, JPMorgan

Wenn es um den elektronischen Handel in der Anlageklasse Fixed Income, Currencies, and Commodities (FICC) geht, verfügt JPMorgan über eine der größten Plattformen. An der Spitze steht Chi Nzelu, der Leiter des Makro-E-Commerce der Bank, der die Entwicklung von elektronischen Handelsalgorithmen für Devisen, Rohstoffe und Zinssätze beaufsichtigt.

Nzelu, der als Ingenieur und Informatiker ausgebildet wurde, war maßgeblich am Aufbau eines der größten institutionellen Devisenhandelsfranchise durch Automatisierung beteiligt.

Für das in London ansässige Unternehmen Nzelu bedeutet die Transformation des Finanzwesens, "den Status quo zu jedem Zeitpunkt infrage zu stellen".

"Warum ist das immer so gemacht worden? Wie könnten wir es anders machen", sagt er. "Es ist wirklich eine Übung, einen Schritt zurückzutreten und alles zu öffnen, um infrage gestellt zu werden.

Natürlich können jahrhundertealte Firmen wie JPMorgan nicht so schnell schalten wie eine Neugründung.

"Es ist schwierig, eine Vision in einer großen Organisation zu formulieren und alle auf die gleiche Seite zu bringen", sagt Nzelu. "Innovative Technologie ist eine Sache, aber eine innovative Denkweise eine andere.

Schwarze, Asiaten und Menschen mit gemischter ethnischer Herkunft an Bord zu haben, hilft seiner Meinung nach, den Altbanken neue Perspektiven zu eröffnen.

"Der springende Punkt ist die Vielfalt der Gedanken", sagt Nzelu. "Charaktere, Erfahrungen, Philosophien und Perspektiven aus verschiedenen Kulturen sind für die Innovation äußerst wichtig.

7. Zoë Evans, Leiterin Investment Bank Technology und Leiterin UK Technology, UBS

Zoë Evans, UBS © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Zoë Evans, UBS

Für Evans, seit 15 Jahren bei UBS tätig, besteht die größte Herausforderung für die Großbanken - und die Finanzindustrie im weiteren Sinne - darin, den Wandel hin zu einer "echten Digitalisierung" zu vollziehen.

"Um dies zu erreichen, mussten wir unsere Arbeitsweise ändern", sagt sie über die Investmentbank von UBS. "Traditionell war die Kommunikation zwischen Technologie und Geschäft fragmentiert.

Um dem abzuhelfen, hat die in Irland geborene Evans Initiativen zur Einführung der Cloud-Technologie und zur Einführung eines neuen "Hybrid-Pod"-Systems für die Arbeit eingeleitet. Die Pods bestehen aus selbstorganisierenden, Kompetenz-übergreifenden Teams von sechs bis neun Personen mit unterschiedlichen Kompetenzen, die um gemeinsame Ziele herum gebildet werden. Sie waren so konzipiert, dass sie die Zusammenarbeit und die gemeinsame Verantwortung fördern sollten.

"Unsere Kapseln haben während der jüngsten Pandemie bewiesen, dass das Modell gut funktioniert", sagt sie. "Neue Kapseln wurden gebildet, um Lösungen für Händler zu entwickeln, die von zu Hause aus arbeiten können und innerhalb weniger Tage eine Lösung liefern.

Um das neue System zu implementieren, musste sich UBS von den traditionellen Methoden der Strukturierung und Finanzierung von Teams lösen, von denen viele bereits seit Jahrzehnten bestehen. Die Transformation hat weltweit 6.000 Menschen betroffen, und, so Evans, "nicht jeder ist offen für Veränderungen".

Evans leitet auch die Bemühungen, Apps in die Cloud zu migrieren. Zu diesem Zweck strukturierte sie das Cloud-Programm des Unternehmens um, wobei ein auf die Investmentbank spezialisiertes Engineering-Team direkt mit den Anwendungsteams zusammenarbeitet und ein Team zur Optimierung der Infrastruktur daran arbeitet, die Infrastrukturkosten zu senken.

 "Wir müssen akzeptieren, dass die Zukunft keine lineare Fortsetzung sein wird, und wir müssen alternative Szenarien erforschen, um unsere Strategie zu testen und uns selbst herauszufordern", sagt Evans.

8. Dennis Dijkstra, CEO, Flow Traders

Dennis Dijkstra, Flow Traders © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Dennis Dijkstra, Flow Traders

Als wichtiger Teil der strukturellen Verlagerung von aktiven zu passiven Investitionen trägt Dennis Dijkstra's Fintech, Flow Traders - ein Technologie-gestützter Liquiditätsanbieter von börsengehandelten Produkten - dazu bei, Handel und Investitionen effizienter zu gestalten.

"Da wir immer an den Märkten präsent sind, können private und institutionelle Anleger ihre Anlagen unabhängig von den Marktbedingungen jederzeit verwalten", sagt er. "Dies macht Investitionen sowohl kostengünstiger als auch sicherer".

Genaue Daten sind für die Marktteilnehmer von entscheidender Bedeutung, insbesondere in einem volatilen Markt wie dem, der durch die COVID-19-Pandemie entstanden ist. Und da Flow Traders sich verpflichtet hat, dem Markt stets Preise zu liefern, kann es helfen, plötzliche Anstiege im Handel aufzufangen. Das wiederum stabilisiert die Märkte und verringert die Volatilität.

"Wie sich während der außergewöhnlichen Marktbedingungen im ersten Quartal dieses Jahres gezeigt hat, tragen die Preise, die wir auf volatilen Märkten bereitstellen, dazu bei, dass diese Finanzmärkte unter allen Umständen funktionieren", sagt Dijkstra.

Der in Amsterdam ansässige Geschäftsführer hat sich zum Ziel gesetzt, über Europa hinauszuwachsen und die Handelsabdeckung auf andere Anlageklassen wie Devisen, festverzinsliche Wertpapiere und Krypto-Währungen auszudehnen.

"Ich hoffe, dass meine Arbeit dazu führt, dass die Finanzmärkte zum Nutzen aller Beteiligten effizienter, zugänglicher, fairer und transparenter werden", fügt er hinzu

9. Alaa Saeed, Globaler Leiter der elektronischen Plattformen und des Vertriebs von CitiFX, Citigroup

Alaa Saeed, Citigroup © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Alaa Saeed, Citigroup

Eine der größten Herausforderungen für den europäischen Anleihemarkt mit einem Volumen von mehreren Milliarden Dollar ist die Fragmentierung des Marktes. Es gibt viele Arten von festverzinslichen Wertpapieren in verschiedenen Formaten, und die Unternehmen verfügen über eine ständig wachsende Zahl von Handelsplätzen, an denen sie diese Wertpapiere handeln können. Das erschwert die Standardisierung.

Bei der Citigroup entwickelt Saeed Lösungen durch elektronischen Handel. Er ist für das Design, die Entwicklung und den Vertrieb der elektronischen Devisen- und lokalen Marktangebote der Citi verantwortlich. Zuvor leitete er das Design und die Entwicklung von Citi Velocity Trading, dem Flaggschiff der bankeigenen Online-Analyse- und Handelsplattform. Citi Velocity war während der Pandemie ein Pionier im Bereich des mobilen Handels und war in der Lage, Kunden während der gesamten Sperrzeit zu betreuen.

"Für mich geht es bei der Transformation des Finanzwesens darum, Werte freizusetzen - was viele Dinge bedeuten kann - indem man den Status quo infrage stellt", sagt Saeed.

Er arbeitet auch an einem einheitlichen, standardisierten Devisenprotokoll, einschließlich eines Scorekarten-Prozesses für Kunden, der dabei helfen soll, einen Standardsatz von Benchmarks und Kriterien für den Vergleich von Plattformen zu entwickeln.

Der in London ansässige Saeed, der seit 2007 bei der Citi arbeitet, sagt, dass es für die Finanzindustrie "ein absolutes Muss" sei, farbige Mitarbeiter in Führungspositionen zu haben.

"Es ist ein wichtiger Teil des Aufbaus einer integrativeren und vielfältigeren Industrie, in der sich farbige Menschen wohlfühlen, gefeiert werden, ihr authentisches Selbst in die Arbeit einbringen können, länger in Finanz- und Technologieunternehmen bleiben und einen Weg zu Erfolg und Karrierewachstum sehen können", sagt er. "Letztendlich wird die gesamte Branche davon profitieren, ganz zu schweigen von den positiven Auswirkungen auf die Gesellschaft als Ganzes.

10. Robin Mess, Mitbegründer und CEO, Big Xyt

Robin Mess, Big Xyt © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Robin Mess, Big Xyt

Mit Big Xyt hat Mess eine Plattform aufgebaut, die "wirklich unabhängige" Analysen anbietet und diese Analysen für jedermann zugänglich macht - nicht nur für die großen Marktteilnehmer, die sich diese Analysen gegen eine Prämie leisten können.

"Mit diesen Produkten schaffen wir eine neue Transparenz in komplexen und automatisierten Umgebungen - zum Beispiel den automatisierten und fragmentierten Handel der globalen Märkte", sagt er. "Essenzielle Instrumente stehen nun der gesamten Gemeinschaft zur Verfügung.

Die Frankfurter Mess und sein Team erreichen dies durch den Einsatz von Cloud-Technologie, hochwertigen Daten und intelligenten Bereitstellungsmechanismen wie webbasierten Frontends, APIs und Visualisierungs-Engines.

Er ist der Meinung, dass die Pandemie und die sich daraus ergebende Abschottung die Einführung digitaler Plattformen in der Branche beschleunigen und die Dinge effizienter machen wird. Unternehmen, die sich bisher nur langsam an technische Angebote wie die Cloud angepasst haben, beginnen sich zu überlegen, wie sie effektiver werden können, so Mess: "Die Branche hat mehr als 10 Jahre gebraucht, um Software als Dienstleistung, unser Kernprodukt, zu verstehen.

Aber jetzt beginnen die Kunden die Vorteile dieser Produkte zu erkennen. Sie neigen dazu, die Kosten der Unternehmen zu senken, und da die Bereitstellungsmodelle völlig unabhängig von der Infrastruktur der Kunden sind, kann die Software überall ohne Installation oder Wartung eingesetzt werden.

Mess, ein ausgebildeter Mathematiker, der zuvor als Software-Führungskraft tätig war, hofft, dass seine Arbeit "die Dinge einfacher, billiger und angenehmer" für die europäische Finanzindustrie machen wird.

GESUNDHEIT

1. Sarah Gilbert, Projektleiterin für Impfstoffe, Universität Oxford

Sarah Gilbert, Photo John Cairns © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Sarah Gilbert, Photo John Cairns

Sarah Gilbert, die Projektmanagerin für Impfstoffwissen an der Universität Oxford, rückte mit der Coronavirus-Pandemie ins Rampenlicht. Als Leiterin des Teams in Oxford, das einem COVID-19-Impfstoff entwickelt, trägt Gilbert zur Bekämpfung der globalen Bedrohung bei. Doch obwohl Gilbert sich gut mit Impfstoffen auskennt, ist diese Herausforderung ungewöhnlich.

"Ich arbeite schon seit einiger Zeit an Impfstoffen gegen neu entstehende Krankheitserreger, aber es ist eine ziemliche Umstellung, in die Größenordnung zu kommen, in der wir jetzt arbeiten", sagte sie Business Insider.

Das Team, das in Oxford an Impfstoffen arbeitet, hat sich erweitert - und das nicht immer reibungslos. "Wir hatten einige Gelegenheiten, bei denen wir festgestellt haben, dass mehrere Personen dasselbe Problem lösen, aber das ist besser, als wenn niemand daran denkt", fügt sie hinzu. "Dann müssen wir uns auch noch mit der ganzen Medienaufmerksamkeit auseinandersetzen", fügt sie hinzu.

Gilbert sagt, dass die Aufmerksamkeit jedoch Vorteile hat. "Viele der üblichen Hindernisse für den Fortschritt - Geld, Personal, Zeit für die Prüfung von Anträgen - sind beseitigt worden, und so kommen wir rasch voran", fügt sie hinzu.

Unabhängig davon, ob ein COVID-19-Impfstoff kommt oder nicht, werden die jetzt laufenden Arbeiten zur Entwicklung künftiger Impfstoffe gegen neu auftretende Krankheitserreger beitragen. Und davon gibt es viele. Auf die Frage, wie es nach COVID im Labor weitergeht, gibt Gilbert eine Liste: "Wir arbeiteten bereits an MERS, Nipah, Lassa und Hämorrhagischem Krim-Kongo-Fieber, und meine Kollegen arbeiteten an Impfstoffen gegen , Ebola, Chikungunya und Zika. Also alle diese".

2. Chris Whitty, Chief Medical Officer, England

Chris Witty, Photo by Aaron Chown/PA Images via Getty Images © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Chris Witty, Photo by Aaron Chown/PA Images via Getty Images

Während der Pandemie sind Ärzte zu Medienstars geworden, die dafür verantwortlich sind, das Ausmaß und die Bedeutung der Krise zu vermitteln und die Öffentlichkeit dazu zu bringen, so zu reagieren, dass die Ausbreitung des Virus begrenzt wird. Eines der bekanntesten Gesichter in Europa ist Chris Whitty, Englands leitender Mediziner, der einen Großteil der Coronavirus-Reaktion der britischen Regierung begleitet hat.

Whitty übernahm die Rolle des Chief Medical Officer für England von Sally Davies, einer Aktivistin im Bereich der öffentlichen Gesundheit. Bis zum Ausbruch des COVID war Whitty weniger interventionistisch als seine Vorgängerin, wurde aber schnell zum öffentlichen Gesicht der Reaktion Großbritanniens auf die Pandemie.

Um dies zu tun, musste er sich in der komplizierten Welt der Politik zurechtfinden und gleichzeitig die Gesundheit als seinen Leitstern behalten. Die BBC hat ihn als "den Beamten bezeichnet, der wahrscheinlich den größten Einfluss auf unser tägliches Leben eines jeden einzelnen Politikers in der heutigen Zeit haben wird". .

3. Xavier Palomer, Gründer, Psious

Xavier Palomer, Foto: Angela Silva © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Xavier Palomer, Foto: Angela Silva

Der Mitbegründer von Psious, einem spanischen Unternehmen, das Virtual-Reality-Behandlungen für psychische Gesundheitsprobleme entwickelt, hatte einen komplizierten Weg vor sich, um sein Unternehmen 2014 zu gründen. Der studierte Physiker und Elektroingenieur hat in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation an Subsystemen für Satelliten gearbeitet.

Er brach sein Doktorandenprogramm ab, um Psious zu starten, das heute von 2.000 Fachleuten für psychische Gesundheit zur Behandlung von mehr als 15.000 Patienten in 50 Ländern eingesetzt wird.

"Wir wollen etwas Bedeutendes erreichen - die psychische Gesundheit weltweit verbessern - und durch den Einsatz von Technologie können wir dabei helfen", sagte er Business Insider. "Der Verstand ist eine unglaubliche Maschine, und wir wollen ein besseres Verständnis unserer komplexen Gefühle und Emotionen, deshalb haben wir Werkzeuge geschaffen, um dies zu erreichen.

Psious sagt, dass seine Virtual-Reality-Behandlung, die Patienten durch digitale Simulationen führt und die Ängste der Patienten durch Biofeedback überwacht, es Menschen mit psychischen Erkrankungen ermöglicht, ihre Sorgen zu reduzieren.

Palomer fügt hinzu: "Das könnte der erste Schritt zur Normalisierung der Psychotherapie sein: "Fragen der psychischen Gesundheit spielen heute mehr denn je eine sehr wichtige Rolle im Leben der Menschen".

4. Emma Walmsley, CEO, GlaxoSmithKline

Emma Walmsley, Photo by Kevin Dietsch/Pool/ABACAPRESS.COM © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Emma Walmsley, Photo by Kevin Dietsch/Pool/ABACAPRESS.COM

Die ehemalige Marketingmanagerin von L'Oreal, Emma Walmsley, wurde 2017 CEO von GlaxoSmithKline und hat das Unternehmen erheblich wachsen sehen. Das Coronavirus beeinträchtigte das Geschäft im zweiten Quartal dieses Jahres, doch bei der Bekanntgabe der Halbjahresergebnisse sagte Walmsley: "GSK hat sich bei der Reaktion auf die Pandemie als widerstandsfähig und agil erwiesen, und wir meistern die Krise erfolgreich und leisten einen sinnvollen Beitrag zu Lösungen, während wir gleichzeitig sicherstellen, dass wir unsere langfristigen Prioritäten Innovation, Leistung und Vertrauen sowie unsere Schwerpunktbereiche für 2020 erfüllen".

Das Wachstum unter Walmsley beinhaltete Zukäufe und die Ausgliederung der Consumer-Health-Division von GSK aus dem Unternehmen. Sie reinvestierte in die Forschungs- und Entwicklungskapazitäten von GSK. Das Unternehmen hat nun eine Reihe neuer Medikamente und Impfstoffe in der Entwicklung, darunter einen Coronavirus-Impfstoff in Zusammenarbeit mit CEPI, der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations.

Walmsley sagt zum Halbjahresgewinn des Unternehmens, dass das Unternehmen sehr zuversichtlich sei, eine Milliarde Dosen eines COVID-Impfstoff-Adjuvans liefern zu können.

5. Wol Kolade, Partner, LivingBridge

Wol Kolade, Photo by David M. Benett/Dave Benett/Getty Images for Rolls-Royce © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Wol Kolade, Photo by David M. Benett/Dave Benett/Getty Images for Rolls-Royce

Wol Kolade gründete LivingBridge Mitte der 1990er Jahre als Mittel zur Förderung von Unternehmensgründungen. Das mittelständische Private-Equity-Unternehmen unterstützt Unternehmer und sah den Wandel im Gesundheitssektor von zentralisierten Systemen hin zu innovativeren Unternehmen voraus. "Heute haben wir die Konsumisierung des Gesundheitswesens - nicht die Privatisierung", sagte er Business Insider.

Dieses verbraucherorientierte Modell ermöglicht es Kolade und LivingBridge, Risiken einzugehen, die der National Health Service Großbritanniens nicht eingehen konnte, und das mit potenziell bedeutenderen Ergebnissen.

"Wir können experimentieren und Dinge tun, die das System nicht tun kann, weil es unser eigenes Geld ist, das am Ende dem System zugutekommt", sagt er.

Dazu gehört, dass wir uns auf die Prävention statt auf die Heilung konzentrieren und eine längerfristige, ganzheitlichere Sicht des Gesundheits- und Sozialfürsorgesektors einnehmen, die eine staatlich kontrollierte Aufsicht nicht leisten kann.

Neben dem Wachstum und dem Aufbau von Unternehmen, darunter eine Kette privater Zahnarztpraxen und ein vom NHS genutzter mobiler Operationssaal, berät Kolade den Gesundheitsdienst und ist Vorsitzender der Guy's and St. Thomas' Charity, einer Hilfsorganisation des gleichnamigen Londoner Krankenhauses. Dort leitete er in zwei Londoner Stadtbezirken, Lambeth und Southwark, einen bedeutenden Wandel in der Herangehensweise an das öffentliche Gesundheitswesen mit dem Ziel einer systematischen Gesundheitsversorgung.

6. Virginia Savova, Wissenschaftlerin, Sanofi

An der Schnittstelle von Wissenschaft und Technologie macht das Gesundheitswesen bedeutende Sprünge. Die Fähigkeit, Computer zu nutzen, um Medikamente zu testen, Proben zu analysieren und Krankheiten zu identifizieren, kann das Gesundheitswesen revolutionieren. Die in Harvard ausgebildete Virginia Savova ist eine der Personen, die diese beiden Welten zusammenbringen. Für Sanofi arbeitet die in Bulgarien geborene Savova in der Immunologie-Gruppe. "Wir untersuchen Krankheiten wie Typ-1-Diabetes, Lupus, atopische Dermatitis und Asthma", sagte sie.

Savova arbeitet mit einer Technik, die als Einzelzell-Transkriptomik bezeichnet wird. Dabei analysiert sie mit hoher Auflösung, welche Zelltypen an der Immunantwort beteiligt sind. Das Volumen und die Form, in der die durch die Einzelzell-Transkriptomik gewonnenen Daten produziert werden, erfordern eine rechnergestützte Analyse, um sie zu entschlüsseln.

Savovas Technik kann Veränderungen auf einer viel genaueren Ebene lokalisieren und hilft bei der Entwicklung von Medikamenten, die die Reaktion des Körpers verbessern.

7. Ida Tin, CEO und Mitbegründerin, Clue

Ida Tin - Photo by Noam Galai/Getty Images for TechCrunch © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Ida Tin - Photo by Noam Galai/Getty Images for TechCrunch

Clue ist eine App, die von Millionen Frauen weltweit genutzt wird und die Gespräche über den Menstruationszyklus verändert und erleichtert hat. Als Ida Tin 2016 die TechCrunch Disrupt Konferenz in San Francisco besuchte, waren Produkte, die die Gesundheit von Frauen unterstützen, in der Ausstellungshalle verstreut und "sahen verloren und fehl am Platz aus", erzählt sie Business Insider. Sie beschloss, Clue als ein Femtech-Unternehmen zu präsentieren, und seither sind Konferenzen zu diesem neuen Thema entstanden.

"Das Verständnis für die Gesundheit von Frauen hat sich seit der Gründung von Clue unbestreitbar verbessert, und wir sind stolz darauf, bei diesem Fortschritt an vorderster Front mitgewirkt zu haben", sagt Tin. Die App entstand aus Tins Verwunderung darüber, dass die Menschen auf dem Mond landen können, aber einer Frau nicht sagen konnten, wann sie schwanger werden kann oder nicht.

Seitdem hat Clue mit Columbia, Stanford, Oxford und dem Kinsey-Institut zusammengearbeitet, um die Gesundheit von Frauen besser zu verstehen. Es öffnete seine anonymisierte Datenbank mit Informationen für Forscher, wobei neun wissenschaftliche Studien laufen, den Menstruationszyklus und die reproduktive Gesundheit besser zu verstehen.

8. Vasant Narasimhan, CEO, Novartis

Vasant Narasimhan, REUTERS/Gonzalo Fuentes © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Vasant Narasimhan, REUTERS/Gonzalo Fuentes

Als Vas Narasimhan 2018 CEO von Novartis wurde, beschloss er, das Unternehmen umzustrukturieren. Er war 40 Jahre alt und seit 12 Jahren im Unternehmen tätig. Seine Beförderung vom Leiter der weltweiten Medikamentenentwicklung war eine unerwartete Entscheidung, und er wollte beweisen, dass dies die richtige Entscheidung war. Er begann, Bürokratie abzubauen und die Mitarbeiter zu befähigen, Entscheidungen zu treffen. Das hat die Art und Weise, wie das Unternehmen arbeitet und sich entwickelt, beschleunigt.

Novartis verfügt über "starke Wachstumstreiber auf den Endmärkten, eine beträchtliche Anzahl bedeutender Neueinführungen, ein solides Portfolio neuartiger Vermögenswerte und eine Reihe neuer Indikationen", sagte Narasimhan. Es gibt 15 laufende Produkteinführungen, gefolgt von einer Warteliste mit 80 wichtigen Zulassungsanträgen, die bis 2022 geplant sind, und weiteren 50 Programmen in der späten Entwicklungsphase.

Narasimhan will ein weltweit führendes Pharmaunternehmen aufbauen, das durch Datenwissenschaft und Plattformen für neuartige Therapien unterstützt wird.

9. Joanna Shields, CEO, Benevolent KI

Joanna Shields - Photo by Astrid Stawiarz/Getty Images for World Childhood Foundation © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Joanna Shields - Photo by Astrid Stawiarz/Getty Images for World Childhood Foundation

Benevolent KI nutzt die sich entwickelnde Technologie, um Wissenschaftlern zu helfen, lebensverändernde medizinische Innovationen, wie z.B. neue Medikamente, zu entdecken.

"Jede Minute des Tages generieren Krankenhäuser, Kliniker und Wissenschaftler Patienten-, Forschungs- und Versuchsdaten", erklärt Joanna Shields, Gründerin des Unternehmens. Das Problem ist, dass es so viel davon gibt, dass es schwierig ist, den Überblick zu behalten. Die Modelle der Benevolent KI nehmen den riesigen Korpus an wissenschaftlicher Literatur in großem Maßstab auf und durchforsten ihn mit hoher Geschwindigkeit, um Verbindungen zwischen Genen, Krankheiten, Medikamenten und biologischen Pfaden zu finden.

"Obwohl KI-Modelle und Algorithmen Wissenschaftler und Kliniker niemals vollständig ersetzen werden, können sie Zeit und Geld sparen, was in unserem gegenwärtigen Klima von entscheidender Bedeutung ist", sagt Shields. Dazu gehört auch, das Maschinengehirn mit der Aufgabe zu betrauen, COVID-19 in Angriff zu nehmen. "Es wurde deutlich, dass die Welt vorhandene Medikamente braucht, bis Impfstoffe entwickelt, getestet und massenhaft zur Verfügung gestellt werden können", fügt sie hinzu.

Benevolent KI hat die Literatur durchforstet, um herauszufinden, ob es irgendetwas gibt, das helfen könnte, einige der Symptome des Coronavirus zu bekämpfen. Die AI identifizierte Barcitinib, ein Medikament von Eli Lilly, das in In-vitro-Studien Potenzial gezeigt hatte. Die wohlwollende AI veröffentlichte ihre Forschungsergebnisse im Februar in The Lancet, und der NAID brachte die Forschung in den Vereinigten Staaten voran. "Erste Tests an etwa 800 Patienten haben vielversprechende Ergebnisse gezeigt", sagt Shields.

10. Onno van de Stolpe, CEO & Gründer, Galapagos

Onno van de Stolpe, Photo by THIERRY ROGE/BELGA MAG/AFP via Getty Images © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Onno van de Stolpe, Photo by THIERRY ROGE/BELGA MAG/AFP via Getty Images

"Dies sind herausfordernde Zeiten, insbesondere für ein Forschungs- und Entwicklungsunternehmen", sagte Onno van de Stolpe, CEO des niederländisch-belgischen Arzneimittelunternehmens Galapagos, im Mai. Das Unternehmen machte 2019 Schlagzeilen, als es einen Vertrag mit der US-Firma Gilead Science unterzeichnete, die eine 25%ige Beteiligung an Galapagos erwarb und gleichzeitig 4 Milliarden Dollar über die nächsten 10 Jahre in eine, wie das Unternehmen es nannte, transformative Partnerschaft investierte.

Das Unternehmen entwickelt seine Medikamente, indem es "neue Angriffspunkte" entdeckt - welche Proteine im Körper an der Entstehung von Schlüsselkrankheiten wie rheumatoider Arthritis beteiligt sind - und dann Moleküle identifiziert, die der schädlichen Wirkung dieser Proteine entgegenwirken können. Auf diese Weise versucht man, die Krankheit abzuwehren, bevor sie entsteht, anstatt zu warten, bis sie auftritt, und sie dann zu behandeln.

Die Behandlung von Galapagos gegen rheumatoide Arthritis war die Schlüsselinnovation, die Gileads Investition auslöste. Gilead vermarktet die Therapie in den meisten Ländern, obwohl Galapagos dies auch in den Benelux-Ländern selbst tut. "Wir sind bereit, mit der Vermarktung und Einführung dieses Moleküls in diesen Ländern zu beginnen, zunächst für rheumatoide Arthritis und später für IBD, die entzündliche Darmerkrankung", sagte er den Investoren.ENERGIE

Energie

1. Bernard Looney, CEO von BP,

Bernard Looney - Photo REUTERS/Toby Melville/File Photo © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Bernard Looney - Photo REUTERS/Toby Melville/File Photo

Bernard Looney wurde im Februar CEO von BP und hat sich dafür eingesetzt, den Schwerpunkt des Öl-Konzepts auf weniger Umweltverschmutzung zu verlagern und dem Unternehmen zu helfen, seine Emissionen noch vor dem offiziellen Zieltermin 2050 zu reduzieren.

Looney kam 1991 als Bohringenieur zu BP und hatte verschiedene Funktionen in der Nordsee, in Vietnam und im Golf von Mexiko inne. Nach der Entdeckung des riesigen Thunder-Horse-Feldes 1999 arbeitete er auch als Bohringenieur auf diesem Feld.

Bevor er die Position des CEO übernahm, war er für alle weltweiten Öl- und Gasexplorations-, Entwicklungs- und Produktionsaktivitäten von BP verantwortlich.

Looney hat BP ermutigt, die Führung bei Methan-Nachweismethoden zu übernehmen. Er hat es dem Unternehmen ermöglicht, in den letzten zwei Jahren CO2-Emissionen zu reduzieren.

In einem Bereich, der traditionell von Männern dominiert wird, hat Looney auch eine größere Geschlechtervielfalt innerhalb des Unternehmens gefördert, wobei ein Drittel seines Führungsteams aus Frauen besteht und ein Drittel der Mitarbeiter außerhalb der USA und Großbritanniens beschäftigt ist.

Bernard ist Fellow der Royal Academy of Engineering, des Energieinstituts. Er ist auch Mentor des unternehmensübergreifenden FTSE 100 Mentoring Executive Programme.

2. Patrick Pouyanne, CEO und Vorsitzender von Total,

Patrick Pouyanne - Photo by Christophe Morin/IP3/Getty Images © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Patrick Pouyanne - Photo by Christophe Morin/IP3/Getty Images

Patrick Pouyanne, der CEO des Öl-Majors Total, unternimmt nicht nur Schritte zur Reduzierung der Emissionen, er hat auch große Pläne, den Zugang zu kohlenstoffarmer Energie zu verbessern, auch in Afrika, wo über 600 Millionen Menschen keinen Zugang zu Elektrizität haben.

Pouyanne, der 2015 zum CEO ernannt wurde, sagte kürzlich: "Die nächsten 20 Jahre werden entscheidend für den Aufbau einer kohlenstoffarmen Zukunft sein, die die wirtschaftliche und soziale Entwicklung nicht hemmt. Im Jahr 2040 wird die Weltbevölkerung voraussichtlich 9 Milliarden Menschen umfassen.

 "Dazu gehören allein 2 Milliarden Menschen in Afrika, wo heute über 600 Millionen Menschen keinen Zugang zu Elektrizität haben. Diese Zahl beläuft sich weltweit auf 1,2 Milliarden".

Er sieht seine Hauptverantwortung darin, "so vielen Menschen wie möglich" sichere und kostengünstige Energielösungen zu bieten und gleichzeitig die Emissionen in den Griff zu bekommen.

"Dazu müssen die Energieeffizienz auf breiter Front verbessert, der fossile Brennstoffmix optimiert und die Entwicklung erneuerbarer Energien beschleunigt werden", sagt er.

Pouyanné war zwischen 1989 und 1996 in einer Reihe von Positionen im Industrieministerium und in anderen Kabinettspositionen tätig, unter anderem als technischer Berater des damaligen Premierministers Édouard Balladur in den Bereichen Umwelt und Industrie von 1993 bis 1995.

Pouyannés Amtszeit bei Total begann 1997, als er in die Abteilung Exploration & Produktion von Total eintrat, zunächst als Chief Administrative Officer in Angola.

3. Markus Rauramo, Präsident und CEO von Fortum,

© Bereitgestellt von Business Insider Deutschland

Markus Rauramo hat das Amt des Vorstandsvorsitzenden zwar erst im Juni übernommen, aber sein Beitrag zum Unternehmen in den vergangenen acht Jahren hat dem finnischen Energieriesen Fortum geholfen, sich zu einem führenden Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien zu entwickeln.

Er war die treibende Kraft hinter der Übernahme von Uniper durch Fortum und hatte in den letzten zwei Jahren auch den Vorsitz im Aufsichtsrat von Uniper inne.

Rauramo baute erfolgreich die City Solutions Division des finnischen Unternehmens aus, die unter seiner Amtszeit von einem Fernwärme- zu einem Recycling- und Abfallgeschäft expandierte.

Seit 2014 ist er CEO.

Seine Erfahrung im Energiesektor reicht zurück bis zu Stora Enso, einem der weltweit größten Unternehmen der Forstindustrie, wo er 1991 als Vizepräsident und Leiter der Finanzierungsabteilung fungierte.

Seit dem Übergang zu Fortum hat Rauramo eine Reihe von Positionen innegehabt und "eine Schlüsselrolle bei der Umstrukturierung und Umgestaltung seiner Unternehmen gespielt", sagte Fortum im Juni.

Fortum hat sich lautstark für die Dekarbonisierung der Gesellschaft eingesetzt, was durch die Investitionen des Unternehmens in erneuerbare Energien und die Entscheidung, die Kohle in Finnland und Schweden schneller als erwartet auslaufen zu lassen, belegt wird. Das Unternehmen setzt sich auch für eine stärkere Reaktion auf den Klimawandel auf EU-Ebene ein.

4. Francois Austin, Partner and Global Head of Energy, Oliver

Francois Austin, Oliver Wyman © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Francois Austin, Oliver Wyman

Austin, der globale Leiter des Bereichs Energie bei Oliver Wyman, leitet die weltweite Klima- und Nachhaltigkeitspraxis des Unternehmens.

Dazu gehört die Zusammenarbeit mit Kunden an einer Reihe von klimabezogenen Agenden, darunter Dekarbonisierungsprojekte in der Transport-, Energie- und Stahlindustrie.

"Wir arbeiten auch mit Banken zusammen, um ihnen dabei zu helfen, ihre Kreditportfolios im Hinblick auf klimabezogene Risiken zu überdenken, und arbeiten an Projekten, die mit nachhaltiger Finanzierung und ESG-Investitionen zu tun haben.

Austins Weg innerhalb der Energiebranche begann in der Schifffahrt und im Handel in Rotterdam. "Danach ging ich in die Beratung und arbeite seither ausschließlich im Energiesektor, wo ich mich mit Fragen des operationellen Risikos vor dem Hintergrund bekannter Branchenkatastrophen nach großen Zwischenfällen in wichtigen vor- und nachgelagerten Aktivitäten befasste", sagt er.

Austin arbeitete auch an einer Reihe von Energiefusionen und an Umstrukturierungen für die Energiebranche.

"Dies führte dazu, dass ich mein eigenes Energieberatungsunternehmen Corven gründete, das dann von Oliver Wyman übernommen wurde, wo ich seitdem tätig bin", fügt er hinzu. "Zusätzlich zu meiner täglichen Arbeit bin ich im Vorstand des britischen Energierats und führe den Energy Trilemma Index des Weltenergierats an.

Mit Blick auf die Zukunft plant Austin, die Expertise des Unternehmens unternehmensweit zu vertiefen und mit verschiedenen Interessengruppen zusammenzuarbeiten.

Auf die Frage, wie seine Zukunft in der Branche aussieht, sagt Austin: "Ich habe auch vor, verschiedene Kooperationen zu leiten, wie zum Beispiel unser kürzlich angekündigtes gemeinsames Projekt mit S&P Global Market Intelligence, bei dem eine klimabezogene Kreditanalyse-Modellsuite erstellt wird, die Kreditrisikobewertungen von Unternehmen unter verschiedenen Klimaszenarien liefert.

5. Birgitte Ringstad Vartdal, Executive Vice President Statkraft

Die schwimmende Solarenergie war ein wichtiger Transformator bei der Energiewende des staatlichen norwegischen Energieversorgers Statkraft, und die Ernennung von Birgitte Ringstad Vartdal zur Executive Vice President of European Wind and Solar kam zur rechten Zeit, um dieses Ziel zu ermöglichen.

Vartdal wurde im April dieses Jahres Mitglied der Unternehmensleitung von Statkraft, nachdem sie eine CEO-Position bei Golden Ocean verlassen hatte.

Der norwegische Energieriese startete ein schwimmendes Photovoltaik-Pilotprojekt in Albanien, das mit seinem Wasserkraftwerk Banja im Land verbunden ist.

Die 2-MW-Anlage soll auf dem 72-MW-Kraftwerksreservoir des Kraftwerks errichtet werden.

Christian Rynning-Tønnesen, CEO von Statkraft, sagt: "Statkraft hat die Ambition, bis 2025 eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien zu werden. Das geplante Wachstum von Statkraft im Bereich der europäischen Wind- und Solarenergie ist ein wichtiger Teil dieser Ambition und wird in die Verantwortung von Birgitte Ringstad Vartdal fallen.

"Darüber hinaus übernimmt sie die Verantwortung für die Project Delivery Unit von Statkraft sowie für Investitionen in neue Geschäftsmöglichkeiten wie Biokraftstoffe, Wasserstoff, das Laden von Elektroautos und Rechenzentren.

Vartdal sagt: "Statkraft hat eine ehrgeizige Strategie und eine einzigartige Position für weiteres Wachstum im Bereich der erneuerbaren Energien. Ich freue mich sehr darauf, diese Aufgabe in Angriff zu nehmen und gemeinsam mit dem Rest der Organisation zu diesem Wachstum beizutragen", so Vartdal.

6. Josu Jon Imaz, der Vorstandsvorsitzende von Repsol,

Josu Jon Imaz, Photo by Endika Portillo/Europa Press via Getty Images © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Josu Jon Imaz, Photo by Endika Portillo/Europa Press via Getty Images

Der CEO des spanischen Öl- und Gasgiganten Repsol hat sich zu einem Netto-Null-Kohlenstoffausstoß verpflichtet..

Jon Imaz, CEO von Repsol hat versprochen, das Unternehmen bis 2050 kohlenstoffneutral zu machen.

Imaz sagte zuvor Business Insider, dass Repsol der erste Öl- und Gasgigant war, der das Kyoto-Protokoll unterstützte.

Repsol verfügt über einen Plan zur Reduzierung der Emissionen um 10 % bis 2025, 20 % bis 2030 und 40 % bis 2040, der zu seiner Verpflichtung bis 2050 führt.

"Wir tun das nicht, weil wir eine NGO sind und nur auf großzügige Weise zum Klimawandel beitragen wollen", sagt er. "Wir tun das, weil wir Geld verdienen wollen. Mit dem, was wir tun, müssen wir die Erträge voll und ganz unterstützen. Das ist natürlich eine Mindestvoraussetzung".

Auf der Website des Unternehmens heißt es: "Maßnahmen zur Verringerung der Emissionen aus der routinemäßigen Verbrennung von Kohlenwasserstoffen in Fackeln sind besonders wichtig, da sie es uns ermöglichen, die Treibhausgasemissionen zu verringern und den Verlust von Produkten oder Treibstoff zu minimieren.

7. Ignacio Galan, CEO and Chairperson, Iberdrola,

Ignacio S. Galan, REUTERS/Hannibal Hanschke © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Ignacio S. Galan, REUTERS/Hannibal Hanschke

Ignacio Galan, Vorsitzender und CEO des spanischen Riesen Iberdrola, ist nicht nur in Spanien bekannt, er ist auch einer der Menschen, die Frankreichs erneuerbare Energieerzeugung beschleunigen.

Galan kündigte im vergangenen Monat an, dass Iberdrola in den nächsten vier Jahren etwa 3 bis 4 Milliarden Euro investieren wird, um sein Wachstum in Frankreich fortzusetzen.

Galan sagte bei einem Treffen von Choose France, das von der französischen Regierung organisiert wurde: "Iberdrola plant, in den nächsten vier Jahren zwischen 3 und 4 Milliarden Euro zu investieren, um im Sektor der erneuerbaren Energien weiterzuwachsen", und zwar sowohl in die Onshore- und Offshore-Windenergie als auch in die Solarenergie.

"Wir investieren bereits 2,4 Milliarden Euro in die Entwicklung des Offshore-Windparks Saint-Brieuci", fügt er hinzu. "Wir haben Onshore-Windprojekte, die bereits in Betrieb sind, und andere, die sich in der Entwicklung befinden".

Galans transformatorische Arbeit im Energiesektor brachte ihm auch einen Namen unter den fünf weltweit führenden CEOs der Harvard Business Review im Jahr 2019 ein.

Galan ist Mitglied einer Reihe von hochkarätigen Energie- und Ministergruppen, darunter die Global Sustainability Electricity Partnership und der J.P. Morgan International Council, um nur einige zu nennen.

8. Will Gardiner, CEO und Chairperson, Drax,

Will Gardiner, Drax © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Will Gardiner, Drax

Zu einer Zeit, in der die meisten britischen Kraftwerke darum ringen, die Kohleverstromung auslaufen zu lassen, hat Will Gardiner, der CEO von Drax, seine Kohlekraftwerke modifiziert, um effizienter und nachhaltiger zu sein, und zwar nach einem beschleunigten Zeitplan.

"Die nächsten Jahre sind im Kampf gegen den Klimawandel von entscheidender Bedeutung, und Drax hat eine wichtige Rolle zu spielen. Im März 2021 werden wir die Verwendung von Kohle einstellen und damit fast 50 Jahre Kohleverstromung im Kraftwerk Drax beenden".

Er fügt hinzu: "Während andere Kohlekraftwerke in Großbritannien stillgelegt wurden, haben wir zwei Drittel unserer Kraftwerke auf die Nutzung nachhaltiger Biomasse umgestellt, wodurch das Kraftwerk zum größten erneuerbaren Stromerzeuger Großbritanniens an einem einzigen Standort und zum größten Dekarbonisierungsprojekt in Europa wurde.

Gardiner, der Anfang 2018 CEO wurde, hatte die Aufgabe, den Energieversorger bis 2030 zur Klimaneutralität zu führen und Pionierarbeit für die bahnbrechende Technologie der Bioenergie mit negativen Emissionen und Kohlenstoffabscheidung und -speicherung, bekannt als BECCS, zu leisten.

BECCS ist der Prozess der Gewinnung von Bioenergie aus Biomasse und der Abscheidung und Speicherung des Kohlenstoffs. Dadurch wird der Kohlenstoff aus der Atmosphäre entfernt.

Gardiner sagt, dass das Unternehmen auch Pläne mit Partnern und der Regierung zur Entwicklung von Bioenergie mit Technologien zur Kohlenstoffabscheidung vorantreibt, um negative Emissionen zu liefern, die benötigt werden, damit Großbritannien sein Netto-Null-Kohlenstoff-Ziel für 2050 erreichen kann.

9. Sinead Lynch, britische Landesvorsitzende bei Shell

Sinead Lynch, Shell © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Sinead Lynch, Shell

Sinead Lynch war eine wichtige Triebkraft für die Investitionen von Shell in die Aufladung von Elektrofahrzeugen und hat große Fortschritte bei der Verwirklichung der geschlechtsspezifischen und ethnischen Vielfalt beim Öl-Major gemacht.

Shell hat sich verpflichtet, bis 2050 oder früher ein Netto-Null-Emissions-Energieunternehmen zu werden, sagt Lynch gegenüber Business Insider: "Unsere Investitionen in die Aufladung von Elektrofahrzeugen, kohlenstoffneutrale Hausenergie, Wasserstoff und Kohlenstoffabscheidung und -speicherung in Großbritannien machen deutlich, dass wir es ernst meinen, unseren Teil dazu beizutragen.

Sie fügt hinzu: "Mein Team hat hart daran gearbeitet, ein Energieübergangsprogramm in Großbritannien aufzustellen, und dadurch haben wir starke Beziehungen zu wichtigen Stimmen in der Gesellschaft aufgebaut, darunter Regierung, NGOs, Akademiker, Gemeinden".

Ihre Ernennung zur Co-Vorsitzenden des britischen Wasserstoff-Beirats sei ein Zeugnis für ihre Arbeit, denn "Wasserstoff könnte eine wichtige Rolle in unserer Energiezukunft spielen".

Sie ist davon überzeugt, dass ihre Bemühungen in der Lobbyarbeit für eine größere Geschlechtervielfalt in der Firma dazu beigetragen haben, dass der Öl-Major von der "Times" als Top-Arbeitgeber von Frauen anerkannt wurde.

Lynch, die ihre Karriere als Geophysikerin begann, übernahm eine Reihe von Aufgaben in Nigeria, im Nahen Osten und in Asien und übernahm schließlich die Rolle der Executive Vice President für Sicherheit und Nachhaltigkeit bei der BG Group.

Während der Integration von Shell und BG Group in den Jahren 2014-15 wurde sie zur Landesvorsitzenden von Shell UK ernannt.

Sie sagt, dass COVID-19 die Bedeutung der Gewährleistung einer grünen Erholung hervorhebt, etwas, das ihr sehr am Herzen liegt: "Ich freue mich sehr, dass ich in den COVID Recovery-Ausschuss für Großbritannien berufen wurde. Diese und andere Gruppen wie der Wasserstoff-Beirat werden wichtige Mechanismen sein, um die britische Energieumwandlungspolitik mitzugestalten".

10. Greta Thunberg, Klimaaktivistin

Greta Thunberg - Photo by EuropaNewswire/Gado/Getty Images © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Greta Thunberg - Photo by EuropaNewswire/Gado/Getty Images

Mit ihren 17 Jahren ist Greta Thunberg die beliebteste Klimaaktivistin der Welt.

Im Juli erhielt sie den Gulbenkian-Preis für Menschlichkeit, eine Auszeichnung, die Personen oder Organisationen auszeichnet, die sich im Kampf gegen den Klimawandel und für Energieeinsparungen verdient gemacht haben.

"Wir befinden uns in einer klimatischen Notlage", sagt sie, "und meine Stiftung wird so schnell wie möglich das gesamte Preisgeld in Höhe von 1 Million Euro (900 000 Pfund) spenden, um Organisationen und Projekte zu unterstützen, die sich für eine nachhaltige Welt einsetzen, die Natur verteidigen und Menschen unterstützen, die bereits mit den schlimmsten Auswirkungen der Klima- und Umweltkrise konfrontiert sind, insbesondere diejenigen, die im globalen Süden leben.

Thunberg hat „Fridays for Future“ 2018 ins Leben rief. Sie ermutigte Schülerinnen und Schüler, die Schule zu schwänzen, um von ihren Regierungen Maßnahmen gegen den Klimawandel zu fordern.

Im November dieses Jahres, als sie in der neunten Klasse war, führte Thunberg einen zweiwöchigen Streik vor dem schwedischen Parlament durch und forderte von ihrer Regierung eine jährliche Emissionsreduktion von 15 %.

Thunbergs Bemühungen, die als "Greta-Thunberg-Effekt" bezeichnet werden, haben Einzelpersonen und Unternehmen dazu veranlasst, ihre Emissionen durch Investitionen in kohlenstoffreduzierende Projekte in einer Flut von Schwellenländern weitgehend auszugleichen.

NGOs und Organisationen, die sich an der Kompensation beteiligen, haben festgestellt, dass das Interesse an Investitionen in ihre Unternehmen um das Vierfache zugenommen hat.

Agenturen, die mit großen Unternehmen zusammenarbeiten, haben in den letzten 18 Monaten vermehrt in den Kohlenstoffausgleich investiert.

ClimateCare, eine Firma, die Organisationen beim Ausgleich von Restkohlenstoffemissionen hilft, sagt, dass die Menge des Kohlenstoffausgleichs von 2 Millionen Tonnen auf 20 Millionen gestiegen ist.

Eine Rede, die Thunberg Anfang 2019 hielt, veranlasste die Europäische Kommission, ihr Budget für den Klimawandel in den nächsten 10 Jahren aufzustocken.

Lieferketten

1. Martin Bysh, Gründer, Huboo

Martin Bysh, Huboo © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Martin Bysh, Huboo

Huboo bedient fast 300 E-Commerce-Unternehmen in Europa und ist auf E-Commerce-KMUs spezialisiert und arbeitet in einem einzigartigen Mikro-Hub-Design.

Das Unternehmen wurde auf der Grundlage der negativen Erfahrungen gegründet, die Bysh bei der Einrichtung eines Online-Shops gemacht hatte, als er entdeckte, dass keine Fulfillment-Dienstleistungen mit ihm zusammenarbeiten würden, bevor er nicht ein hohes Umsatzvolumen garantieren konnte.

Das Huboo-System macht einen Fulfillment-Dienst rentabel, während es gleichzeitig die Bedürfnisse von Kleinst- und KMU-Unternehmen erfüllt, indem es den Lagerraum in kleinere Hubs aufteilt, um ein Ökosystem von verbundenen Hubs zu schaffen, die von der Größenordnung profitieren, und Software entwirft, die den Vertrieb von Produkten vorantreibt und die Fehlerquote reduziert. Die Lösung funktioniert genauso gut für größere Unternehmen und er begann schnell, größere Marken zu übernehmen. Das Unternehmen konnte während der gesamten Pandemie ein rasantes Wachstum verzeichnen und wird bis Ende 2020 voraussichtlich einen Jahresumsatz von 10 Millionen Pfund, 800 Kunden und 200 Mitarbeiter erreichen.

sagt Bysh gegenüber Business Insider: "Die Pandemie hat die Entwicklung hin zum Digital First Retail weiter beschleunigt und viele Tausende unabhängiger Einzelhändler dazu veranlasst, erstmals in den E-Commerce einzusteigen. Die Bedürfnisse kleinerer E-Commerce-Firmen wurden jedoch traditionell von unserer Branche unterversorgt, sodass viele Einzelhändler auf die harte Tour lernen mussten, dass, wenn der Logistiksektor unter Druck gerät, ihre Geschäfte als erste aus dem Blickfeld geraten.

Er fügt hinzu: "Wir sind sehr stolz darauf, ein Teil der Lösung für eine wachsende Zahl britischer E-Commerce-Firmen zu sein, deren Produkte dringender denn je benötigt werden.

2. Slimane Allab, Senior Vize-Präsident und Geschäftsführer, EMEA, Llamasoft

© Bereitgestellt von Business Insider Deutschland

Die Supply-Chain-Design-Software von LLamasoft unterstützt Unternehmen weltweit bei der Gestaltung und Verbesserung ihrer Abläufe in einer Reihe von Branchen. Tatsächlich nutzen 23 der 25 Top-Lieferketten von Gartner die Plattformen von LLamasoft.

Slimane Allab arbeitete 10 Jahre lang für JDA Software (jetzt Blue Yonder), bevor er zu Llamasoft kam. Er hat erklärt, dass er beabsichtigt, dass LLamasoft seinen EMEA-Kunden bis 2025 einen Wert von 6,5 Milliarden US-Dollar liefern wird.

"Seit vielen Jahren sind Effizienz und Kostensenkung das Ziel des Spiels in der Lieferkette", sagt Allab gegenüber Business Insider. "Die Unternehmen waren natürlich bestrebt, zu konsolidieren, sich zu spezialisieren und die Kosten zu senken, wo es ihnen möglich war, um einen maximalen Gewinn zu erzielen. Die Lieferkette wurde zu einem weiteren Silo in der Organisation. COVID-19 hat die Lieferkette jedoch in eine neue Richtung gelenkt: eine Richtung, in der sich der Schwerpunkt auf Agilität, Belastbarkeit und sowohl interne als auch externe Zusammenarbeit verlagert hat".

Dieser Richtungswechsel könnte zwar die Kosten erhöhen, aber er wird auch die Zuverlässigkeit der Lieferkette und damit des Unternehmens erhöhen. Es ist ein funktionsübergreifender Kompromiss zwischen einer Organisation, auf die sich die Kunden verlassen können, wenn die Zeiten einfach sind, und einer Organisation, auf die man sich verlassen kann, wenn die Zeiten hart sind und Störungen auftreten.

"Für mich ist letzteres der Schlüssel zum Erfolg", sagt Allab. "Um das zu tun, was für das Unternehmen richtig ist, muss man mit dem beginnen, was für den Kunden richtig ist", sagt Allab. Mit Blick auf die Zukunft muss sich die Branche darauf konzentrieren, ihren Kunden zu helfen, diese Agilität und Widerstandsfähigkeit zu erreichen, und klare Nachhaltigkeitsstrategien und -ziele verfolgen, wie z.B. im Zeitraum 2030-50 eine Netto-Nulllinie zu erreichen".

3. Peter Evans CEO, Pfleger

Peter Evan, Pfleger © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Peter Evan, Pfleger

Manchmal kommt eine Lösung genau zum richtigen Zeitpunkt. Das in Großbritannien ansässige Lagerverwaltungsunternehmen Orderly - das E-Commerce-Plattformen sowie Bestell- und Lagerverwaltungslösungen anbietet - hatte mit Starbucks an einer App für Ladenmanager zur Verwaltung von Lagerbeständen und zur Nachbestellung von Lagerbeständen, an einer Bestellverwaltungslösung für Nestlé und an einer Business-to-Consumer-Verkaufslösung für McCormick Schwartz gearbeitet.

Doch bereits im April sicherte sich das Unternehmen eine bedeutende Finanzierung von Innovate UK für seine Arbeit zur Unterstützung der Benutzer der Lieferkette bei der Reduzierung von Abfall und der Steigerung der Nachhaltigkeit (und des Gewinns). Als schnelle Reaktion auf die COVID-19-Krise baute es in sechs Tagen die beliebte Morrisons-Plattform für Lebensmittelverpackungen auf.

"In der Lebensmittel- und Getränkeversorgungskette kommt es zu massiven Störungen", so Evans gegenüber Business Insider. "Die Covid-19-Krise zwang die Verbraucher zum Einschluss und die Restaurants zur Schließung, wobei noch nie dagewesene Mengen an Produkten, darunter Eier, Milch und Zwiebeln, verschwendet wurden. Der Dominoeffekt ist immer noch vorhanden".

Im Laufe des nächsten Jahres wird Orderly nach eigenen Angaben eng mit einer Reihe von Unternehmen zusammenarbeiten, um diese Verschwendung zu reduzieren, und dabei seine innovative KI-Scorecard nutzen, um den Nutzern der Lieferkette genau mitzuteilen, was sie tun können, um die Verschwendung zu reduzieren und somit den Gewinn und die Nachhaltigkeit zu steigern. Orderly arbeitet auch eng mit großen Lebensmitteleinzelhändlern und Herstellern bei Direktangeboten an den Verbraucher zusammen, um zusätzliche Wege zur Vermarktung sowohl im Hinblick auf eine zweite Welle als auch zur Unterstützung einer Änderung des Verbraucherverhaltens in der "neuen Normalität" zu schaffen.

4. Michael Feindt, Strategischer Berater, Blue Yonder

Michael Feindt, Blue Yonder © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Michael Feindt, Blue Yonder

Michael Feindt war schon immer ein Innovator. Er ist Physiker, Datenwissenschaftler und Professor, der zuvor an dem Projekt hinter dem Large Hadron Collider beteiligt war.

Er spielte eine Schlüsselrolle bei der Einbettung der KI in die Kunden-Lieferkette und die Merchandising-Prozesse von Blue Yonder, wodurch Hersteller und Einzelhändler schneller auf veränderte Marktbedingungen und Kundendynamiken reagieren können.

Blue Yonder arbeitet mit globalen Herstellern wie Coca-Cola, Heineken, Unilever und PepsiCo zusammen, um durch Supply-Chain-Management autonome, nachhaltige und profitable Betriebe zu schaffen. Während der Pandemie hat die Technologie von Blue Yonder den Kunden die End-to-End-Transparenz geboten, die erforderlich ist, um Probleme in der Lieferkette zu erkennen, wenn sie sich zu entfalten beginnen.

"Niemand hätte vorhersehen können, welche Auswirkungen COVID-19 auf die Lieferketten gehabt hat", sagte Feindt gegenüber Business Insider. "Da der Virus so neu ist, gab es nur wenige historische Daten, auf die man zurückblicken konnte, um Hinweise darauf zu erhalten, wie man reagieren sollte. Unternehmen, die in ihren Lieferketten maschinelles Lernen einsetzen, konnten sich jedoch schnell an die sich entwickelnde Situation anpassen und neue Daten nutzen, um Ratschläge zu geben, wie auf aktuelle und zukünftige Auswirkungen von Störungen zu reagieren ist.

5. Karl Johan Lier, CEO, AutoStore

Karl Johan Lier, AutoStore © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Karl Johan Lier, AutoStore

Das norwegische Robotikunternehmen AutoStore unterstützt globale Marken wie Puma, Gucci, Asda und Ocado bei der Automatisierung der Supply-Chain, sodass deren Lager mit bis zu viermal höherer Geschwindigkeit arbeiten können als manuell betriebene Lager. Das Unternehmen erfand und leistet weiterhin Pionierarbeit bei der Automatisierung von Cube-Lagerhäusern mit dichten Auftragsabwicklungslösungen.

Im Dezember gewann AutoStore den ersten Preis bei den European Business Awards und wurde von der Financial Times und Google als einer der 100 digitalen Champions Europas ausgezeichnet.

"Bei AutoStore stehen Kreativität, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit für unsere Kunden im Mittelpunkt unseres Handelns", sagte Lier dem Business Insider. "Die Coronavirus-Pandemie hat vielen Unternehmen vor Augen geführt, dass die bestehenden Lieferkettensysteme nicht ausreichend auf eine zweite Welle oder gar eine weitere Krise dieser Art vorbereitet sind. Vor diesem Hintergrund stellen Einzelhändler bereits Pläne auf, um die Dinge von diesem Zeitpunkt an zu ändern. Die wachsenden Anforderungen an die vorhandenen Lagerbestände und Artikel bedeuten, dass viele Unternehmen jetzt eine Automatisierung anstreben und dies schnell tun müssen, um die Nachfrage nach Produkten zu befriedigen".

Lier sagte, er sehe das Entstehen von Mikro-Fulfilment-Zentren, die lokale Geschäfte dabei unterstützen, die Nachfrage nach Produkten zu erfüllen, und sagte voraus: "Dies wird bald auch für europäische Unternehmen zur Norm werden, insbesondere bei Supermärkten und Lebensmittelzulieferern.

6. Johanna Hagelberg, EVP Beschaffung und Logistik, Stora Enso

Johanna Hagelberg, Stora Enso © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Johanna Hagelberg, Stora Enso

Das führende Unternehmen in der Bioökonomie, Stora Enso, ist weltweit ein wichtiger Anbieter von erneuerbaren Lösungen in den Bereichen Verpackung, Biomaterialien, Holzkonstruktionen und Papier. Die in Stockholm ansässige Johanna Hagelberg spielt eine entscheidende Rolle in der Gruppe von Stora Enso. Sie leitet das Inbound- und Outbound-Geschäft mit einem ausgeprägten Interesse an Nachhaltigkeit und einem Dreifach-Bottom-Line-Denken. Zuvor war Hagelberg Chief Procurement Officer bei Vattenfall AB und begann ihre Karriere in der Automobilindustrie bei Scania und General Motors, mit führenden Positionen in der Beschaffung bei NCC und RSA Scandinavia.

Hagelberg sagt, ihre Rolle sei eine Teamleistung. Zusammen mit unseren Geschäftspartnern haben wir in den letzten 12 Monaten zusammen mit Brexit, den finnischen Streiks und Covid außergewöhnliche Herausforderungen in den Bereichen Beschaffung und Logistik gemeistert - zusätzlich zu den normalen Ambitionen, jeden Tag ein bisschen besser zu werden", sagt sie gegenüber Business Insider.

"In verschiedenen Branchen und Unternehmen zu arbeiten, wenn Sie können, wird Ihre Kompetenz erweitern und macht Spaß", sagt sie gegenüber Business Insider. "Hasse interne Reibungen; das ist reine Verschwendung. Schaffen Sie Sinnhaftigkeit, seien Sie klar und wagen Sie den Sprung nach vorne. Finden Sie heraus, worauf es am meisten ankommt, "Synergien der Größenordnung" oder "Synergien der Fähigkeiten"? Nutzen Sie bereits gefundene Lösungen - es gibt keinen Grund, das Rad neu zu erfinden. Der Trick ist immer die Umsetzung; da brauchen Sie Ihre Energie".

Das sich ändernde Verbraucherverhalten erhöht auch den Anpassungsdruck auf die Unternehmen, sodass die Transparenz der Lieferkette und der Zugang zu Daten wichtiger denn je geworden sind.

Feindt sagt: "In den kommenden Jahren wird sich die Einführung der KI beschleunigen, da COVID-19 ein Auslöser für Unternehmen war, die wichtige Rolle zu erkennen, die sie beim Aufbau der Lieferkettenstabilität spielen kann.

7. Thomas Udesen, EVP und Chief Procurement Officer, Bayer

Thomas Udesen, Bayer © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Thomas Udesen, Bayer

In jüngster Zeit hat Thomas Udesen die Welt des B2B durch nachhaltige Beschaffung verändert. In Zusammenarbeit mit dem Bayer-Einkauf spendete er Ressourcen zur Unterstützung verschiedener Regierungen und NGOs, um während der COVID-19-Pandemie schnellen Zugang zu PSA, Technologielösungen und Medikamenten zu erhalten.

Doch Udesens Bemühungen begannen lange vor der aktuellen Krise. Udesen kam 2013 nach 10 Jahren bei Johnson & Johnson zu Bayer und leitet heute ein Team von mehr als 1500 Beschaffungsexperten, die an allen Standorten des Unternehmens weltweit mehr als 21 Milliarden Euro verwalten.

Außerhalb von Bayer ist Udesen Mitbegründer des Sustainable Procurement Pledge. Diese Pro-Bono-Professional-Initiative strebt an, dass alle globalen Lieferketten bis 2030 nachhaltige Beschaffungspraktiken einführen. SPP-Botschafter von Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen, Akademikern und Regierungen haben sich dieser Gemeinschaft angeschlossen, deren Ziel es ist, alle Beschaffungsfachleute zu befähigen, auszurüsten und zu ermutigen, zur Sache der "zweckgebundenen Beschaffung" beizutragen. Udesen glaubt, dass die Beschaffung für die Gewährleistung nachhaltiger Lieferketten von entscheidender Bedeutung ist.

Bayer hat stark in das Risikomanagement investiert und seine Fabriken trotz der durch COVID-19 verursachten Unterbrechungen in der Branche am Laufen gehalten, ein Beweis dafür, wie die Investitionen des Unternehmens in die Nachhaltigkeit zu widerstandsfähigeren Lieferketten geführt haben. Das Unternehmen ermutigt auch seine Zulieferer, seinen Verhaltenskodex zu unterzeichnen. Mit Initiativen wie dieser glaubt Udesen, dass die Zukunft der Nachhaltigkeit in der Zulieferung in einer stärkeren Zusammenarbeit und dem Aufbau von Beziehungen liegt.

8. Stephanie Wright, Board Advisor, LogiChem Europe

Stephanie Wright, WE Henkel © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Stephanie Wright, WE Henkel

"In turbulenten Zeiten dreht sich in der Lieferkette alles um organisiertes Chaos", sagte Stephanie Wright gegenüber Business Insider. "Mit dem Chaos kommt eine Gelegenheit, die Art und Weise, wie wir denken, infrage zu stellen.

Wright sagt, dass sie in ihrer Zeit bei Henkel, wo sie eine Kundendienstorganisation mit mehr als 50.000 Kunden leitete, ein beträchtliches Maß an organisiertem Chaos erlebt habe. Sie arbeitete als Global Purchasing Director bei Henkel, wo sie für Rohstoffe, Verpackungen, Lohnfertigung und indirekte Materialien und Dienstleistungen für 27 Länder verantwortlich war. Davor war sie Einkaufsspezialistin bei Ford.

Als Vorstandsberaterin von LogiChem arbeitet Wright mit anderen Leitern der Supply Chain und Logistik der weltweit führenden Chemieunternehmen zusammen, um kommerzielle und Supply-Chain-Exzellenz zu erreichen.

Während ihrer Zeit bei Henkel entwickelte Wright eine Strategie für exzellenten Kundenservice im Rahmen eines unternehmensweiten europäischen Programms zum Kulturveränderungsmanagement.

"Man kann eine Veränderungsstrategie entwickeln, um sich anzupassen und parallel mit ständigen Unterbrechungen zu arbeiten - das ist es, was eine gute Lieferkette ausmacht", sagt Wright gegenüber Business Insider. "Aber die Vorbereitung, Unterstützung und Ermutigung Ihrer Mitarbeiter, bereit zu sein, sich für diese Ereignisse zu begeistern, erfordert eine erhebliche Anpassung der Art und Weise, wie wir Ihre Mitarbeiter führen. Es liegt auf unseren Schultern, es besser zu machen. Ich hoffe, dass die führenden Köpfe der Branche darüber nachdenken werden, welches Verhalten es ihren Teams ermöglicht hat, in einer sehr stressigen und schwierigen Zeit zu glänzen".

9. Claudia Viohl, Chief Procurement Officer, E.ON

Claudia Viohl, E.ON © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Claudia Viohl, E.ON

Claudia Viohl, Chief Procurement Officer bei E.ON, hat eine entscheidende Rolle dabei gespielt, die Fachleute des Energieversorgers für die Lieferkette bei der Umsetzung seiner "sauberen und besseren" Geschäftsstrategie zu lenken. E.ON ist Mitglied des Global-Compact-Netzwerks der Vereinten Nationen und hat sich verpflichtet, durch eine verantwortungsbewusste Beschaffungspolitik ein herausragendes Maß an Corporate Social Responsibility (CSR) in all ihren Geschäftsaktivitäten zu erreichen.

Viohl ist seit 2011 im E.ON-Vorstand, zunächst in der Konzernrechnungslegung und dann als Vorsitzender des Vorstands, sowie als Mitglied des Aufsichtsrats der E.DIS AG (Fürstenwalde) und der E.ON Deutschland GmbH (München). In ihrer Funktion im Beschaffungswesen baute sie die Bereiche "Governance und Performance" auf und leitete Transformations- und Performance-Programme.

Im Jahr 2019 schloss E.ON die Übernahme des Energieunternehmens innogy ab. Damit wird die neue E.ON zu einem der größten europäischen Energienetzbetreiber, der rund 50 Millionen Kunden mit 750 Abnehmern versorgt. Das sagte sie gegenüber Business Insider: "Ich freue mich, Teil der Vision von E.ON zu sein, eine Energiegemeinschaft zu schaffen und letztlich dazu beizutragen, den Energiewandel in eine nachhaltigere Zukunft voranzutreiben. Als CPO beweise ich jeden Tag zusammen mit meinem Team, dass die Beschaffung einen Unterschied macht, wenn es darum geht, unsere Unternehmensvision mit Leben zu erfüllen und Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen".

10. Karin Van Den Brekel, Global Life Sciences and Healthcare Manager, GEFCO Forwarding

Karin Van Den Brekel, Gefco © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Karin Van Den Brekel, Gefco

Globale Lieferketten täglich in Bewegung zu halten, ist keine leichte Aufgabe. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der internationalen Logistik war Karin Van Den Brekel im vergangenen Jahr die perfekte Wahl für die Ernennung von Karin Van Den Brekel zur globalen Managerin für Biowissenschaften und Gesundheitswesen bei GEFCO. Vor GEFCO arbeitete sie bei Menlo Logistics, nachdem sie ihre Karriere als Key Account Manager bei TNT Logistics begonnen hatte.

Als europäischer Marktführer in der Automobillogistik arbeitet GEFCO in mehr als 10 Branchen und bietet intelligente und flexible Supply-Chain-Lösungen an. Zu Karin van den Brekels Aufgabe gehört es, von Schipol aus die globalen Bemühungen zu koordinieren und strategische Partnerschaften in ganz Europa aufzubauen. Sie hat über die Notwendigkeit der Prozessstandardisierung und den Schwerpunkt auf integrierte Logistik gesprochen.

Im vergangenen Jahr führte GEFCO GEFO Enterprise AR ein, seine neue Augmented-Reality-App für Kühlketten-Verpackungslösungen, die von der Speditionssparte genutzt werden soll, um die Qualitätskontrolle zu verbessern und die Produktivität im Kühlketten-Verpackungsprozess zu steigern. Probeläufe der App führten zu einer Produktivitätssteigerung von 50% und einer Verkürzung der Schulungszeiten für die Mitarbeiter.

Für Van Den Brekel ist Nachhaltigkeit ebenfalls ein entscheidender Gesichtspunkt, und GEFCO hat globale Standards verabschiedet, darunter den Global Compact der Vereinten Nationen, der 17 Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeit, Umwelt und Korruptionsprävention enthält, sowie ein eigenes globales Rahmenabkommen zur sozialen Verantwortung von Unternehmen und einen eigenen Ethikkodex, die bewährte Verfahren im Personalwesen fördern und die Menschenrechte unterstützen.

Industrie

1. Gabriela Hernandez Galindo, Direktorin für globale Nachhaltigkeit und zielgerichtete Marken, Danone

Gabriela Hernandez Galindo, Danone © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Gabriela Hernandez Galindo, Danone

Im Jahr 2017 kündigte der weltweit tätige Nahrungsmittel- und Getränkehersteller Danone eine neue Unternehmenssignatur an, One Planet, One Health, mit dem Ziel, positiven Einfluss zu schaffen und gleichzeitig die Menschen zu befähigen und den Übergang für die Menschen zu erleichtern, die seine Produkte beschaffen, produzieren und kaufen.

"Die aktuelle Krise hat deutlich gemacht, was wir bereits wussten, dass unsere Gesundheit und die Gesundheit des Planeten eins sind und tief miteinander verbunden sind", sagt Galindo gegenüber Business Insider. "Ich bin überzeugt, dass diese neue Verhaltensweisen, Innovationen und definitiv eine andere Art des Wirtschaftens ermöglichen wird, eine, die eine nachhaltigere, gerechtere und gesündere Zukunft für alle gewährleistet".

Danone hat diese Reise vor langer Zeit begonnen und wird auch weiterhin seine Rolle beim Übergang zu einem nachhaltigeren Ernährungssystem spielen. "Lebensmittel stehen am Scheideweg von Gesundheit und Nachhaltigkeit", sagt Galindo. "Sie ist die größte Quelle des Wandels auf der ganzen Welt und eine Quelle, in der jeder eine Rolle spielt und die Chance hat, aktiv zu werden.

2. Bram de Zwart, Mitbegründer und CEO, 3D Hubs

Bram de Zwart, 3D Hubs © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Bram de Zwart, 3D Hubs

Seit seiner Gründung im Jahr 2013 hat 3D Hubs mehr als 4 Millionen Teile produziert. Unterstützt wird das europäische Geschäft von Uber, Spotify, Booking.com und Tony Fadell - dem Erfinder des iPod, Miterfinder des iPhone und Gründer von Nest - mit Kunden wie der NASA, Audi, HP und ABB.

Als weltweit größte dezentralisierte Fertigungsplattform haben 3D Hubs die Aufgabe, das veraltete zentralisierte Fertigungs- und Lieferkettenmodell zu modernisieren, indem sie automatisierte und widerstandsfähige Lieferketten schaffen und die Branche demokratisieren. Nach und nach verändert 3D Hubs den Sektor als Ganzes, wobei viele Unternehmen sich für das On-Demand-Zugangsmodell entscheiden, um traditionelle Fertigungsprobleme zu überwinden.

"Die Fertigungsindustrie ist volatiler denn je, und niemand weiß, wie schlimm die nächsten Unterbrechungen sein werden", sagt Zwart gegenüber Business Insider. "Der Handelskrieg zwischen den USA und China, ein Nicht-Deal Brexit, weitere Wellen von COVID-19, sie alle stellen eine beispiellose Bedrohung für die Lieferketten von Unternehmen dar, und das zu einer Zeit, in der Stabilität lebenswichtig ist.

Während sich andere Sektoren rasch digitalisiert haben, sind die Lieferketten oft nicht in der Lage, sich anzupassen. Laut dem "Supply Chain Resilience Report 2020" von 3D Hubs hat COVID-19 die Lieferketten fünfmal so stark gestört wie Cyberattacken, sodass sechs von zehn Unternehmen nun eine geografische Diversifizierung der Lieferketten anstreben.

Zwart fügt hinzu: "Ich strebe danach, automatisierte, global verteilte Lieferketten Wirklichkeit werden zu lassen und Unternehmen in die Lage zu versetzen, eine widerstandsfähige und intelligente Lieferkette aufzubauen, die alle zukünftigen Schocks absorbieren kann".

3. Selina Ambrose, Technische Leiterin, Prometheische Partikel

Selina Ambrose, Prometheische Partikel © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Selina Ambrose, Prometheische Partikel

Im Juli erhielt das britische Unternehmen Promethean Particles einen Innovationspreis des Institute of Physics Business Innovation Award für die Lösung eines wichtigen strömungsmechanischen Problems, das die Verwendung überkritischer Fluide für die Massenproduktion von Nanopartikeln ermöglicht. Dieser Durchbruch unterstützt die Entwicklung eines einzigartigen Herstellungsverfahrens, das die Skalierbarkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit von Nanomaterialien verbessert und gleichzeitig den Abfall in der Versorgungskette und die Kosten reduziert.

Obwohl die Nanotechnologie noch immer eine aufstrebende Technologie ist, herrscht die Auffassung, dass große Mengen hochwertiger Nanomaterialien nicht hergestellt werden können, um die industrielle Umsetzung zu erleichtern, oder dass Nanomaterialien "zu teuer" sind oder dass es Gesundheits- und Sicherheitsrisiken beim Umgang mit Nanomaterialien gibt.

Selina Ambrose: "Unser neuartiges Herstellungsverfahren umgeht diese Herausforderungen, deshalb arbeiten wir daran, das Bewusstsein für unsere Fähigkeiten zu schärfen und zu zeigen, dass Nanotechnologie nicht auf kleine Forschungslabors beschränkt ist.

Ambrose trat 2012 in das Unternehmen ein (und wird 2018 technische Leiterin). Sie leitet ein Team von Forschungswissenschaftlern und leitet die Forschungs- und Entwicklungsprojekte von Promethean.

"Meine größte Hoffnung in diesem Jahr ist es, das Geschäft trotz der globalen Herausforderungen mit COVID-19 auszubauen", sagt sie. "Wir haben mehrere Forschungs- und Entwicklungsprojekte laufen, bei denen wir kurz davor stehen, das Produktionsvolumen zu erhöhen. Trotz der Pandemie stoßen diese Projekte nach wie vor auf Interesse und finanzielle Unterstützung, sodass wir bestrebt sind, diese bis hin zu Lohnfertigungsverträgen voranzutreiben, was es uns ermöglichen wird, unser Team durch die Schaffung weiterer Arbeitsplätze zu erweitern.

Die Marke Evian von Danone stellte kürzlich eine neue recycelbare Flasche für ihr Mineralwasser vor, die etikettenfrei ist und zu 100 % aus recyceltem PET besteht (mit Ausnahme des Verschlusses).

Die Fortführung der Mission des Unternehmens wird sicherlich nicht einfach sein, sagt Galindo, der seit 2018 Danones globaler Nachhaltigkeitsdirektor ist, nachdem er eine Ausbildung im Wirtschaftsingenieurwesen absolviert und sich auf Wasser spezialisiert hat (durch einen MBA-Abschluss in Oxford), "da die Krise viele Herausforderungen hinterlassen wird, die es zu bewältigen gilt". Aber, so fügt sie hinzu, "gemeinsam können wir ein widerstandsfähigeres und nachhaltigeres Wachstumsmodell schaffen, sodass die Wirtschaft eine Kraft für das Gute in der Welt sein kann und sollte".

4. Orral Nadjari, CEO, Britishvolt

Orral Nadjari, Britishvolt © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Orral Nadjari, Britishvolt

Das britische Unternehmen Britishvolt hat ein klares und ehrgeiziges Ziel. Es will die erste britische Batterie-Gigaplantage bauen und Großbritannien als führende Kraft in der Batterietechnologie etablieren.

Mit umfangreicher Erfahrung im Investmentbanking - als Berater für Strukturierung, Entwicklung und Platzierung für viele etablierte und neu gegründete Unternehmen - ist CEO Orral Nadjari gut aufgestellt, um die Führung zu übernehmen. Er erzählt Business Insider: "Die erste Batterie-Gigaplant Großbritanniens ist für den britischen Automobil- und Energiesektor sowie für die gesamte britische Industrie auf dem Weg in eine elektrifizierte, emissionsfreie Zukunft von entscheidender Bedeutung. Es ist die nächste industrielle Revolution".

Die walisische Regierung hat mit Britishvolt eine Absichtserklärung zur Entwicklung der Giga-Fabrik unterzeichnet, die neben einem 200-MW-Solarkraftwerk auf einem ehemaligen Armee-Stützpunkt in Südwales errichtet werden soll und mit deren Bau Anfang 2021 begonnen werden soll. Es wird gehofft, dass die anfänglichen Investitionen des Unternehmens in Höhe von 1,2 Milliarden Pfund Sterling zu mehr als 3.500 lokalen Arbeitsplätzen führen könnten.

Die Herausforderung von Britishvolt steht im Einklang mit der Industriestrategie der Regierung, und Nadjari fügt hinzu: "Sie ist so entscheidend für die zukünftige Dynamik der Automobil- und Energieindustrie in Großbritannien, weshalb die Kapitalmärkte diesem Beispiel folgen werden. Mein Team und ich arbeiten unermüdlich darauf hin, zusammen mit unseren Partnern, Experten, Regierungen und Gemeinden von Weltklasse".

5. Louise Lindblad, Chief Operating Officer and Cofounder, Valispace

Louise Lindblad, Valispace © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Louise Lindblad, Valispace

Louise Lindblad studierte in ihrer Heimatstadt Stockholm Ingenieurphysik, bevor sie für die Europäische Weltraumorganisation Steuerungssoftware für Satelliten schrieb. Im Jahr 2014 zog sie nach Portugal und arbeitete als Satelliteningenieurin, während sie ihr eigenes Unternehmen Valispace gründete, dessen Software Ingenieure in die Lage versetzt, Produkte wie Satelliten zu bauen.

Das Ziel des Unternehmens ist es, "das GitHub der Hardwareentwicklung zu werden: Ingenieure und Designer weltweit in die Lage zu versetzen, auf eine rationelle Art und Weise zusammenzuarbeiten, so wie Git eine effiziente Zusammenarbeit bei der Software ermöglicht hat".

Während der Pandemie hat sich das Unternehmen mit Initiativen zur Entwicklung von Open-Source-Hardware-Lösungen für die COVID-19-Krise zusammengetan, wie z.B. der CoVent-19-Challenge (Entwicklung von Lösungen für den Versorgungsengpass bei Beatmungsgeräten) und Helpful Engineering, einem internationalen Open-Source-Gemeinschaftsinkubator, der Menschen dabei hilft, Wege zu finden, die Covid-19-Pandemie und andere kritische Probleme zu überwinden.

Als Valispace 2018 mit Airbus als einem der ersten Kunden gegründet wurde, war es zum Teil aus Frustration heraus, dass die Werkzeuge zur Entwicklung von Spitzenprodukten im letzten Jahrhundert stecken geblieben waren. Das sagte Lindblad gegenüber Business Insider: "In der neuen, wettbewerbsorientierten Welt der Hardware-Entwicklung werden nur wirklich digitale Unternehmen florieren. Durch den Einsatz der richtigen digitalen Werkzeuge können talentierte Ingenieure weniger Zeit damit verbringen, sich durch Dokumente zu wühlen, und mehr Zeit für Problemlösungen und Innovationen aufwenden".

6. Marine Charrier, Gründer, Poly to Poly

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Das französische Unternehmen Poly to Poly ist das eBay für recycelten Kunststoff und digitalisiert die Lieferkette für recycelten Kunststoff in Europa.

Heute macht recycelter Kunststoff nur noch etwa 6% der Gesamtmenge in Europa aus, da es schwierig ist, die recycelten Chargen den technischen Anforderungen der Käufer anzupassen. Poly to Poly rationalisiert diesen Prozess, indem es in der Lage ist, technische Analysen zu allen Chargen anzubieten.

Die Lösung von Poly to Poly konzentriert sich nicht nur auf die Lieferkette und die Logistik von Kunststoffabfällen, sondern auch auf die genaue Kenntnis dieser komplexen Materialien und arbeitet auf eine bessere Integration von Recyclingmaterial in die industrielle Produktion hin. Das Unternehmen will den Kohlenstoff-Fußabdruck der Kunststoffindustrie sowie die Menge der in die Umwelt entsorgten Kunststoffabfälle reduzieren und gleichzeitig Beschäftigungsmöglichkeiten in der Kreislaufwirtschaft schaffen.

"Wir glauben, dass die Zukunft nicht so schwarz-weiß ist, dass man sich entscheiden muss, in einer Welt mit Kunststoffen oder ganz ohne Kunststoffe zu leben. Unsere Generation muss die Herausforderung bei den Hörnern packen und verfügbaren Abfall in Ressourcen umwandeln, um unseren Planeten wieder großartig zu machen", sagt Charrier. "Um dies zu erreichen, müssen wir digitale Lösungen entwerfen, um die Zusammenarbeit zu fördern, die Liefermengen von recyceltem Kunststoff zu erhöhen und die Technik des Materials genau zu nutzen.

Charrier sagt, dass Poly to Poly plant, weiterhin den europäischen und internationalen Markt zu erobern, "indem wir unseren Service der Beschaffung, der Analyse und des Verkaufs von recyceltem Kunststoff anbieten".

Sie fügt hinzu: "Wir wollen auch unser Wissen über Polymere erweitern, um unser Projekt der künstlichen Intelligenz über die Rückgewinnung von recycelten Polymeren abzuschließen".

7. Jürgen von Hollen, Präsident, Universal Robots

Martin Bysh, Huboo © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Martin Bysh, Huboo

Cobots verändern die Herstellung von Elektrofahrzeugen, die derzeit Fahrzeuge in nicht ausreichender Stückzahl produziert, um Industrieroboter in großem Maßstab einsetzen zu können. In diesem Umfeld helfen ihnen die Cobots auf ihrem Weg zur Automatisierung, da sie die Produktion rasch steigern und die Produktivität erhöhen, um preislich mit konventionell betriebenen Fahrzeugen konkurrieren zu können.

Universal Robots brachte 2008 den weltweit ersten kommerziell einsetzbaren kollaborativen Roboter (oder Cobot) auf den Markt, und seitdem hat er sich zum am schnellsten wachsenden Segment des globalen Robotikmarktes entwickelt. Mit mehr als 44.000 verkauften Modellen, die in mehreren tausend Produktionsumgebungen auf der ganzen Welt eingesetzt werden, ist das Unternehmen heute Marktführer in diesem Bereich.

"Vor der Pandemie wurde die Nachfrage nach kollaborativen Robotern (Cobots) in Großbritannien durch den Arbeitskräftemangel bei Brexit und die Notwendigkeit, die Effizienz und Produktivität in der Fertigung zu verbessern, angetrieben", so Präsident Jürgen von Hollen. "Diese Probleme sind immer noch offenkundig, aber jetzt werden sie von der Notwendigkeit beeinflusst, die Arbeitnehmer zu schützen und eine soziale Distanzierung in der Produktionslinie zu ermöglichen. Es stimmt zwar, dass der Fertigungssektor aufgrund der COVID-Krise mit Unsicherheiten zu kämpfen hat, aber für uns hat dies die Notwendigkeit einer flexiblen Fertigung wirklich deutlich gemacht".

Er fügt hinzu: "Cobots können es den Herstellern ermöglichen, flexibler zu sein und ihre Produktionslinie an die sich ändernden Marktanforderungen anzupassen. Weltweit stellen wir fest, dass sich viele unserer Kunden sehr schnell an die Pandemie anpassen. Beispielsweise hat SEAT in Spanien eine seiner Montagelinien zur Herstellung von Ventilatoren umgestellt, und in den USA hat Hurco North America Cobots zur Herstellung von PSA eingesetzt. Unabhängig davon, was die Zukunft bringt, sollten Unternehmen jeder Größe Zugang zur Automatisierung haben, und dies ist der Hauptantrieb für unser Geschäft".

8. Matt Yeates, Geschäftsführer, SteelScout und Tata Steel Digital Ventures

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Während der Abriegelung zeigen Untersuchungen, dass 80 % der britischen Hersteller neue Arbeitsweisen eingeführt haben. Es stimmt, dass eine Pandemie wahrscheinlich die digitale Transformation einer bekanntermaßen traditionellen Industrie beschleunigen wird.

Die britische Plattform SteelScout versucht, Preistransparenz in die Metallbeschaffung zu bringen. Während wir alle daran gewöhnt sind, Preisvergleichs-Websites und Online-Händler wie Amazon zu nutzen, haben Hersteller, die Metall einkaufen möchten, keine solche Transparenz. Die SteelScout-Plattform nutzt ein Netzwerk britischer Lieferanten, um Kunden mehr Transparenz und ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten, und hat bereits damit begonnen, traditionelle Verhaltensweisen in Frage zu stellen. Da die allgemeine Nutzung digitaler Plattformen während der Sperrpause zugenommen hat, konnte SteelScout in den letzten Monaten auch eine deutliche Zunahme der Nutzung verzeichnen.

MD Matt Yeates hat in den letzten 15 Jahren in der Führung von Lieferketten gearbeitet und ist davon überzeugt, dass der digitale Handel die Zukunft im B2B-Bereich ist: "Da ich ein wichtiger Teil dieses Wandels war, habe ich die Rolle bei SteelScout übernommen", sagt er.

"Die Pandemie war ein Störfaktor", sagt Yeates, "aber sie hat auch einige bereits bestehende Trends beschleunigt. Selbst die am wenigsten technisch versierten unter uns haben digitale Tools genutzt, um in Kontakt zu bleiben oder das Nötigste zu kaufen. Ebenso überdenken die Hersteller die Art und Weise, wie sie ihr Metall beschaffen, weshalb wir einen Aufschwung bei der Nutzung unserer Plattform während der Sperrpausen feststellen konnten. Alte Gewohnheiten sind aufgebrochen worden, und viele werden nie mehr zurückkehren. Im nächsten Jahr bleibt es unsere Priorität, darauf aufzubauen und das Vertrauen der Käufer in die Digitaltechnik zu bekräftigen. Dies wird wichtig sein, wenn die Fertigungsindustrie ihre Erholung beginnt. Wir können eine Verlagerung der Lieferkettengestaltung hin zu flexibleren und widerstandsfähigeren Alternativen erwarten. Wir können auch eine Dualität als Schlüsselüberlegung erwarten: die Beschaffung von Produkten von mehr als einem Lieferanten".

9. Daniel Hannemann, Geschäftsführer und Gründer von TESVOLT

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Im Juni wurde der Hersteller von Stromspeichersystemen TESVOLT im Rahmen des deutschen Innovationswettbewerbs Top 100 zum Top-Innovator des Jahres gekürt. Der Grund dafür war nicht nur das schnelle Wachstum und die agile Organisation, sondern auch die innovative Technologie, auf der alles beruht, was er tut. (Das Unternehmen erhielt außerdem eine Nominierung für den Deutschen Unternehmerpreis 2018 in der Kategorie Rising Star).

Daniel Hannemann gründete TESVOLT im Jahr 2014 nach einer Karriere im Bereich Webanwendungen und Photovoltaiksysteme, speziell für Landwirte, die ihre eigenen Solar- oder Windturbinen hatten. Als seine Kunden immer wieder nach effizienteren Speichereinheiten fragten, nutzten er und sein Mitbegründer, Simon Schandert, ihre Ersparnisse, um auf dem elterlichen Bauernhof von Hanneman einen Prototyp zu entwickeln.

Inzwischen hat TESVOLT in Wittenberg mit der Arbeit an Europas erster Giga-Fabrik für kommerzielle Batteriespeichersysteme begonnen und arbeitet am Aufbau neuer Produktionsanlagen für Lithium-Speichersysteme mit einer jährlichen Produktionskapazität von über einer Gigawattstunde (GWh).

Hannemann: "Speichertechnologien werden den weltweiten Durchbruch der erneuerbaren Energien ermöglichen und die Zukunft unserer Kinder sichern. Was uns bei Tesvolt antreibt, ist die Vision, erschwingliche und saubere Energie in jeden Winkel der Welt zu bringen. Die Grundlage dafür ist Innovation".

10. Tom Chaldecott, Technischer Leiter, Tribosonics

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Das britische Unternehmen Tribosonics entwickelt Sensortechnologie zur Erzeugung von Daten, die eine Digitalisierung ermöglichen. Sein Technologiestapel - der eingebettete Ultraschallmesstechnologien zur Erzeugung intelligenter Daten umfasst - hat den Verkehrs-, Energieerzeugungs- und Fertigungssektor verändert.

Während Covid-19 hat die Produktion von Kunststoffverpackungen und medizinischen Kunststoffen aufgrund des starken Drucks auf die Lieferketten einen Boom erlebt. Leider ist die Nachhaltigkeit auf der Liste der Prioritäten ganz nach unten gerutscht. Im Juni erhielt Tribosonics einen Zuschuss in Höhe von 50.000 £ von Innovate UK als Teil eines Programms zur Förderung neuer technologischer Fortschritte als Reaktion auf die aktuelle Pandemie. Das Projekt wird eine produktivere und verantwortungsbewusstere Polymerverarbeitungsindustrie entwickeln, die sowohl in Krisenzeiten als auch nach der Krise nachhaltig sein wird.

"Wir erleben einen einmaligen Wendepunkt in der Branche", so Chaldecott gegenüber Business Insider. "Der Wandel, der uns aufgezwungen wurde, ist schwer zu schlucken, und wir sehen, wie Bereiche sich abmühen und Sektoren sich verlangsamen. Nichtsdestotrotz haben wir die Gelegenheit erhalten, uns mit langwierigen und grundlegenden Problemen in der gesamten Industrie auseinanderzusetzen: Prozesseffizienz und -verständnis, Widerstand gegen die Einführung von Technologien und Treibhausgasemissionen.

Chaldecott fügt hinzu: "Im Laufe des nächsten Jahres wünsche ich mir, dass die Industrie durch den Einsatz von Erfassungs- und Konnektivitätstechnologien datengetriebener wird und durch Technologien, die den Fernzugriff und den Informationsaustausch ermöglichen, die Zusammenarbeit und Flexibilität verbessert.

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