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Abramowitsch sieht von den 4,25 Milliarden Pfund keinen Penny

WELT-Logo WELT 28.05.2022
Im Sommer 2003 hatte Roman Abramowitsch den FC Chelsea für 150 Millionen Pfund gekauft Quelle: picture alliance/dpa/PA Wire/Adam Davy © picture alliance/dpa/PA Wire/Adam Davy Im Sommer 2003 hatte Roman Abramowitsch den FC Chelsea für 150 Millionen Pfund gekauft Quelle: picture alliance/dpa/PA Wire/Adam Davy

Der Übernahme des englischen Erstligisten FC Chelsea durch ein Konsortium um den US-Geschäftsmann Todd Boehly steht nach Angaben des Vereins nichts mehr im Wege. Die Transaktion solle am kommenden Montag abgeschlossen werden, teilte der Klub der Premier League am Samstag mit. Am Freitagabend habe man sich endgültig auf den Verkauf an das Konsortium geeinigt.

Der Preis für den Londoner Verein um Trainer Thomas Tuchel und die deutschen Nationalspieler Timo Werner und Kai Havertz beträgt 4,25 Milliarden Pfund (knapp fünf Milliarden Euro). Er ist damit der kostspieligste Erwerb in der Geschichte des Sports. Bisher galt der Verkauf des American-Football-Teams Carolina Panthers (umgerechnet 1,75 Milliarden Pfund) vor dreieinhalb Jahren als die größte Transaktion. Der bisherige Besitzer Roman Abramowitsch hatte Chelsea im Sommer 2003 für rund 150 Millionen Pfund gekauft.

Vor dem Zuschlag an das Konsortium um Boehly hatten die englische Premier League und die britische Regierung die notwendigen Genehmigungen für die Übernahme erteilt. Der Erlös aus dem Verkauf soll für humanitäre Zwecke verwendet werden – konkret für Kriegsopfer in der Ukraine – und weder direkt noch indirekt dem Eigentümer des Klubs zugutekommen.


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Abramowitsch steht wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und seiner Nähe zu Präsident Wladimir Putin auf der britischen sowie der EU-Sanktionsliste. Die Zukunft des Klubs war durch die Verhängung der Sanktionen gegen Abramowitsch zeitweise in der Schwebe gewesen.

1,75 Milliarden stehen zum Nutzen des FC Chelsea zur Verfügung

„Ich bin stolz darauf, dass durch unsere gemeinsamen Erfolge nun Millionen von Menschen von der neu zu gründenden gemeinnützigen Stiftung profitieren werden. Das ist das Vermächtnis, das wir gemeinsam geschaffen haben“, teilte Abramowitsch in einem Statement mit, das der FC Chelsea auf seiner Internetseite veröffentlichte. Der 55 Jahre alte Oligarch wird bei dem nun ausgehandelten Deal auch auf die Rückzahlung seiner Klubdarlehen verzichten, die knapp zwei Milliarden Euro betragen.

Im Kaufpreis enthalten sind 1,75 Milliarden Pfund, die „zum Nutzen des Vereins“ bereitgestellt werden müssen, wie es hieß. Was wohl vornehmlich in die Renovierung der in die Jahre gekommenen Chelsea-Arena an der Stamford Bridge fließen wird. „Mein Ziel war es, sicherzustellen, dass der nächste Besitzer eine Denkweise hat, die den Erfolg des Männer- und Frauenteams ermöglicht, sowie den Willen und die Motivation, andere Schlüsselaspekte des Klubs, wie die Akademie und die lebenswichtige Arbeit in der Chelsea-Stiftung, weiterzuentwickeln“, sagte Abramowitsch.

Er begrüßte die Einigung und wünschte den neuen Eigentümern viel Erfolg für die Führung des Vereins. Der Besitz des Vereins komme mit einer großen Verantwortung, betonte der Oligarch. Für ihn sei es die Ehre seines Lebens gewesen.

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