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Börse: Dax schließt dank fester Wall Street über 14.000 Punkten. Hellofresh, Delivery Hero und Zalando setzen sich an Dax-Spitze

manager magazin-Logo manager magazin 25.05.2022 Anna Driftschröer

Mit einer festen Wall Street im Rücken schließt der Dax am Donnerstag über der Marke von 14.000 Punkten. Hellofresh, Delivery Hero und Zalando führen den Leitindex souverän an.

© Frank Rumpenhorst / dpa

Am Ende eines ruhigen Börsentages hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch mit Rückenwind aus den USA Gewinne verbucht. Nach einem guten Start gab der Dax seine Gewinne zunächst ab, wurde dann aber am Nachmittag wieder über die Marke von 14.000 Punkten geschoben. Zum Handelsschluss belief sich das Plus beim Stand von 14.007,93 Punkten auf 0,63 Prozent. Noch etwas besser lief es für den MDax, der um 0,74 Prozent auf 29.108,44 Punkte anstieg. Der Eurozonen-Index EuroStoxx50 schloss den Handel rund 1 Prozent fester.

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Der US-Aktienmarkt legte nach zwei turbulenten Handelstagen wieder zu. Zum Handelsschluss in Europa und vor der Veröffentlichung des jüngsten US-Notenbankprotokolls gewann der Leitindex Dow Jones Industrial noch 0,13 Prozent auf 31.970 Punkte. Auch der marktbreitere S&P 500 gab einen Teil seiner frühen Gewinne wieder ab und notierte zuletzt noch 0,40 Prozent fester. Der technologielastige Nasdaq 100 halbierte in etwa sein Plus gegenüber dem Handelsstart auf zuletzt 0,77 Prozent.

Die zur Veröffentlichung anstehenden Protokolle der jüngsten Beratungen der US-Notenbank würden voraussichtlich bestätigen, dass die Fed von ihrem Zinserhöhungskurs vorerst nicht abweicht, prognostizierte Andrea Cicione, Chef-Anlagestratege des Research-Hauses TS Lombard. Daher interessierten sich Investoren verstärkt dafür, ob die Federal Reserve nach den Sitzungen im Juni und Juli auch im September den Schlüsselsatz anheben werde, so Stephen Innes, Geschäftsführer beim Vermögensverwalter SPI.

Vor diesem Hintergrund endeten die jüngsten Gewinnmitnahmen bei der Weltleitwährung vorerst. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, stieg um 0,5 Prozent auf 102,23 Punkte. Vor etwa zwei Wochen hatte er ein 19-1/2-Jahres-Hoch erreicht und seither etwa 2,5 Prozent nachgegeben.

Auch die Euro-Zone steht wohl vor einer Zinswende, nachdem EZB-Chefin Christine Lagarde ein Ende der Negativzinsen bis Ende des dritten Quartals in Aussicht gestellt hatte. "Wir rechnen nun mit Zinserhöhungen auf den Sitzungen im Juli, September und Dezember", sagte Volkswirt Pietro Baffico vom Vermögensverwalter abrdn. "Damit würde der Einlagensatz im Dezember 2022 auf 0,25 Prozent steigen."

Hellofresh, Delivery Hero und Zalando setzen sich an Dax-Spitze

An die Dax-Spitze setzten sich Hellofresh, Delivery Hero und Zalando mit Zugewinnen von 7,3 bis 4,0 Prozent und verdrängte damit RWE und Eon, die längere Zeit des Handels die Gewinnerliste im Dax angeführt hatten. Aktien von Puma drehten zuletzt ins Plus, nachdem sie zuvor mehr als 3 Prozent verloren hatten. Auch die Aktien von Adidas egalisierten ihre Verluste nahezu vollständig. Händler hatten zuvor die Kursschwäche mit Sorgen um den wichtigen Absatzmarkt China und mit der hohen Inflation begründet, die die Kauflust der Konsumenten dämpfe.

In der dritten Reihe im SDax sackten Nordex nach einer Gewinnwarnung zuletzt noch um mehr als 20 Prozent ab. Wegen Unsicherheiten infolge des Krieges in der Ukraine und andauernder Lieferkettenprobleme in China blickt der Windanlagen-Hersteller vorsichtiger auf den weiteren Jahresverlauf.

Ölpreis steigt - Kupfer unter Verkaufsdruck

Unterdessen trieben Angebotssorgen den Ölpreis erneut in die Höhe. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um ein Prozent auf 114,75 Dollar je Barrel (159 Liter). "Die US-Benzinvorräte liegen kurz vor Beginn der Sommerfahrsaison auf dem saisonal niedrigsten Niveau seit 2014", sagte Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch. Daher denke die US-Regierung offenbar über einen Exportstopp für Rohöl-Produkte nach, was im Rest der Welt für einen weiteren Preisschub sorgen werde.

Bei den Industriemetallen waren dagegen die Pessimisten in der Überzahl. "Die Negativität ist an die Märkte zurückgekehrt, da Konjunkturdaten Wachstumssorgen schüren", schrieben die Analysten der ANZ Bank. Wegen steigender Zinsen und hoher Kosten ist das Geschäft mit Eigenheimen in den USA im April so stark eingebrochen wie zuletzt vor neuen Jahren. Das für Stromkabel und Wasserrohre benötigte Kupfer gab daraufhin 1,4 Prozent auf 9319 Dollar je Tonne nach.

Bitcoin im Plus

Die weltweit bekannteste Digitalwährung Bitcoin notierte auf der Handelsplattform Bitstamp zuletzt bei 29.726 US-Dollar und damit 1,7 Prozent im Plus. Die Kryptowährung ist seit Jahresbeginn unter Druck. Im November vergangenen Jahres erreichte der Bitcoin noch ein Rekordhoch von 69.000 US-Dollar.

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