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Ballard Power-Aktie: Das steckt hinter dem Deal von Ballard Power mit Linamar

Finanzen.net-Logo Finanzen.net 12.05.2021

Ballard Power Systems und der kanadische Automobilzulieferer Linamar Corporation haben sich in einer strategischen Allianz für die Entwicklung und den Verkauf von Brennstoffzellenlösungen für leichte Nutzfahrzeuge in Nordamerika und Europa zusammengetan. Was sind die Hintergründe?

• Emissionsvorschriften weltweit immer strenger

• Ballard und Linamar in Zusammenarbeit für Brennstoffzellenantrieb

• Ballard-Aktie zuletzt stark korrigiert

Herausforderung: Null-Emission

Angesichts neuer Emissionsvorschriften, Klimaziele und Umweltzonen in vielen Ländern auf der Welt, ist eine umweltfreundliche Lösung für den Fahrzeugmarkt mit emissionsfreier Kraftstoffquelle unumgänglich. Die Lösung für diese Herausforderung sollen laut Ballard Power Brennstoffzellen-Fahrzeuge sein. An den Brennstoffzellenantrieben, insbesondere im Bereich der Nutzfahrzeuge der Klassen 1 und 2, mit einem Gesamtgewicht von bis zu 5 Tonnen, wollen Ballard Power und der kanadische Automobilzulieferer Linamar zusammen arbeiten, so heißt es nach Angaben von Ballard Power.


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Die Unternehmen: Ballard Power und Linamar

Die Ballard Power-Aktie ist den meisten Anlegern als Wasserstoff-Wert sicher ein Begriff. Zuletzt hatte Ballard durch enttäuschende Quartalszahlen und einen damit einhergehenden Kurssturz für Aufsehen gesorgt. Ballards Vision ist es, Energie über Brennstoffzellen zu erzeugen und so zu einem nachhaltigen Leben beizutragen. Die emissionsfreie PEM-Brennstoffzelle von Ballard Power soll die Nutzung von Nutzfahrzeugen, Schiffen, Zügen, PKWs und Gabelstablern gewährleisten.

Linamar ist ein kanadischer Automobilzulieferer, also ein Fertigungsunternehmen, welches Bauteile und andere Komponenten für verschiedene Autohersteller und die Industrie produziert. Die Schnittmenge aus dem Automobilbereich und der Industrie sowie die hochtechnischen Produkte von Linamar machen das Unternehmen zu einem perfekten Partner für Ballard Power für die Produktion von wasserstoffbetriebenen Nutzfahrzeugen.

Die Rahmenvereinbarung

"Die Gründung dieser Partnerschaft zur Kommerzialisierung von Lösungen für leichte Nutzfahrzeuge mit Brennstoffzellentechnologie ist transformativ für die Zukunft der Mobilität und kombiniert die globale Technologieführerschaft zweier großartiger kanadischer Unternehmen", sagte Linda Hasenfratz, CEO von Linamar. Zunächst ist die gemeinsame Entwicklung einer Brennstoffzellen-Antriebslösung geplant, wie Ballard mitteilte. Das Brennstoffzellensystem soll hierbei von Ballard Power kommen und Linamar fertigt das Fahrgestell, die Gehäuse für den Antrieb und die Tanks. Sollte die Testphase positiv verlaufen, erwägen die beiden Unternehmen die Gründung eines Joint Ventures zum Vertrieb der neuen Antriebskomponenten.

Die Aussichten für Ballard Power und den neuen Kooperationspartner

Durch die weltweit wachsenden Emissionsvorschriften und den Bedarf an emissionsfreien Lösungen im Automobilbereich seien Brennstoffzellenfahrzeuge die beste Lösung, wenn man keine Kompromisse bei Nutzlast, Reichweite und Tankdauer eingehen wolle, so der Präsident und CEO von Ballard Power Randy MacEwen. Nicht nur in Kanada, auch in Europa, unter anderem in Deutschland, werden die Brennstoffzellen von Ballard bereits in einigen Wasserstoff-Bussen und Nutzfahrzeugen genutzt. Auch eine Zusammenarbeit mit AUDI sowie mit dem Zulieferer Mahle besteht. Obwohl die Anleger zuletzt nicht wirklich überzeugt waren, wird die Entwicklung der Wasserstoffbranche auch die nächsten Monate spannend zu beobachten sein. Redaktion finanzen.net

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