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Berlin digital: Ummeldungen bald endlich online möglich

Berliner Zeitung-Logo Berliner Zeitung vor 3 Tagen Elmar Schütze
© Bereitgestellt von Berliner Zeitung

Berlins Verwaltung soll digitaler werden, doch bisher geht es nur langsam voran. Nun soll man sich bald beim Umzug in der Stadt online ummelden können. Lästige Wartezeiten auf Termine und später in Bürgerämtern selbst entfallen. Doch als uneingeschränkter Erfolg lässt sich die Meldung nicht verkaufen. Noch im Juli hatte es geheißen, dass die Online-Ummeldung noch dieses Jahr möglich werden solle. Zudem soll der Service zunächst nur für Einpersonenhaushalte verfügbar sein.

„Das Land Berlin plant, die von der Freien Hansestadt Hamburg in der Entwicklung befindliche Online-Dienstleistung ,Elektronische Wohnsitzanmeldung‘ im Frühjahr 2023 im Land zu implementieren, die die Ummeldung eines Einpersonenhaushaltes ermöglicht“, sagte eine Sprecherin der Senatsinnenverwaltung.

Demnach können Berliner die Dienstleistung zukünftig über das Service-Portal Berlin aufrufen, um sich umzumelden. Entscheidende Nadelöhre sind Datensicherheit und Authentifizierung. Für die Authentifizierung muss die sogenannte eID-Funktion des Personalausweises verwendet werden, eine elektronische Identifizierung.

Für viele dürfte sich damit jedoch zunächst ein Problem ergeben: Seit einigen Jahren erhält jeder zusammen mit dem Personalausweis einen Brief mit einer PIN-Nummer, die für die Aktivierung der Online-Ausweisfunktion benötigt wird. Nicht alle werden diesen Brief noch haben oder die PIN-Nummer kennen. Einen Ersatz-PIN-Brief zu erstellen, ist nicht möglich. Allerdings kann man sich in seinem Bürgeramt eine neue PIN setzen lassen. Das Bürgeramt teile zudem auf Wunsch das jeweilige Sperrkennwort mit, heißt es. Der Personalausweis ist aber auch ohne PIN-Nummer weiter gültig.

Wie bei der Implementierung der Ummeldung für Einpersonenhaushalte ist Berlin vom weiteren Fortschritt des Systems in Hamburg abhängig. In weiteren Ausbaustufen dieser Verwaltungsakte wird in der Hansestadt die Ummeldung einer Familie sowie die Anmeldung nach Zuzug sukzessive ermöglicht werden. Das werde in Hamburg erst im nächsten Jahr geschehen, in Berlin wird es entsprechend länger dauern.

Als Grund für den Zeitverzug verweist die Sprecherin der Berliner Innenverwaltung darauf, dass jede Ausbaustufe einer anderen Programmierung bedürfe. Das heiße: „Wenn sich mehrere Personen anmelden, benötigt man eine komplexere Programmierung. Das hat mit der Architektur des Fachverfahrens zu tun.“

Dieses Verfahren gelte auch für Wohngemeinschaften, da sich grundsätzlich mehrere Einzelpersonen anmelden können. Dabei werde jedoch die Plausibilität geprüft.

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