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Bitcoin auf Erholungskurs: Geht es jetzt weiter nach oben?

Finanzen.net-Logo Finanzen.net 31.03.2020

Nach einem herben Kursrückschlag von rund 60 Prozent innerhalb kürzester Zeit konnte sich der Bitcoin in den zurücklegenden Handelstagen wieder leicht zurück kämpfen. Nun sprechen einige Faktoren sogar für eine nachhaltige Erholung.

MIKE CLARKE/AFP/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net MIKE CLARKE/AFP/Getty Images

• Bitcoin verlor innerhalb von vier Wochen rund 60%

• FED sorgt für Erholungskurs

• Halving könnte Rally auslösen

Als der Bitcoin-Chart Mitte Februar ein "goldenes Kreuz" herausbildete, also die 50-Tage-Linie die 200 Tage-Linie von unten nach oben durchkreuzte, war die Euphorie unter den Krypto-Fans riesig. Umso enttäuschender war der darauffolgende Kurssturz, welcher sich aufgrund des Corona-Krise einstellte.

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Corona-Krise führte zu Bitcoin-Crash

Während ein Bitcoin am 13. Februar zeitweise bis zu 10.495 US-Dollar kostete, waren es genau einen Monat später, am 13. März, im Tagestief nur noch rund 3.956 US-Dollar. Entsprechend büßte die Leit-Kryptowährung innerhalb von vier Wochen rund 60 Prozent an Wert ein. Von diesem Niveau konnten sich die begehrten digitalen Taler jedoch rapide erholen. Aktuell pendelt der Bitcoin wieder über der Marke von 6.000 US-Dollar und steht so - mit Blick auf die vergangenen 52-Wochen - gut 50 Prozent im Plus.

FED sorgt ungewollt für Unterstützung

Dass ausgerechnet die internationalen Zentralbanken, denen der Bitcoin schon immer ein Dorn im Auge gewesen ist, nun den Erholungskurs am Kryptomarkt einleiteten konnten, ist Ironie des Schicksals. Denn die Tatsache, dass die FED nun unbegrenzte Anleihekäufe durchführen möchte, kommt nicht nur den Aktien- und Anleihemärkten zugute, sondern natürlich auch Gold und dem Bitcoin.

Aufgrund der enormen Liquiditätsschwemme, die durch die US-Notenbank angekündigt wurde, fürchten sich nun viele Investoren vor einer hohen Inflation und flüchten demensprechend aus den Fiat-Währungen in Sachwerte sowie Gold und Bitcoin.

Die größte Werbekampagne aller Zeiten

Nach Ansicht von Samson Mow, dem CSO der Bitcoin-Entwicklerfirma Blockstream, betreiben US-Präsident Donald Trump und US-Notenbankchef Jerome Powell mit ihrer aktuellen Politik die größte Werbekampagne für den Bitcoin, die es je gab. Und in der Tat lässt die gegenwärtige US-Geldpolitik die Bilanzsumme der FED, mit insgesamt über 5.250 Milliarden US-Dollar, auf einen neuen Rekord steigen. Diese unkontrollierte und maßlose Aufblähung der Geldmenge dürfte unweigerlich zu einer extremen Inflation des US-Dollars führen, was über die Zeit mehr und mehr Menschen in Richtung Bitcoin treiben dürfte.

Bitcoin-Halving im Mai

Neben der unkontrollierten Geldschwemme der US-Notenbank dürfte auch das sogenannte Bitcoin-Halving für weiter steigende Kurse sorgen. So soll bis spätestens Mai, die Belohnung, welche Krypto-Miner für erfolgreich geschürfte Blöcke innerhalb der Blockchain erhalten, halbiert werden. Während die Serverbetreiber gegenwärtig für einen geschürften Block innerhalb der Chain noch genau 12,5 Bitcoin erhalten, sind es ab Mai nur noch 6,25 Bitcoin. Aufgrund des sogenannte Halvings wird das Angebot an neuen Bitcoin-Einheiten automatisch verknappt, was nach ökonomischen Gesetzmäßigkeiten zu steigenden Preisen, sofern die Nachfrage stabil bleibt, führen sollte.

In der Vergangenheit kletterte der Bitcoin-Preis nach einem Halving immer auf ein neues Allzeithoch. Sollte der Bitcoin auch dieses Mal ein neues All-Time-High ins Visier nehmen, besitzt die digitale Währung vom aktuellen Standpunkt aus ein Potenzial von über 200 Prozent.

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Gegenentwurf zum Fiat-Geld

In der aktuellen Crash Situation könnten sich die deflationären Eigenschaften des Bitcoins als großer Vorteil erweisen. Schließlich ist der Coin, im Gegensatz zu den Fiat-Währungen wie US-Dollar und Euro, nicht unendlich reproduzierbar. Sofern dieser Mechanismus in den kommenden Wochen und Monaten von immer mehr Marktteilnehmern erkannt und akzeptiert wird, stehen die Chancen gut, dass sich der Bitcoin-Kurs zukünftig weiter in die Höhe bewegt.

Pierre Bonnet / Redaktion finanzen.net

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