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Coronakrise: Bundesregierung empfiehlt Schließung von Läden

DER SPIEGEL-Logo DER SPIEGEL 16.03.2020

Die Bundesländer sollen die Schließung zahlreicher Geschäfte anordnen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Das empfiehlt die Bundesregierung.

© Arnulf Stoffel/ dpa

Die Bundesregierung schlägt den Ländern im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus die Schließung einer Vielzahl von Geschäften vor.

Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung der Menschen dienen, sollen demnach allerdings offenbleiben, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa nach einer Sitzung des Kabinettsausschusses zur Coronakrise aus Regierungskreisen. Ziel der Vorschläge ist, soziale Kontakte in der Öffentlichkeit möglichst zu begrenzen.

Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Demnach sollen Einzelhandelsbetriebe für Lebens- und Futtermittel, Wochenmärkte, Lieferdienste, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen und Banken und Sparkassen, Poststellen, Waschsalons und der Großhandel geöffnet bleiben. Für diese Geschäfte soll das Verkaufsverbot an Sonntagen bis auf weiteres aufgehoben werden, hieß es weiter. Restaurants und Gaststätten sollen dagegen generell nur noch zwischen 06.00 Uhr morgens und 18.00 Uhr abends öffnen dürfen.

Sonderregeln sind laut "Bild" auch für Bau-, Garten- und Tierbedarfsmärkte vorgesehen. Hier sollen aber strenge Auflagen erlassen werden, um Warteschlangen zu vermeiden. Keine Einschränkungen soll es für Handwerker und andere Dienstleistungsbetriebe geben. Ohnehin nicht eingeschränkt werden dem Bericht zufolge alle Einrichtungen des Gesundheitswesen. Auch für sie gelten allerdings strengere Hygienebestimmungen.

Die Empfehlungen sehen demnach außerdem - soweit noch nicht erfolgt - die Schließung aller Bars, Clubs und Diskotheken vor sowie von Theater, Opern, Konzerthäuser und Museen, Ausstellungen, Freizeit- und Tierparks sowie von Spielhallen und Spielbanken und von Bordellen. Gleiches gilt für alle Sporteinrichtungen, auch für Schwimm- und Spaßbäder sowie Fitnessstudios.

Weitere geplante Verbote betreffen laut "Bild" Zusammenkünfte aller Art, ob in Vereinen, Bildungseinrichtungen wie Volkshochschulen oder auch Kirchen, Moscheen oder Synagogen. Besuche in Krankenhäusern, Pflegeheimen und vergleichbaren Einrichtungen sollen stark eingeschränkt werden. Außerdem soll es für Rückkehrer aus Risikogebieten Betretungsverbote für Universitäten, Schulen und Kitas geben.

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