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Coronavirus in Halle: Das waren die Entwicklungen im April auf einen Blick

Mitteldeutsche Zeitung-Logo Mitteldeutsche Zeitung 14.05.2020 mz-web
Stuhlprotest auf dem Markt in Halle © TV Halle Stuhlprotest auf dem Markt in Halle

Bis zum 30. April waren 326 Einwohner der Stadt Halle an Corona infiziert, 241 davon galten als geheilt. elf Personen waren bis Ende April 2020 in Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben.

-> Wichtige Telefonnummer rund um Corona finden Sie hier.

Coronavirus und Covid-19: Das waren die Entwicklungen für Halle im April 2020 auf einen Blick:

30.04.20: Hansefest 2020 wird virtuell

Aufgrund der aktuellen Situation kann das geplante 12. Hansefest am Riveufer nicht stattfinden. Aber der Hallische Hanseverein e.V. dachte kurz nach und fand eine andere Lösung, eine die es im Mittelalter noch nicht gab, als die Pest wütete. Es entstand im Internet das 12. Hansefest, dies mal in virtueller Form. Bis zum 23.05.2020 und auch darüber hinaus zeigt diese Plattform Fotogalerien, Videos und Hörbeispiele nicht nur des Hansefestes, sondern auch der vielfältigen Aktivitäten des Hansevereins vom Theaterspiel über Videos, Internationalen Hansetagen, Auftritten und auch Publikationen. Geschichte zum Anfassen und Anschauen und mehr. Verfolgen kann man das Virtuelle Hansefest auf der Facebook Seite des Hallischen Hansevereins e.V.  oder auf der Internetseite www.hallischehanse.de.

30.04.20: Aktuelles aus der Pressekonferenz der Stadt

*Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus Infizierten steigt in Halle weiter leicht an. Am Donnerstag meldete die Stadt allerdings nur noch einen neuen Fall. Insgesamt haben sich den offiziellen Angaben zufolge seit März 326 Hallenser angesteckt. 241 davon gelten jedoch bereits wieder als gesund.

*In den Krankenhäusern werden derzeit 27 Covid-19-Patienten behandelt, acht von Ihnen auf der Intensivstation. Die Zahl der Todesfälle liegt unverändert bei elf.

*Am Mittwoch wurden 285 Corona-Tests in Halle durchgeführt. Diese Zahlen präsentierte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Donnerstag auf einer Pressekonferenz.

*Die Ordnungskräfte haben am Mittwoch 543 Kontrollen durchgeführt und elf Verstöße gegen die Eindämmungsverordnung festgestellt. Neun davon aufgrund von verbotenen Personenansammlungen.

*Die Bäder GmbH der Stadt habe inzwischen Konzepte für eine Wiedereröffnung erarbeitet, sagt Wiegand. Wann die Konzepte umgesetzt werden und die Frei- und Hallenbäder der Stadt wieder öffnen können, sei jedoch noch unklar. Jedes Bad benötige außerdem einen individuellen Plan, sagt Wiegand.

*Als positive Beispiele dafür, wie Vereinsleben trotz Corona weitergeführt werden kann, nannte OB Wiegand den SV Halle, der mit vielen seiner Leistungssportler eine Fitness-Videoreihe gemacht hat. Wiegand nannte auch die Bürgerinitiative "Gesundes Trotha". Das Jubiläumsbürgerfest habe zwar abgesagt werden müssen, aber der Verein hat eine Jubiläumsmünze hergestellt, die gegen eine Spende zu erhalten ist.

*Der Freiwilligentag, der am 8. und 9. Mai stattfinden soll, könne aufgrund der Corona-Krise in diesem Jahr etwas anders ausfallen, als sonst. Die Freiwilligenagentur habe zu Aktionen aufgerufen, die man zuhause oder bei einem Spaziergang umsetzen kann. "Müllsammeln oder gebastelte Grüße in Krankenhäuser zu schicken, sind nur einige Beispiele", sagt Wiegand. Der Freiwilligentag mache das ehrenamtliche Engagement in der Stadt sichtbar.

*OB Wiegand erwartet, dass die neue Eindämmungsverordnung des Landes weitere Lockerungen bringen wird. Sie soll am Samstag verkündet werden. Eine Bestätigung, welche Gewerbe möglicherweise ab Montag wieder öffnen können, könne er zum jetzigen Zeitpunkt nicht geben, sagt Wiegand. Wichtig sei, dass alle Hygienebestimmungen eingehalten werden und dass alle Geschäfte ein Konzept vorlegen, wie sie mit der Ansteckungsgefahr umgehen wollen.

*Die Kritik an der aktuellen Eindämmungsverordnung sei teilweise berechtigt, sagte Wiegand. Die Infektionszahlen seien in Halle derart gering, dass die Formulierung, "Das Verlassen der eigenen Häuslichkeit ist nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt" geändert werden solle. "Weitere Lockerungen sind unumgänglich, auch regional. Überall dort, wo die strengen Hygieneregeln eingehalten werden, werde ich mich für eine Lockerung einsetzen", sagt Wiegand. Mit geeigneten Konzepten seien für Sachsen-Anhalt weitreichendere Lockerungen möglich, als für andere Regionen. Die Anpassungen an die gesundheitliche Lage gehe nicht schnell genug, sagte Wiegand.

*In den halleschen Schulen sind heute 220 Kinder in der Notbetreuung, in den Kitas 1.672.

*Laut Katharina Brederlow, Beigeordneter für Soziales, werde das Besuchsverbot in Altenheimen aller Wahrscheinlichkeit nach weiterhin bestehen bleiben. Es handele sich bei den Bewohnern um eine sehr gefährdete Gruppe.

*In einzelnen Heimen sind nach telefonischer Voranmeldung jedoch trotzdem schon jetzt Besuche unter Auflagen möglich. Entweder man trifft sich im Foyer des Hauses, während eine Glasscheibe die Bewohner vom Besuch trennt, oder man organisiert Park-Spaziergänge, bei denen die Bewohner Schutzkleidung tragen und die Abstandsregeln einhalten. Die Angehörigen sollten zudem immer Mundschutz tragen. Beide Besuchsvarianten werden laut Brederlow derzeit jedoch nur selten wahrgenommen. Video-Telefonie werde häufiger genutzt. Bei besonderen Anlässen, etwa einer Diamantenen Hochzeit, könne man eventuell eine Sondergenehmigung beantragen. Wichtig sei, dass die Abstandsregeln immer eingehalten werden, sagt Brederlow.

30.04.20: Wo man noch kostenlosen Mund-Schutz erhalten kann

Das sind Zahlen, die sich sehen lassen können: Insgesamt 13.000 Mund-Nase-Masken hat die Stadt über die Quartiersbüros bereits kostenlos herausgegeben. Dazu kommen 3.700, die Hallenser genäht und den Quartiersbüros zur Verfügung gestellt haben. Und noch immer gibt es Nachschub für die Quartierbüros. Außerdem hat die Havag bereits 20.000 Masken kostenlos an Kunden verteilt.

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29.04.20: Abellio auf dem Weg zu regulärem Zugverkehr

Abellio wird ab Montag, den 04.05.2020, sein Infolge der Corona-Pandemie reduziertes Verkehrsangebot schrittweise steigern. Das seit dem 23. März eingeführte Ersatzkonzept im Dieselnetz Sachsen-Anhalt sowie im Saale-Thüringen-Südharznetz soll in enger Abstimmung mit den Ländern als Auftraggebern für den Schienenpersonennahverkehr wieder hochgefahren werden, teilte das Unternehmen mit. Ab kommenden Montag werden Leistungen zwischen Naumburg und Halle wieder aufgenommen.

29.04.20: Aktuelle Info aus der Pressekonferenz der Stadt

*Am Mittwoch verzeichnete die Stadt wieder einen leichten Anstieg der Corona-Infizierten in Halle, es gab elf Neuinfektionen. Damit liegt die Zahl der Corona-Fälle, die insgesamt in Halle bekannt sind bei 325. Davon gelten jedoch 237 wieder als gesund. 25 Patienten werden aktuell wegen Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, sechs davon auf der Intensivstation. Die Zahl der Toten beträgt insgesamt elf. Am Dienstag wurden 218 Abstriche durchgeführt.

*"Wir verzeichnen heute zum ersten Mal seit einigen Tagen wieder einen Anstieg der Infektionszahlen in der Stadt", sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) auf einer Pressekonferenz. Alle elf neuen Infektionsfälle sind in Altenpflegeheimen aufgetreten.

*Bei 569 Kontrollen, die von den Ordnungskräften am Dienstag durchgeführt wurden, wurden 15 Verstöße gegen die Eindämmungsverordnung festgestellt. Sieben davon wegen Personenansammlungen.

*Mit Blick auf die angekündigte neue Eindämmungsverordnung der Landesregierung, die ab dem 4. Mai gelten soll, wendet OB Wiegand sich an alle Ladeninhaber: "Klar ist, dass die 800-Quadratmeter-Regelung als Streitpunkt ausgemacht ist und es hier sicherlich Modifikationen geben wird." Geschäfte und auch Schulen sollten am besten bereits Konzepte erarbeiten, wie sie sich in Zukunft verhalten wollen.

*Die Stadt hat am Dienstag eine große Lieferung an Schutzausrüstung bekommen. Die Ausstattung sei "genügend vorrätig", die Situation habe sich entspannt. Einen Mangel gebe es nicht mehr, sagte Wiegand.

*In den Quartierbüros der Stadt werden weiterhin Mundschutze an die Bevölkerung verteilt. In den vergangenen Wochen sind dabei rund 13.000 Masken kostenlos über die Ladentheke gegangen.

*Laut Wiegand werden bald auch die S-Bahnlinien S3 und S5 wieder im Normalbetrieb laufen.

*Eine Lockerung der Corona-Maßnahmen gehe in Halle trotz aller Erfolge nur "Schritt für Schritt", sagt Wiegand. Nur so könne man rechtzeitig gegensteuern, falls das Virus erneut groß ausbrechen sollte. Der OB dankte allen Bürgern, die sich an die Eindämmungsverordnung halten.

*Am Mittwoch befanden sich 257 Kinder in der schulischen Notbetreuung. In Kitas waren es 1.766.

*Sobald klar ist, welche Schulen und in welcher Form wieder öffnen, will die Stadt mit der Havag in Kontakt treten, um Maßnahmen zu besprechen, wie die Schüler zur Schule befördert werden können.

*"Wir bereiten uns momentan darauf vor, in eine weitere Phase der Öffnungen der Kitas einzusteigen", sagt Katharina Brederlow, Beigeordnete für Soziales.

*Immer mehr Menschen gehen inzwischen wieder in der Innenstadt einkaufen. Wie hoch die Zahl der Passanten beispielsweise auf dem Boulevard ist, ist jedoch nicht bekannt. Die Stadt führe derzeit keine Zählungen durch, sagt Wiegand. Er appelliert jedoch an alle Fußgänger, dringen Mund- Nasenschutzmasken zu tragen. Grundsätzlich begrüßt der OB jedoch, dass die Menschen wieder in die Innenstadt kommen.

*Falls Geisterspiele in der 3. Liga angesetzt werden würden, könnte am HFC-Stadion ein Containerdorf aufgebaut werden, wodurch der Kabinentrakt erweitert wird. "Dann wäre der Infektionsschutz einhaltbar", sagt Wiegand. Wenn es jedoch einen Infizierten in der Mannschaft oder als Kontaktperson gibt, sei die Sicherheit aller aufs Spiel gesetzt. Ein "Containerdorf" würde laut Wiegand rund 800.000 Euro kosten. Ob der HFC etwa in einem anderen Stadion spielen könnte, sagte Wiegand nicht.

*Angesichts regelmäßig überfüllter Busse, die morgens Arbeiter in den Star-Park bringen, will die Stadt die Menschen besser auf unterschiedliche Busse verteilen.

*Friseure und Nagelstudios sollten sich durchaus darauf vorbereiten, ab kommenden Montag wieder öffnen zu können, sagt Wiegand. Zwar stehe die offizielle Entscheidung noch aus (am Samstag), doch es gilt als Wahrscheinlich, dass Friseure und Kosmetikstudios unter Auflagen wieder öffnen dürfen.

29.04.20: Welttagfeier im Internet

Die Company des Ballett Rossa hat sich anlässlich des Welttanztages an diesem Mittwoch eine ganz besondere Aktion ausgedacht: Um 11 Uhr lädt es zu einer digitalen Ballettprobe ein, wie aus einer Pressemitteilung der TOOH hervorgeht. Mit Hilfe der App ZOOM können interessierte Zuschauer erleben, wie sich die Tänzer in der Corona-Zeit fit halten. Alle, die nicht nur passiv vor dem Bildschirm sitzen wollen, sind  dazu eingeladen, der Probe auch aktiv beizuwohnen und die eigene Wohnung in einen Ballettsaal zu verwandeln.

Der Link zur Online-Probe wird gegen 10.50 Uhr auf der Facebookseite der Bühnen Halle veröffentlicht.

28.04.20: Online-Gottesdienste und offene Kirchen

Noch einmal werden die Christinnen und Christen der Region  am kommenden Sonntag, 3. Mai 2020 auf öffentliche Gottesdienste verzichten müssen. Daher haben Gläubige wie in den zurückliegenden Wochen ab 10 Uhr wieder die Gelegenheit unter www.kirchenkreis-halle-saalkreis.de einen regionalen Onlinegottesdienst zu feiern. Aufgezeichnet wird Andacht in der Beesener St. Elisabeth-Kirche. Zusätzlich werden wie in den zurückliegenden Wochen wieder viele Kirchen zu den üblichen Gottesdienstzeiten geöffnet und frei zugänglich sein.

28.04.20: Bücherabgabe wieder möglich

Unter Einhaltung der geltenden Sicherheitsvorschriften ist es ab diesem Mittwoch wieder möglich, gut erhaltene Bücher, CDs und DVDs bei den Freunden der Stadtbibliothek in der Wilhelm-Külz-Straße 9 zwischen 14 und 17 Uhr abzugeben. Um den notwendigen Abstand einzuhalten, sind die Bücher in bereitgestellte Kisten vor dem Eingang abzulegen. Die Bücherannahme findet nun wieder regelmäßig jeden Mittwoch statt. Wann wieder ein Bücherbasar durchgeführt wird, hängt von den geltenden Bestimmungen ab und steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest, teilt der Verein mit.

Mit dem Erlös der Bücherbasare wird die Arbeit der Stadtbibliothek Halle unterstützt.

28.04.20: Aktuelles aus der Pressekonferenz der Stadt

*Halle befindet sich weiterhin auf einem guten Weg. Mittlerweile gelten 237 Hallenser als genesen. 314 sind bisher insgesamt an dem Coronavirus erkrankt, eine Person mehr als am Vortag. Aktuell gibt es 66 Infizierte in der Stadt. Davon müssen 28 in einem Krankenhaus behandelt werden, darunter befinden sich elf Hallenser. 598 Abstriche wurden am Montag durchgeführt.

*Das Gesundheitsamt überprüft nach 13 Tagen die Infizierten erneut, ob das Virus immer noch nachgewiesen werden kann. Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) berichtet, dass andere Kommunen anders rechnen. Diese würden so rechnen, dass alle Personen nach zwei Wochen automatisch als geheilt gelten. Laut Wiegand sei das jedoch trügerisch.

*Alle getestete Personen in der Kita Pustelinchen waren negativ. Die Notbetreuung kann dort fortgeführt werden.

*OB Wiegand betont, dass die Beschränkungen in den Altenheimen eine enorme Belastung darstellen. Allerdings seien diese immer noch notwendig, da in zwölf Heimen der Stadt das Virus immer noch nachgewiesen worden ist.

*Das Ordnungsamt hat am Montag 629 Kontrollen durchgeführt. Dabei haben die Behörden 15 Verstöße festgestellt. In neun Fällen wurde gegen das Versammlungsverbot verstoßen. Vier Verstöße gab es auf Bolzplätzen und einen in einem Supermarkt.

*Der OB betont, dass auch Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Ladenfläche öffnen können, wenn die Verkaufsfläche entsprechend verkleinert wird. Die Stadt will morgen ein weiteres Geschäft vor Ort dahingehend überprüfen. Wiegand sieht die Gleichbehandlung der Gewerbetreibenden ansonsten gefährdet.

*Der Stadtrat findet am Mittwoch unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Neben den Stadträten müssen auch alle Besucher während der Sitzung einen Mundschutz tragen. Die Sitzung wird per Livestream übertragen.

*OB Wiegand warnt davor, die aktuelle Lage zu unterschätzen. Der Pandemiestab tage jeden Tag, um wichtige Entscheidungen zu treffen. „Wir wollen so schnell wie möglich in die Normalität zurückkehren“, sagt Wiegand. Es müsse jedoch die Balance gewahrt bleiben.

*Laut Amtsärztin Christine Gröger gibt es immer weniger Coronainfizierte, die klassische Symptome haben. Oft würde die Erkrankung bei anderen Untersuchungen festgestellt werden. Der Mundschutz müsse getragen werden, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann.

*In den Schulen werden am Montag 277 Kinder notbetreut, in Kitas sind es 1.713. Laut Sozialdezernentin Katharina Brederlow können ab Mittwoch bis zu zwölf Kinder in einem Raum betreut werden. Erzieher sollen mit ihren Gruppen immer die gleichen Räume nutzen. Kinder, die betreut werden sollen, dürfen keine Erkältung haben.

*Auch Schulen sollen keine Kinder besuchen, die krank sind. Ab kommenden Montag geht der Unterricht in den Grundschulen wieder los. Die Stadt werde die Einrichtungen mit Schutzmaterial ausstatten. Jedes Kind soll eine Schutzmaske bekommen.

*Das Land hat 10.000 Schutzmasken für die Prüfungsklassen an die Stadt Halle geliefert.

*OB Wiegand geht nicht davon aus, dass Fitnessstudios bald wieder öffnen dürfen. In den Studios würden Menschen beim Duschen oder beim Training unweigerlich in Berührung miteinander kommen.

*Der Tierfriedhof bleibt vorerst geschlossen. Der OB bat darum, noch ein paar Tage Geduld zu haben, bis das Land eine neue Richtlinie vorgebe.

*Die Abstandsregeln in Kitas gelten nur für Erwachsene. Laut Brederlow kann der Abstand zwischen den Kleinkindern nicht eingehalten werden.

28.04.20: Lebenswendefeiern, Konfirmationen und Firmungen werden verschoben

Da bis Ende August die Durchführung größerer Veranstaltungen nicht möglich sein wird, haben die Veranstalter der ökumenischen „Feier der Lebenswende“ in Halle entschieden, alle bis dahin geplanten Feiern zu verschieben. Bis zum Beginn der Sommerferien waren in der Händelstadt 28 Veranstaltungen mit 745 Jugendlichen geplant. Alle „Feiern der Lebenswende“ sollen ausnahmslos nachgeholt werden. Vorbehaltlich der dann geltenden Bestimmungen finden nach aktuellem Stand die Nachholtermine im September und Oktober statt.

28.04.20: Mehr als 800 Quadratmeter - Warum Geschäft in Halle trotzdem öffnen darf

Ein Geschäft in Halle-Neustadt kann öffnen, obwohl es mehr als 800 Quadratmeter groß ist. Am Montagmorgen waren Vertreter der Stadt vor Ort, um Hygienekonzepte bei zwei Geschäften zu prüfen, die Sondergenehmigungen beantragt hatten, wie Oberbürgermeister Bernd Wiegand am Montag mitteilte. Einer der Läden erfülle die Vorgaben, daher werde eine Öffnung geduldet.

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28.04.20: Freibäder erarbeiten Konzept

Die halleschen Freibäder haben ein Konzept erarbeitet, unter welchen Maßnahmen sie in wenigen Wochen eröffnen könnten. Wie Oberbürgermeister Bernd Wiegand  (parteilos) am Montag mitteilte, müssten jedoch zunächst Land und Bund entscheiden, wie mit den Einrichtungen weiter verfahren wird. Er rechne nicht damit, dass die Bäder bereits ab Anfang Mai den Betrieb aufnehmen können. Für ihn stehe zunächst die Frage im Vordergrund, wann Gaststätten wieder  Kunden empfangen dürfen.

27.04.20: Tag der Apotheke und Selbsthilfe 2020 abgesagt

Der geplante Aktionstag des Halleschen Apothekenverein e.V. und der Paritätischen Selbsthilfekontaktstelle Halle-Saalekreis auf dem halleschen Marktplatz kann am 18.06.2020 auf Grund der Corona-Pandemie und damit verbundenen Kontaktbeschränkungen dieses Jahr nicht stattfinden.

27.04.20: Aktuelles aus der Pressekonferenz der Stadt

*Halle befindet sich weiterhin auf einem guten Weg. Laut Oberbürgermeister Bernd Wiegand gibt es mittlerweile 221 genesene Hallenser. Die Infiziertenzahl beläuft sich auf  313. Erstmals seit dem 15. März gibt es damit keinen weiteren Infektionsfall. Aktuell sind 81 Einwohner positiv an dem Coronavirus getestet worden. 25 Personen werden in einem Krankenhaus behandelt, darunter befinden sich acht Hallenser.

*Die planmäßige Testung in den 56 Pflegeheimen der Stadt wird fortgesetzt. Die Ergebnisse liegen noch nicht vollständig vor. Allerdings konnte das Virus schon im Umfeld von zwölf Einrichtungen nachgewiesen werden. „Sollten weitere Einrichtungen betroffen sein, werden wir die komplette Testung in der Einrichtung veranlassen“, sagte OB Wiegand.

*Außerdem wurden am Montag zwölf Erzieher und neun Kinder in der  Kita „Pustelinchen“ in der Südstadt getestet, nachdem die Mutter eines Kindes positiv auf das Virus getestet wurde. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor.

*Ordnungsamt und Polizei haben am Sonntag 202 Kontrollen durchgeführt. Dabei mussten 16 Verstöße festgestellt werden. 15 davon waren Personenansammlungen. Allein sieben Menschen hatten sich unter anderem an der Magistrale versammelt. Einen Verstoß gab es auf einem Spielplatz.

*Der Stadt liegen zwei Anträge für eine Sondergenehmigung für die Öffnung von  Geschäften in Halle-Neustadt vor. Die Verwaltung hat eine Begehung vor Ort durchgeführt. Ein Geschäft erfüllt die Vorgaben des Infektionsschutz. Daher kann der Laden, der größer als 800 Quadratmeter ist, nun dennoch öffnen.

*Die Verwaltung hat sich zudem die Bedingungen im HFC-Stadion für eventuell Geisterspiele angeschaut. „Nach der aktuellen vierten Eindämmungsverordnung darf eine öffentliche Veranstaltung nicht in dem Stadion stattfinden“, sagte OB Wiegand. Spiele seien in allen Sportarten untersagt. Ausnahmen könnten zwar genehmigt werden. Der OB betonte jedoch, dass das städtische Gesundheitsamt für den Infektionsschutz zuständig ist. Deshalb müsse jeder Antrag mit Bedacht bewertet werden. „Solange es keinen Impfstoff gibt, wird die Stadt durch Auflagen sicherstellen, dass ein Mindestabstand eingehalten wird“, sagte Wiegand. Der Fußball werde dahingehend nicht anders bewertet werden oder gar bevorzugt. Sportarten, die allein oder zu zweit betrieben werden, könnten eher gelockert werden.

*„In unserem Stadion ist das Abstandsgebots nicht einzuhalten“, urteilte Wiegand abschließend. Die Kommune könne keinen weiteren Ausbau des Stadions finanzieren.

*Zudem müsse sich jede Kontaktperson eines Infizierten grundsätzlich zwei Wochen in Quarantäne begeben. Dazu gebe es keine Ausnahmen. Ein Sonderspielbetrieb könne daher nur mit einer Sondergenehmigung des Landes und der Stadt  ermöglicht werden. Der OB habe dem HFC-Präsidenten daher eine Absage zum Spielbetrieb gegeben.

*OB Wiegand spricht sich dafür aus, dass Lockerungen und Beschränkungen ja nach Region festgelegt und damit auf die Fallzahlen angepasst werden. „An gewissen Orten der Stadt bekommt man den Eindruck, dass sich Sorglosigkeit breit macht“, sagte Wiegand. Man sei jedoch nicht über dem Berg. Alle Bürger sollten sich der Folgen bewusst sein, wenn sie Regeln nicht mehr einhalten.

*Bus- und Autofahrer dürfen einen Mundschutz tragen, wenn das aus Infektionsschutzgründen erforderlich ist. Laut Amtsärztin Christine Gröger muss die Person aber erkennbar bleiben.

*1.534 Kinder werden am Montag in den Kitas notbetreut.

*OB Wiegand betonte auf Nachfrage, dass die Polizei für die Bewertung und Durchführung von Versammlungen verantwortlich sind. Die Demo am Samstag sei als spontane Versammlung durchgeführt worden – diese sei jedoch seit Langem geplant worden. Der OB sprach sich dafür aus, dass Versammlungen durchgeführt werden können, die vorher angemeldet wurden.

*Hallenser, die ein Monatsabo der Havag haben, haben kein Recht auf eine Rückerstattung der Kosten. Laut OB Wiegand können sich die Betroffenen jedoch beim Servicecenter der Havag melden und dazu beraten lassen.

*Alle Freibäder haben ein Konzept geschrieben, wie sie in wenigen Wochen eröffnen könnten. Laut OB Wiegand muss zunächst das Land und der Bund entscheiden, wie dort vorgegangen wird. Er rechnet nicht damit, dass die Bäder bereits ab Anfang Mai öffnen können. Zunächst müsse jedoch geklärt werden, wann Gaststätten wieder öffnen und Kunden empfangen dürfen.

*Im Altenheim Johannes-Jänicke-Haus sind erneut Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Wie die Amtsärztin mitteilte, sind Lockerungen deshalb dort zunächst nicht geplant.

27.04.20: Stadt Halle ist gegen Geisterspiele

„Eine Sonderstellung des Fußballs“ hinsichtlich geplanter Lockerungsmaßnahmen, werde es nicht geben. Geisterspiele seien also nach aktuellem Stand „mit den vorgegebenen Regeln zu Abstand und Sicherheit nicht zu verantworten“, so OB Bernd Wiegand.

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26.04.2020:  Aktuelles aus der Pressekonferenz der Stadt

* Die Zahl der Infektionsfälle in Halle hat sich seit dem Samstag um einen Fall erhöht und beträgt nun mit Stand Sonntagmittag 313. 

* 207 Personen gelten am Sonntag als geheilt – das sind elf mehr als am Vortag. Mit 24 stationär behandelten Corona-Patienten hat sich die Zahl im Vergleich zum Vortag um zwei verringert. Acht der stationär behandelten Infizierten stammen aus Halle. 

* Intensivmedizinisch werden weiterhin sechs Patienten betreut. Damit bleibt diese Zahl im Vergleich zum Samstag konstant. 

* Die Zahl der an und mit Corona Verstorbenen beträgt weiterhin elf. Diese Zahlen stellte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) in der Sonntags-Pressekonferenz der Stadt vor.

* Wiegand nannte am Sonntag auch die Zahl der aktuellen Infektionsfälle. Mit Stand Sonntag, 26. April, sind das 95. Noch vor einer Woche, am 19. April, waren es 110 Infizierte, am 5. April 149. „Man sieht also, dass die Zahl der aktuellen Fälle abnimmt in der Stadt“, so Wiegand.

* Am Samstag wurden in Halle 213 Kontrollen zur Einhaltung der geltenden Corona-Bestimmungen durchgeführt – dabei sind 51 Verstöße festgestellt worden. 49 davon betreffen Personenansammlungen, dabei handelte es sich um Kleingruppen. Die größte Ansammlung war eine Geburtstagsfeier mit 13 Personen. Wo diese Feier stattgefunden haben soll, konnte Wiegand nicht sagen. Weiterhin gab es einen Verstoß auf einem Bolzplatz, ein weiterer in einem Sonnenstudio.

* Am Samstag sind bei der Polizei zwei Spontanversammlungen auf dem Marktplatz angemeldet worden. In einer der beiden Versammlungen sei es zu Verstößen gegen die Abstandsregeln gekommen. Der Oberbürgermeister betonte, dass er sich für die Erhaltung des Versammlungsrechts einsetze – nach dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit. 

* Spontanversammlungen hingegen seien „schwerlich zu begleiten“, so Wiegand. Hier könne die Abstandsregel nur schwer umgesetzt werden. Daher spreche er sich, auch aus aktuellem Anlass, gegen die Durchführung von Spontanversammlungen aus. Eil- und auch angemeldete Versammlungen seien davon nicht betroffen.  

* Zum Mund-Nase-Schutz, der von der Kunsthochschule Burg Giebichenstein im 3D-Drucker hergestellt wird und an Hallenser verteilt werden soll, bat Wiegand die Hallenser um Geduld. Es könnten nur wenige hergestellt werden – am Freitag seien es 50 gewesen.

* Insgesamt 1.000 Masken aus dem 3D-Drucker sollen am Ende zur Verfügung gestellt werden.

* Am Montag will die Stadt prüfen, ob es für zwei größere Ladengeschäfte in Halle-Neustadt Duldungen in puncto Ladenöffnung geben kann. Sowohl Medimax als auch das Modehaus Fischer hätten entsprechende Anträge gestellt, um ihre Geschäfte trotz einer größeren Verkaufsfläche als der erlaubten 800 Quadratmeter öffnen zu dürfen. 

* So wolle Medimax seine Verkaufsfläche von derzeit 1.200 Quadratmetern auf die erlaubten 800 reduzieren, ähnliches gilt für das Modehaus Fischer. Wiegand betonte, dass es sich ausdrücklich um Duldungen und nicht um Erlaubnisse handelt, sollten die Geschäfte öffnen dürfen. Am Montag werde es dazu Vor-Ort-Prüfungen geben.   

25.04.2020:  Aktuelles aus der Pressekonferenz der Stadt

* Mit Stand Samstagmittag gelten in Halle weiterhin 196 Personen als geheilt. Die Zahl hat sich damit im Vergleich zum Vortag nicht geändert. 

* Insgesamt beträgt die Zahl der Infektionsfälle in der Saalestadt 312, das sind vier mehr als am Freitag. Mit 26 stationär behandelten Corona-Patienten hat sich die Zahl im Vergleich zum Vortag um fünf erhöht. Neun der 26 und damit zwei mehr als am Freitag stammen aus Halle. 

* Intensivmedizinisch werden derzeit sechs Patienten betreut – einer weniger als am Freitag. Die Zahl der an und mit Corona Verstorbenen beträgt weiterhin elf. Diese Zahlen stellte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) auf der Pressekonferenz der Stadt vor.

* In Halle werde, so Wiegand weiter, intensiv getestet – nicht nur in Alten- und Pflegeheimen, sondern auch an den sieben medizinischen Stationen, im Gesundheitsamt und in verschiedenen Praxen. 

* Rund 14.000 Tests sind bisher durchgeführt worden. Dabei würden sich laut Wiegand auch viele Menschen testen lassen, die keine Anzeichen einer Erkrankung aufweisen.

* Am Freitag wurden in Halle 632 Kontrollen zur Einhaltung der geltenden Corona-Bestimmungen durchgeführt – dabei sind 63 Verstöße festgestellt worden. 59 davon betreffen Personenansammlungen, einer bezieht sich auf eine gastronomische Einrichtung, drei auf Ladengeschäfte.

* Zum Thema Fußball äußerte Wiegand, dass er gegen eine Sonderstellung dieser Sportart in Bezug auf Lockerungsmaßnahmen sei. Selbst bei sogenannten Geisterspielen würden rund 300 Menschen auf engem Raum beisammen sein, dies sei mit den vorgegebenen Regeln zu Abstand und Sicherheit nicht zu verantworten.

* Weiterhin sei der Sportbetrieb auf allen Anlagen und in allen Bereichen bis zum 3. Mai verboten. Am Montag will sich Oberbürgermeister Bernd Wiegand nach einem Gespräch mit Ministerpräsident Haseloff zu dem Thema äußern. 

* Zur Maskenpflicht: 8.750 Mund-Nase-Schutze sind von der Havag verkauft worden, noch einmal 8.600 wurden in Straßenbahnen kostenlos verteilt.

* Hinzu kommen 11.200 Masken, die über die Quartiersmanagementbüros an Bürgerinnen und Bürger ausgegeben worden sind, 3.000 wurden von freiwilligen Helfern selbst genäht. 

24.04.20: Botanischer Garten bleibt vorerst zu

Der botanische Garten, eine Einrichtung der halleschen Universität, wird auch in den kommenden Tagen noch geschlossen bleiben. Das teilte Uni-Sprecherin Manuela Bank-Zillmann auf MZ-Nachfrage mit. Auch wenn im Zuge erster Lockerungen der Corona-Verordnungen Freizeiteinrichtungen wie der Bergzoo Halle und der Tierpark Petersberg bereits öffnen, sei ein Besuch in der Gartenanlage am Kirchtor noch nicht möglich. „Wir sind derzeit dabei, die Öffnung der unterschiedlichen universitären Einrichtungen vorzubereiten und abzustimmen“, heißt es aus der Uni-Pressestelle. Derzeit erfolgt die Lehre an der halleschen Alma Mater digital, Bibliotheken und andere Einrichtungen sind noch geschlossen. Da der botanische Garten nicht nur ein Freizeitangebot an die Hallenser, sondern auch Lehr- und Studienort für Studierende sei, müsse er in die organisatorischen Planungen der Universität einbezogen werden, heißt es weiter. Eine Öffnung werde rechtzeitig bekanntgegeben.

24.04.20: Kliniken nehmen Regelversorgung

schrittweise wieder auf

Die Maßnahmen der Kontaktbeschränkungen haben das COVID19-Infektionsgeschehen stark verlangsamt. Die halleschen Krankenhäuser, die sich in den letzten Wochen in allerkürzester Zeit auf das Schlimmste vorbereitet haben und ihre Intensivkapazitäten mehr als verdoppeln konnten, können jetzt wieder verstärkt Kapazitäten auch für die dringliche Regelversorgung anbieten, teilte die Stadt Halle am Nachmittag mit.

24.04.20: Fontänefest 2020 abgesagt

Das diesjährige Fontänefest auf der Ziegelwiese ist wegen Corona abgesagt worden. Auch wenn das Fest Mitte September möglicherweise durchführbar wäre - zu große Unwägbarkeiten bleiben. „Es wäre fahrlässig, jetzt Vereinbarungen zu treffen, die wir dann vielleicht kurzfristig stornieren müssten", heißt es in der Mitteilung des Veranstalters. Das Fest soll nächste Jahr wieder stattfinden.

24.04.20: Aktuelles aus der Pressekonferenz der Stadt

*Die Corona-Zahlen in Halle geben weiterhin Grund zur Zuversicht. Am Freitag galten 196 Infizierte Hallenser wieder als geheilt, das sind sechs mehr als am Donnerstag. Die Zahl der Infektionsfälle insgesamt beträgt 308, drei mehr als am Donnerstag.

*21 Corona-Patienten werden aktuell noch in Krankenhäusern behandelt, sieben davon auf der Intensivstation. Da es am Freitag keinen neuen Todesfall gab, zählt die Stadt weiter elf Fälle, in denen Menschen mit oder an dem Virus gestorben sind. Die Zahlen präsentierte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Freitag auf einer Pressekonferenz.

*Die Erfolge bei der Eindämmung des Virus seien "sehr zerbrechlich", sagte Wiegand. Jede Lockerung der Schutzmaßnahmen könnte die Gefahr einer zweiten Infektionswelle erhöhen.

*Drei der vier italienischen Covid-19-Patienten, die vor einigen Wochen in einem halleschen Krankenhaus aufgenommen wurden, gelten inzwischen als "Covid-negativ". Sie werden zwar nach wie vor medizinisch behandelt, befinden sich jedoch auf dem Weg der Besserung und sind ansprechbar.

*Auch am Donnerstag haben Sicherheitskräfte der Stadt wieder zahlreiche Kontrollen durchgeführt. Dabei wurden 29 Verstöße gegen die Eindämmungsverordnung festgestellt, die meisten davon wegen unerlaubter Personenansammlungen.

*Wiegand stellte klar, dass zu keinem Zeitpunkt während der vergangenen Wochen mehr als drei Mitarbeiter der Feuerwehr wegen Corona außer Dienst waren. Es sei nicht nötig gewesen, die Einsatzbereitschaft zu reduzieren. Wiegand dankte neben der Berufsfeuerwehr auch den Freiwilligen Wehren für ihr Engagement.

*Das Bürger-Info-Telefon der Stadt (115) wurde auf den 7-Tage-Betrieb umgestellt. Laut Wiegand werde die Nummer täglich rund 1.000 Mal angerufen.

*"Die Situation in der Stadt ist stabil. Deshalb müssen wir jetzt auch über Lockerungen sprechen", sagte Wiegand. Überall dort, wo die Hygienemaßnahmen problemlos umgesetzt werden können, müsse wieder mehr Normalität einkehren. Aber an den Orten, wo die Eindämmungsverordnung keinen Betrieb erlaubt, müsse möglicherweise noch so lange die Pause anhalten, bis ein Impfstoff gefunden ist, sagt Wiegand. Der OB appellierte an die Eigenverantwortung jedes einzelnen Hallensers. Wenn alle sich an die Maßnahmen halten, wäre Verbote nicht nötig.

*Wie Halles Amtsärztin Christine Gröger mitteilte, sind in den vergangenen vier Wochen mehr als 7.000 Abstriche in den Fieberambulanzen genommen worden. Das zeige, wie viel in Halle getan werde, um die Lage unter Kontrolle zu halten. "Ich finde, die Zahlen sprechen für sich", sagte Gröger. Aber man müsse auch weiterhin dafür sorgen, dass die Infektionszahlen nicht sprunghaft ansteigen. Man könne möglicherweise in den nächsten Tagen sagen, was die Zukunft bringt und ob über weitere Lockerungen gesprochen werden könne, sagt Gröger.

*In der Kindernotbetreuung der Stadt wurden am Freitag 991 Kinder in Kitas betreut. 122 wurden in Schulen betreut.

*Wenn jemand Fragen zur Maskenpflicht hat, sollte er sich am besten direkt in der Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt belesen, sagt Wiegand. Die Stadt hat das Dokument auf ihrer Website zum Download bereitgestellt: http://www.halle.de/de/Verwaltung/Gesundheit/Corona-Virus/Dokumente/. Wer sich nicht an die Maskenpflicht hält, missachtet zwar die Eindämmungsverordnung, ein Bußgeld muss er allerdings deswegen nicht erwarten, denn das ist in dem Dokument nicht festgelegt.

*OB Wiegand unterstützt die halleschen Gastronomen bei ihrer Forderung, bald wieder die Restaurants öffnen zu dürfen. Gaststätten sollten gleich wie alle anderen Ladengeschäfte behandelt werden. Wenn die Eindämmungsverordnung und die entsprechenden Hygienemaßnahmen eingehalten werden können, sollte es Möglichkeiten geben, Restaurants zu öffnen, sagt Wiegand.

*Die Halle-Masken, die seit Freitagfrüh im Stadtmarketing verkauft wurden, sind bereits ausverkauft. Laut Wiegand gebe es jedoch in den nächsten Tagen Nachschub.

*Trotz Haushaltssperre gebe es keinen Grund zur Sorge, dass soziale oder kulturelle Institutionen oder Vereine vor dem Aus stünden, sagt Wiegand. Nach wie vor gelte die Regel, dass notwendige Dinge beantragt werden könnten und bei Dringlichkeit auch ausgezahlt werden. Die Haushaltssperre bewirkt, dass die Stadt derzeit kein zusätzliches Geld mehr ausgeben darf.

*Wiegand stellte heiratswilligen Paaren in Aussicht, bald wieder mit Trauzeugen, Eltern und evtl. auch mit Kindern ins Standesamt, beziehungsweise ins Trauzimmer kommen zu können. Bislang finden  Trauungen in Halle nur mit dem Standesbeamten und den Eheleuten statt.

24.04.20: Wo gibt es in Halle Masken?

Seit Donnerstag braucht man in Halle nicht nur Geld, sondern auch Stoff, um einkaufen zu gehen. Denn damit die Corona-Pandemie eingedämmt wird, herrscht Maskenpflicht in allen Einkaufsläden. Wer nicht auf den Winterschal oder ein dickes Halstuch zurückgreifen möchte, der muss sich eine mehr oder weniger klassische Mund- Nasenmaske besorgen. Doch wo sind Schutzmasken erhältlich und was kosten sie?

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24.04.20: Aktion „Leere Stühle“ auch in Halle

Auch in Halle beteiligen sich Gastronomen an der bundesweiten Aktion „Leere Stühle“. Als Symbole für die fehlenden Gäste und die bedrohliche Lage der gesamten Branche wurden auf dem Marktplatz leere Stühle aufgestellt, wie THV Halle zuerst berichtete.

23.04.20: Angebot von Galeria Kaufhof

Seit Donnerstag bietet das Unternehmen Galeria Karstadt Kaufhof in Hslle einen besonderen Service an: Täglich außer Sonntag können Kunden von 9.30 bis 18 Uhr am  Eingang zum alten Kaufhof-Gebäude (ehem. Kinderkaufhaus) an zwei Schaltern online bestellte Waren abholen, Reklamationen abwickeln oder Bestellungen vor Ort aufgeben. Letzteres ist vor allem für ältere Menschen ohne Internetzugang relevant. Auch telefonisch können Bestellungen aufgegeben werden. Der Service wird ohne Extrakosten angeboten. Derzeit müssen Geschäfte und Kaufhäuser mit einer Fläche über 800 Quadratmeter noch geschlossen bleiben - so auch das Galeria-Kaufhaus in Halle.

23.04.20: Aktuelle Infos aus der Pressekonferenz der Stadt

*Der Trend setzt sich weiter fort: In Halle gelten immer mehr Menschen nach einer Corona-Infektion wieder als gesund. Mit Stand Donnerstag sind es 190 und damit fünf mehr als noch am Mittwoch. Insgesamt haben sich 305 Hallenser mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. 29 Patienten werden in Krankenhäusern behandelt. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus beträgt unverändert elf. 478 Abstriche wurden am Donnerstag durchgeführt.

*Die Stadt hat in den vergangenen Wochen über 2000 Abstriche in Pflegeheimen durchgeführt. Dabei kamen 31 positive Testergebnisse heraus. Laut Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) werden sofort Maßnahmen eingeleitet, sobald ein positiver Test vorliegt. Im Anschluss werden alle Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung ebenfalls getestet. Aktuell sind in den Altenheimen 615 Personen in Quarantäne.

*Zwölf Altenheime haben von der Stadt Lieferungen mit Schutzmaterial erhalten. „Die Testoffensive in den Pflegeheimen ist sehr wichtig“, sagt OB Wiegand. Viele Neuinfektionen gehen auf Bewohner in den Heimen zurück. Das umfangreiche Testen helfe dabei, die Pandemie einzudämmen.

*Die Ordnungskräfte haben am Mittwoch insgesamt 921 Kontrollen in der Stadt durchgeführt. Daraus resultierten 29 Verstöße. zwölf wegen Versammlungen, neun auf Bolzplätzen und sieben in Gaststätten. Ein weitere Verstoß wurde auf einem Spielplatz registriert.

*Oberbürgermeister Wiegand gibt zu, Quarantäne-Listen an die Polizei weitergegeben zu haben. Das Innenministerium hatte die Städte und Kreise per Erlass dazu aufgefordert, Daten von allen in quarantänebefindlichen Personen an die Polizei zu übermitteln. Dieser Erlass wurde kurz darauf aufgehoben. Hinterher sollten nur Einzelfälle gemeldet werden, um Gefahren abzuwehren.

Ab dem 31. März habe die Stadt keine Daten mehr übermittelt. „Wie viele Daten insgesamt weitergegeben wurden, wurde nicht statistisch erfasst“, sagt Wiegand.

*Mit Hilfe der Burg Giebichenstein können in den Quartiersbüros ab Freitag weitere 1000 Masken aus dem 3D-Drucker kostenfrei an die Bürger verteilt werden.

*2.000 Schüler werden seit Donnerstag in Halle wieder unterrichtet.  Der OB habe sich die Situation vor Ort beim Thomas-Münzer-Gymnasium angeschaut. Alle Sicherheitsmaßnahmen würden dort eingehalten. Alle Schüler und Lehrer müssen zudem einen Gesundheitsbogen ausfüllen. Die Stadt wird alle Schulen mit kontaktlosen Fieberthermometern beliefern.

*Der OB will die Eröffnung von Gaststätten und Museen  unterstützen. Solange die Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden, müsse der Staat die Wirtschaft unterstützen und Wiedereröffnungen erlauben.

*„Die Politik muss die Balance zwischen Normalisierung und Infektionsschutz hinbekommen“, sagt Wiegand. Kein Tag länger als unbedingt erforderlich, dürften die Rechte der Bürger eingeschränkt werden.

*Der Schutz in Straßenbahnen und Bussen ist laut OB Wiegand gewährleistet. Insgesamt wurden 13.300 Schutzmasken verteilt und verkauft. Jeder Bürger sei jedoch auch selbst dafür verantwortlich, eine Maske zu besorgen. Wiegand sei stolz auf alle Bürger, die die neue Anordnung so gut annehmen.

*Die Asylbewerber in der Unterkunft in der Huttenstraße stehen nicht länger unter Quarantäne. Nachdem Corona-Fälle in der Unterkunft aufgetreten sind, wurden alle Bewohner getestet. Laut Amtsärztin Christine Gröger seien die Testergebnisse negativ gewesen. Nun könnten weitere Schritte für eine dezentrale Unterbringung der Geflüchteten angestrebt werden.

*Am Donnerstag befinden sich 137 Schüler unter 12 Jahre in der Notbetreuung, in den Kitas sind es 1.074. Eltern könnten jederzeit einen Antrag auf die Notbetreuung stellen.

*Die Stadt hat an die Schulen sogenannte Startersets mit Hygieneartikeln ausgeliefert. Bildungsdezernentin Katharina Brederlow habe die Rückmeldung, dass sich Lehrer und Schüler darauf gefreut hätten, sich endlich wiederzusehen.

*Die Verstöße in den Gaststätten gehen auf Imbisse zurück, wo sich Personen vor dem Ausschank versammelt hatten.

*Die Stadt ahndet keine Maskenverstöße. Die Geschäfte und die Havag sind allerdings dazu angehalten, auf das Tragen des Mundschutzes zu achten.

*Familien mit Kindern, die Vorerkrankungen haben und zu einer Risikogruppe gehören, sollen vor dem Schulbesuch zunächst mit einem Arzt sprechen.

*OB Wiegand betont, welche Risiken von Spielplätzen ausgehen. Die Spielgeräte müssten desinfiziert werden, um für alle Kinder einen Schutz zu gewährleisten. Im Gegensatz zu Geschäften könne dies wesentlich schwieriger umgesetzt werden. Deshalb sei die Anordnung der Landesregierung korrekt, die Spielplätze weiter abzuriegeln.

*Eine Anwohnerin beschwert sich darüber, dass sich am Pinguinbrunnen ein Trinkertreff gebildet hat. Bis zu zehn Personen würden sich dort versammeln. OB Wiegand sagte, dass das Ordnungsamt dort regelmäßig kontrolliere. Er wolle eine Auflistung nachreichen, wie viele Einsätze dort bereits registriert wurden.

*Laut Wiegand sollen Sportstätten und Vereine genau wie Gaststätten oder Museen so schnell wie möglich wieder geöffnet werden. Ausnahmegenehmigungen müssten aktuell jedoch beim Land beantragt werden.

*Sieben Bewohner aus zwei Pflegeheimen befinden sich unter den elf Toten, die bisher an und mit Corona in Halle verstorben sind.

*Die Auflagen für Pflegeheime werden laut Amtsärztin Gröger als letztes gelockert. Die Bewohner seien am stärksten gefährdet, an dem Virus zu erkranken.

23.04.20: Erste Schüler wieder in der Schule

Die ersten Schüler sind am Donnerstag in ihre Schulen zurückgekehrt. Insgesamt 40 Schulen in Halle haben laut Katharina Brederlow, der Beigeordneten für Bildung und Soziales, ihren Betrieb wieder aufgenommen, darunter 31 kommunale Schulen, vier in Trägerschaft des Landes und fünf Schulen mit freiem Träger. Es sind zunächst die Abschlussklassen, die nun wieder in den Schulen unterrichtet werden und sich auf ihre Abschlussprüfungen vorbereiten.

22.04.20: Große Himmelsscheiben-Ausstellung auf 2021 verschoben

Als Folge der Corona-Pandemie wird die Landesausstellung „Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra - Neue Horizonte“ auf Mai oder Anfang Juni 2021 verschoben. „Bei dem zu erwartenden öffentlichen Interesse an der Schau ist gegenwärtig noch nicht absehbar, welche Einschränkungen die notwendigen Sicherheitsbestimmungen für die Besucher erfordern würden“, sagte Landesarchäologe Harald Meller am Mittwoch. „Außerdem ist zur Zeit die Verfügbarkeit etlicher Ausstellungsexponate nicht gewährleistet. Dazu zählen insbesondere Leihgaben aus verschiedenen Museen des Vereinigten Königreiches, Italiens und Frankreichs“.

Ursprünglich sollte die Schau vom 20. November 2020 bis zum 16. Mai 2021 in Halle gezeigt werden.

22.04.20: Aktuelle Infos aus der Pressekonferenz der Stadt

*Der Trend setzt sich weiter fort: In Halle gelten immer mehr Menschen nach einer Corona-Infektion wieder als gesund. Mit Stand Mittwoch sind es 185 und damit sieben mehr als noch am Dienstag. Insgesamt haben sich 293 Hallenser mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. 32 Patienten werden in Krankenhäusern behandelt, davon sieben auf der Intensivstation. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus beträgt unverändert elf.

*Obwohl die städtischen Ordnungskräfte am Dienstag 1.034 Kontrollen durchgeführt haben und 23 Verstöße gegen die Corona-Verordnung festgestellt haben, gab es keine Anzeigen mehr.

*Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) dankte allen Hallensern, die in den vergangenen Wochen Mundschutze genäht haben. Alleine in den Quartiebüros der Stadt sind in den vergangenen Tagen insgesamt mehr als 2.000 selbstgenähte Masken abgegeben worden.

*Die Havag verteilt in einigen Bussen und Bahnen kostenlos Mundschutze. Seit Beginn der Woche sind so rund 4.000 Stück an die Hallenser ausgegeben worden. Dieser Service soll noch bis Ende des Monats fortgesetzt werden. Gleichzeitig werden an vielen Stellen in der Stadt, z. B. in den Havag-Servicebüros, Masken verkauft.

*Der Bergzoo soll am Donnerstag wiedereröffnen. Allerdings werden Tickets nur über den Onlineshop verkauft und mit einem Zeitfenster zum Einlass versehen. Es dürfen sich nicht mehr als 600 Besucher gleichzeitig im Zoo aufhalten. Die Tierhäuser, Streichelgehege und das Restaurant bleiben geschlossen, die Imbisse haben aber geöffnet.

*Der Bürgermeister rief weiterhin alle Hallenser dazu auf, sich an die Sicherheitsbestimmungen zu halten. "Ich denke wir werden uns weiterhin normalisieren unter diesen Voraussetzungen", sagte er am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.

*Von allen festgestellten Corona-Infizierten in Halle gab es nur vier Kinder. Das berichtet Amtsärztin Christine Gröger. Fast alle Erkrankten in Halle sind demnach Erwachsene, wobei laut Gröger die unter 40-Jährigen zum Großteil wieder gesund sind.

*Obwohl inzwischen rund 121 Schüler und 1.012 Kita-Kinder tagsüber in der städtischen Notbetreuung unterkommen, gebe es keine Kapazitätsprobleme. Das berichtet Katharina Brederlow, Beigeordnete für Soziales. Man könne alle Bestimmungen einhalten und von den Betreuungskapazitäten, die insgesamt zur Verfügung stehen, werden aktuell nur rund sechs Prozent genutzt.

*Am Donnerstag sollen 40 Schulen in Halle teilweise den Betrieb wieder aufnehmen. Wenn Schüler keine professionellen Masken besitzen, könnten sie laut Brederlow auch einen Schal oder eine andere Art Stoff nutzen, das helfe auch.

*Oberbürgermeister Wiegand hält einen finanziellen Rettungsschirm für Kommunen für dringend notwendig. "Ein Rettungsschirm ist unabdingbar. Wir können die Ausfälle noch überhaupt nicht einschätzen", sagt er.

*Die Schutzmasken für Schulen, die von der Landesregierung geliefert werden sollten, sind bisher noch nicht in Halle eingetroffen. Laut Beigeordneter Brederlow sollten sie bis spätestens 5. Mai ankommen. Der Umfang der Lieferung ist allerdings nicht bekannt.

*Die Stadtratssitzung am 29. April soll laut Wiegand maximal drei Stunden lang gehen. So lange könne ein Schutz durch die Mundschutze gewährleistet sein. Über die genaue Vorgehensweise in der Sitzung soll sich allerdings noch beraten werden.

*Die Ladeninhaber sind dafür verantwortlich, dass alle Kunden sich an die Maskenpflicht halten. Das bestätigte OB Wiegand. Bei Verstößen haften demnach auch die Ladeninhaber. In Bussen und Bahnen können Personen ausgeschlossen werden, die sich weigern, einen Mundschutz aufzusetzen.

*Ab welchem Alter auch kleine Kinder Masken tragen müssen, ist nicht eindeutig. Das hänge von der Fähigkeit des Kindes ab, es zu verstehen und durchzuführen, sagt OB Wiegand. Es habe sonst keinen Sinn.

22.04.20: Highlandgames erst 2021

Zum ersten Mal nach zehn Jahren sollten die Highlandgames 2020 wieder in Halle stattfinden. Doch aufgrund der aktuellen Lage ist das Volksfest nun auf Juni 2021 verlegt worden. Die Veranstalter teilen mit, dass bereits gekaufte Tickets ihre Gültigkeit behalten. Die Pferderennbahn Halle soll  Austragungsort bleiben. Händler und Mannschaften können sich  bereits anmelden. Kontakt: info@mitteldeutsche-highlandgames.de

22.04.20: Büros verteilen Stoff für Masken

Der Kinderschutzbund Halle ruft alle Hobby-Näher dazu auf,  Schutzmasken für Mund und Nase zu nähen. Fertige Masken können im Blauen Elefanten oder im Buchladen Cobula in der Staßfurter Straße abgegeben werden. Stoff wird täglich von 16 bis 17 Uhr in den jeweiligen Quartierbüros ausgegeben.

21.04.20: Zoo Halle braucht für Öffnung Vorlaufzeit

Halles Zoo wird kurzfristig nicht seine Türen für Besucher öffnen können. Laut Zoosprecher Tom Bernheim benötige der Bergzoo einige Vorlaufzeit, um die geforderten Sicherheits- und Hygienemaßnahmen umzusetzen. "Bei einem so großen Unternehmen wie dem Zoo ist das nicht von heute auf morgen zu realisieren", so Bernheim.

So müsste beispielsweise der Ticketverkauf auschließlich auf Online-Verkauf umgestellt werden - auch, um die Zahl der Besucher begrenzen zu können. Zudem müsse der Wachschutz wieder intensiviert werden. Außerdem befänden sich zahlreiche Mitarbeiter, so der komplette Besucherservice, in Kurzarbeit. Am Mittwoch will Bernheim Näheres zur Zoo-Öffnung verkünden.

21.04.20: Aktuelle Infos aus der Pressekonferenz der Stadt

*Die Zahl der Corona-Infizierten in Halle steigt weiter nur leicht an. Mit Stand Dienstag gab es 290 Corona-Fälle in der Händelstadt. Das ist nur einer mehr als noch am Montag. 33 Covid-19-Patienten werden in Krankenhäusern behandelt, acht davon auf der Intensivstation. Von allen Infizierten gelten 178 inzwischen wieder als geheilt. Die Zahlen verkündete Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Dienstag auf einer Pressekonferenz.

*Ein weiterer Patient ist am Dienstag in Halle mit dem Coronavirus gestorben. Es handelt sich laut Wiegand um eine 70-jährige Frau, bei der das Virus erst nach ihrem Tod festgestellt wurde. Die Zahl der Toten in Halle im Zusammenhang mit dem Coronavirus ist damit auf insgesamt elf angestiegen.

*Die Lage in der Stadt habe sich inzwischen so weit stabilisiert dass die Kliniken ihre Behandlungskapazitäten wieder frei geben. Es werde nach medizinischen Prioritäten vorgegangen, sagt Wiegand. Der Infektionsschutz sei in allen Krankenhäusern sichergestellt.

*Am Montag haben Sicherheitskräfte der Stadt insgesamt 1.077 Kontrollen durchgeführt und 30 Anzeigen erstattet. In den meisten Fällen handelte es sich um verbotene Personenansammlungen. Bei Läden und Geschäften hat es keine Verstöße gegeben. Seit Montag dürfen in Halle Händler ihre Läden öffnen, wenn sie weniger als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben.

*Am Montag hat die Stadt eine Großlieferung Schutzausrüstung an verschiedene Praxen, Heime und Institutionen verteilt. Die Waren stammen aus den zentralen Lagern des Landes Sachsen-Anhalt. Insgesamt wurden 11.000 OP-Masken, 8.000 FFP2-Masken, 40.000 Paar Einmalhandschuhe und 804 Liter Desinfektionsmittel.

*Am kommenden Montag will OB Wiegand alle halleschen Schulleiter in einer Videokonferenz versammeln. Dann soll darüber beraten werden, wie der Unterrichtsbetrieb wiederaufgenommen werden kann.

*Die Marktstände auf dem halleschen Wochenmarkt sind seit Dienstag etwas anders angeordnet und bis auf den Bereich vor den Ratshof ausgedehnt. Diese Maßnahme soll dazu führen, das Infektionsrisiko zu verringern.

*Eine Maskenpflicht, wie sie aktuell von der Landesregierung diskutiert werde, hält Wiegand für sinnvoll. Wenn alle Menschen Schutzmasken tragen, wäre es möglich, weitere Lockerungen in Halle zu erlassen, sagt er.

*Galeria Kaufhof in der Innenstadt wird vorerst weiter geschlossen bleiben. Eine Ausnahmegenehmigung der Stadt wird es nicht geben, weil Kaufhof ein Normenkontrollverfahren beim Land eingereicht hat. Solange es da keine Entscheidung gibt, will die Stadt keine Erlaubnis erteilen, sagt Wiegand. Kaufhof hat deutlich mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche.

21.04.20: Tourist-Info öffnet Shops wieder

Ab dem heutigen Dienstag ist Halles Tourist-Information mit dem hallesaale*- und Uni-Shop wieder geöffnet. Das Geschäft im historischen Marktschlösschen bietet neben einem Sortiment aus mehr als 300 Halle-Produkten aktuell sieben neue Frühlingsartikel mit vier thematischen Erlebnis- und Geschenkboxen „Verliebt in Halle“, zwei Tassen „Verliebt in Halle“ sowie einem Mehrwegbecher „Händel to go“. Ab Freitag, 24. April stehen auch rote, wiederverwendbare Gesichtsmasken mit dezentem Schriftzug der Stadtmarke hallesaale* zum Verkauf bereit. Die Tourist-Information mit hallesaale*-Shop ist geöffnet: Montag bis Freitag von 10:00 bis 17:00 Uhr sowie Sonnabend von 10:00 bis 15:00 Uhr. Alle Produkte sind ebenso im Onlineshop auf halle-tourismus.de/shop erhältlich.  

21.04.20: Maskenpflicht ab Donnerstag

Sachsen-Anhalt führt eine Pflicht zum Abdecken von Mund und Nase im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen ein. Das hat die Landesregierung nach MZ-Informationen am Dienstagvormittag beschlossen. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hatte dafür geworben. Bislang war der Mund-Nasenschutz in Geschäften, Bus und Bahn lediglich „dringend empfohlen“. Die neue Regelung soll bereits am Donnerstag in Kraft treten. In ersten Informationen aus dem Kabinett war noch von Mittwoch die Rede gewesen. Das Verhängen von Bußgeldern bei Verstößen ist vorerst nicht vorgesehen.

21.04.20: FDP fordert Kulanz bei Knöllchen für Pflegedienste

Die Freien Demokraten im Stadtrat von Halle fordern Kulanz bei der Verteilung von Strafzetteln an ambulante Pflegedienste. Die aktuelle Corona-Lage stelle eine große Belastung für die Beschäftigten in der Pflege dar.

„Durch die aktuellen Beschränkungen müssen viele Menschen zu Hause bleiben oder arbeiten im Homeoffice. Dadurch sind Parkplätze in Wohngebieten stärker genutzt als sonst. Auf die aktuelle Verkehrssituation sind Parkplatzkapazitäten nicht ausgelegt. Wir haben mir vielen Pflegediensten gesprochen und gerade die Mitarbeiter ambulanter Einrichtungen sind von dieser Situation stark betroffen. Die Zeit für die Parkplatzsuche ist im ohnehin straffen Zeitplan oft nicht da und kann besser für die Pflege der Hilfsbedürftigen eingesetzt werden“, sagt die Fraktionsvorsitzende Yana Mark.

Von dieser Kulanzregelung sollen ganz klar solche Behinderungen ausgenommen sein, bei denen z.B. Rettungswege und Feuerwehrzufahrten blockiert werden. Ebenso sollte die Kulanz nur für die Dauer der aktuellen Einschränkungen gelten. „Natürlich ist uns auch in dieser Situation an der öffentlichen Ordnung gelegen, aber den Nöten der zur Zeit wichtigsten Berufen müssen wir mit praktikablen Lösungen begegnen“, so Mark abschließend.

21.04.20: Sommersemester an der Burg startet digital

Das Sommersemester an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle hat am Montag mit digitalen Lehrformaten begonnen. Aufgrund der Corona-Krise wurden in den vergangenen Wochen die hierfür nötigen technischen Infrastrukturen aufgebaut und Lehrangebote entwickelt, die auch digital die spezifischen Anforderungen einer Kunsthochschule berücksichtigen.

„Wir werden uns in diesem Semester auf mitunter Ungewöhnliches einlassen müssen. Dabei versuchen wir, unkonventionelle Lösungen zu finden und neue Wege zu gehen. Den Lehrenden ist natürlich bewusst, dass die Arbeitsbedingungen erschwert sind und wir flexibel, verständnisvoll und unterstützend auf die Studierenden eingehen werden“, versichert Burgdirektor Dieter Hofmann. In den verschiedenen Studiengängen wurden  Konzepte  entwickelt, wie gemeinsame digitale Datenclouds, regelmäßige Videotreffen und individuelle Konsultationen und Gespräche per Telefon, E-Mail oder Video.

21.04.20: Kunden-Center wieder geöffnet

Seit Montag haben die Service-Center der Halleschen Verkehrsbetriebe wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten geöffnet. Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, wurden sie mit Hinweisschildern und Bodenaufklebern zu den erforderlichen Abstands- und Hygieneregeln ausgestattet. Die Verkaufsschalter wurden mit Plexiglasscheiben versehen.

20.04.20: Stadt empfiehlt Gesundheitsfragebogen

Die Stadt Halle empfiehlt Arbeitgebern in der aktuellen Situation, von allen Mitarbeitern täglich vor Dienstantritt einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen zu lassen. Unternehmen können einen entsprechenden Muster-Fragebogen, wie er auch in der Stadtverwaltung zum Einsatz kommt, unter dem folgenden Link kostenlos herunterladen.

https://www.halle.de/push.aspx?s=downloads/News/45334/Muster_fuer_Gesundheitsfragebogen.pdf

20.04.20: FDP kritisiert 800-Quadratmeter-Grenze für Geschäfte

Wie kleinere Läden sollten auch Geschäfte ab einer Größe von 800 Quadratmetern wieder öffnen dürfen. Dafür spricht sich die FDP-Fraktion aus. "Warum ein auf 800 Quadratmeter verkleinertes Geschäft ein größeres Risiko darstellt, als ein Laden mit 700 Quadratmetern Verkaufsfläche, erschließt sich mir nicht“, sagt FDP-Stadtrat Torsten Schaper. Wichtig sei es, dass Abstandsregeln in allen Geschäften eingehalten werden und die Verkäufer Schutzkleidung tragen.

„Aus psychologischer Sicht mag es nachvollziehbar sein, nicht sofort alles wieder zu öffnen, um Innenstädte vor einem Ansturm zu bewahren, aber wirtschaftlich werden damit große Ungleichheiten geschaffen", so Schaper.

In Halle dürfen seit Montag wieder kleinere Geschäfte in der Innenstadt öffnen. Wie Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) in einer Pressekonferenz am Montag mitteilte, sei die Öffnung der Läden gut angelaufen. Die Händler würden die Vorgaben einhalten und die Innenstadt sei wieder ein Stück weit belebt worden.

20.04.20: Fraktionen fordern Geld für Kommunen

Kommunen wie Halle sollen Zuschüsse vom Bund erhalten. Das fordern die SPD-Fraktion sowie die Freien Wähler. Die Corona-Krise habe die Haushaltsplanung der Stadt auf den Kopf gestellt. Hinzu kommen zusätzliche Ausgaben im Sozialbereich und wegbrechende Steuereinnahmen.

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20.04.20: Aktuelles aus der Pressekonferenz der Stadt

*Die Corona-Lage in Halle entspannt sich weiter. Die Zahl der Infizierten stieg am Montag nur leicht um einen auf jetzt insgesamt 289. Noch immer werden 26 Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt, acht davon auf der Intensivstation. 168 Personen gelten inzwischen offiziell als geheilt. Am Sonntag wurden 47 Abstriche durchgeführt. Die Zahlen verkündete Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Montag auf einer Pressekonferenz.

*Seit Montag können viele Geschäfte in Halle wieder öffnen. OB Wiegand hat sich am Morgen selbst ein Bild von der Lage in der Stadt gemacht und ist zufrieden: "Der erste Eindruck ist sehr positiv. Die Gewerbetreibenden versuchen sehr gewissenhaft, sich an die vorgegebenen Regeln zu halten", sagte er.

*Er empfiehlt jedoch weiterhin allen Kunden und Verkäufern einen Mund- und Nasenschutz zu tragen, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Wenn Gewerbetreibende Fragen zur neuen Eindämmungsverordnung haben, können sie sich an petra.sachse@halle.de wenden.

*In Sachsen-Anhalt sind Veranstaltungen bis 1.000 Teilnehmern unter strengen Auflagen erlaubt. Allerdings könne die Stadt keine Planungssicherheit geben, sagt Wiegand. Die Veranstalter würden ein großes Risiko tragen. Der OB hat beim Ministerpräsidenten angefragt und darum gebeten, Großveranstaltungen ab 500 Personen zu untersagen.

*Es habe sich gezeigt, dass das öffentliche Leben wieder Fahrt aufnimmt, sagt Wiegand. "Das ist gut so und wird auch von uns ausdrücklich begrüßt". Dennoch müssten die Einschränkungen gewahrt werden, um eine zweite Ansteckungswelle zu verhindern.

*Die Kindernotbetreuung wird in dieser Woche deutlich stärker in Anspruch genommen, als in der vergangenen Woche. Mehr als 600 Kinder wurden alleine am Montag betreut. Das sind rund 300 mehr als noch in der vergangenen Woche.

*Am Donnerstag startet der Schulbetrieb ab der 9. Klasse wieder. Wie genau das vonstatten geht, liegt in der Entscheidung der jeweiligen Schulen. "Ich kann allen Schülerinnen und Schülern empfehlen, sich selbst mit Schutzmasken auszurüsten", sagt Katharina Brederlow, Beigeordnete für Soziales. Die erwartete Lieferung mit Schutzausrüstung für die Schulen ist bislang noch nicht in Halle eingetroffen. Eltern und Schüler sollten sich selbstständig auf den Internetseiten ihrer Schulen informieren, wie genau der Unterricht in den nächsten Tagen wieder anläuft, sagt Brederlow.

*OB Wiegand möchte weiterhin keine Maskenpflicht in Halle einführen. Die Beschränkungen sollen "so gering wie möglich" gehalten werden, sagt er.

*Wenn alle Hygienevorschriften angewendet werden, dann könnten laut Wiegand nun auch wieder Gottesdienste stattfinden, wenn maximal 50 Personen daran teilnehmen.

20.04.20: Museen der Stiftung Händel-Haus bleiben bis einschließlich 4. Mai 2020 geschlossen

Die Schließung des Händel-Hauses sowie des Wilhelm-Friedemann-Bach-Hauses wird bis einschließlich Montag, dem 4. Mai 2020 verlängert. Alle Führungen, Vorträge und Konzerte sowie Gastveranstaltungen in dem besagten Zeitraum müssen ebenso ausfallen. Bereits erworbene Tickets für Eigenveranstaltungen der Stiftung Händel-Haus werden unter Vorlage des originalen Tickets erstattet. Eine Erstattung ist frühestens nach dem 4. Mai 2020 im Händel-Haus möglich. Darüber hinaus wurde die gemeinsame Museumsnacht von Halle und Leipzig am 9. Mai 2020 offiziell abgesagt.

19.04.20: Aktuelles aus der Pressekonferenz der Stadt

*Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) spricht sich weiterhin für das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasenschutzes in Bussen und Bahnen des Öffentlichen Nahverkehrs sowie in Verkaufseinrichtungen aus. „Ich halte diesen Schritt für notwendig, damit es weitere Lockerungen im öffentlichen Leben geben kann“, sagte der OB am Sonntag. Allerdings werde es in Halle keinen Alleingang geben.

*Wiegand setzt auf die 5. Eindämmungsverordnung des Landes, die ab 4. Mai gültig wird. Entscheidend sei, wie sich der Verlauf der Corona-Pandemie gestalte. Das Aufheben von Beschränkungen sei nur möglich, wenn es keinen drastischen Anstieg der Fallzahlen gibt.

*Am Montag kehrt die Straßenbahn in Halle zu ihrem Regelfahrplan zurück, die Busse folgen ab 23. April. In den Service-Centern der Havag im Neustadt-Zentrum und in der Großen Ulrichstraße wollen Mitarbeiter des Verkehrsunternehmens Schutzmasken für einen Euro pro Stück verkaufen. Außerdem wollen Team der Havag ab Montag in den Bahnen Schutzmasken kostenlos verteilen, um die Fahrgäste für das Tragen der Schutzausrüstung zu sensibilisieren.

*Bei den flächendeckenden Tests in den Alten- und Pflegeheimen der Stadt gibt es mittlerweile elf positive Befunde. Betroffen sind sieben Einrichtungen. Alle positiv getesteten Mitarbeiterinnen hätten keine Krankheitssymptome gezeigt. Sie müssen nun in Quarantäne. Kontaktpersonen werden ermittelt. „Wir konzentrieren uns jetzt darauf, Abstriche von allen Bewohnern der sieben Heime vorzunehmen“, sagte Amtsärztin Christine Gröger. Es handele sich um circa 320 Personen.

*Durch die positiven Befunde ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Hallenser auf 288 gestiegen. 168 von ihnen sind geheilt – sechs mehr als noch am Samstag. 31 Patienten müssen stationär behandelt werden, davon stammen zehn Erkrankte aus Halle. Sechs Patienten sind in intensivmedizinischer Betreuung.

*Die Kindertagesstätten in Halle sind darauf vorbereitet, die Notbetreuung in den Kitas am Montag weiter auszudehnen. Zuletzt wurden werktags etwa 300 Mädchen und Jungen pro Tag in den Kitas betreut. Unter anderem durch die Öffnung von Geschäften kommen ab Montag weitere Berufsgruppen hinzu, die das Angebot nutzen können. „Wir können heute noch nicht abschätzen, um wie viele Kinder es sich handeln wird. Mit den Formularen, die auf der Homepage der Stadt abrufbar sind, gehen die Eltern direkt in die Einrichtungen“, sagte die Beigeordnete für Soziales und Bildung, Katharina Brederlow, am Sonntag. Das sei unabhängig davon, ob es sich um eine städtische Kita oder eine Einrichtung in freier Trägerschaft handele. Aufrechterhalten bleibt das Angebot der Stadt, bei Härtefällen auch eine Kinderbetreuung zuzulassen, wenn die Eltern nicht in systemrelevanten Berufen arbeiten. Hierfür kann per Mail über suche-kinderbetreuung@halle.de eine Anfrage an die Stadt gestellt werden. Eine Antwort soll innerhalb von 24 Stunden folgen. Wie Brederlow zudem betonte, werden für April keine Gebühren für die Kinderbetreuung erhoben – und zwar unabhängig davon, ob Kinder nun in der Notbetreuung sind oder nicht.

*Ab Montag dürfen Geschäfte wieder öffnen – wenn die Verkaufsfläche eine Größe von 800 Quadratmetern nicht übersteigt. „Wir rechnen mit vielen Fragen und Anträgen auf Ausnahmegenehmigungen“, so Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos). Wiegand hatte bereits angekündigt, im Einzelfall eine großzügige Auslegung anzustreben. „Die Gewerbefreiheit ist im Grundrecht wie die Versammlungsfreiheit verankert. Jeder Tag, den Geschäfte länger geschlossen bleiben müssen, verschärft die wirtschaftliche Lage.“ Vor allem große Center mit mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche fühlen sich von der Landesregelung benachteiligt. Wie der OB am Samstag bereits informierte, hat Galeria Kaufhof Klage eingereicht.

18.04.20: Aktuelles aus der Pressekonferenz der Stadt

*Die Stadt Halle will bei der Öffnung von Ladengeschäften ab Montag gegenüber den Inhabern einen großzügigen Maßstab anlegen. Das kündigte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Samstag auf der Pressekonferenz der Stadt an. Nach der neuen Verordnung des Landes dürfen Geschäfte wieder öffnen, wenn die Verkaufsfläche 800 Quadratmeter nicht überschreitet.

„Es gibt Fälle, in denen die Quadratmetergrenzen knapp überschritten werden. Wir sind bemüht, dann auch für diese Händler eine Lösung zu finden“, so Wiegand. Man könne beispielsweise Treppenanlagen oder Lagerräume von der Verkaufsfläche abziehen, wenn sie in Baugenehmigungen oder bei der Betriebserlaubnis zum Verkaufsraum dazugerechnet werden. Wichtig sei es, die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Wiegand kündigte zudem an, sich gegenüber dem Land auch dafür einsetzen zu wollen, dass größere Geschäfte bis hin zu Kaufhäusern ebenfalls wieder öffnen dürfen sollen – wenn sie sich ansonsten an die Regeln der Eindämmungsverordnung halten. In einigen anderen Bundesländern ist es Kaufhäusern gestattet, zu öffnen, wenn sie Bereiche so abtrennen, dass sie die 800 Quadratmeter Verkaufsfläche einhalten. In Sachsen-Anhalt ist es nicht gestattet.

Nach Angaben des OB hat Galeria Kaufhof daher gegen das Land Klage eingereicht. Wiegand wies zudem darauf hin, dass sich auch in Geschäften nur jeweils ein Kunde pro zehn Quadratmeter aufhalten dürfe. Schlangen innerhalb der Läden müssen vermieden werden. Er rate allen Kunden, nur mit Mundschutz die Geschäfte zu betreten.

*Am 23. April sollen auch die Schulen in Halle schrittweise wieder ihren Betrieb aufnehmen – zunächst nur mit „prüfungsvorbereitenden Angeboten“ für die Abschlussjahrgänge an Gymnasien, Sekundarschulen und Berufsbildenden Schulen. Das Land will dafür am Montag an die Stadt Halle Schutzmasken und Desinfektionsmittel liefern, die dann bis zum Mittwoch – einen Tag vor Schulstart – an die betreffenden Bildungseinrichtungen ausgegeben werden sollen.

Laut der zuständigen Sozialbeigeordneten Katharina Brederlow sei aber noch nicht bekannt, wie viele Masken das Land zur Verfügung stellt – und ob sie tatsächlich für Schüler und Lehrer in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen werden. Die Stadt stattet ihr Personal (Sekretärinnen, Hausmeister, Sozialarbeiter) selbst aus. Wie Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) zudem sagte, will das Innenministerium die Stadt mit einer Lieferung von 4.000 FFP-II-Masken, 7.000 FFP-III-Masken sowie 1.300 OP-Mundschützen versorgen.

*In der Stadt halle hat sich die Verbreitung des Coronavirus weiter verlangsamt. Am Samstag waren 277 Infizierte bekannt, ein Plus von zwei Personen im Vergleich zum Freitag. 162 Patienten davon gelten als geheilt, vier mehr als am Vortag. 32 Personen befinden sich in klinischer Behandlung, darunter neun Hallenser.

Am Freitag wurden 444 weitere Abstriche vorgenommen, die Mehrzahl davon (284) in Alten- und Pflegeheimen. Seit Dienstag wurden in 27 von 56 Einrichtungen über 1.000 Test vorgenommen. „Es ergibt sich ein stabiles Bild. Alle Test waren bislang negativ“, so Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos). Bis Mitte der neuen Woche soll mit Unterstützung der Krankenkassen in allen 56 Heimen das Personal getestet worden sein.

*Die Stadt richtet sich darauf ein, ab Montag die Notbetreuung in Schulen und Kindertagesstätten wieder aufzunehmen. Das neue Formular zur Notbetreuung, das betroffene Eltern ausfüllen müssen, soll noch am Wochenende auf der Homepage der Stadt Halle abrufbar sein. „Dort sind dann alle neue Berufsgruppen aufgeführt, die ein Anrecht auf Notbetreuung haben, wenn Kinder nicht anders betreut werden können“, sagte die zuständige Beigeordnete für Soziales, Katharina Brederlow.

Die Stadt kündigte zudem auch, auch Eltern helfen zu wollen, die nicht zu den systemrelevanten Berufsgruppen zählen aber dennoch große Probleme haben, ihre Kinder betreuen zu können. Die Situation in der Stadt erlaube diese Möglichkeit. Man werde innerhalb von 24 Stunden den jeweiligen Einzelfall entscheiden, versprach Brederlow. Die Stadt empfehle in Kitas einen Betreuungsschlüssel von fünf Kindern pro Erzieherin, in Krippen ein Verhältnis von 2:1.

*In der Stadt Halle haben Ordnungsamt und Polizei am Freitag bei 956 Kontrollen insgesamt 20 Verstöße festgestellt. 14 davon betrafen Personenansammlungen, auch auf Spiel- und Sportplätzen sowie Freizeiteinrichtungen.

*Die für Dienstag geplante Sitzung des Finanzausschusses als Video-Konferenz fällt aus. Stattdessen hätten sich die Fraktionen darauf verständigt, vor der Stadtratssitzung am 29. April beraten zu wollen, so Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Samstag.

17.04.20: "Friedensglocken von Halle" zum Jahrestag vom Kriegsende

Am 19.4. dieses Jahres jährt sich zum 75. Mal das Ende des Zweiten Weltkrieges in Halle, denn um 10.55 Uhr schwiegen in der Stadt endgültig die Waffen. Seit zehn Jahren läuten aus diesem Grund jährlich die Glocken der halleschen Kirchen als "Friedensglocken von Halle".Trotz Corona werden auch in diesem Jahr am 19.4. um 10.55 Uhr für zehn Minuten zumindest die Glocken der Marktkirche läuten und an das bedeutsame Datum erinnern. Die internationale Felix Graf von Luckner Gesellschaft ruft die Hallenserinnen und Hallenser ausdrücklich auf, zu Hause zu bleiben und stiller Einkehr dem Läuten der "Friedensglocken von Halle" zu lauschen.

17.04.20: Aktuelles aus der Pressekonferenz der Stadt

*Am Freitag galten insgesamt 158 Hallenser als geheilt. Das sind 15 mehr als noch am Donnerstag. Mit einem neuen Infektionsfall gibt es jetzt 275 bestätigte Corona-Infektionen bei Hallensern. Aktuell sind 33 Menschen in Halle schwer erkrankt und werden stationär versorgt. Zwei mehr als am Donnerstag. Davon sind neun Hallenser. Acht Menschen müssen derzeit intensiv behandelt werden, zwei weniger als gestern. Zehn Tote beklagt die Stadt aktuell, acht davon laut Oberbürgermeister Bernd Wiegand "mit dem Virus", zwei "an dem Virus".

*396 Abstriche wurden am Donnerstag in Halle gemacht, 109 mehr als am Vortag. Die Vedopplungsrate  liegt derzeit bei 19 Tagen.

*Auch in den Pflegeheimen der Stadt werden weiter viele Abstriche genommen. Laut dem OB ist das der große Unterscheid zu anderen Städten. Seit Dienstag wurden 15 der insgesamt 56 Einrichtungen getestet, sagte Wiegand. Es gehe darum, einen detaillierten Überblick zur Lage in den Pflegeheimen zu erhalten. Aktuell gebe es keine Auffälligkeiten. Noch liegen aber auch nicht alle Ergebnisse vor.

*Die Stadtwerke haben am Donnerstag 10.000 FFP2 Masken an die Stadt weitergereicht, sagte der OB. Die Kunsthochschule Burg Giebichenstein wird demnächst 1.000 Masken aus dem 3D Drucker an die Stadt übergeben. Interessierte, die die Masken selbst drucken wollen, können sich die Daten auf der Internetseite der Burg bald herunterladen. Die Stadt hat erneut Mundschutze an die Markthändler und die Quartiersmanager ausgegeben. Inzwischen wurden fast 5.000 Masken über die Quartiersmanager kostenlos verteilt. Die Versorgung, so der OB, ist auch für die nächsten neun Tage sichergestellt.

*Die Verwaltungsstandorte der Stadt sind bis einschließlich 3. Mai in eingeschränktem Betrieb. Der OB verweist auf den elektronischen Weg der Kontaktaufnahme.

*899 Kontrollen wurden am Donnerstag im Stadtgebiet durchgeführt. 40 Verstöße wurden registriert. Fast alle betrafen Personenansammlungen.

*Laut OB wurde die Eindämmungsverordnung um eine Präambel ergänzt. Demnach basiert ein Großteil der Regeln auf Freiwilligkeit und kann nicht staatlich vorgeschrieben werden. Der OB appellierte nochmals daran, im Sinne der Gemeinschaft zu handeln. Der OB sagte, er hätte sich noch mehr Lockerungen gewünscht. Dennoch sei er froh über die Wiedereröffnung der Läden ab Montag.

*Die Kitas sind weiter geschlossen. Es sind aber Ausnahmen möglich. Sie können beantragt werden unter der Mailadresse: tino.sattler@halle.de

*Wiegand möchte auch Religionsgemeinschaften wieder ermöglichen, Gottesdienste abzuhalten, wenn Mund-Nasen-Schutze getragen werden. "Hier sollte von Seiten des Landes nachgebessert werden."

*So genannte Balkonkonzerte sind laut dem OB möglich. Konzerte also, die zum Beispiel in einem Hof mit Zuschauern stattfinden, die den gebotenen Abstand zueinander einhalten.

*Ab Montag nimmt die HAVAG die 15-Minuten-Taktung wieder auf.

*Laut Amtsärztin Christine Gröger wurden an den einzelnen Tagen in den Pflegeheimen in Halle erst 88 Proben, dann 244 und schließlich 265 genommen. "Das sind sehr große Zahlen", so Gröger. Sie spricht von einem immensen Kraftakt. Allerdings gebe es auch einen positiv getesteten Mitarbeiter.

*Ab dem 20.4. wird der MDK eine bundesweite Hotline für die Pflegeheime schalten, so die Amtsärztin. Dort gibt es dann spezielle Tipps für die Pflegedienste, wie mit dem Coronavirus umzugehen ist.

*Laut Katharina Brederlow, Beigeordnete für Bildung und Soziales, gibt es die Möglichkeit der Kindernotbetreuung. (Email: suche-kinderbetreuung@halle.de)

*Zum Schlüsselpersonal zählen laut Brederlow auch alle Schulsekretärinnen, Hausmeister, alle pädagogischen Mitarbeiter und die Schulsozialarbeiter.

*Circa 500 Personen befinden sich in Halle derzeit in Quarantäne.

*Die Träger sollen die Kosten für die Kitas für den Mai erst ab Juni einziehen. Darum hat die Stadt sie gebeten, sagte Brederlow.

*Die Familienkasse bracht aktuell acht Wochen, um Anträge zu bearbeiten. Diese Frist, so Brederlow, müsse verkürzt werden.

*Laut der Amtsärztin sind ohnehin nur Stoffmasken zum Mehrfachgebrauch geeignet. Die sollten nach Gebrauch in einem Topf mit heißem Wasser ausgekocht werden oder in der Waschmaschine gewaschen werden. Masken aus Apotheken sind nur einen Tag nutzbar.

*Zum Stichwort Buchlesen in der Öffentlichkeit, auf einer Parkbank oder auf der Wiese, erklärte Wiegand nun: "Das ist zulässig."

17.04.20: Balkonkonzerte nach Einzelfallprüfung möglich

Das Landesverwaltungsamt hat die Landkreise und kreisfreien Städte aus gegeben Anlass in einem Rundschreiben für die Thematik der Balkonkonzerte sensibilisiert und darauf hingewiesen, dass es Aufgabe der Kommunen ist, vor Ort genau zu prüfen, ob geplante Vorhaben die strikten Vorgaben einhalten und stattfinden können oder die Genehmigung versagt werden muss. Um eine einheitliche Umsetzung in allen Landkreisen und kreisfreien Städten zu erleichtern, hat das Landesverwaltungsamt in einem Schreiben noch einmal auf die zwingende Notwendigkeit einer Einzelfallprüfung hingewiesen. Für diese Entscheidung soll zur fachlichen Beurteilung das jeweilige Gesundheitsamt hinzugezogen werden. Bei dieser Entscheidung steht das Landesverwaltungsamt gerne als Ansprechpartner zur Seite. 

16.04.20: Aktuelles aus der Pressekonferenz der Stadt

*Am Donnerstag ist ein weiterer Corona-Patient in Halle gestorben. Es handelt sich dabei laut Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) um einen Bewohner des Altenpflegeheims "Villa Frosch". Die Zahl der Corona-Toten in Halle ist damit auch insgesamt zehn gestiegen.

*Die Anzahl der geheilten Einwohner der Stadt steigt weiter stetig an. Am Donnerstag galten insgesamt 143 Hallenser als gesund. Das sind zwölf mehr als noch am Mittwoch. Mit sieben neuen Infektionsfällen gibt es jetzt 274 bestätigte Corona-Infektionen bei Hallensern.

*Im Krankenhaus werden derzeit 31 Personen wegen Covid-19 behandelt, zehn von ihnen auf Intensivstation.

*Am Mittwoch wurden in Halle 287 Abstriche durchgeführt worden.

*"Alle beginnen damit, das öffentliche Leben langsam wieder anlaufen zu lassen", sagt OB Wiegand. Durch die neue Eindämmungsverordnung seien jedoch bis mindestens zum 4. Mai weiterhin klare Regeln in Kraft.*

*Das geschäftliche Leben in Halle könne laut Wiegand in den nächsten Wochen wieder beginnen, weil nur wenige Geschäfte eine Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmeter haben.

*Ein Großteil der 266 Strafanzeigen, die die Stadt in den vergangenen Wochen erstellt hat, gehen auf unerlaubte Personenansammlungen zurück. Diese blieben laut Wiegand auch weiterhin verboten.

*Die Havag wird zum 15-Minuten-Takt zurückkehren. Ab Montag sind auch die beiden Havag-Servicecenter in Neustadt und der Innenstadt wieder geöffnet.

*Das Tragen von Mundschutz ist zwar noch immer keine Pflicht in Halle, OB Wiegand empfiehlt es aber allen Hallensern "dringend". Am Donnerstag hat die Stadt auch eine erste Lieferung von Schutzmasken erhalten, die mit dem 3D-Drucker der Kunsthochschule Burg Giebichenstein hergestellt wurden.

*Die Verteilung von Masken über die Büros der Quartiermanager und auf dem Wochenmarkt soll weiter ausgebaut werden. Täglich erhält jedes Quartierbüro 300 Schutzmasken, die kostenlos ausgegeben werden. Außerdem stellt die Stadt den Händlern auf dem Wochenmarkt jeden Tag 500 Masken zur Verfügung. Wiegand ermutigte wiederholt alle Hallenser, selbst Masken zu nähen. "Sie schützen damit sich und andere", sagt er.

*Weil bis Ende August in Sachsen-Anhalt alle Großveranstaltungen untersagt sind, muss auch das Laternenfest ausfallen. Der Corona-Krisenstab habe diese Entscheidung einstimmig bestätigt, sagt Wiegand. Nach den Händelfestspielen war es die zweite Großveranstaltung in der Stadt, die abgesagt wurde.

*"Jede Lockerung, die wir in den nächsten 14 Tagen durchführen, wird unvermeidbar zu einem Anstieg neuer Fälle führen", sagt Wiegand. Deshalb sei auch die vierte Eindämmungsverordnung nur ein Versuch, der ständig kontrolliert und angepasst werden müsse. Es gebe große regionale Unterschiede bei der Ausbreitung des Coronavirus. Die Zahlen für Halle seien jedoch seit Tagen stabil.

*Während die Schulen für den Unterricht geschlossen sind, seien sie alle gründlich gereinigt worden, sagt Katharina Brederlow, Sozialbeigeordnete der Stadt. Wenn der Unterricht wieder anläuft, sollen dann die Toiletten und auch die Türklinken zweimal täglich gereinigt werden. Die Einhaltung der Hygieneregeln sei wichtig, es werde genug Seife zur Verfügung stehen.

*Brederlow empfiehlt allen Schülern auf dem Schulweg eine Schutzmaske zu tragen, eine Pflicht sei es jedoch nicht. Den Schülern werden auch von offizieller Seite keine Masken zur Verfügung gestellt, das sei Aufgabe der Eltern.

*852 Schülerinnen und Schüler starten in Halle in der kommenden Woche ihre Abiturvorbereitungen.

*Die Notbretreuung von Kita-Kindern können ab nächster Woche nun auch weitere Berufsgruppen in Anspruch nehmen. Die Stadt will dazu jetzt ihre Formulare ändern. Künftig können dann auch Eltern ihre Kinder in die Notbetreuung geben, die als Lehrer oder Verkäufer arbeiten oder wenn nur ein Elternteil in einem sogenannten "systemrelevanten" Beruf tätig ist.

*Oberbürgermeister Wiegand kritisierte, dass man inzwischen fast nicht mehr von einer "Notbetreuung" in den Kitas sprechen könne, weil viele Berufsgruppen ihre Kinder betreuen lassen könnten. Dennoch sei er mit der Maßnahme einverstanden.

*Ideen, das Laternenfest eventuell später im Jahr stattfinden zu lassen, schob der OB einen Riegel vor. Es gehöre eine Menge Vorbereitung dazu und die Stadt sieht keine Möglichkeit dazu, es noch in diesem Jahr stattfinden zu lassen. Im Winter mache sich das Fest nicht so gut, sagt Wiegand. "Wir bedauern das sehr. Wir versuchen das im nächsten Jahr um so besser und schöner nachzuholen", sagt Wiegand.

*Der Vorrat an Schutzmasken für die Bevölkerung reiche derzeit für rund zehn Tage.

16.04.20: Gutscheinaktion soll Firmen helfen

Die Coronakrise bedroht Unternehmen in allen Branchen. Daher haben die Sparkassen unter „#gemeinsamdadurch“ eine neue Plattform ins Leben gerufen, um ihnen zu helfen: mit dem Kauf von Online-Gutscheinen. Die Devise der Aktion lautet: „Jetzt kaufen. Jetzt retten. Später einlösen.“ Diese Initiative sei auf die Zeit der Coronakrise beschränkt, heißt es in einer Mitteilung. Sie solle Unternehmen helfen, die aktuell kaum oder gar keine Umsätze mehr generieren können. Wer seinen Händler um die Ecke unterstützen will, könne dies nun selbst tun. Auf der Plattform können sich Geschäfte und Unternehmen registrieren und Gutscheine von zehn bis 100 Euro anbieten. Kunden können sie direkt kaufen und nach der Coronakrise dort einlösen. Mit dem Gutscheinerlös haben die Händler aber schon während der Krise mehr Geld in der Kasse, um ihre Rechnungen zu bezahlen. Die Gutscheinsumme komme 1:1 bei den Unternehmen an. Mehr Informationen unter: helfen.gemeinsamdadurch.de

16.04.20: Youtube blockt Pressekonferenz

Nach wiederholten Problemen mit den Live-Übertragungen der Pressekonferenzen zur Corona-Krise bei YouTube hat die Stadt Halle Kontakt mit dem Anbieter aufgenommen. Der Upload der Daten sei nicht angenommen worden, so ein Stadtsprecher. Der tägliche Live-Stream sei zuletzt von 2.500 Abonnenten verfolgt worden.

16.04.20: Weitere Stoffgeschäfte bieten Masken an

Mittlerweile bieten unter anderem auch zwei weitere Stoffgeschäfte Masken an: Das „Patch& Work“ in der Gütchenstraße 14 hat die Erlaubnis, selbstgenähte Masken trotz Schließung an der Tür zu verkaufen. Die Baumwoll-Bedeckungen aus eigener Produktion kosten acht Euro. Auch Renata Marozaite-Henze vom Stoffgeschäft „Paule& Paulinja“ in der Freiimfelder Straße 20 hat Nasen-Mundschutz hergestellt und  verkauft diesen nach  Terminvereinbarung (Tel.: 0178/7762669).

15.04.20: Lange Schlange für Mundschutz

In Halle gibt es einen Ansturm auf Schutzmasken und selbst produzierte Mund/Nase-Bedeckungen. So bildete sich am Mittwoch vor dem Studio der Modedesignerin Laura Cugat Schoch in der Ludwig-Wucherer-Straße eine mehrere hundert Meter lange Schlange. Die Künstlerin näht und verkauft dort Masken. Jeweils mittwochs von 14 bis 16 Uhr will sie die Schutzausrüstung ausgeben – solange der Vorrat reicht.

15.04.20: Aktuelle Infos aus der Pressekonferenz der Stadt

Die Stadt Halle bereitet sich darauf vor, auch Gaststätten und Kneipen nach dem 19. April unter Auflagen wieder zu öffnen. Zunächst müsse man aber abwarten, auf welchen weiteren Fahrplan in der Corona-Krise sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder einige. „In Gaststätten lässt sich eine Mundschutzpflicht sicher schwer umsetzen. Hier ginge es nur über die Abstandsregelung und eine strenge Hygiene“, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Mittwoch auf der turnusmäßigen Pressekonferenz. Auch sei die Stadt in der Lage, Schulen und Kitas wieder zu öffnen – und zwar für alle Kinder und Jugendliche. Die Stadt würde dann Schutzmasken neben den Schülern auch für ihre Personal wie Sekretärinnen oder Hausmeister stellen. Lehrer etwa müssten sich selbst versorgen oder sich Schutzausrüstung von ihren Arbeitgebern zur Verfügung stellen lassen.

Unterdessen steigt die Infektionsrate nur leicht an. Am Mittwoch wurden 267 Hallenser gemeldet, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden – ein Plus von vier Personen zum Vortag. 17 Patienten wurden als geheilt gemeldet – ihre Zahl stieg damit auf 131. 36 Patienten müssen stationär betreut werden, darunter elf Hallenser. 17 Kranke werden intensivmedizinisch betreut. Unterdessen geht es den vier Patienten aus Italien, die im Bergmannstrost versorgt werden, zunehmend besser, so Amtsärztin Christine Gröger.

Laut Gröger haben auch die Tests des Personals in den 56 Alten- und Pflegeheimen der Stadt begonnen. In 21 Einrichtungen wurden von drei Teams des Gesundheitsamtes bereits Abstriche vorgenommen. Die anderen Häuser sollen über die Krankenkassen überprüft werden. Die ersten Ergebnisse sollen am Donnerstag vorliegen. Mitte nächster Woche soll dann der Test aller Heime abgeschlossen werden. Gröger kündigte an, dass danach die ambulanten Pflegedienste in den Fokus rücken. „Das Personal ist aber jetzt schon aufgefordert, Tests vornehmen zu lassen“, sagte Gröger.

Wie am Dienstag gab es unterdessen massive technische Probleme bei der Stadt. So war die Live-Übertragung der Pressekonferenz auf dem Internetkanal Youtube nicht zu sehen. Auf der Homepage der Stadt, auch hier wurde die PK ausgestrahlt, hakte und stockte die Übertragung. (mz)

15.04.20: Women in Jazz wird verlegt

Das 15. Festival Women in Jazz kann nicht wie geplant vom 25. April bis 9. Mai stattfinden. Stattdessen wird es ein Women in Jazz Festival virtuell und ein Replacement Festival vom 29. August bis 9. September geben.

15.04.20: CDU will Kitas öffnen

Mehrere CDU-Stadträte setzen sich für die Öffnung von Kindertagesstätten ein. „Nicht nur Schul-, sondern auch Kita-Kinder sollten wieder eine Einrichtung besuchen dürfen“, sagt Johannes Streckenbach. Damit widerspricht er den vorgeschlagenen Maßnahmen der Wissenschaftsgesellschaft Leopoldina, mit denen Deutschland schrittweise wieder in den Alltag zurückkehren soll. Das Expertengremium hatte angeregt, dass Grundschulklasse mit bis zu 15 Kindern wieder in den Lehrbetrieb einsteigen. Kitas sollten aber bis zum Sommer geschlossen bleiben.

„Die Abstandsregel können weder in Schulen noch in Kitas eingehalten werden“, argumentiert Streckenbach. Er schlägt vor, die Kitagruppen stattdessen im wöchentlichen Wechsel zu betreuen. „Damit könnten die Kinder zumindest im Wechsel ihre Isolation verlassen“, sagt der CDU-Politiker.  Ansonsten stehe ihre emotional-soziale Entwicklung auf dem Spiel. Unterstützung bekommt er vom CDU-Stadtrat und Bundestagsabgeordneten Christoph Bernstiel. Sobald Eltern in ihren Berufsalltag zurückkehren, bräuchten sie wieder eine Kinderbetreuung.

Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) betonte, dass die Stadt nicht zwischen Kitas und Schulen unterscheide und generell die Beschränkungen lockern will.

15.04.20: Kiez-Döner in Halle von einem Unglück ins nächste

Die Stühle sind hochgestellt, die Schirme eingeklappt: Schon vor dem Kiez Döner in Halle sieht man, dass sich im Bistro kein Fleischspieß mehr dreht und keine Fladenbrote mehr gefüllt werden. „Wir haben geschlossen, es ging einfach nicht anders“, sagt Ladeninhaber Ismet Tekin. Er habe auch einen Straßenverkauf ausprobiert, der ja erlaubt sei. „Doch das Geschäft läuft gerade einfach nicht, wir kamen von einem Unglück in das nächste: erst der Anschlag, dann Corona.“

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14.04.20: Diaby erstellt Liste

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Karamba Diaby hat seine Bürgersprechstunden in Telefonsprechstunden umgewandelt. Außerdem ist er auch in anderen Bereichen aktiv. So hat er eine Liste  aller ihm bekannten  Einzelhändler erstellt, die trotz Schließung ihrer Geschäfte weiterhin ausliefern. „Ich bin quasi ein Info-Lieferdienst“, sagt Diaby.

Die Liste ist unter  www.karamba-diaby.de einsehbar.

14.04.20: Kinderstadt wird digital

Auch die Kinderstadt Halle bekommt aufgrund der Corona-Krise ein anderes Gesicht. Statt der Aktionen auf der Peißnitz, die vom 26. Juni bis 1. August geplant waren, gibt es unter anderem ein weitgehend digitales Alternativkonzept. Das soll in dieser Woche vorgestellt werden.

14.04.20: Aktuelle Informationnen aus der Pressekonferenz der Stadt

*Bis spätestens Anfang nächster Woche sollen die Pflegekräfte in den Pflegeheimen in Halle durchgetestet werden, erklärte Amtsärztin Christine Gröger.

*Halles Streetworker waren auch über de Osterfeiertage in der Stadt unterwegs. Laut Katharina Brederlow, der Beigeordneten für Bildung und Soziales, trafen sie nur wenige Jugendliche an, die meistens zu zweit unterwegs waren. Insbesondere Jugendliche mit Migrationshintergrund gilt es zukünftig noch mehr auf die Regelungen hinzuweisen, so Brederlow. Die Streetworker werden auch weiterhin an den Jugendtreffs nachsehen. Sie sind für die Jugendlichen zudem telefonisch erreichbar.

*Oberbürgermeister Bernd Wiegand erklärte, dass die Stadt weiterhin Mundschutze am Markt verteilen möchte. Am heutigen Dienstag gilt beim Markteinkauf erstmals Mundschutzpflicht.

*Veranstaltungen mit bis zu 500 Personen wird es laut dem OB frühestens in 20 Tagen in Halle geben. Und auch nur dann, "wenn wir die nächsten 20 Tage gut überstehen." Der OB sieht Einschränkungen im öffentlichen Leben weiterhin als wichtig an, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen - und auch, um die Todesfälle in Halle klein zu halten.

*Wiegand sagte, er sei auch jetzt schon dafür, die Regelungen in der Stadt zu lockern. Denn aus seiner Sicht hat Halle einige Tage Vorsprung bei der Prävention. Die Stadt Halle will aber die im ganzen Land bis zum 19. April geltenden Einschränkungen einhalten.

*Jeder Pflegeheimmitarbeiter muss schon jetzt vor Dienstantritt einen Gesundheitsbogen ausfüllen. Ob die Tests beim Pflegepersonal in der ganzen Stadt im regelmäßigen Turnus stattfinden, konnte Amtsärztin Gröger zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen. Nachtestungen sind zumindest in der Planung.

*Der OB nannte die ab heute geltende Mundschutzpflicht auf dem Markt für Verkäufer und für Käufer eine "dringende Empfehlung." Es geht, so der OB, darum, dass mit dem Mundschutz verhindert wird, das Virus weiterzugeben. Mundschutze verhindern aber nicht, sich anzustecken. Eine Maskenpflicht im ÖPNV wird wohl kommen, ließ der OB durchblicken.

*Mit den Mundschutzen hat die Stadt am heutigen Dienstagmorgen zunächst die Händler ausgestattet. "Es gibt immer eine Möglichkeit, eine Maske zu bekommen", sagte der OB. Er verwies auf Ladengeschäfte, auf Apotheken und auf die eigene Familie eines jeden, in der sicherlich jemand Masken herstellen kann.

*Die Verteilung von Mund-Nase-Masken in den Quartierbüros in Halle, ist zumindest für die nächsten Tage gesichert, so der OB. Darüberhinaus sei jeder Bürger auch selbst verpflichtet, für seine Gesundheit zu sorgen.

*Die Amtsärztin rät eher davon ab, auf Anti-Körper-Schnelltests zurückzugreifen.

*Der Katastrophenfall ist inzwischen aufgehoben in Halle. Geändert hat sich damit für die Stadt, dass sie nun zum Beispiel keine Sperrgebiete mehr in der Stadt einrichten kann. Nach wie vor gelten aber die Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Der Katastrophenfall, so Bernd Wiegand, könne aber auch wieder erklärt werden. Die Stadt, versicherte er zudem, hat keine Drohnen zur Überwachung eingesetzt. Zur Polizei konnte er derweil nichts sagen.

*Bisher haben sich 870 Freiwillige gemeldet, die bereit sind, bei der wissenschaftliche Studie teilzunehmen. In dieser Studie können und sollen Menschen teilnehmen, die eine Erkrankung mit dem Coronavirus bereits überstanden haben und wieder  gesund sind.

14.04.20: Mitarbeiter der Stadtverwaltung fühlen sich bei Kinderbetreuung benachteiligt

Der offene Brief war zwar nur für wenige Stunden im Intranet der Stadtverwaltung zu sehen. Doch er hat bereits in dieser kurzen Zeit weite Kreise gezogen. Auch der MZ wurde eine Kopie des Schreibens zugespielt. Darin bittet der Personalrat Bürgermeister Egbert Geier (SPD), Mitarbeiter, die ihre Kinder während der Corona-Krise zu Hause betreuen müssen, freizustellen.

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13.04.2020: Kiez-Döner muss schließen

Der Kiez-Döner in der Ludwig-Wucherer-Straße, in dem beim beim Anschlag von Halle am 9. Oktober eines der Opfer getötet wurde, hat seit zwei Wochen geschlossen.

Auch wenn die Möglichkeit bestünde, als Imbiss Essen zu verkaufen, würden derzeit zu wenig Gäste kommen. deswegen habe man sich entschieden, zu schließen, erklären die Betreiber.

13.04.2020: Aktuelle Informationen aus der Pressekonferenz der Stadt Halle

*Mit Stand 13. April gibt es in Halle 260 Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert sind, das sind zwei mehr als am Vortag. 101 Hallenser sind wieder genesen, am Sonntag waren es acht weniger. 42 Männer und Frauen werden in halleschen Krankenhäusern mit einer Covid-19-Erkrankung behandelt, davon sind zehn Personen aus Halle.

*Nachdem Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) für den Ostersonntag einen traurigen Rekord bei den Verstößen gegen die Eindämmungsverordnung beklagt hatte mit 265 Kontrollen und 91 Strafanzeigen, dazu kamen noch 22 durch die Polizei, gab es am Montag Entwarnung: Bei 391 Kontrollen durch die Polizei und das Ordnungsamt seien nur zwölf Verstöße festgestellt worden. „Auch das ist Rekord“, freute sich das Stadtoberhaupt. Vor allem am Kanal habe es wiederum Menschenansammlungen gegeben.   

*OB Wiegand hat am Montag zudem den Katastrophenfall aufgehoben. Am Mittag belief sich die Zahl der Tage, an denen sich die Infektionsfälle verdoppeln bei 15,5. Im Laufe des Tages werde die von Wissenschaftlern empfohlene 16-Tage-Frist erreicht, mit der keine Notlage mehr definiert sei, so Wiegand. Nach wie vor gelten aber die Landesregeln zur Eindämmung des Corona-Virus, die in der jetzigen Fassung bis zum 19. April in Kraft bleiben. Vor nicht ganz vier Wochen, am 17. März, war der Katastrophenfall ausgerufen worden.

*OB Wiegand wird nun der Landesregierung folgende Lockerungsmaßnahmen für Halle vorschlagen: Für die kommenden 20 Tage, soll nach wie vor der Mindestabstand von 1,5 Metern, Hygieneregeln und das Tragen von Nase-Mundschutz (dort, wo es erforderlich ist) Vorschrift sein, so der Vorschlag. Gesundheitsfragebögen an alle Mitarbeiter von Unternehmen und Einrichtungen sollen dafür sorgen, dass die Ausbreitung des Virus in Halle weiter im Blick behalten und eingedämmt wird. Weiter sollen sämtliche Versammlungen und Veranstaltungen verboten bleiben.

*Nach Ablauf dieser 20 Tage könnten dann Veranstaltungen mit bis zu 500 Personen wieder erlaubt werden, so Wiegand, „wenn die Lage stabil bleibt.“

*Voraussichtlich erst im Herbst könnte es die Möglichkeit wieder geben, Großveranstaltungen durchzuführen. Ob das Laternenfest stattfinden kann, sei derzeit nicht seriös vorherzusagen, erklärt der OB.

*Die Öffentlichkeit werde weiter täglich über den Stand der Dinge im Zusammenhang mit der Pandemie informiert: „Es besteht nach wie vor eine ernste Lage, wir sind noch nicht vollständig über den Berg“, sagte Wiegand.

14.04.2020: Ab Dienstag gilt Maskenpflicht auf Wochenmarkt in der Innenstadt

Ab diesem Dienstag gilt auf dem Marktplatz: Maskenpflicht, zumindest, wenn man etwas auf dem Wochenmarkt einkaufen möchte. Diese Anordnung gilt nicht nur für Besucher sondern auch für Händler. Diese fühlen sich teilweise nicht gut genug informiert, erkläre sie der MZ

13.04.2020: Hallescher Anwalt Lucas Flöther: Angebotene Kredite können zu sehr belasten

Aus Sicht des Air-Berlin-Insolvenzverwalters und Sanierungsexperten Lucas Flöther sind die vom Staat angebotenen Kredite in der Corona-Krise nicht für alle Unternehmen das richtige Mittel. Damit könnten finanzielle Probleme auch nur in die Zukunft verschoben werden.

13.04.2020: So geht das Boulderkombinat Halle mit der Corona-Krise um

Von einer Zwangsschließung ist in Halle auch das Boulderkombinat betroffen. Trotz der Schließung versuchen  die Inhaber noch Geld zu verdienen, um ihre Ausgaben zu decken.

12.04.2020: Trauriger Rekord: Über 100 Anzeigen von Ordnungsamt und Polizei

Insgesamt 113 Anzeigen haben das Ordnungsamt der Stadt Halle und die Polizei im Stadtgebiet am Ostersamstag gestellt.

Bei den Kontrollen gab es so viele Anzeigen, wie noch nie.

12.04.2020 (Ostersonntag): Pressekonferenz: Neun Tote

*Eine 87-jährige Frau, die bereits seit einer Woche stationär im Dölauer Krankenhaus Martha-Maria behandelt wurde, ist nach einer Covid-19-Erkrankungen verstorben. Das teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand mit. Die Frau ist damit das neunte Todesopfer in der Corona-Krise in der Saalestadt.

*Die Zahl der Infizierten ist um drei auf 258 gestiegen, genesen sind 93, das sind sechs mehr als am Vortag. Unverändert beträgt die Verdoppelungszeit der Infektionen 14,5 Tage. Sollte diese Zahl auf 16 steigen, kündigte Oberbürgermeister Bernd Wiegand Lockerungen der aktuellen Beschränkungen an.

*Am Ostersamstag resultierten aus den 265 Kontrollen des Ordnungsamtes 91 Strafanzeigen, vor allem wegen Menschenansammlungen von fünf bis acht Personen. „Das ist trauriger Rekord“, so Wiegand. Die Polizei stellte 22 Anzeigen, damit seien so viele Verstöße wie nie in Halle gegen die Verordnungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie festgestellt worden.

*Auch an diesem Ostersonntag sei das Ordnungsamt mit einem großen Aufgebot unterwegs, um über die Einhaltung der Regeln zu wachen.

12.04.202: Sorgen um Buchhandlungen und Verlage: So erlebt Bestseller-Autor Stephan Ludwig die Corna-Krise

Seine Lesungen, die momentan alle ausfallen, will Stephan Ludwig unbedingt nachholen, denn vor allem Buchhandlungen und Verlage seien derzeit auch von der Corona-Krise betroffen, sagt der Bestseller-Autor im MZ-Gespräch. Wie der Bestsellerautor aus Halle die Corona-Krise erlebt, und was er über das neue Buch verrät, lesen Sie hier. (MZ Plus)

12.04.2020: Verstoß gegen Corona-Regelung: Mann beißt Polizist

Am Samstagnachmittag hat eine fünfköpfige Gruppe auf einem Supermarkt-Parkplatz gegen die Corona-Verordnung verstoßen. Einsichtig waren die Männer nicht, einen Platzverweis ignorierten sie zunächst. Ein 49-Jähriger wurde dann besonders aggressiv, als die Polizei die Personalien der Gruppe aufnehmen wollte.

11.04.2020: Studie der Martin-Luther-Universität  gestartet - Freiwillige gesucht

An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist eine neue Studie gestartet. Mit deren Hilfe soll erfasst werden, wo in Sachsen-Anhalt, es wie viele Menschen mit Atemwegserkrankungen gibt. Ausdrücklich sollen sich dabei auch gesunde Personen beteiligen, damit eine möglichst breite Datenbasis entsteht. Die Studie ist derzeit auf sechs Monate angelegt, für die freiwilligen Teilnehmer sei der Datenschutz laut MLU gewährleistet.

11.04.2020: Hilfe für lokal Betroffene

Mit einer neuen Plattform soll es halleschen Projekten, Künstlern, Vereinen, Einrichtungen und andere die Möglichkeit haben, sich zu präsentieren und auf einer Projektseite ihr Angebot darzustellen.

Das öffentliche Web-Portal „Support Your City“ stellt diese vor und wurde von einem Hallenser ins Leben gerufen.

11.04.2020: Aktuelles aus der Pressekonferenz der Stadt

*Die Coronavirus-Pandemie hat in Halle ihr achtes Todesopfer gefordert: Wie OB Bernd Wiegand (parteilos) sagte, ist eine 91-jährige vorerkrankte Frau im Jänicke-Haus gestorben. Dort sind nun insgesamt fünf Todesfälle zu beklagen.

*Von den insgesamt 146 Bewohnern des Altenheims seien 18 positiv auf das Virus getestet worden. Da die Stadt die Situation in den Alteneinrichtungen als hochriskant einschätzt, sollen nun alle Mitarbeiter der 56 Altenheime in Halle getestet werden, nicht nur die Pfleger, sondern auch Verwaltungsmitarbeiter. 

*Am Samstag sind nach Angaben von Bernd Wiegand (parteilos) 255 Hallenser mit dem Coronavirus infiziert. Das sind zehn mehr als am Tag zuvor. 87 Menschen sind geheilt.

*Im Krankenhaus werden aktuell 49 Menschen behandelt, einer mehr als Freitag. Damit verdoppelt sich die Zahl der Infizierten nur noch alle 14,5 Tage – wenn diese Zahl bei 16 liegt, sollen Lockerungen der geltenden Regeln erfolgen. Der Oberbürgermeister sieht gute Chancen, dass dies nach Ostern der Fall sein wird. Mit welchen Lockerungen konkret zu rechnen sein wird, sagte Wiegand nicht. Dazu soll in den nächsten Tagen informiert werden.

*Mehrfach sei bei Kontrollen aufgefallen, dass der Mindestabstand von 1,5 Meter auf dem Marktplatz nicht eingehalten wird. Deswegen seien Besucher und Händler ab Dienstag auf dem Wochenmarkt aufgefordert, einen Mundschutz zu tragen. Da die Stadt dies als Anordnung versteht, drohen bei Nichtbeachtung Geldbußen.

*Auch über die Ostertage ist die Fieberambulanz in der Poli Reil sowie das Drive-In auf dem Gelände des Arbeitsamtes von 10 bis 15 Uhr geöffnet; ebenso die Fieberambulanz am Florentiner Bogen bei Dr. Nils Hagenberg im Florentiner Bogen 15 von 9 bis 13 Uhr. Am Karfreitag wurden insgesamt 89 Abstriche genommen.  

11.04.2020: Ausfall von Händelfestspielen - Kuratorium einstimmig dafür

58.000 Besucher kommen etwa pro Jahr in die Stadt Halle, um sich die Musik von Georg Friedrich Händel bei den Händelfestspielen anzuhören.

Nun fallen die Händelfestspiele erneut aus, zuletzt waren sie im Juni 2013 wegen des Saale-Hochwassers abgesagt worden. Etwa 60 Prozent auswärtige Gäste besuchen die Händelfestspiele jedes Jahr.

11.04.2020 (Ostersamstag): Jugendliche verstoßen gegen Corona-Regelungen

Gegen mehrere Jugendliche ermittelt die Polizei Halle wegen Sachbeschädigung und Verstoßes gegen die wegen des Corona-Virus geltenden Regeln. Dabei leistete der 19-Jährige so heftigen Widerstand, dass die Beamten Handfesseln anlegen mussten.

10.04.2020: Aktuelles aus der Pressekonferenz der Stadt

*Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Halle ist am Freitag nur leicht auf 245 gestiegen. Dafür gibt es inzwischen sieben Todesopfer im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 zu beklagen.

*Nachdem am Donnerstag ein weiterer Todesfall dazukam, meldete Oberbürgermeister Bernd Wiegand am Freitag, dass drei weitere Personen verstorben sind. Im Elisabethkrankenhaus starb ein 55-jähriger Mann mit schweren Vorerkrankungen, im besonders betroffenen Johannes-Jänicke-Haus eine 95 Jahre alte Bewohnerin, außerdem ein 74-Jähriger, der aus dem Ausland zurückgekehrt war.

*Gute Nachrichten gibt es bezüglich der Antikörper-Studie, mit der ein Ärzteteam, aus Halle mehr über das Virus herausfinden will. Dafür werden noch immer Freiwillige gesucht. 400 Personen haben sich aber bereits gemeldet.

10.04.2020: Halle bekommt Haushaltssperre

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) rechnet durch die Corona-Krise mit schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen für den städtischen Haushalt in Höhe von mindestens 200 Millionen Euro. Deshalb hat der OB am Donnerstag eine Haushaltssperre erlassen.

09.03.2020: OB plant Lockerungen der Corona-Maßnahmen

Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) plant bei 16 Tagen den Katastrophenfall zu beenden und erste Lockerungen bekanntzugeben. Das teilte er bei der Pressekonferenz am Donnerstag, 9. April mit.

09.04.20: Aktuelles aus der Pressekonferenz der Stadt

* In Halle gibt es zum Stichtag 9. April 244 mit dem Coronavirus infizierte Hallenser. Damit hat sich die Zahl im Vergleich zum Vortag um nur sechs erhöht. Die Zahl der Geheilten stieg auf 73. 43 Patienten werden in Krankenhäusern behandelt, davon neun Hallenser.

* Auch die wichtige sogenannte Verdopplungszahl, also die Anzahl der Tage, bis sich die Zahl der Infizierten verdoppelt hat, gibt Grund zur Hoffnung. Sie stieg zum wiederholten Mal, nun auf 13 Tage.

* Bei 16 Tagen will Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) den Katastrophenfall beenden und erste Lockerungen bekanntgeben.

* Sowohl die Fieberambulanz in der Poli Reil als auch die mobile Teststation in der Schopenhauerstraße haben auch über die Osterfeiertage zwischen 10 und 15 Uhr geöffnet. Die Ambulanz im Florentiner Bogen hat zwischen 9 und 13 Uhr geöffnet.

* Trotz der guten Nachrichten hat Halle einen weiteren Todesfall zu beklagen. Ein 80-jähriger Mann aus dem Johannes-Jänicke-Haus, der schwere Vorerkrankungen hatte, starb im Elisabethkrankenhaus. Es ist der vierte Corona-Tote in Halle.

* Die Stadt startet eine Studie, um mehr über das Coronavirus zu erfahren. Dafür hatte die Stadt nach freiwilligen Teilnehmern in der Bevölkerung gesucht. 130 Personen haben sich bis zum Donnerstag gemeldet. Wiegand nannte das einen beeindruckenden Rücklauf.

* Bei 574 Kontrollen am Mittwoch stellten die Ordnungskräfte 23 Verstöße fest. Darunter Personenansammlungen und Ladenöffnungen.

* Die Vorräte an Schutzausrüstung konnten aufgestockt werden. Mit einer Lieferung des Landes sind 35.000 OP-Masken, 48.000 FFP-2-Masken und 30.000 Handschuhe angekommen. Am Donnerstag soll eine weitere Lieferung ankommen.

* Zwar sei es zu früh von einer sich entspannenden Lage im Johannes-Jänicke-Haus zu sprechen, sagte Amtsärztin Christine Gröger. Dort waren Anfang März mehrere Bewohner und Angestellte positiv getestet worden. Allerdings seien einige dieser Personen inzwischen wieder genesen. Allerdings hat es eine zweite Erkrankungswelle gegeben. Von den 146 Heimbewohnern sind 15 erkrankt. 13 von 96 Mitarbeitern sind ebenfalls positiv getestet.

* 8 Kuratoriumsmitglieder haben für die Absage der Händel Festspiele gestimmt. Damit wird Halle wichtigstes Musikereignis in diesem Jahr nicht stattfinden. Bereits zum Hochwasser 2013 waren die Händelfestspiele abgesagt worden.

08.04.20: Stadträte kritisieren Sonderweg von Halles OB

Um die Corona-Pandemie einzudämmen, ist es in Halle sogar verboten, auf einer Parkbank ein Buch zu lesen. Das kritisieren nun die Fraktionen von CDU, Linken, Grünen, Mitbürger/Piraten und FPD in einer gemeinsamen Erklärung. Sie fordern die Stadtspitze dazu auf, die dritte Verordnung des Landes nicht strenger als unbedingt notwendig auszulegen und auf Alleingänge zu verzichten.

08.04.20: Aktuelles aus der Pressekonferenz der Stadt

*Die Anzahl der an dem Virus erkrankten Einwohner hat sich auf 238 erhöht. Das sind 15 mehr als noch am Dienstag. 63 Personen sind geheilt, das ist ein Plus von vier. 43 Menschen werden aktuell in einem Krankenhaus behandelt, darunter befinden sich zehn Hallenser. Wie Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) in einer Pressekonferenz am Mittwoch mitgeteilt hat, nähert sich die Verdopplungszeit damit zwölf Tagen an.

*In den Schwerpunktambulanzen wurden 173 Abstriche genommen. Eine weitere Schwerpunktambulanz hat ihre Arbeit aufgenommen. Damit gibt es nun insgesamt fünf solcher Ambulanzen in der Stadt.

*Die vier Italiener, die im Bergmannstrost behandelt werden, befinden sich auf dem Weg der Besserung. Einer der italienischen Patienten muss nicht mehr beatmet werden. Auch die anderen machen Fortschritte.

*In der JVA Halle ist neben der Pförtnerin keine weitere Person an dem Corona-Virus erkrankt. In zwölf Tagen soll noch einmal getestet werden.

*Halle will eine Studie zum Corona-Virus durchführen. Ein Ärzteteam will dabei mit Menschen in Kontakt treten, die von Covid-19 geheilt sind. Im Team befinden sich niedergelassene Ärzte, Vertreter der Martin-Luther-Universität sowie eine Ärztin. 2.500 Einwohner sollen an der Studie teilnehmen. Wer sich beteiligen möchte, soll sich bei der Stadtverwaltung melden.

*Die Stadtverwaltung will zudem bei allen genesenen Einwohnern eine freiwillige Untersuchung vornehmen. Die Betroffenen wurden bereits kontaktiert. Die Test sollen am 14. April beginnen.

*Das Ordnungsamt hat am Dienstag 417 Kontrollen durchgeführt. Die Beamten mussten 27 Verstöße anzeigen. Darunter befanden sich 14 Anzeigen wegen  Personenansammlung, acht gegen Sport und Freizeiteinrichtungen, drei Verstöße wurden auf Spielplätzen aufgenommen sowie zwei Ladengeschäfte haben sich nicht an die Verordnung gehalten. Laut OB Wiegand waren das die Geschäfte am Heidering und an Neustädterpassage. Die Staatsanwaltschaft hat ein Sonderdezernat für die Anzeigen geschaffen, die im Zusammenhang mit Corona gestellt werden.

*Halle soll neue Schutzkleidung bekommen. Das Land will unter anderem Schutzmasken liefern, der genaue Zeitpunkt steht laut dem OB noch nicht fest. Die Stadt hat zudem selbst 900 Schutzbrillen besorgt. Die Ausstattung von Feuerwehr und Rettungsdienst ist damit für neun Tage gesichert. Die fünf Quartiersmanager haben zudem selbstgenähte Masken verteilt. Im Norden wurden 165 ausgegeben. Wiegand rief die Bürger weiterhin dazu auf, Masken zu nähen.

*Die Havag will ab Donnerstag auf den Straßenbahnlinien 1 und 2 größere Fahrzeuge einsetzen. Außerdem soll ab dem 14. April die Linie 8e zur Verstärkung der Linie acht eingesetzt werden.

*Der OB appellierte an die Bürger, auch während der Ostertage Kontakte zu anderen Menschen zu minimieren. Diese Zeit sei für die zukünftige Entwicklung sehr wichtig. Die Stadt hat zudem virtuelle Stadtspaziergänge entworfen, die  etwa 30 Minuten in eine schöne Ecke Halles entführen. So sollen ab Ostersonntag Videos vom Zoo oder den Bühnen Halle auf der Internetseite der Stadt abgerufen werden können.

*Laut Sozialdezernentin Katharina Brederlow gab es innerhalb von einer Woche 307 Neuanträge im Jobcenter. Sonst waren es 300 Anträge pro Monat. Das Jobcenter bemühe sich, diese so schnell wie möglich zu beantworten.

*In welcher Höhe bereits Bußgelder wegen Corona-Verstößen verhängt wurden, steht noch nicht fest. Laut OB Wiegand laufen die Verfahren dazu noch.

*OB Wiegand hat mit dem Ministerpräsidenten wegen der Händelfestspiele telefoniert. Es wurde vereinbart, dass zunächst eine Entscheidung der Stiftung-Händelhaus abgewartet wird. Diese soll noch am Mittwoch gefällt werden.

08.04.20: Erntehelfer in der Region gesucht

Was auf den heimischen Feldern wächst, ist gefragte Ware in Halle: „Regionale Produkte stehen ohnehin hoch im Kurs. Dazu kommt noch, dass während der Corona-Pandemie frisches Obst und Gemüse sowieso gut gehen. Und natürlich als Rohstoff für die Lebensmittelindustrie“, sagt Karlheinz Weniger von der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Sachsen-Anhalt Süd. Allerdings hätten viele Landwirte in der Region ein Problem, das sich durch die Corona-Pandemie nochmals massiv verschärfe: Es fehlen Helfer auf den Höfen, so die Agrar-Gewerkschaft IG BAU.

Wer sich aus Halle als Pflanz- oder Erntehelfer bewerben möchte, findet Jobs und weitere Infos unter www.agrarjobboerse.de. Stellenangebote gibt es auch auf dem Portal „Das Land hilft“ vom Bundeslandwirtschaftsministerium: www.das-land-hilft.de (weiter: „Zur Plattform“).

08.04.20: Erster bestätigter Corona-Fall in JVA Halle

In der Justizvollzugsanstalt von Halle gibt es den ersten bestätigten Fall einer Corona-Infektion. Eine Mitarbeiterin wurde am Sonntag positiv getestet und befindet sich seitdem in Quarantäne, wie eine Sprecherin des Justizministeriums Sachsen-Anhalt am Mittwoch sagte und Medienberichte bestätigte.

07.04.20: Zweiter Todesfall im Saalekreis

Im Saalekreis gibt es seit Dienstag den zweiten Todesfall, der im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus steht. Wie das Gesundheitsamt des Kreises mitteilte, handelte es sich bei der zweiten Toten um eine ältere Frau, die an altersbedingten Vorerkrankungen litt.

07.04.20: Aktuelles aus der Pressekonferenz der Stadt

*223 infizierte Einwohner gibt es derzeit in der Stadt Halle. Sechs mehr als am Vortag. 59 Einwohner in Halle gelten als geheilt, das teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand am Dienstag mit. 44 mit dem Coronavirus infizierte Patienten liegen aktuell in den Krankenhäusern der Stadt, so viele wie am Tag zuvor.

*In den Schwerpunktambulanzen in Halle wurden am Montag 231 Abstriche genommen. Viele Hallenser lassen sich testen und kommen somit der Aufforderung der Stadt nach. Vor allem Menschen mit Atemwegserkrankungen sollten sich testen lassen, sagte Wiegand.

*Die Stadt will das Testen weiter fördern. Am morgigen Mittwoch wird deshalb im Florentner Bogen 15 eine weitere Schwerpunktambulanz in Betrieb gehen. Ab 10 Uhr können Hallenser sich dort bei Dr. Nils Hagenberg testen lassen. Die Stadt stellt ein entsprechendes Modul und die Ausrüstung zur Verfügung.

*Weiterhin wird im Gesundheitszentrum Silberhöhe eine Ambulanz geplant. Sie soll kommende Woche eröffnen, sagte der Oberbürgermeister. Damit werden auch im Süden der Stadt weitere Anlaufpunkte geschaffen.

*Unter den Asylbewerbern, die kürzlich aus Halberstadt nach Halle kamen, wurde ein weiterer Mann Corona-positiv getestet, sagte Wiegand. Für alle Bewohner des Hauses beginnt damit erneut eine zweiwöchige Quarantäne. Alle Bewohner werden neu getestet.

*"Wir liegen nunmehr bei elf Tagen bis zur Verdopplung der Infiziertenzahl in Halle", sagte Wiegand. "Das ist der beste Wert, den wir seit Ausbrechen des Coronavirus in der Stadt hatten." Die Kurve flacht weiter ab. "das heißt aber nicht, dass wir über den Berg sind."

*Ein Ärzteteam in der Stadt hat sich bereit erklärt, eine Studie zur Entwicklung des Coronavirus in der Stadt duchzuführen, erklärte der Oberbürgermeister. Die Mediziner suchen deshalb Kontakt zu jenen Patienten, die von Covid 19 geheilt sind. Der OB bittet die rund 60 Hallenser und Hallenserinnen daher um Unterstützung. Sie werden nun von der Stadt angefragt, ob sie für eine Nachuntersuchung und eine Blutentnahme bereit sind. "Mit der Teilnahme an der Studie unterstützen sie die medizinische Wissenschaft", so Wiegand. Damit könnten Erkenntnisse zur bisher wenig erforschten neuen Corona-Infektion gewonnen werden. Ziel ist die Erhebung des Antikörperstatus anhand einer repräsentativen Studie. Die Ergebnisse sollen helfen, Maßnahmen abzuleiten, um die gegenwärtigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens wieder aufheben zu können, so Wiegand. Die Tests sollen am Dienstag, 14. April, beginnen.

*Derzeit gibt es ausreichend freie Beatmungsplätze in Halle. Die Lage ist stabil.

*393 Kontrollen wurden am Montag im gesamten Stadtgebiet durchgeführt. Sieben Verstöße wurden registriert und Strafanzeigen gestellt. Darunter drei Quarantäneverstöße, drei Verstöße gegen Freizeiteinrichtungen, eine Anzeige wurde auf einem Spielplatz gestellt.

*Zu Ostern geplante Veranstaltungen in den Gartenanlagen der Stadt sind allesamt untersagt, betonte der Oberbürgermeister. Er wisse auch, dass viele von den Beschränkungen genervt sind.

*Heute werden die Quartiermanager in Halle Schutzausrüstung verteilen. Wochentags von 16 bis 17 Uhr können Bürger sich an den fünf Standorten melden. Selbst genähte Masken können dort kostenfrei abgeholt aber auch abgegeben werden. Jeweils 150 Masken haben die Quartiermanager von Beginn an.

*Die Stadt bekommt laut Wiegand auch immer wieder kleinere Mengen an Schutzausrüstungen, die sie bestellt hat. So wurden 1.000 Schutzkittel am Montag geliefert. Die bekommt der Rettungsdienst. Laut OB konnten 29 Einrichtungen, 19 davon waren Pflegeheime und Praxen, mit Materiallieferungen unterstützt werden.

*Wiegand spricht von einer positiven Entwicklung in der Stadt. Er wirbt derweil für das Tragen von Masken, für weitere Tests um die Verdopplungszeit der Infiziertenzahlen auf 14 Tage zu erhöhen. Der OB bittet weiterhin darum, zu Hause zu bleiben.

*Amtsärztin Christine Gröger verwies auf eine neue App auf der Seite des Robert Koch Instituts: Corona Datenspende. Dabei werden anonymisiert Daten weitergegeben. Gröger wollte den ein oder anderen anregen, "sich mit dieser App einmal auseinander zu setzen".

*Laut Gröger planen die Kinderärzte im Süden der Stadt Halle ein Behandlungsangebot speziell für Kinder.

*Christine Brederlow, Beigeordnete für Soziales und Bildung, verwies auf psychosoziale Beratungsangebote in der Stadt. Brederlow rechnet mit einem erhöhten Beratungsbedarf, "je länger die Situation anhält". Es gibt auch eine neue Psychosomatik-Hotline, als Angebot der Krankenhäuser St. Elisabeth und St. Barbara und des Diakoniekrankenhauses. Anrufen können insbesondere verängstige und belastete Personen. Die Hotline ist erreichbar von Montag bis Donnerstag 7.30 bis 13.30 Uhr.

*Mit den Altenpflegeheimen ist die Stadt bereits in engem Austausch. Am morgigen Mittwoch will die Stadt nun auch eine Videokonferenz mit den ambulanten Pflegediensten abhalten, sagte Katharina Brederlow. "Die Pflegedienste sind eingeladen", sagte die Beigeordnete.

*Ist zu Ostern der Besuch der Familie in Leipzig für Hallenser erlaubt? "Das ist zulässig", erklärte Wiegand, sprach von Familienbesuchen im engen Kreis und forderte zugleich dazu auf, sich mit den Regelungen der jeweiligen Bundesländer zu beschäftigen. Und er verwies auf triftige Gründe. Gegebenenfalls müssten diese Besuche bei späteren Kontrollen angegeben werden. "Empfehlen tue ich das nicht", sagte Wiegand. Halles Oberbürgermeister erklärte, dass auch die Bundeskanzlerin empfiehlt: Verzichten sie auf Osterbesuche. "Dem schließe ich mich an."

*Ob die Händelfestspiele stattfinden, wird sich vielleicht schon heute Abend entscheiden. Der Oberbürgermeister wird sich dazu heute mit Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) unterhalten, der wiederum die Bundeskanzlerin um Rat fragen will.

07.04.20: MZ kauft ein und liefert nach Hause

Besondere Zeiten erfordern einen besonderen Zusammenhalt: Die Mitteldeutsche Zeitung hat gemeinsam mit dem Edeka-Center in der Merseburger Straße einen MZ-Hilfsdienst gestartet. „Mit dem Angebot wollen wir Menschen unterstützen, die in Zeiten der Corona-Epidemie nicht selbst einkaufen können. Das gilt besonders für die Risikogruppen wie ältere Bewohner“, sagt Lars Preuß, Leiter des operativen Geschäfts in der Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung.

07.04.20: Hotline für Schwangere zur Geburt in Zeiten von COVID-19

Die Klinik für Geburtshilfe am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara bietet ab sofort einen besonderen Informationsservice für Schwangere während der Corona-Pandemie an. Wie die Kliniken mitteilten, beantworten Geburtsmediziner und Hebammen der Klinik über eine eigens eingerichtete Hotline für Schwangere Fragen zur Geburt vor dem Hintergrund der Corona-Krise. Damit möchte das Krankenhaus dazu beitragen, den werdenden Müttern und Vätern die Sorgen zu nehmen.

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06.04.20: Parkanlagen der Paul-Riebeck-Stiftung sind vorerst tabu

Die Parkanlagen rund um die Einrichtungen der  Paul-Riebeck-Stiftung sind kein guter Ort für Treffen. Sie bleiben gegenwärtig den hier lebenden Bewohnern vorbehalten, teilte die Stiftung mit.Sie alle gehören aufgrund ihres Alters, der alterstypischen Vorerkrankungen bzw. ihres Handicaps zur Corona-Risikogruppe.

Das haben am vergangenen Wochenende mehrere Hallenserinnen und Hallenser wohl nicht bedacht. Vorstand Andreas Fritschek appelliert: „So gerne wir normalerweise Offenheit in alle Richtungen leben, so sehr müssen und wollen wir gegenwärtig die Bewohner schützen. Deshalb, bleiben Sie bitte unseren Anlagen fern. Zutritt hat hier bis auf weiteres ausschließlich das Pflegepersonal.“

Darauf verweisen zukünftig auch Schilder an den Eingangsbereichen. Zuwiderhandlungen bringt die Paul-Riebeck-Stiftung zur Anzeige.

06.04.20: Aktuelle Informationen aus der Pressekonferenz der Stadt

*Die Anzahl der mit dem Corona-Virus infizierten Hallenser hat sich auch 217 erhöht. Das sind drei mehr als noch am Sonntag. Laut Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) gibt es jetzt 59 geheilte Einwohner.

*In den Teststationen der Stadt sind am Sonntag 19 Abstriche durchgeführt worden. „Sie sehen an der Entwicklung, dass das Testverhalten der Hallenser rückläufig ist“, sagte der OB in der Pressekonferenz am Montag. Er ruft alle Personen, die Atemwegserkrankungen haben, dazu auf, sich testen zu lassen.

*Die Stadt Halle will sich an einer Kohorten-Studie beteiligen. Dazu soll es am Nachmittag weitere Abstimmungen mit der Martin-Luther-Universität geben. Laut OB Wiegand ist die Lage in den Krankenhäusern stabil. Es gebe noch genügend Beatmungsgeräte.

*Von den vier Italienern, die Halle aufgenommen hat, ist bereits eine Person ansprechbar.

*Das Ordnungsamt hat am Sonntag 130 Kontrollen durchgeführt und 40 Strafanzeigen gestellt. Diese betrafen ausschließlich Personenansammlungen. 97 mussten von den Behörden aufgelöst werden. Die größte Ansammlung war am Kanal mit 30 Personen.

*Es mangelt weiterhin an Schutzausrüstung in der Stadt. Laut Wiegand kann nur dorthin Material geliefert werden, wo es dringend benötigt wird. Insgesamt wurden bisher 15 Pflegeheime mit Schutzkleidung versorgt.

*Viele Hallenser stellen aktuell Schutzmasken her. Laut OB Wiegand ist diese Selbstproduktion sehr wichtig. Die Stoffe sollten am besten drei- oder zweilagig sein. Er empfiehlt, die Masken dort zu tragen, wo sich viele Menschen aufhalten. In den fünf Quartiersbüros der Stadt können Masken von 16 bis 17 Uhr kostenfrei abgeholt werden. Die Adressen sind auf der Internetseite der Stadt hinterlegt.

*Laut Wiegand muss nun eine Diskussion über einen Ausstieg aus den Beschränkungen beginnen. Schritt für Schritt müsse zum Alltag zurückgekehrt werden. Der positive Trend soll dabei weiter in Halle beobachtet werden. Es sei wichtig, Abstandsregeln einzuhalten. Ein Rückfall dürfte nicht riskiert werden. Jedoch müsse die Wirtschaft so schnell wie möglich wieder in Gang gesetzt werden. Vorerst müssten die Hallenser weiterhin zu Hause bleiben, um sich zu schützen.

*Wer positiv auf Corona getestet wurde, soll sich krankschreiben lassen. Das empfiehlt Amtsärztin Christine Gröger. Die Betroffenen könnten sich einfach telefonisch in den Arztpraxen melden und um eine Krankschreibung bitten.

*Kinderheime müssen nicht geschlossen werden. Laut Sozialdezernentin Katharina Brederlow gehören die Einrichtungen zur kritischen Infrastruktur, die dringend aufrecht erhalten werden muss. Es wäre nicht gut, die Kinder in der aktuellen Situation zu ihren Familien nach Hause zu schicken. Die Heime müssen sämtliche Schutzverordnungen befolgen. Corona-Fälle müssen dem Gesundheitsamt gemeldet werden.

*Aktuell werden 606 Minderjährige in Heimen und 167 Kinder in Pflegefamilien betreut. Weitere 40 Kinder befinden sich in einer Inobhutnahmestelle.

*Die Stadt setzt aktuell Hilfskräfte zu Sicherheitsmaßnahmen ein. Das bestätigte OB Wiegand auf Nachfrage eines Pressevertreters. Bürger, die anzweifeln, ob es sich um einen offiziellen Sicherheitsdienst handelt, könnten sich die Dienstausweise der Mitarbeiter zeigen lassen.

*Sozialarbeiter sollen weiterhin Kontakt zu den Familien halten, die sie betreuen. Laut Brederlow hat die Stadt nicht angeordnet, dass die Sozialpädagogen in Kurzarbeit gehen. Die Verwaltung spreche sich vielmehr dafür aus, dass die Mitarbeiter im Einsatz bleiben.

*Ob in Halle eine Kohortenstudie mit 3.000 Probanden durchgeführt wird, entscheidet sich am Nachmittag. Zunächst müssten die Formalitäten mit der Martin-Luther-Universität geklärt werden.

*Ob die Händelfestspiele stattfinden werden, ist weiterhin unklar. Laut OB Wiegand soll es dazu ein Gespräch mit dem Land geben. Außerdem warte die Stadt auf einen Vorschlag der Stiftung Händelhaus, wie mit den Festspielen verfahren wird.

*Die Grünen haben kritisiert, dass nicht einmal Bücher in Parks auf Bänken gelesen werden dürfen. OB Wiegand erklärte dazu, dass die Eindämmungsverordnung auf eine unterschiedliche Art und Weise ausgelegt werden kann. Die Stadt habe jedoch beschlossen, dass das Haus nur aus triftigen Gründen verlassen werden darf. Ein Buch im öffentlichen Raum zu lesen, gehöre nicht dazu.

*In den halleschen Kliniken gibt es aktuell noch genügend Personal. Laut Amtsärztin Gröger gibt es jedoch auch einen Maßnahmenplan, falls zu viele Mitarbeiter wegen Corona ausfallen. In dem Fall könnte die Quarantänezeit verkürzt werden.

*Wenn sich Halle in Sachen Corona weiterhin so positiv entwickelt, kann der ausgerufene Katastrophenfall wieder zurückgenommen werden. Das sagte OB Wiegand auf Nachfrage in der Pressekonferenz.

*In der Justizvollzugsanstalt ist ein Pförtner an Corona erkrankt. Laut Wiegand hatte er zwar keinen Kontakt zu Inhaftierten, jedoch zu 19 Mitarbeitern der JVA. Diese werden nun ebenfalls auf das getestet, um eine Ausbreitung in der Haftanstalt zu verhindern.

*Ob Banner in Halle aufgehängt werden dürfen, entscheidet die Polizei als Versammlungsbehörde. Die Stadt sei in diesem Fall nicht der erste Ansprechpartner. In Halle hatten Menschenrechtsaktivisten am Wochenende versucht, Transparente zu hissen – wurden jedoch daran gehindert. Laut Wiegand müsse immer im Einzelfall entschieden werden, ob die Gefahr für Leib und Leben es rechtfertigt, dass das Versammlungsrecht beschnitten wird. Aus seiner Sicht war das Vorgehen der Behörden am Wochenende gerechtfertigt.

06.04.20: Kathi will Kuchen für Mitarbeiter des Krankenhauses Martha-Maria spenden

Das Familienunternehmen Kathi-Backwaren hat angekündigt, dass als Dankeschön für die Mitarbeitenden im Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau, die als Pfleger, Logistik, Reinigungskräfte, Ärzte den Betrieb am Laufen halten, eine größere Menge Kuchen gespendet wird. Der von Mitarbeitern der Firma Kathi frisch gebackene Kuchen soll am Mittwoch von Herrn Thiele und einem seiner Mitarbeiter vor dem Krankenhaus Martha-Maria übergeben werden.

06.04.20: Ärzte und Pfleger fahren Taxi für die Hälfte

Der hallesche Taxi-Konkurrent „Shuttle Regional“ will mit einer Rabattaktion Angestellte im Gesundheitswesen während der Corona-Pandemie unterstützen. Man habe an alle halleschen Kliniken einen Code versandt, mit dem deren Mitarbeiten 50 Prozent Rabatt auf Fahrten bekommen, sagte Unternehmenssprecher Maik Schlöffel. Das Angebot gelte nicht nur für Ärzte, sondern für sämtliches medizinisches Personal in den Kliniken.

05.04.20: Aktuelles aus der Pressekonferenz der Stadt Halle

*Die Zahl der an dem neuartigen Coronavirus erkrankten Menschen steigt in Halle inzwischen nur noch langsam an. Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) zeigte sich deshalb bei der Pressekonferenz am Sonntag vorsichtig optimistisch. „Aktuell ist die Versorgungslage in den Krankenhäusern stabil, es gibt ausreichend freie Beatmungsplätze. Zudem sind wir in der Lage, noch weitere zusätzliche Intensiv-Betten zu schaffen“, sagte er.

*Derzeit haben sich insgesamt mehr als 218 Menschen in Halle mit Covid-19 angesteckt, 50 davon sind jedoch bereits wieder gesund. 41 Patienten werden aktuell in Krankenhäusern behandelt, zwölf Patienten werden beatmet. Seit Sonntag zählt die Stadt in ihrer Statistik nur noch die Corona-Patienten auf, die auch tatsächlich in Halle wohnen, dies seien aktuell 214. Laut Wiegand würden viele Patienten in den Krankenhäusern aus ganz Sachsen-Anhalt kommen und man wolle in der Statistik nun genauer differenzieren.

*Wiegand bedankte sich bei allen Einwohnern, die sich an die verordneten Regeln zur Eindämmung des Virus halten. Gleichzeitig mahnte er jedoch, dass es immer noch einige Menschen gebe, die sich nicht an die Vorschriften hielten und damit sich und andere in Gefahr bringen. Die Ordnungskräfte und die Polizei haben am Samstag 95 Kontrollen durchgeführt und dabei 36 Strafanzeigen gestellt. Vor allem auf der Ziegelwiese mussten zahlreiche Menschenansammlungen aufgelöst werden. Wiegand sprach von Gruppen zwischen fünf und acht Personen. Erlaubt sind maximal zwei Personen oder Familien mit Kindern.

*Da es in der Stadt weiterhin an Schutzausrüstung mangele, ermutigte der Oberbürgermeister die Hallenser, selbst Schutzmasken herzustellen. „Große Mengen davon werden in den nächsten Wochen noch gebraucht“, sagt Wiegand. Er wisse, dass die Maßnahmen der vergangenen Wochen den Menschen viel abverlangt haben. Doch: „Die Geduld scheint sich auszuzahlen: Das schnelle und entschlossene Handeln war richtig“, sagt Wiegand. Von einer Rückkehr in den Alltag wollte er jedoch noch nicht sprechen.

05.04.20: Angebote trotz geschlossener Fitnessstudios

Die Fitnessstudios sind kreativ und bieten sportliche Angebote für zu Hause an. Der Sportpark etwa nutzt eine App, in der regelmäßig neue Übungen, die jeder zu Hause nachmachen kann, von den Trainern vorgestellt werden. „Gerade jetzt ist es besonders wichtig, das Immunsystem durch Sport zu stärken und die Muskulatur zu schützen“

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04.04.20: Aktuelle Informationen aus der Pressekonferenz der Stadt

*Die Corona-Lage in Halle scheint sich inzwischen leicht zu entspannen. Obwohl die Zahl der Infizierten weiterhin täglich steigt, äußerte sich Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) vorsichtig optimistisch auf einer Pressekonferenz am Samstag. Am Samstag gab es offiziell insgesamt 217 Corona-Infizierte in Halle, das sind sieben mehr als am Freitag. Die Zahl der Neuinfektionen steigt damit inzwischen jedoch längst nicht mehr so stark wie noch vor einigen Tagen. Laut Amtsärztin Christine Gröger sind seit März etwa 50 von Corona erkrankte Personen wieder genesen. Derzeit befinden sich in Halle rund 600 Personen in Quarantäne.

*Auch die Situation in den Krankenhäusern ist zumindest nicht schlimmer geworden. Zwar werden aktuell 33 Corona-Patienten stationär behandelt, zwei weniger als am Vortag. Doch die Zahl der beatmeten Patienten hat sich um zwei auf nunmehr zwölf erhöht. Der Zustand der schwer erkrankten italienischen Patienten, die seit Donnerstag in Halle behandelt werden, hat sich laut Wiegand „teilweise deutlich verbessert“.

*Halle möchte sich an einem wissenschaftlichen Projekt beteiligen, bei dem nach dem Zufallsprinzip Menschen aus der Bevölkerung über einen längeren Zeitraum medizinisch begleitet und analysiert werden. Damit soll festgestellt werden, wie weit sich möglicherweise schon eine Immunität in der Bevölkerung ausgebreitet hat. In München gibt es so ein Projekt bereits.

*„In den nächsten Tage werden wir sehen, wie weit wir bei der Bekämpfung der Ausbreitung des Virus gekommen sind“, sagt Wiegand. Aktuell könne man schon erkennen, dass die Ansteckungskurve tendenziell abflache. Wie lange die Einschränkungen des öffentlichen Lebens noch aufrecht erhalten werden müssen, könne man derzeit noch nicht sagen. Den Schritt zurück in die Normalität könne die Gesellschaft schneller wagen, wenn sich jetzt alle Menschen an die Verordnungen halten. Wiegand bat deswegen noch einmal eindringlich alle Hallenser, zuhause zu bleiben. Halles Oberbürgermeister hat angesichts der Corona-Pandemie aber vor einer abrupten Rückkehr zu Normalität im Alltag gewarnt. „Die Eingriffe, so schwer sie auch sind, in die Grundrechte der Menschen, sind nötig“, sagte er am Samstag. „Wer zu früh glaubt, wieder vollständig zur Normalität zurückkehren zu können, riskiert möglicherweise einen schweren Rückfall.“ Dies zeigten Bilder aus Wuhan in China.

*Ende April soll in Halle die Lokalpolitik wieder Fahrt aufnehmen. Wiegand kündigte an, am 29. April eine Stadtratssitzung im Stadthaus durchführen zu wollen. Dabei sollen die Fraktionen in einer geänderten Formation sitzen, damit jeder Abgeordnete den Sicherheitsabstand zum Nebenmann einhält. Einige Tage vor der Stadtratssitzung soll bereits auch schon der Finanzausschuss tagen, um die wichtigsten Fragen vorab zu diskutieren.

04.04.20: Fragen und Antworten zu den Corona-Einschränkungen

Der von der Landesregierung am Donnerstag beschlossene Bußgeldkatalog gegen die geltenden Kontakteinschränkungen hat für zahlreiche Nachfragen gesorgt. Am Freitag erreichten die MZ viele besorgte Anrufe und Zuschriften von Lesern, die unsicher waren, wie die Regelungen ausgelegt werden.

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03.04.20: Mitmach-Aktion der Paul-Riebeck-Stiftung

Die Paul-Riebeck-Stiftung wendet sich mit einem Aufruf an alle kleinen und großen Hallenser: „Bringt uns den Frühling ins Heim! Malt oder bastelt Sonnen, Blumen oder einfach das, worauf Ihr Lust habt. Fotografiert Euer Werk, gerne auch mit einer Grußbotschaft, ladet das Foto auf unsere Website. Eine Mitarbeiter-Jury wählt dann Bilder aus, die wir drucken und den Bewohnern schenken. Das halten wir wiederum in Fotos oder kurzen Videos fest. Macht den Senioren eine Freude, greift im April zu Stift, Pinsel oder Schere. Einfach loslegen!“

Wie sich das „Frühlings-Projekt“ entwickelt, kann Jeder auf der Website der Paul-Riebeck-Stiftung sowie via Video und Bild auch auf Facebook mitverfolgen.

03.04.20: Leopoldina: Maßnahmen könnten nach Osterferien gelockert werden

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hält eine Lockerung der Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie nach den Osterferien für möglich.

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03.04.20: Aktuelle Meldungen aus der Pressekonferenz der Stadt

*Die Zahl der Corona-Infizierten in Halle steigt weiter. Am Freitag betrug die offizielle Zahl der Infizierten in der Stadt 210. Das sind 15 mehr als am Donnerstag. 35 Patienten werden derzeit in den Krankenhäusern behandelt, zehn von ihnen auf Intensivstation.

*Ein Mitarbeiter des Klinikums Bergmannstrost ist ebenfalls positiv getestet werden. Laut Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) habe der betroffene Mitarbeiter jedoch nur eine Schicht gearbeitet. Alle Mitarbeiter, die die gleiche Schicht hatten, befinden sich jetzt in Quarantäne.

*Bei den Infiziertenzahlen der Stadt sind die schwerkranken Patienten aus Italien mit eingerechnet, die am Donnerstag in Halle aufgenommen worden waren.

*Sowohl in Halle, als auch in ganz Sachsen-Anhalt gibt es einen linearen Anstieg der Corona-Fallzahlen. Wiegand präsentierte auf einer Pressekonferenz am Freitag eine Grafik, auf der die Zahlen miteinander verglichen werden. "Beide Kurven schießen nicht exponentiell in die Höhe", sagt der OB. Die Verdopplungszeit in Halle beträgt derzeit acht Tage.

*"Es könnte ein Indiz dafür sein, dass unser Maßnahmenpaket erfolgreich die Ausbreitung von Corona verlangsamt hat", sagt Wiegand. Das sei zwar eine gute Nachricht, aber es gebe keinen Anlass zur Entwarnung. Eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen sei deshalb noch nicht absehbar. "Würden wir das tun, würden wir das mit Blick auf einen möglichen Rückfall in der Zukunft bitter bereuen", sagt Wiegand. Man wisse immer noch nicht genug über das Virus.

*Bei Kontrollen der Ordnungskräfte wurden am Donnerstag 27 Strafanzeigen gestellt. Die meisten davon als Konsequenz von Personenansammlungen. "Es gibt immer noch Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt, die den Ernst der Situation unterschätzen und die aktuelle Lage nicht akzeptieren", sagt Wiegand. Die Zahl der Verstöße gegen die Verordnungen sei zu hoch. Der OB appellierte erneut an die Bevölkerung, sich an die Sicherheitsabstände zu halten und wenn möglich, zuhause zu bleiben.

*Obwohl es keine Tragepflicht für Gesichtsmasken gibt, sei es durchaus zu empfehlen, Gesichtsmasken zu tragen, sagt Wiegand. Das gelte auch für selbstgemachte Masken.

*Ob die Ausgangsbeschränkungen nach dem 19. April wieder gelockert werden können, stehe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Veranstaltungen, die danach stattfinden würden in das unternehmerische Risiko des jeweiligen Veranstalters fallen.

*In Halle sind mehr Frauen (65 Prozent) an Corona erkrankt, als Männer (35 Prozent). Das erklärte Halles Amtsärztin Christine Gröger bei einer Pressekonferenz am Freitag. Die älteste erkrankte Person sei im Jahr 1920 geboren, die jüngste 2017. Tendenziell seien aber vor allem die älteren Hallenser von Corona betroffen. Der Altersdurchschnitt der vergangenen 50 positiv Getesteten liegt laut Gröger bei 58 Jahren.

*Die Amtsärztin wies darauf hin, dass gerade in Zeiten von Isolation und Quarantäne die psychologische Hilfe in Anspruch genommen werden kann. Unter der Nummer 115 können sich die Bürger informieren und einen Termin geben lassen.

*Derzeit bekommt Halle keine weiteren Geflüchteten zugewiesen. Das berichtet Katharina Brederlow, Beigeordnete für Soziales, auf der Pressekonferenz der Stadt am Freitag.

*Amtsärztin Gröger stellte klar, dass der infizierte Arzt des Bergmannstrosts schon am 1. April getestet wurde, also bevor die italienischen Patienten in Halle ankamen.

*Straßenbahnen und Busse sollen auch weiterhin nicht eingeschränkt werden. Laut Wiegand gebe es Orte, an denen das Kontaktverbot nicht umzusetzen ist. Dann liege es in der Verantwortung jedes einzelnen Menschen, ob er in die Bahnen oder Busse einsteigen möchte, oder nicht.

03.04.20: Salzforum verschiebt Vortragsreihe

In Anbetracht der Pandemie-Lage muss auch das Salzforum seine Vortragsreihe absagen und verschieben. So startet es nicht im April wie ursprünglich geplant, sondern erst im Juli 2020 in das Jahresprogramm. Die Veranstalter hoffen, dass es keine weiteren von der Pandemie ausgelösten Änderungen an der Vortragsplanung für dieses Jahr geben wird.

03.04.20: Kostenloser Online-Musikunterricht

Der öffentliche Präsenzunterricht in der Musikschule „Robert Franz“ ist behördlich untersagt. Nun wurde kurzfristig auf Online-Unterricht umgestellt. Dabei fungiert der Lehrer wie im Präsenzunterricht als Motivator. Um in Zeiten der Isolation diesen Glauben an sich selbst, die Musik und das Schöne im Leben nicht zu verlieren, wird für Kinder, Jugendliche und Erwachsene Einwohner der Stadt Halle, einen Monat lang kostenloser Online-Musikunterricht angeboten.

03.04.20: Neue Fieberambulanz für Kinder und Erwachsene

Auch im Gesundheitszentrum Silberhöhe soll in Kürze eine Fieberambulanz für Kinder und Erwachsene eröffnet werden.  Das bestätigte ein Mitglied des Zentrum-Vorstands der MZ am Donnerstag. Man prüfe derzeit die Möglichkeit dazu. Wann die Ambulanz eröffnet, stehe noch nicht fest.

03.04.20: GEZ kann Unternehmen erlassen werden

Der Rundfunkbeitrag kann Unternehmen, die von den Maßnahmen gegen den Virus betroffen sind, erlassen werden. Darauf macht der hallesche Landtagsabgeordnete Thomas Keindorf (CDU) aufmerksam. Der Beitragsservice habe ihm das auf Nachfrage mitgeteilt. Inwieweit eine Stundung oder Befreiung in Frage kommt, werde individuell und auf Antrag entschieden.

02.04.20: Intensivpatienten aus Bergamo in Halle

Im Klinikum Bergmannstrost in Halle sind am Donnerstagnachmittag die ersten zwei von vier Intensivpatienten aus Bergamo eingetroffen. Zwei weitere Patienten sollen am Donnerstagabend mit einem Spezialflugzeug auf dem Flughafen Leipzig-Halle landen.

02.04.2020: Medizinstudenten können Prüfungstermin selbst wählen

Medizinstudenten in Sachsen-Anhalt können wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Semester entweder das zweite Staatsexamen ablegen oder gleich ins praktische Jahr starten. Dann müssten sie die noch ausstehenden Prüfungen im kommenden Jahr ablegen, teilte das Sozialministerium am Donnerstag in Magdeburg mit.

Ursprünglich sollten die zur Prüfung anstehenden Studenten ihre Staatsexamen M2 vom 15. bis 17. April dieses Jahres absolvieren. Bislang haben sich den Angaben zufolge lediglich 25 Studierende der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und 71 Studierende der Martin-Luther-Universität Halle für das zweite Staatsexamen gemeldet. Wenn die Prüfung verschoben wird, verkürzt sich nach Angaben des Ministeriums das Praktische Jahr, damit ausreichend Zeit zur Prüfungsvorbereitung bleibt.

02.04.20: Corona-Patienten fliegen nach Leipzig/Halle

*Die ersten Corona-Patienten aus der Lombardei sind am Donnerstag iauf dem Flughafen Leipzig/Halle angekommen. Sie wurden mit einem Rettungsflieger der schweizerischen Swiss Air Ambulance vom Flughafen Mailand/Bergamo geflogen. Sie werden nun mit Rettungswagen ins Klinikum Bergmannstrost nach Halle gebracht.

02.04.20: Aktuelles aus der Pressekonferenz der Stadt

*Aktuell sind in Halle 195 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sind zehn Fälle mehr als am Mittwoch. 32 Patienten werden Im Krankenhaus behandelt, davon vier auf der Intensivstation. Das teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Donnerstag mit.

*Inzwischen lassen sich die Zahlen auch gut mit denen anderer Städte und Bundesländer vergleichen. So gibt es in Halle pro 100.000 Einwohner 80 an Corona erkrankte Personen. Die Saalestadt liegt damit fast gleichauf mit dem bundesdeutschen Schnitt von 81 Infizierten pro 100.000 Einwohnern. In Hamburg liegt die Zahl ungleich höher: Dort sind pro 100.000 Einwohner 124 Menschen erkrankt, in Sachsen-Anhalt jedoch nur 35 pro 100.000. Das zeige, dass Halle in einer besonderen Situation sei, so Wiegand.

*Im Laufe des Donnerstags werden vier Patienten aus der Lombardei von schweizerischen Rettungsfliegern nach Halle gebracht. Sie sollen im Elisabethkrankenhaus und dem Bergmannstrost behandelt werden. Die Patienten sind zwischen 1954 und 1970 geboren.

*Unterdessen ist im Altersheim  "Johannes-Jänicke-Haus" eine weitere mit dem Coronavirus infizierte Bewohnerin gestorben. Die 94-jährige Frau hatte per Patientenverfügung bestimmt, dass sie nicht im Krankenhaus behandelt werden will. Damit stieg die Zahl der Todesopfer in Halle auf drei.

*Bei dem Test einiger Verdachtsfälle hat es eine Panne gegeben. Wie Wiegand sagte, war die Qualität einer Lieferung Testsets vom Land mangelhaft, was allerdings erst nach der Probenentnahme im Labor bemerkt wurde. Die betroffenen getesteten Personen müssen wahrscheinlich noch einmal einen Abstrich bei sich nehmen lassen.

*Wiegand warnte erneut davor, gegen die Kontaktsperre zu verstoßen und kündigte an, in jedem Fall eine Strafanzeige zu stellen. Allein am Mittwoch seien 14 Anzeigen wegen Menschenansammlungen gestellt worden. Man bleibe bei der konsequenten Verfolgung, so Wiegand. "Ich sage das deshalb, weil uns ein Wochenende mit bestem Frühlingswetter bevorsteht. Wir wissen, dass es viele Menschen nach draußen ziehen wird." Dinge wie Grillen und Picknicken seien aber verboten.

*Verstöße werden außerdem mit einheitlichem Bußgeld geahndet. So kostet das verbotene Betreten von Spielplätzen 100 Euro, Menschenansammlungen je Person 250 Euro und auch das Grillen und Picknicken pro Person 250 Euro.

*Amtsärztin Christine Gröger appelliert an die Eltern von Kindern, die gewöhnlichen Schutzimpfungen jetzt nicht schleifen zu lassen. Es dürfe nicht sein, dass man nach dem Ende der Corona- Pandemie vor dem Problem stehe, dass andere Krankheiten sich wegen mangelnden Impfschutzes ausbreiten. Eltern sollten mit ihren Kinderärzten sprechen, die in der Regel extra Vorsorgetermine anböten.

*Wiegand konkretisierte, was genau an der frischen Luft erlaubt ist. Laut der Allgemeinverordnung des Landes sind Bewegung und Spaziergängen an der  frischen Luft in Ordnung. Für Wiegand gehört das Lesen eines Buchs auf einer Parkbank jedoch nicht dazu. Man dürfe sich hinsetzen, wenn man erschöpft sei, aber die Decke auszurollen und Gesellschaftsspiele zu spielen widerspreche der Verordnung. Es komme immer auf den Einzelfall an.

02.04.20: Erste Patienten aus Norditalien kommen

Die ersten Patienten aus Norditalien kommen heute ins Frankenhaus Bergmannstrost. Sie werden am Nachmittag in der Notaufnahme erwartet. Das Klinikum holt die Patienten vom Flughafen Leipzig/Halle ab. Der Transport Transport erfolgt per Rettungswagen.

02.04.20: Einschränkungen im Bahnverkehr

Mit Wirkung vom 1. April gibt es weitere Einschränkungen im Bahnverkehr in Mitteldeutschland. Auch die Anbindungen der Stadt Halle (Saale) ändern sich.

Im Folgenden finden Sie eine Liste der betroffenen Verbindungen:

S3 (Trotha-Wurzen) - entfällt zwischen Hauptbahnhof und Trotha

S5 (Halle– Altenburg/Zwickau) - verkehrt nun im Stundentakt

S5X (Halle– Altenburg/Zwickau) - entfällt komplett

S7 (Hbf – Nietleben) - verkehrt nun im Stundentakt

S8 (Halle – Dessau / Lutherstadt Wittenberg) - verkehrt nun im Stundentakt

S9 (Halle-Eilenburg) - verkehrt nun im Zweistundentakt

RE16/RE17 (Halle-Erfurt) - entfällt komplett

RE18 (Halle – Jena) - entfällt komplett

RE30 (Magdeburg – Halle) - verkehrt nun im Zweistundentakt

RB20/RB25 (Leipzig –Halle-Saalfeld) - Entfall einzelner Fahrten

RB47 (Halle-Bernburg) - verkehrt nun im Zweistundentakt

02.04.20: Wieder Gottesdienst im Internet

Auch diesen Sonntag laden die evangelischen Kirchen wieder zu einem Ökumenischen Gottesdienst im Internet ein. Aufgezeichnet wird der Gottesdienst in der Katholischen Kirche „Maria Königin des Friedens“ in Halle-Dölau. Wie vergangene Woche können Gläubige den Gottesdienst direkt auf der Webseite des Kirchenkreises mitfeiern: www.kirchenkreis-halle-saalkreis.de.

Das Angebot der Öffnung der Kirchen zu den bekannten Gottesdienstzeiten für individuelles Gebet und Fürbitte sowie  für ein seelsorgerliches Gespräch vor Ort, werde es auch in vielen Gemeinden an diesem Sonntag geben, teilte der Kirchenkreis Halle-Saalkreis mit.

02.04.20: Esel-Preisverleihung wird verschoben

Sie war für Samstag, 25. April vorgesehen: die große Gala zur Verleihung der Bürgerpreise „Der Esel, der auf Rosen geht“. Doch aufgrund der aktuellen Situation wegen des Coronavirus haben sich die Organisatoren, die Mitteldeutsche Zeitung, das Neue Theater und die Volksbank, darauf geeinigt, die Veranstaltung abzusagen.

01.04.20: Ratenaussetzung von drei Monaten für

Verbraucherkredite

Seit heute können von der Corona-Krise betroffene Kunden der Saalesparkasse online die Aussetzung der Zins- und Tilgungszahlungen für ihre Verbraucherkredite veranlassen. Die gesetzliche Regelung dazu sieht vor, dass die Aussetzung für drei Monate gilt und die Zahlungen spätestens im Juli 2020 wieder aufgenommen werden müssen.

01.04.20: Zu Besuch beim nt-Intendanten

Zu Besuch beim Intendanten Matthias Brenner - im leeren Saal und in zeitgemäß weitem Abstand: Wie es weitergeht, wenn der Tag X gekommen ist.

01.04.20: Aktuelles aus der Pressekonferenz der Stadt Halle

*Das Klinikum Bergmannstrost und das Elisabethkrankenhaus haben sich bereiterklärt, vier Corona-Patienten aus Norditalien aufzunehmen. Wie Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) in der Pressekonferenz am Mittwoch mitgeteilt hat, stimmt der Katastrophenschutzstab der Stadt zu, dass die Menschen aus der Lombardei aufgenommen werden.

*Insgesamt sind 185 Hallenser derzeit mit dem Virus infiziert. Das sind zehn Fälle mehr als noch am Dienstag. Außerdem wurden alle Bewohner des Pflegeheims Haus am Theater negativ auf das Virus getestet. Laut Wiegand steht die Einrichtung dennoch weiterhin unter Quarantäne. In dem Heim war eine Pflegerin an Covid-19 erkrankt. Das Johannes-Jänicke-Haus steht ebenfalls noch unter Quarantäne. Dort wurden 22 Bewohner und neun Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet. Zweimal täglich finden dort ärztliche Visiten statt.

*Außerdem ist ein Arzt der Geriatrie des Diakoniekrankenhauses an Corona erkrankt. Alle Mitarbeiter und Patienten der Station werden aktuell getestet. Laut Wiegand liegen die Ergebnisse dazu noch nicht vor. Die Station ist derzeit abgeschirmt – keiner der Patienten kann derzeit entlassen werden.

*Insgesamt 712 Kontrollen haben das Ordnungsamt und die Polizei am Dienstag in Halle durchgeführt. Erneut mussten 14 Strafanzeigen gestellt werden. Fünf Verstöße gab es auf Spielplätzen, einen weiteren in einem Geschäft. Zudem mussten von den Behörden acht Verstöße gegen Versammlungen geahndet werden. Laut OB Wiegand hat die Verwaltung zudem erstmals Hinweise erhalten, dass das Ordnungsamt dubiose SMS-Nachrichten an Menschen verschicke, die unter Quarantäne stehen. „Das Ordnungsamt führt Kontrollen durch. Es kommuniziert aber niemals per SMS oder fordert zu Geldzahlungen auf“, sagte der OB. Strafrechtliche Ermittlungen führe die Staatsanwaltschaft durch.

*30 Patienten werden derzeit in den Kliniken der Stadt stationär behandelt, das sind vier weniger als am Vortag. Vier Menschen müssen auf der Intensivstation behandelt werden. Am Dienstag wurden 155 Abstriche in den mobilen Teststationen und den Fieberambulanzen durchgeführt.

*Laut Wiegand reicht die medizinische Schutzausrüstung noch insgesamt für zehn Tage. Es gebe kleine Nachlieferungen des Landes sowie Bestellungen der Stadt. Entgegen früheren Aussagen empfiehlt der Oberbürgermeister nun ausdrücklich, Mundschutzmasken im öffentlichen Raum zu tragen. Vor allem beim Einkaufen und bei einem Arztbesuch seien die Masken sinnvoll. „Jeder Schutz ist besser als keiner“, sagte Wiegand. Selbstgenähte Masken können zwar nicht in Krankenhäusern eingesetzt werden, sie würden aber dennoch helfen das Ansteckungsrisiko zu senken. Oberstes Ziel sei es, die Ausbreitung der Lungenkrankheit zu verlangsamen. Der Mundschutz könne dazu ergänzend eingesetzt werden.

*Im Moment steht noch nicht fest, ob die Händelfestspiele abgesagt werden. OB Wiegand sagte, dass die Veranstalter eine Entscheidung abwägen müssen und sich an der Allgemeinverfügung des Landes orientieren sollten. Er schreibt jedoch nicht vor, welche Veranstaltungen stattfinden können und welche abgesagt werden.

*Die Stadtbibliothek bietet an, dass E-Books derzeit kostenlos ausgeliehen werden können. Laut Sozialdezernentin Katharina Brederlow müssen Bürger dafür lediglich eine E-Mail an die Stadtbibliothek senden, um Zugangsdaten zu erhalten.

*Besuche in Altenheimen sind derzeit generell untersagt. Die Sozialdezernentin Brederlow kündigte zudem an, dass die  Kinder-Notbetreuung in den Kitas überprüft wird. Die Notbetreuung steht nur Eltern zu, die in systemrelevanten Berufen arbeiten und dadurch kein Elternteil die Kinder zu Hause betreuen kann.

*Die Verdopplung der Corona-Fälle beläuft sich derzeit auf sieben Tage. Im März waren es noch drei Tage. „Bei uns verläuft die Ansteckungskurve flacher als in anderen Orten“, sagte Wiegand. Das Ziel sei jedoch, die Verdopplung auf zehn Tage zu reduzieren. Bis dahin müssten die getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie eingehalten werden.

01.04.20: Lebensmittelindustrie arbeitet am Limit

Die rund 700 Menschen, die laut Arbeitsagentur in Halle in der Lebensmittelindustrie arbeiten, leisten in der Coronavirus-Pandemie einen entscheidenden Beitrag dafür, dass Essen und Trinken nicht knapp werden. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen. „Überstunden und Extra-Schichten sind in der Lebensmittelindustrie schon seit Wochen an der Tagesordnung. Die Menschen arbeiten am Limit, damit Aldi, Lidl, Rewe, Edeka & Co. die Ware nicht ausgeht“, sagt Jörg Most von der NGG-Region Leipzig-Halle-Dessau. Die Politik habe dies erkannt und die Lebensmittelbranche für „systemrelevant“ erklärt. Bei den Beschäftigten allerdings tauchen gerade jetzt viele Fragen auf, so die Gewerkschaft.

01.04.20: Gerichte arbeiten weiter

Damit die Justiz im Land auch in Zeiten der Pandemie arbeiten kann, hat das Justizministerium geregelt, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern in Gerichtssälen einzuhalten ist, sofern die räumlichen Gegebenheiten es zulassen. Es ist aber auch ein geringerer Abstand zulässig. Wie die Gerichte in Halle derzeit arbeiten. (mz)

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