Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Datenmissbrauch durch Sicherheitslücke: Vodafone droht Bußgeld von 460 Millionen Euro

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 17.09.2021 ksta
Das Vodafone-Logo. © Federico Gambarini Das Vodafone-Logo.

Verkäuferinnen und Verkäufer schließen Verträge ohne Einwilligung der Kundinnen und Kunden ab. Sie kassieren dafür eine Provision. Unter den Opfern: Seniorinnen und Senioren und Menschen mit Schwerbehinderung.

Möglich machten es Sicherheitslücken in der Software, die potenziellen Betrügerinnen und Betrügern Zugang zu den Informationen von Kunden gewährten. Zu Bankverbindungen, Adressdaten und Kennwörtern. Die Rede ist von dem Telekommunikations­konzern Vodafone. Zeitweise war es den Franchisepartnern in den Mobilfunkshops bis 2020 möglich, auch ohne Passworteingabe auf Kundendaten zuzugreifen. Das berichtet der „Spiegel“.

Vodafone teilte demnach mit, das Unternehmen dulde „weder Betrug noch sonstiges Fehlverhalten“ und gehe „mit aller Konsequenz dagegen vor“. So habe man sich von zehn Franchisepartnern getrennt und 53 Filialen geschlossen.


Video: Gefährliche Bluetooth-Sicherheitslücke bei Microsoft entdeckt: Das sollte man nun tun (ProSieben)

Video wiedergeben

Bußgeld von bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes möglich

Dem Telekommunikations­konzern droht nun ein saftiges Bußgeld. Laut „Spiegel“ ermittelt der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) gegen Vodafone.

Er kann bei Verstößen gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ein Bußgeld von bis zu 4 Prozent des Jahresumsatzes eines Unternehmens verhängen. Bei Vodafone in Deutschland entspräche das demnach rund 460 Millionen Euro. Aus dem Unternehmen heißt es laut Artikel, man übernehme keine „Verantwortung für kriminelle Machenschaften möglicher Partneragenten“. Man habe Ende Juni eine Meldung über einen Datenschutzverstoß eingereicht.

Die Vorwürfe gegen das Unternehmen basieren auf den Aussagen eines ehemaligen Verkäufers. Er informierte das Telekommunikations­unternehmen rund zwei Jahre lang über kriminelle Machenschaften von Geschäftspartnern. Dafür verlangte er jedoch laut Vodafone Honorare von mehr als 900 000 Euro. Der Konzern erstattete im Sommer Strafanzeige wegen versuchter Erpressung sowie der unerlaubten Weitergabe von Kundendaten und Geschäftsgeheimnissen an Dritte. Der Informant dementiert die Vorwürfe laut Artikel. (RND)

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von Kölner Stadt-Anzeiger

Kölner Stadt-Anzeiger
Kölner Stadt-Anzeiger
| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon