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16 Empfehlungen zum Draußensitzen: Restaurants wieder offen - hier können Sie gut und mit Abstand essen gehen

Tagesspiegel-Logo Tagesspiegel 17.05.2020 Elisabeth Binder, Susanne Leimstoll, Bernd Matthies, Kai Röger, Felix Denk

Der Berliner darf wieder Gast sein und wird auch draußen bewirtet. Doch die große Freiheit ist noch nicht drin. 16 Beispiele, wer wo wann was serviert.

Brandneu eröffnet: "Rutz Zollhaus" in Kreuzberg am Landwehrkanal. © Foto: Rutz Zollhaus / promo Brandneu eröffnet: "Rutz Zollhaus" in Kreuzberg am Landwehrkanal.

RUTZ ZOLLHAUS

Es ist die wohl spannendste Neueröffnung der Saison, auch wenn man sagen muss, dass die Konkurrenz nicht allzu groß ist. Ab dem 20. Mai kann man sehen, wie das „Alte Zollhaus“ von Gastronom Herbert Beltle in neuem Glanz erstrahlt – als „Rutz Zollhaus“ unter der Regie der Familie Schmidt und mit Küchendirektor Marco Müller und Gastgeber Hendrik Canis.

Gestartet wird aber erst einmal in einer krisenoptimierten Soft-Opening-Phase, bei der Küchenchef Florian Mennicken (ehemals u.a. Facil und Adlon) und sein erfahrener Vorgänger Günter Beyer ab 16 Uhr Brotzeit-Kleinigkeiten anbieten werden – ähnlich dem Vorabend-Programm der „Rutz Weinbar“ – und ab 18 Uhr mit Auszügen aus dem vollen Programm: Königsberger Klopse, Tatar, auch eine vegetarische Version aus gerösteter Karotte und Schafsmilch, aber auch Ceviche, ein Fisch- und ein Schmorgericht und Edelsteaks in kompromisslos guter Zubereitung. Weine, dafür steht der Weinladen Schmidt, wird es uneingeschränkt und in großer Auswahl geben.

Das Zollhaus startet mit zehn Tischen für maximal 29 Gäste auf seiner Terrasse, ein Zeitlimit für die Verweildauer gibt es nicht, ebenso keine Selbstbedienung, es wird am Tisch serviert mit Maske und Handschuhen. Eine Reservierungspflicht besteht nicht, es ist aber sinnvoll, sich telefonisch oder per E-Mail einen der wenigen und vermutlich begehrten Plätze zu sichern.

Kreuzberg, Carl-Herz-Ufer 30, Mi-Sa 16-22, So ab 13 Uhr, Tel. 69 23 300, rutz-zollhaus.de

BRLO BRWHOUSE

„Unser Biergarten ist seit Freitag wieder offen“, sagt Ben Pommer, Chef des „Brlo Brwhouse“ am Gleisdreieck. Aber mehr als 200 bis 250 Plätze gibt er auf dem großen Außengelände, das sonst doppelt so viele Menschen fasst, nicht frei. Reservierung funktioniert für ein Freigelände nicht, deshalb lässt er am Eingang den Andrang kontrollieren. Die Tische sind mit 1,5 Meter Abstand gestellt, eine maximale Belegzahl gibt es nicht. „Wenn eine Großfamilie kommt, dann darf die dort zusammensitzen. Da gibt es keine anderslautenden Vorgaben.“

Mit seinem Team achtet er darauf, dass alle Verhaltensmaßregeln eingehalten werden. „Das heißt, bei übermäßigem Alkoholkonsum und wenn jemand sich unangemessen verhält, müssten wir ihn eben vom Gelände weisen.“ Die größte Herausforderung sei, die riesige Freifläche, wie gefordert, zu kontrollieren. (Hier lesen Sie, was Gastronomen noch zum Neustart sagen.)

Der Service arbeitet mit Mundschutz und Handschuhen. Auf der Biergarten-Speisekarte stehen die Brlo-Klassiker, etwa Makkaroni mit Käse, Bio-Bratwurst, Ribs, Wassermelonensalat. „Ob das ,Brlo‘ im Laufe der Saison dann einfach ein großes Open-Air-Restaurant mit umfangreicherer Speisekarte wird, werden wir sehen“, sagt Ben Pommer.

Kreuzberg, Schöneberger Str. 16, tgl. 13 bis 20 Uhr, brlo-brwhouse.de

OBERMAIER

Dunja Funke hat für ihr alpenländisches Restaurant mit kleinem Biergarten den Schließtag gekippt. Geöffnet ist nun die ganze Woche über, die Küche nimmt Bestellungen von 16 bis 21 Uhr entgegen, für Take-away bis 21.30 Uhr. 20 Plätze werden im Restaurant, bis zu 30 im Biergarten zur Verfügung stehen, buchbar über ein Online-Reservierungssystem. Auf der Website des Obermaier gibt es ein Portal, das die jeweilige Personenzahl mit dem zur Verfügung stehenden Tisch abstimmt – draußen wie drinnen – und auch, wie empfohlen, die Personendaten aufnimmt und nach 14 Tagen wieder löscht.

Service und Küchenpersonal arbeiten mit Visier statt Mundschutz. „Uns war wichtig, eine Mimik zu haben“, sagt Dunja Funke. Statt der gebundenen Speisekarte gibt es sie als laminierte Version bzw. scannbar per QR-Code. „Wir haben natürlich mit einer Spargel-Karte begonnen“, sagt die Gastgeberin, „und bieten ansonsten eine reduzierte Karte mit unseren Lieblingsgerichten. Unser Bio-Saftgulasch mit Spätzle ist drauf, das Schnitzel vom Linumer Wiesenkalb mit Kartoffelsalat, die Spinatknödel ...“

Und wer nur Verpflegung für einen Ausflug braucht, kann einen à la Obermaier gefüllten Picknickkorb ordern. Gut geklappt hat der Neustart schon einmal: Gleich am Freitag war das Restaurant ausreserviert.

Kreuzberg, Erkelenzdamm 17, täglich 15 bis 22 Uhr, obermaier-kreuzberg.de

FUNKY FISCH

Multigastronom The Duc Ngo ist zwar noch etwas skeptisch, ob die Gäste gleich in Massen wieder in die Restaurants strömen, aber er hat sich immerhin schon gut vorbereitet: Die Terrasse vor dem „Funky Fisch“ auf der Ecke Kantstraße in Charlottenburg ist riesig, trotz der Abstandsregeln passen da 40 bis 50 Gäste hin, zählt man die Plätze vor Ducs „Ngo Kim Pak“ gleich daneben noch mit dazu, sind das gut 70 Gäste, die dort bewirtet werden können. „Wir könnten sogar noch um die Ecke bis zum ,893 Ryotei‘ gehen, dann hätten wir noch mehr. Aber wir wollen erst einmal absehen können, wie sich das Geschäft überhaupt entwickelt“, sagt Duc, der am Freitag alle seiner neun Berliner Restaurants gleichzeitig wiedereröffnet hat.

Walk-ins sind möglich, eine Reservierung empfiehlt sich aber, die Verweildauer wird überall, wie bisher nur im Restaurant „893 Ryotei“ üblich, auf zwei Stunden limitiert. Serviert wird mit Mund-Nasen-Schutz am Tisch, und es gibt Desinfektionsmöglichkeiten. The Duc Ngo leitet seine Mitarbeiter aber an, sich lieber die Hände oft und gründlich zu waschen, genau das empfiehlt er auch seinen Gästen.

Das Speiseangebot will er zunächst beibehalten. „Vielleicht werden wir im ,Funky Fisch‘ nur zehn statt 15 Sorten Fisch anbieten können, aber ansonsten fahren wir das volle Programm.“

Charlottenburg, Kantstr. 135/136, Di-Sa 12-22 Uhr, "Ngo Kim Pak" täglich, funky-fisch.de

FISCHERHÜTTE AM SCHLACHTENSEE

Über Wochen hatten Gastgeberin und Betriebsleiterin Heike Seebaum und Küchenchef Thomas Kurt den großen Traditionsbiergarten unter Baumriesen direkt am Schlachtensee nur als Take-away-Imbiss betreiben können. Nun konnte die Draußen-Saison mit Blick aufs Wasser endlich starten. Zwar stehen fürs Restaurant „nur“ 150 und im Biergarten am Ufer „nur“ 400 Plätze zur Verfügung, aber dennoch kann auf der Terrasse wie draußen wieder entspannt geschmaust werden.

Zwei Security-Mitarbeiter kontrollieren, ob die Gäste auch den gebotenen Abstand voneinander halten. „Manchmal vergessen sie das – kann man ja verstehen – , aber dann erinnern wir sie freundlich dran“, sagt Heike Seebaum. Verweildauer? „Da machen wir keine Vorschriften“, sagt sie. Im Biergarten ist, wie schon früher, Selfservice angesagt, auf der Restaurantterasse wird bedient – mit Mundschutz.

Die Speisekarte – sie liegt in laminierter, desinfizierbarer Version aus – ist inhaltlich bereits auf Frühling eingestellt. Es gibt Spargelgerichte, klassisches Wiener Schnitzel, Tatar vom Simmenthaler Rind, diverse Flammkuchen, einen Superfood-Salat ... Das läuft gut an. Fürs Restaurant sollte man besser reservieren. Für die Auswahl der Weine werden die Gäste im Übrigen speziell beraten. Fast alles wie früher also.

Zehlendorf, Fischerhüttenstr.136, Biergarten ab 9 Uhr, Restaurant 12-22 Uhr, fischerhuette-berlin.de

BAR FREUNDSCHAFT

Das Vollblut-Gastgeberduo Willy Schlögl und Johannes Schellhorn will, gewohnt großspurig, der „Newtonbar“ den Nimbus ablaufen, als einzige Bar in Berlin geöffnet zu haben, na ja, sie werden nicht die einzigen bleiben. Auf große Spur ist auch das Platzangebot von 14 Tischen im Außenbereich angelegt, zweifellos begünstigt davon, dass es an der Ecke Charlotten-/Mittelstraße ohnehin kaum Anwohner oder Gastronomie gibt, die sich daran stören könnten.

Neben dem großen Weinangebot gibt es auch die üblichen Speisen wie Rindfleischsalat, Beeftatar, eingelegtes Gemüse, Schinken-Käse-Toast – Kleinigkeiten eben, die gut zum Wein passen. Serviert wird mit Mundschutz am Tisch, die gedruckte Weinkarte wird regelmäßig desinfiziert. „Notfalls tragen wir vor, was draufsteht“, verspricht Willy Schlögl. Ansonsten gibt es eben noch Einwegkarten.

Reservierungen müssen nicht sein, Walk-ins sind ausdrücklich erwünscht, es gibt kein Zeitlimit. Das können Sport- und Leistungstrinker samstags beim Frühshoppen ab 14 Uhr leidlich ausnutzen.

Mitte, Mittelstr. 20, Mo-Fr 16->22, Sa 14-22 Uhr, istdeinbesterfreund.com

HOFCAFÉ MUTTER FOURAGE

Seit Freitag kann man in Wannsee wieder zwischen Blumen und Hochbeeten sitzen, als sei’s ein Stück Italien. Nur eben nicht mehr so dicht gedrängt wie sonst. Etwa 50 ihrer sonst 100 Sitzplätze können Dagmar und Heribert von Reiche im großen Draußenbereich ihres Hofcafés in Wannsee bieten, maximal vier Stühle sind pro Tisch gestellt.

Für das Servicepersonal haben sie statt Mundschutz Plastikvisiere bestellt. „Da kann man doch wenigstens das Gesicht erkennen“, sagt Heribert von Reiche. Desinfektionsspender? „Nein“, sagt er, „das müssen wir nicht. Auf der Toilette, für die man sich den Schlüssel abholen muss, kann man die Hände mit Seifenlösung waschen. In den Raum darf immer nur eine Person.“

Mit einer kleineren Karte kalkulieren die Inhaber nicht. „Die wechselt bei uns ja sowieso täglich. Wir bieten, was geht.“ Über eine vorgegebene Verweildauer machen sich die Wirtsleute keine großen Gedanken. „Wir sind eine Ausflugsgaststätte, da bleiben die Leute nicht so lange. Und falls doch, werden wir freundlich darauf hinweisen.“

Das Abhol-Menü, das in den letzten Wochen angeboten wurde, will das Hofcafé eventuell beibehalten. „Das hat meiner Frau und der Küche viel Spaß gemacht“, sagt von Reiche.

Wannsee, Chausseestr. 15A, täglich 9-19 Uhr, hofcafé-berlin.de

ZOLLPACKHOF

Der Zollpackhof gehört zu den größten und schönsten Biergärten der Stadt. Schon vor 300 Jahren erholten sich die Berliner hier von der Unbill des Alltags. Das ist nach einer Auszeit dort auch jetzt wieder möglich. Allerdings werden – statt wie in normalen Zeiten 2000 – nur maximal 600 Plätze zur Verfügung stehen, damit der Abstand von mindestens 1,5 Metern gewahrt bleibt.

Jeder Gast wird bei der Ankunft aufgefordert, sich die Hände zu desinfizieren und in eine Gästeliste einzutragen. Die Mitarbeiter werden Mund- und Nasenschutz tragen. Desinfektionsspender stehen bereit. Fürs Restaurant ist eine Reservierung notwendig, für den Biergarten nicht. Wer einmal da ist, kann so lange bleiben, wie er mag.

Auch hier ist das Speisenangebot zunächst reduziert. Zum Augustiner-Bier mit Blick auf Spree und Kanzleramt kann man aber auf jeden Fall eine zünftige Schweinshaxe genießen. Auch Schnitzel wird es geben und für Vegetarier Käsespätzle.

Tiergarten, Elisabeth-Aibegg-Str. 1, täglich 12-22 Uhr, zollpackhof.de

CAFÉ AM NEUEN SEE

Endlich wieder Rostbratwürstchen und Leberkäs’ unter Tiergartenbäumen. Das „Café am Neuen See“ hat seit dem Freitag wieder geöffnet. In den Tagen zuvor war das Personal noch heftig mit der Vermessung der vorgegebenen Abstände beschäftigt. Statt 1000 Sitzplätzen werden im Biergarten nun noch ungefähr 500 zur Verfügung stehen, im Restaurant statt normal 140 noch 60 bis 80.

Im Biergarten gelten neue Regeln: Man kauft abgepackte Ware und nimmt sie mit zum Platz. Zunächst wird ein etwas abgespecktes Sortiment geboten. Es gibt aber, wie gewohnt, Burger, Flammkuchen, Lachs und Pizza.

Alle Mitarbeiter tragen Mund- und Nasenschutz, wie Generalmanager Sven Richnow sagt. Es werde „viel mit Zangen gearbeitet“ und bei Speisen, die unmittelbar zum Verzehr zubereitet würden, auch mit Handschuhen. Überall sind Desinfektionsmittel-Spender für Gäste und Personal aufgestellt, selbst am Ruderbootverleih.

Eine Begrenzung der Verweildauer sei nicht vorgesehen, sagt Richnow. Das wolle man den Gästen denn doch nicht zumuten. Ohnehin rechnet er nicht damit, dass sie nun plötzlich übermäßig lange bleiben wollten.

Tiergarten, Lichtensteinallee 2, Restaurant täglich 9-22 Uhr, Biergarten ab 12 Uhr, cafeamneuensee.de

STRASSENBAHNDEPOT HEILIGENSEE

Gute Nachrichten verbreiten sich schnell: Am Freitag, dem ersten Öffnungstag, war das Restaurant im alten Straßenbahndepot Heiligensee schon Tage vorher ausgebucht, und fürs Wochenende sah es ähnlich aus.

Das Gasthaus an der alten Dorfaue, das zu den schönsten kulinarischen Ausflugszielen am Berliner Stadtrand gehört, ist auf jeden Fall wieder da, und Patron René Scheike, der seinen wohldosierten Ehrgeiz nicht verloren hat, bietet neben dem regulären Angebot à la carte jetzt passend zur Saison ein leicht asiatisch angehauchtes Menü mit vier Gängen an.

Der Gastgarten steht bereit, auch wenn die Wettermeldungen fürs Wochenende nicht allzu optimistisch klingen. Aber auch drinnen ist alles ausgemessen, und die Plätze werden nach Maßgabe aller Vorschriften vergeben, solange der Vorrat reicht.

Das höchst erfolgreiche Außer-Haus-Programm mit deutschen Küchenklassikern bleibt aber vorerst erhalten. Die Plätze werden übrigens nach Verfügbarkeit vergeben.

Heiligensee, Alt-Heiligensee 73-75, Mi-Sa ab 16, So ab 12 Uhr, strassenbahndepot-heiligensee.de

ENOITECA IL CALICE

Kaum jemand hat in der Innenstadt so viel Platz wie die „Enoiteca Il Calice“ – draußen auf dem weitläufigen Walter-Benjamin-Platz, aber auch drinnen auf zwei Etagen. Die feine, kreative italienische Küche dieses eleganten Weinrestaurants gehört längst wieder zu den besten dieses Stils in der Stadt, die Weinkarte hält locker mit, und Seniorchef Antonio Bragato empfängt seit dem 15. Mai wieder Gäste.

Geöffnet ist täglich außer sonntags auch zum Lunch, die Küche bietet das volle Programm wie immer, und das strenge Gästeregiment dürfte allen amtlichen Anforderungen standhalten: Nur die Hälfte der Plätze wird vergeben, und abends sind auf telefonische oder Online-Reservierung zwei Zeitfenster vorgesehen, das erste beginnt um 17, das zweite um 19.45 Uhr.

Weiterhin bietet das Restaurant aber auch Speisen zum Mitnehmen an, und für zu Hause gibt es sogar ein weitgehend vorbereitetes Vier-Gänge-Menü – Tatar vom Fassone-Rind, Ravioli mit Burrata und Spinat, Kalbsfilet mit Spargel und Tiramisu –, das nur noch fertiggestellt werden muss. Also sollte hier nahezu jeder auf seine Kosten kommen.

Charlottenburg, Walter-Benjamin-Platz 4, Mo-Sa Lunch 12-16 Uhr und Abendessen 17-22 Uhr. enoiteca-il-calice.de

BREWDOG DOGTAP

Für Marcus Thieme fühlt es sich ein bisschen an wie eine Neueröffnung. Wie werden die Gäste auf lange Sicht reagieren? Kommt der Service dauerhaft mit den neuen Regeln zurecht? Der Geschäftsführer von Brewdog freut sich, dass die Zapfhähne wieder laufen dürfen. Abstandsregeln sind im „Dogtap“ nicht das Problem, das Gelände in Mariendorf ist ja wirklich großzügig. Von den 420 Plätzen, die sie im Biergarten haben, werden 160 angeboten, drinnen bleiben von 700 Sitzen maximal 200.

Die Karte ist etwas reduziert, auch um den Service schneller zu machen. Denn an die Bar gehen, ist wegen der neuen Auflagen nicht drin. Es gibt Pizza, Burger und Salate; die Hälfte des Angebots ist vegetarisch, ein Fünftel vegan. Statt 50 Sorten Craftbier zapfen sie erst mal 20 bis 25 vom Hahn. Größer ist die Auswahl an Dosen und Flaschen. Abholung und Lieferung wird es weiterhin geben, sagt Thieme.

Und auch die Minigolfbahn soll bald eröffnen, da arbeiten sie noch am Hygienekonzept. Allein Bowling fällt erst mal aus. „Und das schmerzt“, sagt Thieme.

Mariendorf, Im Marienpark 23, Mo-Fr 15-22 Uhr, Sa-So 12-22 Uhr, brewdog.com

MICHELBERGER RESTAURANT

Auch im coolsten Hotel der Stadt können die Berliner wieder essen gehen, und zwar von früh bis (halbwegs) spät. Von 8 bis 11 Uhr gibt es im Michelberger ein Frühstück auf dem Tablett serviert – mit hausgebackenem Brot, Gebäck und wechselnden Specials wie Kokosnuss-Milchreis oder Shakshuka. Mittags von 12 bis 15 Uhr gibt’s Gerichte wie einen geräucherten Fishcake mit Spinat und Curry-Aioli.

Und für das Dinner haben sich die Küchenchefs Alan Micks und Andreas Rieger (Ex-„Einsunternull“), wie sie sagen, etwas Besonderes ausgedacht. Jeden Tag stehen die Waren auf einer Tafel, die die Lieferanten aus dem Umland gerade gebracht haben, oder die sie auf dem eigenen Hof geerntet haben, aktuell Kräuter, Salat, Spargel und demnächst auch Gemüse. Wer etwa Sauerampfer oder Chicoree nicht mag, streicht das, aus dem Rest zaubern die Köche ein Menü, das zum Teilen auf den Tisch kommt. Kostenpunkt: 28 Euro.

Nachtisch kann man zusätzlich bestellen. Bei schönem Wetter natürlich im lauschigen Innenhof.

Friedrichshain, Warschauer Str. 39, tgl. ab 8 Uhr, Dinner Di-Sa ab 18 Uhr, michelbergerhotel.com

BOOTSHAUS STELLA AM LIETZENSEE

Endlich, werden nicht nur Jogger, Spaziergänger und Kiezanwohner sagen, endlich ist auch die Sonnenterrasse am Lietzensee wieder offen. Inhaber Sergio Soldarini hat wegen der Corona-Vorschriften die Tische vor seinem Selbstbedienungsrestaurant „Stella“ (Foto oben) auf zwei Meter Abstand gestellt und die Eingangssituation verändert: Ein Weg führt rein, ein anderer raus.

Küche und Personal sind vom Gast durch Plexiglasscheiben getrennt – Mundschutz also nicht nötig. „Wer ihn aber tragen möchte, darf das“, sagt der Chef. Auf Handschuhe verzichtet das Personal, es setzt auf regelmäßiges Händewaschen. Da draußen nur die Hälfte der Gäste Platz haben wird, ist auch die Karte etwas reduziert. Zwölf Gerichte bieten Soldarini und das Stella-Team an, neben tagesaktueller Pizza und Pasta wie immer: Würstchen, Brezeln und natürlich Hausmacherkuchen und Eis.

Nach drei Wochen Schließzeit sagt er mit einem Seufzer: „Ein Glück, dass wir wieder öffnen dürfen. Länger hätten wir das finanziell nicht durchgehalten.“

Charlottenburg, Witzlebenplatz 1A, täglich 10-22 Uhr, bootshausamlietzensee.de

CAFÉ EINSTEIN STAMMHAUS

Das "Café Einstein Stammhaus" ist nicht nur ein ausnehmend elegantes Kaffeehaus, in dem man vor der Unbill des Winters fliehen kann, auch im Sommer ist die ehemalige Villa des Stummfilmstars Henny Porten ein ziemlich lauschiger Ort. In dem schönen, von stattlichen Buchen umrankten Hof vermisst man jedenfalls keinen Biergarten – und isst deutlich besser als in den meisten. Stichwort: Wiener Schnitzel, hausgemachter Apfelstrudel.

Dichtestress muss hier kein Gast befürchten, denn der Garten ist sehr großzügig. Um Reservierung wird gebeten.

Tiergarten, Kurfürstenstr. 58, bei gutem Wetter täglich 12-22 Uhr, cafeeinstein.com

PAULY SAAL

Schönster Ort zum draußen sitzen in Mitte? Die Terrasse des "Pauly Saal" ist ein heißer Anwärter für einen Platz auf dem Treppchen. Der Schulhof der ehemaligen Jüdischen Mädchenschule versteckt sich hinter dem neusachlichen Klinkerbau. Wenn das Wetter es zulässt, kann man hier die eleganten französischen Menüs von Sternekoch Dirk Gieselmann genießen.

Erst einmal macht das Team für vier Tage auf. Los geht es am Mittwoch, 20. Mai, ab 17 Uhr. Weil es kein à la Carte gibt, sondern nur ein Menü mit vier oder fünf Gängen, ist die letzte Tischreservierung um 19.45 Uhr. Denn, wie alle Restaurants derzeit, wird auch der Pauly Saal um 22 Uhr geschlossen. Ebenfalls geschlossen bleibt die Bar.

Mitte, Auguststr. 11-13, paulysaal.com

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