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Entscheidung wohl noch diese Woche: Kommt der digitale Impfpass von Telekom oder IBM?

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 04.03.2021 Lars Petersen

Der geplante digitale Impfpass in Deutschland nimmt weiter Konturen an: Nach Informationen von Business Insider will das Bundesgesundheitsministerium noch diese Woche entscheiden, welcher Anbieter den Zuschlag bekommen soll. Dem Vernehmen nach sollen hierbei die Telekom und der US-amerikanische IT-Riese IBM zu den Favoriten zählen. Die Telekom hat bereits die Corona-Warn-App zusammen mit SAP entwickelt.

Das Gesundheitsministerium hatte vorige Woche mehrere Unternehmen angeschrieben und um Angebote gebeten. Laut der vertraulichen Ausschreibungsunterlagen des Ministeriums (liegt Business Insider vor) sollen Geimpfte den digitalen Impfpass in Impfzentren, Arztpraxen und bei anderen Leistungserbringern über Impfzertifikate erhalten.

So stellt sich das Bundesgesundheitsministerium die Nutzung des Impfpasses vor © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland So stellt sich das Bundesgesundheitsministerium die Nutzung des Impfpasses vor

Das Impfzertifikat wird jedem Geimpften zunächst in Papierform (2D-Code) oder direkt in einer Impfnachweis-App auf seinem Smartphone übergeben. Im letzten Fall soll ein 2D-Code, etwa ein QR-Code, unmittelbar gescannt werden können.

In der App kann der Geimpfte einen 2D-Code, so etwa einen QR-Code erstellen, der – so heißt es in der Ausschreibung "eine datenschutzkonforme Prüfung des COVID-19 Impfstatus durch Dritte ermöglicht. Optional kann zusätzlich das Prüfzertifikat in einem elektronischen Wallet auf dem Smartphone gespeichert werden. Bei der Prüfung durch Dritte kann zusätzlich ein Ausweisdokument zur Authentisierung des Bürgers eingesetzt werden."

Im Klartext: Über eine Impfnachweis-App, die noch entwickelt werden soll – eben etwa von der Telekom oder IBM – können Restaurants, Geschäfte, Fitnessstudios, Restaurants, Hotels und alle anderen Einrichtungen, die den Zutritt zu sich regeln wollen oder laut Corona-Vorschriften regeln müssen, entscheiden, ob sie nur Geimpften Zutritt gewähren. Das sollte aber in jedem Fall nur dann ermöglicht werden, so der Plan der Bundesregierung, wenn es grundsätzlich Öffnungen gibt. Eigene Sonderregeln des Staates für Geimpfte wie in anderen Ländern soll es nach wie vor nicht geben.

Für die Firma, die am Ende den Zuschlag bekommt, ist der Auftrag durchaus lukrativ. Laut der Ausschreibungsunterlagen soll es pro Zertifikat 50 Cent geben. Bei einer vom Gesundheitsministerium angenommenen Impfquote von 80 Prozent in diesem Jahr, also etwa 65 Millionen Menschen, ist der Auftrag mehr als 32,5 Millionen Euro Wert. Auch der weitere Zeitplan für den Impfpass geht aus den Unterlagen hervor. Demnach soll bereits acht Wochen nach dem Zuschlag der digitale Impfpass fertig sein und in eine Testphase gehen. Bereits im Juni könnten die ersten Geimpften den Impfpass in Arztpraxen und Impfzentren erhalten.

Symbolfoto Digitaler Impfass und analoger Impfpass © picture alliance / Flashpic | Jens Krick Symbolfoto Digitaler Impfass und analoger Impfpass

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