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FIRMEN-BLICK-LATAM Airlines meldet in den USA Insolvenz an

Reuters-Logo Reuters 26.05.2020

26. Mai (Reuters) - Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen in der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

LATAM AIRLINES - Bangalore: Die chilenische Fluggesellschaft ist wegen der Reisebeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Schieflage geraten. Lateinamerikas größte Airline und seine Töchter in Chile, Peru, Kolumbien, Ecuador und den USA haben Insolvenzschutz nach Kapitel 11 angemeldet, wie Latam mitteilte. Die Gesellschaften in Argentinien, Brasilien und Paraguay seien nicht betroffen. "Wir haben eine Reihe schwieriger Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen dieser beispiellosen Branchenkrise zu mildern. Letztendlich ist dieser Weg jedoch die beste Option", erklärte Vorstandschef Roberto Alvo. Den Kassenbestand bezifferte das Unternehmen mit rund 1,3 Milliarden Dollar. Der Flugverkehr laufe derweil weiter, hieß es.

SIMMO - Wien: Der Immobilienkonzern hat im ersten Quartal aufgrund von Corona-bedingten Liegenschaftsabwertungen rote Zahlen geschrieben. Unter dem Strich steht ein Verlust von 21,4 Millionen Euro nach einem Gewinn von 15,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie SImmo mitteilte. Die Abwertungen wurden mit 31,5 Millionen Euro beziffert, was rund 1,3 Prozent des Immobilienvermögens entspricht. Das operative Ergebnis aus Vermietungen (FFO I) stieg hingegen auf 13,8 Millionen Euro nach 10,8 Millionen Euro. Einen Ausblick wagte SImmo nicht. Für die kommenden Monate sei man gut gerüstet, erklärte der österreichische Konzern. Dank der zu Jahresbeginn erfolgten Kapitalerhöhung verfüge SImmo über eine stabile Eigen- und Liquiditätsbasis.

FRAPORT - Düsseldorf: Der Frankfurter Flughafen hat auch in der vergangenen Woche beinahe stillgestanden. Das Passagieraufkommen sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 95,4 Prozent und die Flüge um 83 Prozent. Das Frachtaufkommen ging um 17,4 Prozent zurück. Reisebeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus hatten den Flugverkehr am Frankfurter Flughafen bereits im April zum Erliegen gebracht. Die Passagierzahlen brachen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 96,9 Prozent auf 188.078 ein.

FUJIFILM HOLDINGS- Tokio: Japans Regierung rückt einem Medienbericht zufolge zunächst von einer Zulassung des Medikaments Avigan des Herstellers Fujifilm für die Behandlung von Covid-19 ab. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo News unter Berufung auf einen Regierungsbeamten berichtete, werde keine Zulassung des Grippemedikaments wie ursprünglich geplant bis Ende Mai erfolgen. Ministerpräsident Shinzo Abe sagte Anfang des Monats, er hoffe, dass das Medikament irgendwann im Mai zugelassen werde, wenn seine Wirksamkeit und Sicherheit bestätigt werden könne. Fujifilm-Aktien brachen in der vergangenen Woche ein, nachdem Kyodo berichtet hatte, dass eine Zwischenstudie keine eindeutigen Beweise für die Wirksamkeit von Avigan bei der Lungenerkrankung Covid-19 zeigte. Forscher der an der Fujita Health Universität durchgeführten Analyse sagten, dass die Zwischenstudie durchgeführt worden sei, um die wissenschaftliche Gültigkeit zu gewährleisten, nicht um die Wirksamkeit des Medikaments überprüfen. Das Unternehmen reagierte nicht sofort auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters zur Stellungsnahme. Das Medikament ist derzeit Gegenstand von mindestens 16 klinischen Studien auf der ganzen Welt. Der Einsatz von Avigan ist umstritten, da es in Tierstudien nachweislich Geburtsfehler verursacht hat.

(Zusammengestellt in den Redaktionen Berlin, Frankfurt, Danzig, Zürich und Wien. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1232 oder +49 30 2888 5168.)

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