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FIRMEN-BLICK-Medien - Dell erwägt Abspaltung von VMware-Beteiligung

Reuters-Logo Reuters 23.06.2020

Frankfurt, 23. Jun (Reuters) - Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

DELL - Bangalore: Der Computerkonzern Dell Technologies erwägt einem Medienbericht zufolge die Abspaltung seiner rund 50 Milliarden Dollar schweren Mehrheitsbeteiligung an der Software-Firma VMware. Zudem ziehe Dell auch andere Optionen wie eine Komplettübernahme von VMware in Betracht, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Unternehmen arbeiteten bereits mit Beratern zusammen. Dell wollte sich dazu zunächst nicht äußern. VMware ist ein Anbieter von Software-Lösungen im Bereich Cloud Computing.

MERCEDES-BENZ - Berlin: Die Daimler-Tochter und der US-Chipentwickler Nvidia gehen eine Kooperation beim automatisierten Fahren ein. Ab 2024 sollen alle neuen Fahrzeuge mit Computern des US-Konzerns ausgestattet werden, wie der Stuttgarter Autobauer mitteilt. Mit der Partnerschaft wolle Mercedes seinen Weg zum autonomen Fahren weiter beschleunigen.

QIAGEN - Berlin: Dem Biotechunternehmen winkt ein Millionengewinn durch den Verkauf einer amerikanischen Beteiligung. Qiagen will einen Anteil von acht Prozent an der auf Genomanalyse spezialisierten US-Firma ArcherDX im Zuge des Zusammenschlusses von ArcherDX mit Invitae abstoßen, wie das im MDax notierte Unternehmen mitteilt. Der Veräußerungsgewinn vor Steuern könne sich auf rund 120 Millionen Dollar belaufen. Qiagen hält die Beteiligung an ArcherDX seit dem Jahr 2015.

ROYAL DUTCH SHELL - London: Der britisch-niederländische Energiekonzern will sich im Zuge der geplanten Reduzierung der Treibhausgasemissionen eine neue Struktur geben. Bis Jahresende wolle Shell entsprechende Umbaupläne präsentieren, sagte Konzern-Chef Ben van Beurden laut einem Insider gegenüber den Mitarbeitern. In einem auf der Firmenwebseite veröffentlichten Video-Interview sagte van Beurden laut dem Insider, dass die Umstrukturierung einen Stellenabbau als Teil einer umfassenden Kostensenkung beinhalten werde. Die neue Struktur werde nicht vor 2021 in Kraft treten. Shell gab später bekannt, dass sich der Konzern in den kommenden Monaten einer umfassenden Überprüfung unterziehen werde. "Wo es angebracht ist, werden wir unsere Organisation neu gestalten, um uns an eine andere Zukunft anzupassen und gestärkt daraus hervorzugehen", hieß es in einer Erklärung.

AMAZON - Bangalore: Der weltgrößte Onlinehändler will verstärkt in erneuerbare Energien investieren. Es werde ein internationaler Fonds im Umfang von zwei Milliarden Dollar gegründet, der gezielt Projekte zur Reduzierung des Klimawandels unterstütze, gab der US-Konzern bekannt. Es gehe unter anderem um Geldspritzen für Unternehmen aus den Bereichen Transport, Herstellung und Landwirtschaft. Amazon hat sich verpflichtet, bis zum Jahr 2040 CO2-neutral zu agieren. Zuletzt stieg der Druck auf das Unternehmen, das etwa zehn Milliarden Güter jährlich ausliefert, mehr für die Umwelt zu tun.

VODAFONE Deutschland - Berlin: Der Mobilfunker will in Deutschland die 5G-Vernetzung der Industrie zu einem Geschäftszweig ausbauen. Ab sofort biete Vodafone für Mittelstand und Großkunden maßgeschneiderte 5G-Netze an, kündigte der für Firmenkunden verantwortliche Manager Alexander Saul an. Eine Anbindung an das übergreifende Vodafone-Mobilfunknetz sei möglich. Im Rahmen der 5G-Auktion im vergangenen Jahr konnten Firmen eigene Frequenzen für ihren Campus erwerben. Vodafone zufolge könnten diese ebenso wie die von dem Mobilfunker ersteigerten Frequenzen genutzt werden. Der neue Mobilfunkstandard 5G bietet Bedingungen, die der Industrie 4.0 helfen.

ACEA - Hamburg: Der europäische Auto-Herstellerverband rechnet damit, dass die Pkw-Verkäufe in der Europäischen Union wegen der Coronakrise in diesem Jahr um etwa 25 Prozent einbrechen werden. Das würde bedeuten, dass der Absatz um mehr als drei Millionen Fahrzeuge auf rund 9,6 Millionen Einheiten sinken werde, teilte ACEA in Brüssel mit. Nach den ersten Schockwellen der Krise zwischen Mitte März und Mai werde sich die Nachfrage in den kommenden zwar zu einem gewissen Grad entspannen. Dennoch dürfte der Absatz voraussichtlich auf das niedrigste Niveau seit 2013 fallen. Angesichts des dramatischen Einbruchs seien Kaufanreize und Abwrackprämien in der gesamten EU dringen erforderlich, um die Nachfrage anzukurbeln.

SANOFI - Paris: Der französische Arzneimittelhersteller kommt bei dem gemeinsam mit dem britischen Konzern GlaxoSmithKline entwickelten potenziellen Covid-19-Impfstoff schneller voran als erwartet. Die Zulassung könnte bereits in der ersten Hälfte 2021 erteilt werden statt wie zunächst avisiert in der zweiten Jahreshälfte, teilte Sanofi mit. Das sei den Gesprächen mit den Behörden zu entnehmen. Die Erfolgswahrscheinlichkeit für Sanofi sei "höher als für alle anderen", sagte Konzernchef Paul Hudson.

ALPHABET - Oakland: Mehr als 1600 Mitarbeiter bei Alphabets Google-Einheit fordern in den USA einen Verkaufsstopp von E-Mail-Programmen und anderen Diensten an Polizeibehörden. In einer von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehen Petition zeigten sich der Beschäftigten enttäuscht, dass Google nicht die "Millionen" Bürger unterstütze, die die Polizeibehörden "entmachten" und deren Finanzmittel kürzen wollen. "Unser Geschäft sollte nicht von rassistischer Polizeiarbeit profitieren", heißt es in dem Schreiben. Die Mitarbeiter berufen sich auf den Verkauf des G-Suite-Pakets an die Polizei in Clarkstown, New York, das Anwendungen für E-Mail-Programme, Dokumentenbearbeitung und Dateispeicherung enthält. Ein Google-Sprecher sagte zu der Petition: "Wir haben seit langem Nutzungsbedingungen für allgemein verfügbare Computerplattformen wie Gmail, G-Suite sowie Google Cloud und diese Produkte werden weiterhin für Regierungen und lokale Behörden, einschließlich Polizeibehörden, verfügbar bleiben." (Zusammengestellt in den Redaktionen Berlin, Frankfurt und Zürich. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1232 oder +49 30 2888 5168.)

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