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FIRMEN-BLICK-Regeneron bringt potenzielle Covid-19-Arznei in späte klinische Studie

Reuters-Logo Reuters 06.07.2020

06. Jul (Reuters) - Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

REGENERON - Frankfurt: Der US-Pharmakonzern treibt die Entwicklung einer potenziellen Covid-19-Arznei voran. Regeneron startet mit dem Mittel eine Studie der dritten und letzten Phase der klinischen Entwicklung zur Vorbeugung der Lungenkrankheit, wie das Unternehmen mitteilte. Regeneron-Aktien stiegen darauf im vorbörslichen Handel um fast vier Prozent. In der Studie mit 2000 Teilnehmern soll untersucht werden, ob die Arznei einer Erkrankung bei Personen vorbeugen kann, die engen Kontakt hatten zu einem Covid-19-Patienten. Auch Studien mit dem Mittel zur Behandlung von Corona-Patienten werden in die nächste Phase der Entwicklung gebracht. Regeneron arbeitet dabei mit dem US-Forschungsinstitut für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) zusammen.

PROSIEBENSAT.1 - Berlin: Das Bundeskartellamt genehmigt die 500 Millionen Dollar-Übernahme des US-App-Entwicklers Meet Group durch den deutschen Fernsehkonzern. "Eine erhebliche Beeinträchtigung des Wettbewerbs bei den Online-Dating-Plattformen durch den Zusammenschluss ist trotz der Marktstärke der beteiligten Unternehmen nicht zu erwarten", sagte Behördenchef Andreas Mundt am Montag. Es komme zwar zu einer weiteren Konzentration beim Online-Dating. Dieser Markt sei aber "durch dynamisches Wachstum, Marktzutritte und Wettbewerb gekennzeichnet". ProSieben begrüßte den Schritt, verwies allerdings darauf, dass auch noch die US-Kartellwächter grünes Licht geben müssten. ProsSieben will sich künftig stärker auf das Unterhaltungs- und TV-Geschäft konzentrieren und im Zuge des Konzernumbaus seine Dating-Sparte (Parship, ElitePartner) 2022 an die Börse bringen.

ZULIEFER-BRANCHE - München: Der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident Markus Söder macht sich in der Coronakrise für eine Unterstützung der Zulieferer unter anderem in der Autobranche stark. "Es reicht quasi nicht, nur die Lufthansa zu retten. Wir müssen uns auch um die Zulieferer kümmern", sagt Söder in München. "Das gleiche gilt für den Automobilbereich. Die großen Unternehmen sind stabil, gerade die in Bayern. Wir brauchen auch Unterstützung für den gesamten Zuliefersektor."

RHEINMETALL - Düsseldorf: Der Mischkonzern hat in der Autozulieferung einen Auftrag für elektrische Vakuumpumpen für einen Autoproduzenten in China erhalten. Der Auftragswert beträgt 250 Millionen Euro. Nachdem die Produktion im März und April infolge der Corona-Pandemie herunter gefahren wurde, ist das Werk der Pierburg Huayu Pump Technology in Shanghai inzwischen wieder zu 100 Prozent in Betrieb.

SMOORE INTERNATIONAL - Hongkong: Der chinesische E-Zigarettenanbieter sammelt Insidern zufolge bei seinem Börsengang in Hongkong 918 Millionen Dollar ein. Die Aktien würden zu 12,40 Dollar am oberen Ende der Spanne ausgegeben, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ein Smoore-Sprecher wollte dies nicht kommentieren. Der erste Handelstag ist für Freitag geplant. Der Börsengang des Juul-Konkurrenten ist bisher das größte Marktdebüt in Hongkong in diesem Jahr. Im vergangenen Jahr machte Smoore einen Gewinn von umgerechnet knapp 308 Millionen Dollar.

CINEWORLD - London: Der Konflikt zwischen dem britischen Kino-Konzern und seinem kanadischen Rivalen Cineplex um ihre gescheiterte Fusion spitzt sich zu. Cineworld kündigte eine Gegenklage wegen erlittener Schäden und Verluste infolge der fehlgeschlagenen Akquisition an. Cineworld hatte Mitte Juni den 1,65 Milliarden Dollar schweren Kauf von Cineplex abgesagt mit der Begründung, dass der Wettbewerber gegen den Fusionsvertrag verstoßen habe. Cineplex wies die Vorwürfe zurück und erhob Schadenersatzklage.

LLOYDS BANKING GROUP - London: Vorstandschef Antonio Horta-Osorio verlässt die britische Großbank im Juni 2021. Er werde nach mehr als zehn Jahren "mit gemischten Gefühlen" gehen, zitierte Lloyds den 56-jährigen Portugiesen. Er hatte die Bank nach der Finanzkrise saniert; der britische Staat war 2017 wieder ausgestiegen. Zugleich kündigte Aufsichtsratschef Norman Blackwell seinen Abschied für Anfang 2021 an. Sein Nachfolger wird Robin Budenberg, ein ehemaliger Investmentbanker von UBS, der zurzeit unter anderem für den Finanzinvestor Centerview arbeitet. Sein Amt dort werde er abgeben, den Posten als Chairman des britischen Kronguts (The Crown Estate) aber behalten.

TELE2 - Stockholm: Der Chef des schwedischen Telekomkonzerns, Anders Nilsson, nimmt seinen Hut. Es sei Zeit, eine Pause zu machen und sich für eine Weile auf andere Dinge im Leben zu konzentrieren, teilte Nilsson mit. Der langjährige Chef des Kabel-TV-Anbieters Com Hem stand seit der Übernahme durch Tele2 2018 auch dem Telekomkonzern vor. Ab 15. September übernehme der frühere Veon-Manager und Branchenveteran Kjell Morten Johnsen die Firmenspitze bei Tele2.

UBER - Bangalore: Der weltgrößte Fahrdienstvermittler übernimmt einem Agenturbericht zufolge den Essenslieferanten Postmates. Uber lege 2,65 Milliarden Dollar auf den Tisch, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen Bloomberg. Es handele sich um einen reinen Aktiendeal, der noch am Montag offiziell gemacht werden könne. Der Uber-Aufsichtsrat habe bereits zugestimmt. Uber betreibt mit Uber Eats bereits einen Essenslieferdienst und war auch am US-Konkurrenten Grubhub interessiert, bei dem jedoch Just Eat Takeaway.com zugeschlagen hat. Bei der letzten Finanzierungsrunde im September war Postmates mit 2,4 Milliarden Dollar bewertet worden. Essenslieferdienste erleben in der Corona-Krise einen Nachfrage-Boom.

ENCAVIS - Düsseldorf: Der Produzent von Strom aus Erneuerbaren Energien hat in Frankreich seine Anteile an Solarparks um 15 Prozent aufgestockt. Damit ist die Firma nun deren 100-prozentige Eigentümerin. Die Gesamtkapazität der Anlagen summiert sich auf 75 Megawatt (MW). "Wann immer sich für Encavis die Möglichkeit ergibt, fehlende Minderheitsanteile von Solarparks zu wirtschaftlich überzeugenden Konditionen zu erwerben, werden wir diese wahrnehmen", erklärte Finanzvorstand Christoph Husmann.

SONOVA - Zürich: Der Hörgeräte-Hersteller rechnet wegen der Maßnahmen zu Eindämmung der Coronavirus-Pandemie in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2020/21 mit einem Rückgang des Umsatzes auf rund 65 bis 75 Prozent des Niveaus der entsprechenden Vorjahresperiode. Die Betriebsgewinnmarge (Ebita) dürfte im einstelligen Prozentbereich liegen. Sonova will die laufende Restrukturierung schneller vorantreiben und erwartet nach der vollständigen Umsetzung der Maßnahmen jährliche Kosteneinsparungen von 50 bis 70 Millionen Franken. Im laufenden Geschäftsjahr werden die Maßnahmen mit 40 bis 60 Millionen Franken Kosten zu Buche schlagen.

GEBERIT - Zürich: Der Umsatz des Schweizer Sanitärtechnikkonzerns ist im ersten Halbjahr um 9,8 Prozent auf 1,47 Milliarden Franken (1,38 Milliarden Euro) gesunken. Insbesondere im zweiten Quartal führten die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Infektionen zu einem deutlichen Rückgang. Infolge der nach wie vor bestehenden Unsicherheiten im Hinblick auf die Pandemie sehe sich Geberit momentan nicht in der Lage, die Entwicklung der Bauindustrie einzuschätzen.

FUJITSU - Tokio: Der japanische IT-Konzern will bis März 2023 die Hälfte seiner Büroflächen aufgeben. Es sei infolge der Conavirus-Pandemie die "neue Normalität", dass für die rund 80.000 Mitarbeiter in Japan das Arbeiten von zuhause nach Möglichkeit der neue Standard werde, erklärte der Konzern seinen Schritt unter dem Konzept "Work Life Shift".

QANTAS/AFTERPAY - Bangalore: Die australische Fluggesellschaft und die Zahlungsplattform haben ihre Zusammenarbeit bekanntgegeben. Im Rahmen der Vereinbarung könnten Qantas-Vielflieger Punkte verdienen, wenn sie ihre Mitgliedsnummer mit ihrem bestehenden Afterpay-Konto verknüpften, teilten die Unternehmen in einer gemeinsamen Erklärung mit. Afterpay bietet vor allem Online-Shoppern kleine Kredite an und hat während der Coronavirus-Krise von der verstärkten Nachfrage im E-Commerce-Sektor profitiert. (Zusammengestellt in den Redaktionen Berlin, Frankfurt und Zürich. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1232 oder +49 30 2888 5168.)


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