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FOKUS 5-Furcht vor neuem Corona-Lockdown schickt US-Börse auf Talfahrt

Reuters-Logo Reuters 24.06.2020

* Schwindende Hoffnung auf rasche Konjunkturerholung

* Interaktive Grafiken zu Neuinfektionen in den USA https://tmsnrt.rs/2zwxhOW

* Interaktive Grafik zur Ausbreitung des Coronavirus https://tmsnrt.rs/3aIRuz7 (neu: Schlusskurse)

Frankfurt/New York, 24. Jun (Reuters) - Der sprunghafte Anstieg der Coronavirus-Neuinfektionen in Teilen der USA hat der Wall Street-Rally ein vorläufiges Ende gesetzt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss am Mittwoch 2,7 Prozent tiefer auf 25.445 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 2,2 Prozent auf 9909 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 2,6 Prozent auf 3050 Punkte ein

"Es gibt starken Widerstand gegen die Wiedereinführung der Pandemie-Restriktionen", sagte Craig Erlam, Marktanalyst des Brokerhauses Oanda. "Aber letztendlich wird der Regierung wohl keine andere Wahl bleiben. Einige US-Bundesstaaten hatten in den vergangenen Tagen Rekord-Neuinfektionen verzeichnet.

Gleichzeitig denkt die US-Regierung über neue Strafzölle auf europäische Waren nach. "Offenbar sucht US-Präsident Donald Trump Streit mit Europa, um die US-Bürger von der Gesundheitslage im eigenen Land abzulenken", sagte Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets.

Die gesenkten Konjunkturprognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) drückten zusätzlich auf die Stimmung. Für 2020 prognostizieren die Experten nun einen Wirtschaftseinbruch in den USA von acht Prozent. Vor diesem Hintergrund denkt die US-Regierung über ein weiteres Konjunkturpaket nach.

FREIZEITWERTE ERNEUT AUF TALFAHRT

Aus Furcht vor einer erneuten Verschärfung der Corona-Restriktionen stiegen Investoren bei Touristik- und Freizeitwerten aus. So verloren die Aktien der Fluggesellschaften American, Delta und United Airlines, der Casino-Betreiber Wynn und Las Vegas Sands sowie der Kreuzfahrt-Veranstalter Royal Caribbean und Norwegian bis zu zwölf Prozent.

Die Aktien von Ibio verbuchten dagegen einen Kurssprung von mehr als sieben. IBM stellt der Biotech-Firma seine auf künstlicher Intelligenz basierende Datenanalyse-Software Watson Health zur Verfügung, um die Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs zu beschleunigen. (Reporter: Hakan Ersen und Birgit Mittwollen, redigiert von Christian Rüttger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069 - 7565 1236 oder 030 - 2888 5168.)

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