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Gadgetcheck: eufy RoboVac G30 Edge - Evolution der bekannten Technologien

Dr. Windows-LogoDr. Windows 21.07.2020 Alex Lüttgen
eufy RoboVac G30 © Bereitgestellt von Dr. Windows eufy RoboVac G30

Vorwort von Martin: Vor ein paar Wochen haben wir im Rahmen der „Gadgetcheck“-Serie einen Staubsauger getestet. Daraufhin gab’s ein paar Kommentare, die in die Richtung zielten, dass solche Inhalte hier fehl am Platz, weil thematisch unpassend sind. Das stimmt zweifellos, genau darum sind solche Artikel ja hier auch so selten.

Ich mag gerne erklären, wie es dazu kommt: Man entwickelt im Lauf der Zeit einen persönlichen Kontakt zu den Ansprechpartnern bei diversen Firmen, und dann werden halt auch mal „exotische“ Produkte zum Test angeboten. Wir sind der Meinung, das tut niemandem weh, zumal ja aus der Überschrift schon klar ersichtlich ist, worum es geht. Man kann solche Artikel also ganz easy ignorieren, die Gefahr einer „thematischen Verwaschung“ sehe ich aufgrund der bereits angesprochenen Seltenheit nicht.

Aber sei’s drum: Warum sollen wir lange diskutieren, wenn wir das auch basisdemokratisch lösen können. Darum würde ich euch bitten, kurzerhand bei dieser Umfrage abzustimmen.

Witzige Geschichte am Rande: Ich denke derzeit über die Anschaffung einer Küchenmaschine nach. Die Suche nach dem günstigsten Anbieter führte mich heute morgen in einen Gaming-Shop…

Nun aber genug der Vorreden und ich übergebe an Alex:

Eufy hat mit dem RoboVac G30 und G30 Edge zwei neue Saugroboter am Start. Grundsätzlich spielen sie in der gleichen Liga wie der im letzten Jahr getestete G10 Hybrid, jedoch macht der G30 Einiges anders und teilweise besser.

Die neue G30 Serie wirbt mit einer aktualisierten Version der bekannten Smart Dynamic Navigation, einer Kartierungsfunktion, sensorgesteuerter Positionierung und weiteren neuen Features. Durch die aktualisierte Navigation soll der Roboter noch weniger unkontrolliert anstoßen, die Reinigungsdauer weiter minimieren und einen möglichst effizienten Reinigungspfad wählen. Gestützt wird die Funktion von einem Gyroscop und einer neuen Funktion namens Electronic Eye Tracking, die jede Bewegung des Roboters, auch Verschiebung durch Personen, registriert. Somit weiß der Roboter immer genau, wo er sich befindet und kann ohne kartengestützte Navigation effizient reinigen. Hier zunächst noch ein paar weitere technische Details:

  • Sprachsteuerung mit Alexa und Google Assistant
  • Unterstützung von Abgrenzungsstreifen beim Modell G30 Edge
  • 2000 Pa Saugleistung
  • BoostIQ Technologie
  • Teppich Reinigung
  • Bürstenrolle
  • 600 ml Staubbehälter
  • Bis zu 100 Minuten Akkulaufzeit
  • 72,5 mm Höhe
  • Waschbarer Uni-Filter

Das Unboxing

eufy RoboVac G30 © Bereitgestellt von Dr. Windows eufy RoboVac G30

In der Box befindet sich der eufy-typische Standard an Zubehör:

  • Der Staubsaugroboter
  • Zwei Seitenbürsten
  • Ein Reinigungswerkzeug
  • Ein zusätzlicher HEPA-Filter
  • Die Ladestation
  • Einige Kabelbinder
  • Ein Steckernetzteil
  • Magnetstreifen zur Raumabgrenzung
  • Die Anleitung

Als Erstes fällt auf: „Ui, ist der klein“. Mit einer Höhe von 7,25 cm passt er nahezu überall drunter (was mitunter zum Verhängnis werden kann, doch dazu später mehr) und nicht anders als erwartet ist die Verarbeitung gewohnt hochwertig. Im Gegensatz zum G10 Hybrid ist hier auch eine Bürstenrolle und nicht nur ein Saugschlitz verbaut, wodurch der G30 für Haushalte mit Tieren sicherlich besser geeignet ist als sein kleiner Bruder.

Die zwei beiliegenden Rollen mit je 2 Meter Magnetband sind als Zugangsbegrezung gedacht. Der Roboter erkennt die magnetischen Bänder und wird sie nicht überqueren. Diese Funktion ist allerdings nur beim Modell G30 Edge vorhanden. Das etwas günstigere Modell G30 unterstützt diese Begrenzungsbänder nicht.

Auf der rechten Seite ist ein Ein- und Ausschalter und auf der Oberseite sind drei Knöpfe: Einer zum Starten und Anhalten der Reinigung, einer um den Roboter zurück zur Ladestation zu schicken und einer zum Starten der Punktreinigung.

Die Inbetriebnahme der Roboters läuft genau so ab wie beim bereits getesteten G10 Hybrid. Zunächst müssen die Transportsicherungen entfernt und die Außenbürste aufgesteckt werden, anschließend geht es digital weiter: App herunterladen, anmelden, Neues Gerät wählen, WLAN konfigurieren und schon ist der Roboter im Heimnetz angemeldet.

RoboVac G30 App © Bereitgestellt von Dr. Windows RoboVac G30 App

In der Übersicht stehen durch die aktualisierte Navigationsfunktion nicht nur der aktuelle Status des Roboters, sondern auch eine Zusammenfassung der letzten Reinigung. Diese wird sowohl in Quadratmetern als auch in ihrer Dauer angegeben. Die Karte ist dabei lediglich ein AddOn zum Bericht, denn sie zeigt lediglich eine Übersicht des gereinigten Bereichs. Im Gegensatz zu Saugrobotern mit kartengestützter Navigation ist es hier nicht möglich, anhand der Karte zu reinigende Bereiche zu definieren.

Über die Bedienelemente in der Übersicht kann die Saugstärke auf vier unterschiedliche Stufen eingestellt werden. Zusätzlich zu Standard, Turbo und Maximal gibt es einen „BoostIQ“ genannten Modus. Anhand des Widerstands an der Rollbürste will der Roboter so den aktuellen Untergrund erkennen und somit dynamisch die Stärke automatisch regeln. In meinem Test hat dies wunderbar funktioniert. Auf meinem Sisal-Teppich wurde deutlich die Saugstärke erhöht, um den Staub aus den Ritzen des Teppichs zu saugen, auf meinen sonstigen Hartböden wurde mit der minimalen Saugstärke gesaugt, was zu einem angenehm ruhigen Saugen führte. Das Sauggeräusch ist nicht lauter als das Geräusch meiner Mikrowelle.

Darüber hinaus kann ein wöchentlicher Zeitplan definiert werden, der für jeden Tag vorgibt, ob und wann gesaugt werden soll. Zusätzlich kann ein Reinigungsprotokoll mit den letzten Reinigungen angesehen werden, die Reinigung generell gestartet werden und der Roboter zurück zur Ladestation geschickt werden.

Der G30 ist laut eufy für Teppiche mit mittlerem Flor geeignet. Testen kann ich das mangels eines solchem Teppich nicht, jedoch bezweifle ich, dass es hier ein sehr gutes Ergebnis geben wird. Meine Hartböden und auch den Sisal-Teppich reinigt der G30 jedoch absolut zufriedenstellend, hier musste ich nicht weiter nacharbeiten oder den G30 erneut über eine Stelle schicken.

Über das Übersichtsmenü oder über eine Taste auf dem G30 kann die Fleckenreinigung gestartet werden. Hierbei kann der Roboter auf einen stark verschmutzten Ort gestellt werden und er saugt im Umkreis von etwa einem Meter auf maximaler Stufe schnell alles weg.

Etwas versteckt im Menü gibt es als Letztes noch die Möglichkeit, den Roboter manuell zu navigieren. Dies funktioniert ebenfalls hervorragend und mit geringer Latenz, sodass für jeden der richtige Reinigungsmodus vorhanden sein sollte.

eufy RoboVac G30 © Bereitgestellt von Dr. Windows eufy RoboVac G30

Die Reinigung läuft zügig und die Navigation hat den Anschein einer guten Programmierung. Nicht viele Bereiche werden mehrfach befahren und meine Küche und mein Schlafzimmer mit etwas über 25 m² wurden in unter 30 Minuten fertig gereinigt. Das ist keine Zeit für Rekorde, jedoch auch keine schlechte Zeit für das Ergebnis.

Problematisch war lediglich die MALM Kommode aus einem schwedischen Möbelhaus. Die Schubladen scheinen genau in 7,25 cm Höhe zu sitzen, sodass der G30 sich darunter ein wenig verhakte. Diese Problematik wird es bei bestimmten Höhen, die mit der Höhe eines Roboters korrelieren, immer geben, da der Bumper eben drunter passt, wenn auch nicht das gesamte Gerät. Mit ein bisschen handwerklichem Geschick ließe sich hier aber sicherlich eine Lösung finden, vielleicht auch mittels der Abgrenzungsstreifen. Der G30 war jedenfalls auch aus eigener Kraft in der Lage, wieder unter der Kommode wegzukommen, und setzte seine Reinigung normal fort.

Ist der Akku einmal während der Reinigung leer, fährt der G30 zu seiner Ladestation und setzt die Reinigung nach der Ladung wieder am vorherigen Ort fort. Auch die Einbindung in die Sprachassistenten von Google und Amazon ist mittels Skill möglich. Hier muss einfach nur der eufy Home Account angegeben werden, und schon kann der G30 per Sprachassistent gestartet, gestoppt und zum Laden geschickt werden.

Das Fazit

Mit der G30 Serie hat eufy erneut einen guten Saugroboter auf den Markt gebracht. Hier ist ganz klar eine Weiterentwicklung der bisherigen Technologien zu erkennen, wodurch eine gute Basis bereits gegeben ist. Durch seine geringe Höhe ist er natürlich nicht für Haushalte mit vielen Teppichen geeignet, für Haushalte mit hauptsächlich Hartböden dafür umso mehr. Die Saugleistung mit 2000 Pa ist für die meisten Szenarien vollkommen ausreichend. Die Rollbürste ist ganz klar ein Plus in der Reinigungsleistung gegenüber dem G10 Hybrid, wenn auch die Wischfunktion nicht vorhanden ist.

Wer auf eine Kartennavigation verzichten kann und nicht viele Teppiche sein eigen nennt, wird mit der G30 Serie einen guten Saugroboter zu einem vernünftigen Preis bekommen. Die Variante G30 ohne die Magnetbänder ist für 299,99 Euro auf Amazon und die Version mit Magnetbändern für 319,99 Euro, ebenfalls auf Amazon erhältlich.

Disclaimer: Enthält Affiliate-Links. Das Testmuster wurde uns von eufy kostenlos überlassen. Eine Vergütung, Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.

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