Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Große Ersparnis mit ETFs: So viel Geld braucht ihr, um euer Kind finanziell unabhängig zu machen

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 12.09.2020 Christoph Damm

Dass ein Kind eine große Verantwortung für eine junge Familie darstellt, ist keine Überraschung. Je größer der Nachwuchs wird, desto teurer werden die Wünsche beziehungsweise die Ausbildung. Eine Weltreise nach der Schule oder das Wunsch-Studium sind finanzielle Anstrengungen, die ohne Unterstützung durch Eltern, Großeltern oder andere Verwandte nur schwer umzusetzen sind.

Für all jene, die ihren Kindern einen finanziellen Grundstock mit auf den Weg geben möchten, gibt es eine gute Nachricht. Wer frühzeitig nach der Geburt anfängt zu sparen, hat den Faktor Zeit auf seiner Seite und kann mit niedrigen Beiträgen eine große Summe ansparen.

Die Geldanlage-Plattform Weltsparen hat analysiert, wie viel Geld Eltern für die finanzielle Sorglosigkeit ihrer Kinder monatlich sparen müssten. Business Insider lag die Erhebung vorab vor. Für ein Bachelor-Studium veranschlagen die Studienautoren ein nötiges Budget von 31.000 Euro. Dafür legen sie den aktuellen BAföG-Höchstsatz von 861 Euro im Monat zugrunde. Bei sechs Semestern ergibt sie eben jene Summe, für die Eltern bis nach der Schulzeit, also etwa 18 Jahre lang, Zeit haben zu sparen.

Mit einer monatlichen Sparrate von 94 Euro können Eltern den Kindern ein Bachelor-Studium finanzieren

Würden Eltern das Geld monatlich unverzinst auf die Seite legen, müssten sie ab der Geburt 144 Euro pro Monat sparen. Investieren sie stattdessen in einen ETF-Sparplan mit fünf Prozent Rendite und 0,48 Prozent Kosten pro Jahr, müssten sie nur 94 Euro im Monat auf die Seite legen, um innerhalb von 18 Jahren auf 31.000 Euro zu kommen.

Nur rund 20.300 Euro müssen sie auf diesem Weg selbst ansparen. "Mit der langfristigen Geldanlage und dem besseren Zinseszinseffekt erzielen Eltern eine mögliche Ersparnis von über 10.000 Euro gegenüber dem traditionellen Sparbuch", heißt es in der Studie von Weltsparen.

Wollen Eltern dem Kind dem Traum von einem Jahr im Ausland ermöglichen, müssen sie noch deutlich weniger sparen — egal, ob für eine Sprachreise oder ein Sabbatical nach dem Studium. Rund 13.000 Euro sollte man für solch eine Reise einplanen, hat Weltsparen analysiert. Für das Modell gehen die Autoren davon aus, dass die Reise mit 25 Jahren angetreten wird.

Eltern, die die Summe monatlich sparen wollen, müssten ab der Geburt bis zum 25. Lebensjahr monatlich 43 Euro beiseitelegen. Mit einem ETF-Sparplan und einer jährlichen Rendite von fünf Prozent liegt die monatliche Belastung nur bei 24 Euro. Auf diesen Weg müssen in der ganzen Zeit rund 6.000 Euro weniger gespart werden.

Eltern, die ihre Kinder beim Hausbau unterstützen möchten, müssen dagegen deutlich mehr auf die Seite legen. Als Grundlage für die Berechnung nimmt Weltsparen eine Immobilie für 400.000 Euro, für die 20 Prozent Eigenkapital angespart werden sollen — also 80.000 Euro.

Bei der angenommenen Rendite von fünf Prozent pro Jahr mittels eines ETF-Sparplans, müssten Eltern 107 Euro monatlich in ein solches Finanzprodukt einzahlen, um die Summe bis zum 30. Geburtstag zu sparen. Legen sie das Geld dagegen nur auf die Seite beziehungsweise auf ein Sparbuch, das keine Zinsen bringt, müssen sie monatlich 222 Euro auf die Seite legen und damit mehr als die doppelte Summe.

© Bereitgestellt von Business Insider Deutschland

Noch deutlicher wird der Unterschied zwischen Sparbuch und ETF-Sparplan bei einer noch längeren Laufzeit. Legen Eltern mit einem Sparplan den Grundstein für die Altersvorsorge des Kindes, sparen ab der Geburt monatlich 33 Euro in einem Sparplan und behält das Kind die Sparrate bis zum eigenen 67. Geburtstag bei, kommen 165.000 Euro zusammen. Ohne Zins und Zinseszins, also auf dem Sparbuch, müsste man ab der Geburt 205 Euro monatlich zur Seite legen, um auf den Betrag zu kommen.

© Bereitgestellt von Business Insider Deutschland

Die Berechnungen machen den Vorteil einer langfristigen Geldanlage mittels eines ETF-Sparplans deutlich. Auch kleine Beträge lohnen sich wegen der Verzinsung und des Zinseszinses gerade auf eine lange Sicht. Wichtig ist daher, so früh wie möglich mit der eigenen Altersvorsorge anzufangen, egal wie hoch der Betrag zu Beginn der Laufzeit ausfällt.

Kind Familie Geld sparen © Rawpixel.com/Shutterstock.com Kind Familie Geld sparen
| Anzeige
| Anzeige

Mehr von Business Insider Deutschland

Business Insider Deutschland
Business Insider Deutschland
| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon