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Guten Morgen von Reuters am Donnerstag, den 4. Juni

Reuters-Logo Reuters 04.06.2020

TOP NEWS: * KONJUNKTURPAKET - Die Bundesregierung will Deutschland mit einem 130 Milliarden Euro schweren Konjunkturpaket für 2020 und 2021 aus der schwersten Rezession der Nachkriegszeit holen. 120 Milliarden Euro davon entfielen auf den Bund, sagte Kanzlerin Angela Merkel. Die Spitzen von CDU, CSU und SPD beschlossen ein ganzes Bündel von Maßnahmen zur Entlastung von Unternehmen und Verbrauchern. Die Mehrwertsteuer wird für sechs Monate von 19 auf 16 Prozent gesenkt, was laut SPD-Chef Norbert Walter-Borjans einer Entlastung von rund 20 Milliarden Euro entspricht. Familien sollen einen Zuschuss von 300 Euro pro Kind bekommen. Für Zukunftsinvestitionen seien 50 Milliarden Euro vorgesehen, sagte Merkel. E-Autos sollen stärker gefördert und die KfZ-Steuer nach Emissionswerten gesenkt werden. Die Kommunen sollen dauerhaft entlastet werden. * USA/PROTESTE - Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaats Minnesota erhebt nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd gegen alle vier beteiligten und inzwischen entlassenen Polizisten Anklage. Nach den USA kam es auch in Europa verstärkt zu Protesten. Zehntausende demonstrierten in London, Rotterdam, Athen und Stockholm gegen Rassismus. Dabei brachen am Rande mitunter Krawalle aus. * USA/VIRUS - Auf der Suche nach einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus hat die US-Regierung eine Vorauswahl von fünf Unternehmen getroffen, wie die Zeitung "New York Times" unter Berufung auf hochrangige Regierungsmitarbeiter berichtet. Die Firmen würden als die wahrscheinlichsten Kandidaten für die Impfstoffproduktion eingestuft. Genannt werden MODERNA, ASTRAZENECA in Verbindung mit der Universität Oxford, JOHNSON & JOHNSON, MERCK & CO und PFIZER. * EZB - Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte angesichts des massiven Konjunktureinbruchs wegen der Corona-Krise noch mehr Geld in die Wirtschaft pumpen. Auf ihrer Zinssitzung könnte sie heute ihr auf den Namen PEPP getauftes Notfall-Programm zum Kauf von Anleihen deutlich ausweiten. Das eigentlich auf 750 Milliarden Euro begrenzte "Pandemic Emergency Purchase Programme" dürfte um 500 Milliarden Euro aufgestockt werden, sagen die meisten der von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Ökonomen voraus. ========================================= FIRMEN UND BRANCHEN: DAX: * HEIDELBERGCEMENT - HV (Online) MDAX: * PROSIEBENSAT.1 - Wenige Tage vor der Hauptversammlung hat der italienische Großaktionär Mediaset seine Stimmrechtsanteile bei ProSiebenSat.1 erhöht, seinen gesamten Anteil am deutschen Fernsehkonzern aber beibehalten. Mediaset halte nun 11,73 Prozent der Stimmrechte, nach zuletzt 8,94 Prozent, wie aus einer Mitteilung von ProSieben hervorgeht. Die Italiener halten weitere Anteile über Finanzinstrumente, insgesamt aber wie bisher 24,16 Prozent. Bei ProSieben steht am 10. Juni die mit Spannung erwartete Hauptversammlung an. * Bei AIRBUS könnte die massive Drosselung der Produktion wegen der Corona-Pandemie nach Einschätzung aus Industriekreisen dafür sorgen, dass rechnerisch ungefähr 14.000 Mitarbeiter überzählig sind. Der französisch-deutsche Flugzeugbauer gehe inzwischen davon aus, dass die Produktion - gemessen an der dafür benötigten Arbeitskraft - zwei Jahre lang um 40 Prozent unter dem Niveau vor der Virus-Epidemie verharren werde, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von Insidern. SDAX: * LPKF - HV (Online) * SMA SOLAR - HV (Online) FIRMEN UND BRANCHEN - WEITERE NACHRICHTEN UND TERMINE: * UBER - Der Fahrdienstvermittler spricht von einer langsamen Erholung der Nachfrage angesichts der Lockerung von Corona-Restriktionen in zahlreichen Ländern. Konzernchef Dara Khosrowshahi sagte auf einer Analystenkonferenz, die Mitfahranfragen seien derzeit rund 70 Prozent unter dem Niveau vor Jahresfrist. Im April habe das Minus noch bei 80 Prozent gelegen. * ENERCON - Der Windradhersteller plant im Zuge seiner Neuausrichtung weitere Einschnitte in der Belegschaft. "Wir werden in der Enercon-Gruppe um einen weiteren Stellenabbau nicht herumkommen", sagte der für den Umbau engagierte Manager Martin Prillmann der "FAZ". "Das ist nötig, um unsere Kosten im Anlagenbau auf ein wettbewerbsfähiges Niveau zu bringen." * TIFFANY - LVMH-Chef Bernard Arnault stellt die 16,2 Milliarden Dollar schwere Übernahme des US-Schmuckkonzerns offenbar wieder in Frage. Arnault wolle neu über den Preis für die Tiffany-Aktien verhandeln, sagten mehrere Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Denn die Corona-Pandemie und die sozialen Unruhen in den USA belasteten den Einzelhandel dort. Die Übernahme von Tiffany durch den französischen Luxuskonzern ist seit November ausgemachte Sache, doch stehen noch Genehmigungen einiger Kartellbehörden aus. * GENERALI - Der italienische Brillen-Unternehmer Leonardo Del Vecchio will den Versicherungsriesen Generali einem Insider zufolge nicht in eine Fusion mit den Konkurrenten AXA oder Zurich treiben. Der 85 Jahre alte Gründer des "Ray Ban"-Herstellers Luxottica (heute EssilorLuxottica) wolle seinen wachsenden Einfluss auf den Generali-Großaktionär Mediobanca vielmehr dazu nutzen, um Generali wieder zu der Stärke zurückzuführen, die das Unternehmen in den 1990er Jahren in Europa gehabt habe, sagte die Del Vecchio nahestehende Person. * VPE WERTPAPIERHANDELSBANK - Die Finanzaufsicht Bafin hat der Bank die Lizenz für Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen entzogen. Das Münchner Geldhaus will sich nun gerichtlich gegen die Entscheidung wehren, um wieder Bankgeschäfte erbringen zu dürfen, wie die vPE Bank am Mittwoch mitteilte. * EIOPA - Trotz schwindenden Rückhalts aus der Versicherungsbranche hält die europäische Aufsichtsbehörde EIOPA an ihrer Empfehlung an die Unternehmen fest, angesichts der Corona-Pandemie auf Dividenden zu verzichten. "Wir glauben immer noch, dass das ein vernünftiger Ansatz ist", sagte EIOPA-Chef Gabriel Bernardino. Es gebe immer noch viel Unsicherheit. * AMAZON-Angestellte haben in den USA gegen den Online-Riesen Klage wegen unzureichender Corona-Schutzmaßnahmen eingereicht. Laut Anklageschrift habe Amazon im Umschlagszentrum JFK8 zugunsten der Produktivität die Sicherheit der etwa 5000 Mitarbeitern gefährdet. Amazon habe die Angestellten gezwungen, in "schwindelerregendem Tempo" zu arbeiten, auch wenn diese dadurch daran gehindert wurden, Abstandsregeln einzuhalten, sich die Hände zu waschen und ihre Arbeitsplätze regelmäßig zu desinfizieren. * REMY COINTREAU - Q4 * WIENER BÖRSE - Jahres-Pressegespräch (9:00) Zusatzinfo unter Doppelklick auf Weitere Nachrichten finden Sie hier: www.reuters.de www.twitter.com/REUTERS_DE www.reuters.com insider.thomsonreuters.com Facebook: http://on.fb.me/zThKio Google Plus: http://bit.ly/x2BpaC ========================================= BLICKPUNKT ZENTRALBANKEN UND KONJUNKTUR: * EZB-Zinssitzung (externe Sitzung unter Leitung von De Nederlandsche Bank), Zinsentscheid (13:45), PK mit EZB-Präsidentin Lagarde (14:30) * Fortsetzung der Bau-Tarifverhandlungen (9:30) * Virtuelle Vorstellung der Ergebnisse des KfW-Kommunalpanels 2020 (10:00) * Bloomberg Webinar, Rede von Exekutivdirektor für Märkte der Bank of England, Hauser (11:00) ========================================= INDIKATOREN: Die Prognosen sind Konsensschätzungen einer Reuters-Umfrage. Zusatzinfo unter: Donnerstag, 4. Juni Prognose Vorper. ggf. Schät. 1100 EZ Einzelhandelsumsatz Apr -15,0 vH -11,2 1100 EZ -----J/J Apr -22,3 vH -9,2 1430 US Handelsbilanz Apr -49,0 Mrd$ -44,4 1430 US Erst. Arbeitslosenhilfe KW22 1,8000 T 2,123 1430 US Lohnstückkosten, rev. Q1 5,0 vH 4,8 1430 US Produktivität, rev. Q1 -2,6 vH -2,5 ========================================= BLICKPUNKT POLITIK: * EU/VIRUS - Nach Informationen des "Handelsblattes" aus Regierungskreisen sprechen Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande bereits mit mehreren Pharmaunternehmen über staatliche Forschungsgelder und Abnahmegarantien für Coronavirus-Impfstoffe. Darunter sei demnach auch der britische Konzern AstraZeneca. * EU/CHINA - Das Gipfeltreffen von China und der EU wird wegen der Coronavirus-Krise nicht wie geplant Mitte September in Leipzig stattfinden. Kanzlerin Angela Merkel habe dazu am Mittwoch mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping und dem Präsidenten des Europäischen Rates, Charles Michel, telefoniert, teilte die Bundesregierung mit. * CHINA - Der internationale Flugverkehr nach China kann wieder aufgenommen werden. Die chinesische Regulierungsbehörde für zivile Luftfahrt lässt ab dem 08. Juni wieder ausländische Streckenverbindungen zu, berichtet die Online-Nachrichtenseite "The Paper". Fluggesellschaften könnten zunächst einmal pro Woche eine frei wählbare Stadt anfliegen. * GROSSBRITANNEIN/HUAWEI - Die Regierung in London treibt Insidern zufolge beim Ausbau ihres 5G-Netzes Gespräche mit anderen Telekommunikationsanbietern als Alternative zu Huawei voran. Das chinesische Unternehmen solle bis 2023 vollständig aus dem 5G-Netz verdrängt werden, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Regierungsbeamte hätten die Lieferung entsprechender Netzwerkgeräte mit Unternehmen in Südkorea und Japan diskutiert, sagte einer der Insider. * URKAINE/RUSSLAND - Die Regierung in Kiew sieht Bewegung im Ukraine-Konflikt. "Ich bin mir sicher, dass noch in diesem Jahr ein Gipfel der Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich, der Ukraine und Russland in Berlin stattfinden wird", sagte der Chef des Präsidialbüros der Ukraine, Andrij Jermak, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" in einem Vorabbericht (Donnerstagsausgaben). Der Draht zwischen Kiew und Moskau funktioniere, erklärte Jermak. * VIRUS/HYDROXYCHLOROQUIN - Laut einer umfassenden klinischen Studie ist das von US-Präsident Donald Trump als Behandlung für Covid-19 beworbene Malariamedikament Hydroxychloroquin als Schutz vor einer Infektion unwirksam. Ebenso sind nach den Ergebnissen der Untersuchung keine schwerwiegenden Nebenwirkungen oder Herzprobleme bei der Verwendung von Hydroxychloroquin zu erwarten. * Videokonferenz der EU-Verkehrsminister * Globaler Impfgipfel 2020, Rede von Kommissionspräsidentin von der Leyen, Videobotschaft von Bundesentwicklungsminister Müller * Plenartagung des Europäischen Parlaments * Videokonferenz der EU-Justizminister * Richterwechsel am Bundesverfassungsgericht - Entlassung und Ernennung durch Bundespräsident Steinmeier (11:00) * Deutscher Bauernverband e.V. (DBV) zum Thema: "Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung" (Web-Konferenz) (11:30) * Bundesgesundheitsminister Spahn übergibt BASF-Maskenspende an DRK (12:30) * GAIA-X: “A Pitch towards a European Data Infrastructure” - Ministertalk und virtuelles GAIA-X Fachforum, Teilnahme von Bundeswirtschaftsminister Altmaier (13:00) ========================================= SNAPSHOT MÄRKTE: * WALL STREET - Ermutigende Konjunkturdaten und Firmen-Ausblicke haben am Mittwoch weitere Anleger an den US-Aktienmarkt zurück gelockt. * ASIATISCHE BÖRSEN - Neue Konjunkturpakete der Regierungen haben am Donnerstag das Vertrauen der asiatischen Anleger in eine wirtschaftliche Erholung von der globalen Coronavirus-Pandemie nur leicht gestärkt. DEVISEN Devisen aktuell Veränderung in Prozent Euro/Dollar 1,1218 -0,1 Pfund/Dollar 1,2545 -0,2 Dollar/Yen 109,09 +0,2 Bitcoin/Dollar 9.648,62 +0,7 aktuell EZB- Fixing Euro/Pfund 0,8941 0,8907 Zusatzinfo zum Devisenmarkt unter: US-AKTIEN Indizes Stand Veränderung Dow Jones 26.269,89 plus 2,1 Prozent Nasdaq 9.682,91 plus 0,8 Prozent S&P 500 3.122,87 plus 1,4 Prozent Zusatzinfo zum US-Aktienmarkt unter: ASIATISCHE AKTIEN Indizes Stand Veränderung Nikkei 22.628,75 plus 0,1 Prozent Topix 1.604,60 plus 0,4 Prozent Shanghai 2.917,06 minus 0,2 Prozent Hang Seng 24.298,60 minus 0,1 Prozent Zusatzinfo zu den asiatischen Aktienmärkten unter: EUROPÄISCHE AKTIEN Indizes Schluss-Sta nd Dax 12.487,36 Dax-Future 12.493,50 EuroStoxx50 3.269,59 EuroStoxx50-Future 3.258,00 Dax-Indikationen Stand Lang & Schwarz 12.505,00 Dt. Bank 12.502,50 Late/Early-Dax 12.443,85 EuroStoxx50-Indikationen Stand Dt. Bank 3.271,50 Zusatzinfo zum Aktienmarkt unter: ANLEIHEN Kurse Stand Bund-Future 171,12 T-Bond-Future 177-18/32 Gilt-Future 137,14 Renditen Stand Vorangegangener Handelstag 10-jährige Bundesanleihe -0,353 -0,349 30-jährige Bundesanleihe 0,129 0,132 10-jährige US-Anleihe 0,744 0,761 30-jährige US-Anleihe 1,535 1,551 10-jährige brit. Anleihe 0,287 0,273 30-jährige brit. Anleihe 0,721 0,709 10-j. Frankreich-Anleihe 0,007 0,011 10-j. Italien-Anleihe 1,570 1,552 10-j. Spanien-Anleihe 0,640 0,619 10-j. Irland-Anleihe 0,144 0,147 10-j. Portugal-Anleihe 0,594 0,591 10-j. Griechenland-Anleihe 1,511 1,506 Zusatzinfo zu den Anleihemärkten unter: [DBT GVD] ROHSTOFFE Öl und Metalle Stand Veränderung Brent-Öl 39,24 minus 1,4 Prozent WTI-Öl 36,59 minus 1,9 Prozent Gold 1.703,61 plus 0,4 Prozent Wenn Sie unsere täglichen, kostenlosen "Guten Morgen von Reuters" News Briefings auch auf Ihrem Mobilfunkgerät erhalten möchten, können Sie sich gerne jederzeit online dafür registrieren: http://solutions.refinitiv.com/MNCGutenMorgensubscriptionpage Falls Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Refinitiv Client Trainer oder kontaktieren Sie wiebke.singer@thomsonreuters.com. Vielen Dank! (Zusammengestellt von den Reuters-Redaktionen in Frankfurt und Berlin. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069 - 7565 1236 oder 030 - 2888 5168.)

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