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Haushaltsgeräte: Akkusauger bei Warentest: viel Power auch ohne Kabel

stern-Logo stern 30.07.2020 Gernot Kramper
Saugen ohne Kabel macht inzwischen Freude, denn die Saugleistung stimmt endlich (Symbolbild) © Getty Images Saugen ohne Kabel macht inzwischen Freude, denn die Saugleistung stimmt endlich (Symbolbild)

Staubsauger ohne Kabel sind bequem und flexibel. Doch bislang enttäuschte die Leistung der Akkusauger. Erstmals vergaben die Warentester nun die Note "gut".

Akkusauger hatten bislang einen schweren Stand bei der Stiftung Warentest. In den Vorjahren waren die Tester generell tief enttäuscht von der schlappen Saugleistung der Geräte. Im neuen Test sieht das anders aus, er zeigt das gleiche Bild wie auch die eigenen Tests des stern: Saugleistung und Akkupower haben stark zugenommen. Ein Akkusauger kann heute als Ersatz für ein Kabelgerät dienen, zumindest dann, wenn nicht allzu große Flächen auf einmal gesaugt werden.

Drei gute Geräte 

Zehn Geräte waren im Test, drei schnitten mit der Note "gut" ab, ein Novum. Geprüft wurden sogenannte "Stielsauger", bei denen das ganze Gerät in der Hand gehalten wird. Sie verfügen also nicht über einen flexiblen Schlauch, an dem die Düse befestigt ist. Die Stielsauger fallen wiederum in zwei unterschiedliche Gruppen. Bei manchen lässt sich das etwa hüfthohe Gerät durch das Entfernen eines Rohrs deutlich kürzen, bei den anderen geht das nicht, das Gerät bleibt immer gleich lang. Wer neben dem Reinigen von Böden mit einem Akkusauger auch gern Polster und Sofas aussaugen oder seine Schränke oder das Auto reinigen möchte, muss ein flexibles Gerät kaufen. Denn nur mit der verkürzten Saugpistole kommt man gut in unzugängliche Ecken. 

Mit der Note "gut" schnitten diese drei Geräte ab: Der Dyson V11 Absolute saugt insgesamt am besten. Vor allem auf Teppichboden glänzte er im Test. Bemängelt wurde, dass der Power-Knopf während des Saugens permanent gedrückt werden muss. Auf Dauer ermüdet die Haltung den Zeigefinger sehr. Das Gerät gibt es ab 515 Euro, je nach Ausstattungspaket kann er allerdings teurer werden. Der zweitplatzierte Sauger stammt von Vorwerk. Der Kobold VB100 kostet sogar 825 Euro, es ist das einzige Gerät, das mit einem Beutel arbeitet. Der Kobold punktet bei grobem Schmutz und holt alles aus Ritzen heraus. Dritter wurde der Bosch BBH7SIL Athlet für 500 Euro. Er benötigt die längste Ladezeit der Testgeräte. Fast sechs Stunden dauert der Vorgang. Außerdem lässt er sich nicht als Kleinsauger nutzen.

Fragen vor dem Kauf

Vor dem Kauf sollte man darauf achten, ob man ein Gerät mit Wechselakku benötigt, denn nicht immer lässt sich der Akku wechseln. Ein Zweitakku ist vor allem dann interessant, wenn man dazu neigt, mit voller Kraft zu saugen. Dann ist meist nach etwa 15 Minuten Schluss. Wer sich auch mit weniger Saugkraft zufrieden gibt, kann mit einer Akkufüllung etwa 30 bis 40 Minuten lang saugen. Das ist für private Haushalte meist ausreichend. Vor dem Kauf sollte man sich auch den Bürstenkopf genau ansehen. Bei einigen Geräten sind die Köpfe so massiv, dass sie nicht unter einen Schrank oder ein Sofa passen.

Generell sind die Akkusauger sehr laut, wenn sie auf voller Leistung laufen. Um Gewicht zu sparen, wird die Dämmung vernachlässigt. Dennoch sind die Geräte wegen des Akkus nicht leicht. Sie wiegen zwischen 2,4 und vier Kilogramm. Ruht die Bürste auf dem Boden, ist das kein Problem, doch sobald Decke, Wände oder Vorhänge abgesaugt werden und das Gerät nicht abgestützt wird, macht sich das Gewicht im Handgelenk bemerkbar.

Sparsame Alternative

Alle als gut bewerteten Geräte kosten mehr als 500 Euro. Wenn das zu teuer ist, sollte man sich den Eufy HomeVac S11 Go ansehen. Er wurde nicht von Warentest geprüft, konnte uns aber im Praxistest überzeugen. Insgesamt reicht der Eufy in einigen Details nicht an den Testsieger von Dyson heran. Doch er überzeugte er im Praxistest mit seiner starken Saugleistung zum kleinen Preis: Zeitweise kostet das Gerät mit einer Menge Zubehör keine 200 Euro. Für den Eufy gibt es einen Wechselakku, auch lässt sich der Sauger verkürzen.

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