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Ikea, Kfz-Steuer, Sparkasse: Was sich für Verbraucher zum 1. September ändert

Hamburger Morgenpost-Logo Hamburger Morgenpost 01.09.2018 mopo
Mann_mit_Einkaufwagen_im_Ikea: Ab September verschärft Ikea sein Rückgaberecht. © Daniel Reinhardt/dpa Ab September verschärft Ikea sein Rückgaberecht.

Zum September 2018 gelten in Deutschland wieder neue Gesetze und Vorschriften. Vor allem Autofahrer sind von den Änderungen betroffen – aber auch Ikea-Kunden. Alle Änderungen im Überblick:

Neuer Abgastest sorgt für teurere KFZ-Steuer

Wer ab September einen Neuwagen kauft, muss sich auf höhere Abgaben einstellen. Denn ab diesem Datum werde bei neu zugelassenen Fahrzeugen der Schadstoffausstoß nach einem neuen, realistischeren Verfahren gemessen. Der als anspruchsvoller geltende Test nennt sich WLTP. Und er hat eine direkte Auswirkung auf die Höhe der Kfz-Steuer. „Dadurch könnten sich für viele Autos die Kfz-Steuern erhöhen“, warnten die Verbraucherschützer der Verbraucherzentrale NRW. Denn: Die Abgabe wird nach dem Hubraum und dem CO2-Wert des Fahrzeugs bemessen, der sich aus dem Spritverbrauch ergibt.

Wie der ADAC errechnet hat, könnte die Steuer bei Auto um bis zu 70 Prozent gegenüber gleichen, aber vorher zugelassenen Autos steigen. Im Schnitt soll es um einen zweistelligen Betrag pro Jahr gehen. Für bereits zugelassene Fahrzeuge ändere sich nichts.

EU verbietet Halogenlampen

Nach der Glühbirne verschwindet in der EU nun auch die Halogenlampe vom Markt. Um Energie zu sparen ist vom 1. September an in allen 28 EU-Staaten das Inverkehrbringen besonders energiehungriger Halogenlampen verboten. Betroffen sind vor allem die meist birnen- oder kerzenförmigen Leuchten der Energieklasse D mit ungebündeltem Licht. Stattdessen werden künftig hauptsächlich Energiesparlampen und LEDs in den Regalen liegen. Ausnahmen wird es etwa für platte Spotlampen, wie sie bei Deckenstrahlern genutzt werden, und für Halogenlampen in Schreibtischlampen oder Flutlichtern geben. Restbestände dürfen auch über September hinaus noch verkauft werden.

Hintergrund des schrittweisen Auslaufens der Halogenlampe ist die sogenannte Ökodesign-Richtlinie der EU. Sie legt Anforderungen an die Energieeffizienz von Produkten fest. Eigentlich hätten die Halogenlampen schon 2016 vom Markt verschwinden sollen. Damals entschieden sich die EU-Staaten jedoch für eine Fristverlängerung. Seit 2012 sind in der EU konventionelle Glühlampen verboten.

Neue Reihenfolge bei der Eingabe bei Geldautomaten der Sparkasse

Bis Mitte September sollen alle Geldautomaten der Sparkasse eine neue Software bekommen. Für die Kunden ändert sich dann die Reihenfolge beim Abheben. Kunden müssen dann erst den Geldbetrag festlegen, den sie abheben wollen. Anschließend wird der Pin-Code abgefragt. Bisher wurde erst die Eingabe der Geheimzahl verlangt. So soll Betrügern das Handwerk gelegt werden. Schon seit 2012 müssen Kunden der Postbank ihre Pin erst nach dem Geldbetrag eingeben. Die Deutsche Bank stellte ihr System 2015 um.

Ikea verschärft das Rückgaberecht

Wer ab 1. September Möbel bei Ikea-Deutschland kauft, darf sie nur noch neu und ungebraucht wieder zurückbringen. Ikea verschärft sein Rückgaberecht. Die Kunden könnten bei Einkäufen ab dem 1. September Waren nur dann gegen Erstattung des Kaufpreises zurückbringen, wenn sie neu und unbenutzt sind. Bislang hat der Zustand keine Rolle gespielt, was Ikea zufolge zu Missbrauch geführt hat. Kurz vor Ablauf der Frist hätten einige Kunden zahlreiche benutzte Artikel zurückgebracht, sich auszahlen lassen und anschließend neue gekauft.

Ikea hatte sein Rückgabeversprechen offensiv beworben, um den Menschen die Kaufentscheidung zu erleichtern – natürlich in der Hoffnung, dass nur ein Bruchteil tatsächlich die Waren zurückbringt. Gründe musste man nicht nennen, meistens gefiel das Stück zu Hause wahrscheinlich einfach nicht mehr so gut wie noch im Laden. Wirklich sinnvoll ist das längere Ausprobieren übrigens bei Matratzen: Sie können als einziges Produkt auch im benutzten Zustand weiter innerhalb der Jahresfrist umgetauscht werden, verspricht eine Ikea-Sprecherin. (sar / mit dpa)

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