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Kann vorzeitig ausgezahltes Weihnachtsgeld dem angeschlagenen Einzelhandel helfen? Die Branche ist skeptisch

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 17.10.2020 Deutsche Presse-Agentur

Wie kann man dem Einzelhandel in der schwierigen Corona-Zeit helfen? Ein Vorschlag aus der Politik: Mit vorgezogenem Weihnachtsgeld. "Wir müssen den Einzelhandel jetzt unterstützen. Deshalb appelliere ich an Firmen, das Weihnachtsgeld schon mit dem Oktobergehalt auszuzahlen", sagte der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionschef Christian Baldauf der "Bild"am Samstag: Dann könnten viele Menschen ihre Weihnachtseinkäufe schon in den nächsten Wochen erledigen und der Handel müsste sich dann "vor einem hoffentlich vermeidbaren zweiten Lockdown vor Weihnachten nicht ganz so stark fürchten."

Ähnlich äußerte sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Post. "Das würde die Lage in den Einkaufszonen im Weihnachtsgeschäft entspannen und wäre eine große Hilfe für den stationären Einzelhandel", sagte er zu vorgezogenen Weihnachtsgeldauszahlungen. Ebenso unterstütze FDP-Fraktionsvize Michael Theurer die Idee.

Kunden vermeiden den Einkaufsbummel

Der Handelsverband Deutschland reagiert hingegen zurückhaltend auf diese Vorschläge. Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagte am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Wir begrüßen alle Maßnahmen, die unseren Innenstadt-Einzelhändlern helfen, durch diese Corona-Krise zu kommen." Eine vorgezogene Auszahlung des Weihnachtsgeldes helfe wahrscheinlich den Geschäften in der Innenstadt jedoch nur in sehr geringem Umfang. "Leider meiden viele Kunden zurzeit den Einkaufsbummel, weil sie in Corona-Zeiten möglichst wenigen Menschen begegnen wollen", sagt Genth.

Zudem sei zurzeit die Sparquote sehr hoch. Viele Verbraucher hielten ihr Geld angesichts unsicherer Zukunftsperspektiven lieber zusammen, so Genth. "Für die in Not geratenen Händler wären deshalb direkte Hilfszahlungen wie mit den staatlichen Überbrückungshilfen, die unbedingt verlängert werden müssen, zielführender."

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) plant, die bisher bis zum Jahresende laufenden Überbrückungshilfen für coronabedingt besonders hart getroffene Firmen um ein halbes Jahr bis zum 30. Juni 2021 zu verlängern.

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