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Krypto-Verbot in der Türkei: Zahlungen mit Bitcoin oder Ether ab Ende April untersagt

t3n Magazin-Logo t3n Magazin 16.04.2021 Jörn Brien
In der Türkei ist das Zahlen mit Bitcoin künftig verboten. © EKS/shutterstock.com In der Türkei ist das Zahlen mit Bitcoin künftig verboten.

Wegen „signifikanter Risiken“ verbietet die Türkei ab Ende April Zahlungen mit Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether. Das Halten von digitalen Währungen soll aber nicht betroffen sein.

Der Crypto-Crime-Bericht von Chainalysis hatte kürzlich gezeigt, dass der Anteil krimineller Kryptotransaktionen im Jahr 2020 weiter rückläufig war. Demnach wurden nur 0,34 Prozent aller Krypto-Überweisungen zu kriminellen Zwecken genutzt. Dennoch zählt die türkische Regierung auch die Möglichkeit der Verwendung von Bitcoin und Co. für illegale Zwecke zu den Gründen für das jetzt angekündigte Krypto-Verbot.

Türkei verbietet Zahlungen per Bitcoin

Darüber hinaus gehören auch die fehlende Regulierung und Aufsicht sowie die zumeist starken Kursschwankungen zu den sogenannten „signifikanten Risiken“, die die Türkei für das ab Ende April geltende Verbot von Zahlungen mit Kryptowährungen verantwortlich macht. Das von der Zentralbank des Landes initiierte Verbot von Krypto-Zahlungen hat die türkische Regierung in ihrem Amtsblatt veröffentlicht, wie Spiegel Online schreibt.

Demnach könne die Nutzung von Kryptowährungen bei Konsumenten und Händlern zu Verlusten führen. Beobachter sehen aber auch die aktuell schwächelnde Lira, die durch Bitcoin oder Ether noch stärker unter Druck zu geraten scheint, als Grund für die Entscheidung der Zentralbank. Offenbar sehen türkische Krypto-Fans die digitalen Währungen auch als eine Art Absicherung gegen die Schwäche der offiziellen Währung und Inflation.

Krypto-Verbot drückt auf die Kurse

Konkret verbietet es die Regelung Zahlungsabwicklern künftig, Transfers in Kryptowährungen vorzunehmen. Das Halten von Kryptowährungen soll von dem Verbot dagegen nicht betroffen sein. Der Bitcoin-Kurs und mit ihm die Kurse eines Großteils der Altcoins gaben am Freitag nach Bekanntwerden des Krypto-Verbots in der Türkei kräftig nach – erholten sich aber wieder. Der Bitcoin notiert am Freitagabend bei rund 62.000 US-Dollar.

Unbeeindruckt davon scheint derweil nur die Spaßwährung Dogecoin zu sein, die nach der Kursexplosion der vergangenen Tage weiter nur eine Richtung zu kennen scheint – nach oben. Der Dogecoin ist aktuell schon rund 0,35 Dollar wert. Das bedeutet ein neues Allzeithoch und eine weitere Verdoppelung des Kurses innerhalb der vergangenen 24 Stunden.

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