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Mit Geld aus Hellofresh-Aktien: Sie bauen ein Startup für Team-Events auf

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 05.08.2021 Wiebke Müller

Kaum einer glaubte 2011 an einen Erfolg des heute milliardenschweren Kochboxen-Anbieters Hellofresh. Tobias Fezer, damals einer der ersten Mitarbeiter im Online-Marketing, schon. Er startete als Praktikant und legte dann eine langjährige Karriere bei dem börsennotierten Unternehmen hin. 2018 stieg Fezer bei Hellofresh aus, ein Jahr nach dem IPO. Mit den Erlösen aus seiner Mitarbeiterbeteiligung startete er Angel-Investments, beteiligte sich etwa an dem Saucenhersteller Eatplants. Nun vermittelt der Ex-Hellofresh-Manager gemeinsam mit Mitgründer Wolfgang Mauer Events und Kurse. Seit Juni ist das unter dem Namen Konfetti firmierende Startup am Markt und wächst bundesweit.

Der Zeitpunkt könnte nicht günstiger sein, nach den pandemiebedingten Lockdowns freuen sich die Deutschen auf Unterhaltung und Veranstaltungen. Aktuell vermittelt Konfetti 300 Events von über 50 Anbietern, manche vor Ort, manche auch online. Darunter Töpfern, Gärtnern, Kosmetik-Workshops, Ginverkostungen und Ayurveda-Kochen – für Privatpersonen und Firmen. Die Kurse gibt es aktuell in Köln, Hamburg, Frankfurt und München. „Jede Woche kommen zehn bis 15 neue Anbieter dazu“, berichtet der 34-jährige, der in Maastricht und Rotterdam BWL studierte.

Für die Vermittlung erhält das Startup von Kurs-Anbietern eine Kommission. Konfetti wickelt für sie den Zahlungsverkehr ab und stellt ihnen Software bereit. „Wir verstehen uns als Tech-Unternehmen“, stellt Tobias Fezer im Gespräch mit Gründerszene klar. „Aktuell ist unsere Software noch kostenfrei, zukünftig wollen wir die Technologie monetarisieren“.

Konkurrenz hat vier Jahre Vorsprung

Das gleiche Modell wie Konfetti betreibt seit 2017 das Berliner Startup The Makery. Kunden können in mehreren deutschen Städten aus über 500 Kursen wählen. Gründer Jasper Kolb hat die Firma gebootstrapped, ein versprochenes Investment in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ ließ Juror Georg Kofler aufgrund der Corona-Pandemie aber platzen. Im Vergleich zu Konfetti dürfte es The Makery aber an finanziellen Rücklagen fehlen.

Warum Fezer Hellofresh verließ, verrät schon sein neues Firmenmotto: „Mach’ was Neues“. „Die Zeit war spannend und erfolgreich", sagt er rückblickend. „Aber bei Hellofresh war ich nur Mitarbeiter und ich wollte was Eigenes machen.“ Aktuell plant der Gründer die erste Finanzierungsrunde. „Eine typische Angel-Runde“, sagt Fezer. Konfetti laufe bisher „selbstfinanziert mit eigenen Rücklagen.“

hellofresh © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland hellofresh

Mitgründer Mauer hat bei der „Die Höhe der Löwen“-Firma Artnight die Marke Shakenight aufgebaut, eine Plattform für Cocktailkurse und Barerlebnisse. „Die dabei gewonnene Expertise im Aufbau von deutschlandweiten Partnernetzwerken und der operativen Umsetzung der Kurse kann er nun gewinnbringend bei Konfetti einbringen“, so Fezer über seinen Mitstreiter.

Sorgen wegen eines womöglich erneuten Lockdowns machen sich die Gründer nicht. „In der Corona-Zeit entstanden viele Online-Angebote, Anbieter haben die Digitalisierung im Kursbereich entdeckt. Daran könnte man wieder anknüpfen“, sagt Fezer. Ab 2022 schielt er vor allem in Richtung Ausland. Auch den Aufbau einer Kinder-Event-Sparte namens Kids-Konfetti könne man sich vorstellen.

Konfetti_Gruender © Konfetti Konfetti_Gruender

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