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PayPal sperrt Nutzerkonto wegen Bitcoin-Transaktionen

Finanzen.net-Logo Finanzen.net 15.12.2020

Vor einigen Wochen verkündete der Zahlungsanbieter PayPal, künftig in das Geschäft mit Kryptowährungen einzusteigen - nun gab es wohl schon erste Probleme.

PHILIPPE HUGUEN/AFP/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net PHILIPPE HUGUEN/AFP/Getty Images

• Nutzer können bei "PayPal Crypto" Bitcoin & Co. kaufen, verkaufen und verwahren

• Kunde nutzt dies für einige "Dip Buys" und "High Sells"

• PayPal sperrt zeitweise Nutzerkonto

Im Oktober verkündete PayPal, dass Kunden in den USA künftig über die PayPal-Plattform Bitcoin und andere Kryptowährungen kaufen, verkaufen und verwahren können sollen. Ab Anfang kommenden Jahres soll es außerdem möglich sein, via PayPal bei Händlern mit Kryptowährungen zu bezahlen. Das Unternehmen will sein Angebot im kommenden Jahr auf weitere Länder erweitern, erklärte PayPal in einer Pressemitteilung. Vor allem der ältesten und bekanntesten Kryptowährung Bitcoin verlieh diese Nachricht in den vergangenen Wochen Schwung und verhalf ihr Anfang Dezember auf ein Hoch bei 19.918 US-Dollar.

Doch anscheinend gibt es nun bereits erste Probleme - ein Nutzer erklärte, sein Konto sei gesperrt worden.


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PayPal sperrt Nutzerkonto

Ein PayPal-Nutzer berichtete kürzlich auf Reddit, dass sein PayPal-Nutzerkonto eingeschränkt worden sei und der Zahlungsdienst von ihm Informationen zu zehn verschiedenen Verkäufen haben wollte. Dabei habe es sich um "Dip Buys" und "High Sells" von Kryptowährungen im Zeitraum von einer Woche gehandelt. Das System sei auf sein Konto aufmerksam geworden, weil es registriert habe, dass u/TheCoolDoc, wie sich der Nutzer auf Reddit nennt, innerhalb einer Woche Artikel im Wert von 10.000 US-Dollar verkauft habe. Er versuchte nach eigener Aussage, sich gegenüber PayPal zu erklären - reichte Unterlagen ein und kontaktierte PayPal telefonisch - doch am darauffolgenden Tag sei sein Konto gesperrt gewesen. "Nach einer Überprüfung haben wir uns entschlossen, Ihr Konto aufgrund des potenziellen Risikos dauerhaft zu beschränken. Mit PayPal können Sie keine weiteren Geschäfte tätigen", zitiert u/TheCoolDoc PayPal.

Telefongespräch mit PayPal-Mitarbeiterin zeigt Wirkung

Der Nutzer ergänzte seinen Beitrag auf Reddit mit der Info, dass er schließlich mit einer PayPal-Mitarbeiterin telefoniert habe und die Transaktionshistorie gemeinsam durchgegangen sei, wobei er ihr wohl die ein oder andere Erklärung zu speziellen Kryptobegriffen gab. Er habe darum gebeten das Konto wieder zu entsperren, doch die Mitarbeiterin habe dies nicht entscheiden können, obwohl sie offenbar verstanden habe, dass ein Fehler passiert sein müsse, da der Nutzer bei "PayPal Crypto" nur von PayPal gekauft und wieder an PayPal zurückverkauft habe.

Anscheinend zeigte das Telefongespräch mit der PayPal-Mitarbeiterin dann aber doch noch Wirkung: u/TheCoolDoc versah seinen Beitrag auf Reddit mit dem Update, er habe eine E-Mail erhalten, dass sein Account wiederhergestellt worden sei. Zwar habe er nun keinen Zugriff mehr auf "Funds Now", ein Programm von PayPal für ausgewählte Verkäufer, die damit schneller Zugriff auf das Geld aus Ihren abgeschlossenen Verkäufen, das sich in Ihrem PayPal-Konto befindet, erhalten sollen, doch "in der Not frisst der Teufel Fliegen", so u/TheCoolDoc.

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In den Kommentaren zum Beitrag wurde fleißig diskutiert. Dabei reichten die Meinungen von wenig Verwunderung darüber, dass es bei PayPal mit den neuen Krypto-Transaktionen Probleme gibt, da so mancher Nutzer womöglich in der Vergangenheit schon einmal negative Erfahrungen mit PayPal gemacht hat, bis hin zu Verständnis dafür, dass PayPal keine Kryptobörse ist, bei der es darum geht mit dem Kauf und Verkauf von Kryptowährungen Gewinn zu erzielen, sondern vielmehr darum Kryptowährungen zu halten und damit bei PayPal-Partnern zu bezahlen. Womöglich sollte PayPal dies noch deutlicher machen oder klare Grenzen ziehen, um ein solches Verhalten, sollte es unerwünscht sein, zu verhindern. Redaktion finanzen.net

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