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Pleiten, Pech und Pannen: Eurowings-Mitarbeiter packt aus: „Die machen, was sie wollen“

EXPRESS-Logo EXPRESS 26.06.2018

Mit diesem Airbus sollte es eigentlich von Zürich nach Köln-Bonn gehen. Der Flug wurde gecancelt. Der Flieger hob am Ende ohne Passagiere Richtung Rheinland ab. © Constantin Blaß Mit diesem Airbus sollte es eigentlich von Zürich nach Köln-Bonn gehen. Der Flug wurde gecancelt. Der Flieger hob am Ende ohne Passagiere Richtung Rheinland ab.

Die Pleiten, Pech und Pannen bei Eurowings nehmen kein Ende. Jüngstes Beispiel für eine ausbaufähige Krisenkommunikation bei der Lufthansa-Tochter gab es am Montag in Zürich.

Eigentlich sollte EW769 um 17.05 Uhr den Flughafen in Zürich-Kloten Richtung Köln-Bonn verlassen. Dass die Maschine vor Ort aufgrund eines technischen Defektes nicht starten konnte und um 20.38 Uhr bereits mehr als drei Stunden Verspätung hatte, nahmen die Passagiere fast schon entspannt zur Kenntnis. Sie sind es von Eurowings bereits gewohnt.

Erst Recht, als das Bodenpersonal verkündete, dass Lufthansa-Techniker avisiert hatten, den Schaden innerhalb der folgenden 60 Minuten reparieren zu können. Eurowings selbst hatte um 20.27 Uhr via Twitter mitgeteilt, dass der Start für 21.22 Uhr geplant sei. Eine andere Abteilung des Billigfliegers, die Buchungen und Flüge verwalten, machte diesen Plänen jedoch einen Strich durch die Rechnung. Sie annullierten EW769.

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Mitarbeiter: „Eurowings hat die Nerven verloren“

Entsetzen bei den Passagieren. Und auch beim Bodenpersonal. „Die haben die Nerven verloren. Wieso die den Flug canceln, weiß ich nicht. Die machen, was sie wollen und sprechen nicht mehr untereinander“, kritisierte ein Mitarbeiter vor Ort. Ein Crew-Mitglied ergänzte: „So etwas erleben wir derzeit fast täglich.“

Besonders bitter: Wenige Minuten zuvor war das Boarding für einen alternativen Flug ins Rheinland mit EW9769 nach Düsseldorf beendet worden. Eine Umbuchung war logischerweise nicht mehr möglich, obwohl der Airbus A319 (D-AKNR) nicht voll besetzt gewesen ist.

Eurowings: Cleverer Schachzug mit Flug-Annullierung

Gut, dass die zweite Variante von Lufthansas-Billigflieger aufging. Bis auf wenige Ausnahmen konnten alle Passagiere auf den ebenfalls stark verspäteten Flug EW763 (22.30 statt 20.40 Uhr, Grund: Unwetter in Italien, Reparatur an Maschine, keine zeitnahen Slots) umgebucht werden.

Mit Blick auf die Fluggastrechte haben sie dennoch Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung in Höhe von 250 €. Die Annullierung war von Eurowings am Ende ein cleverer Schachzug, ein höherer finanzieller Schaden ist nicht entstanden - allerdings war die Kommunikation erneut unglücklich.

Übrigens: Der Airbus (D-AGWK), der ursprünglich als EW769 im Einsatz sein sollte, wurde um 21.38 Uhr vom Gate 85 vom Flughafen Zürich geschoben und brach zehn Minuten später als Leerflug EW6902 nach Köln-Bonn auf - während die anderen Passagiere noch auf EW763 warteten... (red) 

(exfo)

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