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Rossmann streicht sein Sortiment bei Amazon: „Kunden gehen lieber ins Geschäft”

t3n Magazin-Logot3n Magazin 15.04.2019 Jörn Brien
Rossmann setzt auf Filialen statt Onlinehandel. © Rossmann Rossmann setzt auf Filialen statt Onlinehandel.

Rossmann wird wohl ab Mitte des Jahres nicht mehr mit Amazons Dienst Prime Now zusammenarbeiten. Die Kunden würden diese Art der „ultraschnellen Zustellung nach Bestellung“ nicht nachfragen.

Nach zwei Jahren beendet die deutsche Drogeriemarktkette Rossmann die Zusammenarbeit mit dem Onlinehändler Amazon. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagte der designierte Rossmann-Chef Raoul Roßmann, dass die Kunden lieber in die Märkte gingen, als sich die Sachen gegen einen Aufpreis ins Büro liefern zu lassen. Amazon hat das Ende der Zusammenarbeit beim Dienst Prime Now bestätigt.

Rossmann-Geschäfte besser als Onlinehandel

Dem Sohn des Drogeriemarktgründers Dirk Roßmann zufolge hat das Unternehmen gelernt, wie sich die Onlinelogistik effizienter gestalten lässt. In den zwei Jahren der Kooperation mit Amazon habe die Drogeriemarktkette herausgefunden, dass die darüber angebotene „spezielle Art der ultraschnellen Zustellung nach Bestellung“ von den eigenen Kunden nicht nachgefragt werde. Roßmann ist sich sicher, dass dass sein Unternehmen in puncto Auswahl, Verfügbarkeit und Erreichbarkeit besser sei als der Onlinehandel.

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Zudem bezeichnete er den Einzelhandel als „Kulturveranstaltung mit festen Gewohnheiten“. Entsprechend gehe Roßmann davon aus, dass die Kunden – „anders als bei den Textilanten“ – keinen Grund hätten, nicht in ein stationäres Rossmann-Geschäft zu kommen. Der Onlinehandel werde zwar auch im Bereich Drogerieartikel wachsen, „aber nicht so dynamisch wie anderswo“, so Roßmann. Erst Anfang April hatte Rossmann angekündigt, in diesem Jahr rund 200 neue Märkte im In- und Ausland eröffnen zu wollen.

Schon 2013 hatte Rossmann-Rivale DM die zuvor zwei Jahre währende Zusammenarbeit mit Amazon aufgekündigt. Auch DM-Produkte wurden offenbar via Amazon nur wenig nachgefragt. Laut boerse.ard.de soll der Umsatz nur etwas über dem einer durchschnittlich DM-Filiale gelegen haben.

Ebenfalls interessant: Drogerieketten attackieren Amazon: „Kaum ein Artikel davon darf hierzulande überhaupt vertrieben werden“

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