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Schädliche Interferenzen: Terrestrische 5G-Mobilfunknetze führen laut SpaceX zu Störungen im Starlink-Netzwerk

Finanzen.net-Logo Finanzen.net 04.07.2022

Ein Test zeigt, dass es im Starlink-Netzwerk von Elon Musks Weltraumfirma SpaceX zu "schädlichen Interferenzen" kommt, wenn terrestrischen 5G-Mobilfunknetzen die Nutzung eines bestimmten Frequenzbands erlaubt wird.

ASIF HASSAN/AFP/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net ASIF HASSAN/AFP/Getty Images

Schreiben an die Federal Communications Commission

Am 21. Juni ging ein Schreiben von SpaceX an die Federal Communications Commission (FCC). Darin werden Testergebnisse thematisiert, die zeigen, dass es zu Störungen bei Starlink-Nutzern kommt, wenn die Bundesaufsichtsbehörden 5G-Mobilfunknetzen die Verwendung eines bestimmten Frequenzbands erlauben. Im Besonderen bezieht sich das Schreiben auf den US-Satellitenbetreiber Dish Network. Dieser hatte die Genehmigung für den Betrieb eines Hochleistungs-Mobilfunkdienstes im 12-GHz-Band beantragt, das im von Starlink, OneWeb und anderen Satellitenbetreibern für die Verbindung mit Kundenterminals genutzten Frequenzbereich liegt.


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12-GHz-Band für terrestrisches 5G stört Starlink-Nutzung

Die Tests, die in Las Vegas durchgeführt wurden, zeigten, dass es bei dem Netzwerk in mehr als 77 Prozent der Fälle zu "schädlichen Interferenzen" bei Starlink-Nutzern gekommen sei. In 74 Prozent der Fälle handle es sich sogar um einen Totalausfall des Starlink-Dienstes. David Goldman, SpaceX Senior Director of Satellite Policy, erklärte in dem Schreiben: "Diese Analyse bestätigt, was intuitiv sein sollte - dass ein terrestrisches Netzwerk mit hoher Leistung jeden auslöschen wird, der die hochempfindlichen Geräte benutzt, die Satellitenbenutzer verwenden müssen, um Signale zu empfangen, die den Leistungsbeschränkungen der Kommission und der internationalen Gemeinschaft für Satelliten-Downlink-Übertragungen entsprechen." Dies habe zur Folge, dass weniger US-amerikanische Bürger mit "Satellitendiensten der nächsten Generation" verbunden werden könnten und dadurch einen verschlechterten Service und regelmäßige Netzwerkausfälle erleben müssten.

Fehlerhafte Analysen

Dem Schreiben nach habe Dish Network der FCC zuvor angeblich fehlerhafte Daten vorgelegt, um zu beweisen, dass die Erweiterung des 5G-Netzwerks von Dish Network keine Auswirkungen auf die Nutzer von Starlink haben würde. Goldman weist außerdem auf eine RS-Access-Studie hin. Das Unternehmen verfügt ebenso wie Dish Network über Lizenzen im 12-GHz-Band. In der Studie wurde geschätzt, dass ein landesweites 5G-Netz bei weniger als einem Prozent der von nicht geostationären Satellitenbetreibern genutzten Terminals Interferenzen verursachen würde. Außerdem wurden auch Lösungen aufgezeigt, die die Auswirkungen mildern sollten. Dem SpaceX-Schreiben nach ist diese Studie jedoch realitätsfern und berücksichtigt keine Faktoren wie die gemeinsame Nutzung des Spektrums durch Satellitenbetreiber im Rahmen von Koordinierungsvereinbarungen. Insgesamt fordert Goldman die FCC dazu auf, zu untersuchen, ob Dish Network und RS Access "absichtlich irreführende Berichte eingereicht haben."E. Schmal/Redaktion finanzen.net

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