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Schocknachricht bei MAN: Fast 10.000 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs – aber Ex-Chef Renschler kassiert bald 2.000 Euro Luxusrente am Tag

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 12.09.2020 Business Insider Deutschland

Neue Schocknachricht für die Fahrzeugbranche: VW kündigt einen weitreichenden Stellenabbau beim Tochterunternehmen MAN an. Bis zu 9.500 Stellen in Deutschland, Österreich und weltweit sollen bei MAN Truck & Bus wegfallen. "Das Vorhaben der Unternehmensleitung stellt damit beinahe jeden zweiten Beschäftigten in Deutschland und Österreich infrage", heißt es in dem Schreiben des MAN-Betriebsrates, der gegen die geplanten Schritte Widerstand ankündigte und massive Kritik an der Konzernführung äußerte.

"Das sind Management-Konzepte von tief unten aus der Mottenkiste" heißt es da; anstelle von Stellenabbau schreibt die Arbeitnehmervertretung von "Arbeitsplatzvernichtung". Verschiedene Vorstände der letzten Jahre hätten es nicht geschafft, ausreichend Rendite für eine Krise aufzubauen. Diese Management-Fehler würden jetzt auf dem Rücken der Belegschaft ausgetragen.

Bereits vor der Corona-Krise steckte der LKW-Bauer, den VW nach der Übernahme von MAN und Scania in der VW-Nutzfahrzeugholding Traton bündelte, in der Krise. Im Juli trennte sich der Konzern im Zuge dieser Umstrukturierung vom langjährigen Traton-Chef Andreas Renschler.

"Sozialverträgliche Vorgehensweisen"

Nun sollen zeitnah Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen werden. Darin sollen auch Details einer "sozialverträglichen Vorgehensweise" besprochen werden. In Deutschland gilt für die Tarifbeschäftigten ein Kündigungsschutz bis 2030. Der Vorstand wolle die Zukunft des Unternehmens in einer sich rasant ändernden Welt sichern, sagte MAN-Chef Andreas Tostmann. "Wir haben die Arbeitnehmerseite daher gebeten, unser Gesprächsangebot anzunehmen", sagte der Manager.

Von einer "sozialverträglichen Vorgehensweise" kann man auch beim Ex-Chef Renschler, der Traton noch vor einem Jahr an die Börse führte, sprechen. Renschler erhält, wie Business Insider bereits im Juli erfuhr, seit seinem Ausscheiden aus dem Konzern sein Gehalt samt Boni für zwei weitere Jahre, ohne dafür arbeiten zu müssen. Darauf einigte sich der Manager mit Volkswagen. Es dürfte sich dabei um mehrere Millionen Euro handeln. Im Jahr 2019 etwa kassierte Renschler inklusive Boni rund 4,5 Millionen Euro.

Nach dem 15. Juli 2022 greift dann die VW-Rente. Auch die fällt für Renschler durchaus üppig aus, wie der renommierte Vergütungsexperte Heinz Evers Business Insider jüngst vorrechnete. Gut 2.000 Euro stehen dem Ex-Manager demnach zu.

Gleichzeitig werden nicht nur in Deutschland und Österreich tausende Stellen bei MAN gestrichen, auch bei Scania läuft ein weitreichender Stellenabbau, rund 5.000 Jobs sollen bei den Schweden wegfallen.

© Bereitgestellt von Business Insider Deutschland

ph/mit Material der dpa

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