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StepStone-Report: Das sind die beliebtesten Länder für Arbeitnehmer

Finanzen.net-Logo Finanzen.net vor 3 Tagen

Im März wurde zum dritten Mal der Report über die beliebtesten Länder für Arbeitnehmer und die Bereitschaft, für den Job in ein anderes Land zu ziehen, veröffentlicht. Deutschland ist im Ranking leicht abgesunken - und auch für die USA gibt es wieder Luft nach oben.

Christian Zachariasen/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net Christian Zachariasen/Getty Images

Anfang März dieses Jahres haben die Boston Consulting Group Unternehmensberatung (BCG) und The Network von der Jobbörse StepStone für das Jahr 2020 einen Report über die Beliebtheit verschiedener Länder bei Arbeitnehmern und andere Mobilitätsfaktoren im Bereich Arbeitgeber veröffentlicht. Befragt wurden online rund 209.000 Personen aus 190 Ländern, aus verschiedenen Altersstufen und mit verschiedenem Bildungsgrad. Etwa 9.000 Deutsche haben an der Studie teilgenommen.

Schweiz, Österreich und die USA: Top-Ziele für deutsche Angestellte

Die Studie ergab für diejenigen deutschen Arbeitnehmer, die sich vorstellen können, im Ausland zu arbeiten und dort zu leben, folgende Top-Ziele (in dieser Reihenfolge): Schweiz, Österreich, USA, Kanada, Niederlande, Großbritannien, Schweden, Dänemark, Spanien und Frankreich. Auffällig dabei ist, dass sich fast alle dieser Länder innerhalb Europas befinden - die Deutschen können sich also vorstellen, im Ausland zu arbeiten, wollen aber größtenteils nicht allzu weit weg ziehen.

Unter allen Befragten - ohne Berücksichtigung ihrer Herkunft - liegt Kanada 2020 auf Platz eins der beliebtesten Ziele für den Arbeitsplatz und löst damit erstmals die USA, die nun Platz zwei belegen, auf diesem Rang ab. Deutschland befindet sich aktuell auf Platz vier im Ranking und liegt wieder auf demselben Platz wie 2014: Zwischenzeitlich hatte die Befragung von 2018 Deutschland auf den zweiten Platz im internationalen Beliebtheitsranking gestellt. Auf Platz eins der beliebtesten Ziele liegt Deutschland unter den Befragten aus der Europäischen Union und Zentralasien.

Die internationale Bereitschaft für einen Umzug ins Ausland sinkt

Die Auswertung der Antworten aller Befragten, die sich einen Arbeitsplatz und ein damit verbundenes Leben im Ausland vorstellen können, ergab, dass London international die beliebteste Stadt unter den Arbeitnehmern ist. Es folgen - in dieser Reihenfolge - die Metropolen Amsterdam, Dubai, Berlin, Abu Dhabi, Tokio, Singapur, New York, Barcelona und Sydney.

Insgesamt vermerken die Studienautoren allerdings: Immer weniger Menschen sind bereit, für einen Arbeitsplatz ins Ausland umzuziehen. Waren es im Jahr 2014 noch 63 Prozent und 2018 nur 57,1 Prozent der Befragten, so gaben in der aktuellen Studie nur noch 50,4 Prozent aller Befragten an, für die Arbeit, falls nötig, einen Umzug ins Ausland in Kauf zu nehmen. Unter den Deutschen ist die Bereitschaft hierfür um ganze zehn Prozent von 55 Prozent der Befragten auf 45 Prozent gesunken. Die größte Umzugsbereitschaft gibt es mit 94 Prozent unter den Studienteilnehmern aus dem Sudan und den Vereinigten Arabischen Emiraten, die niedrigste Bereitschaft mit nur 27 Prozent unter den Teilnehmern aus Lettland und Dänemark.

Arbeitgeber im Ausland: Remote-Working wird beliebter

Der Wille, aus dem Home-Office - also remote - für eine Firma mit Sitz im Ausland zu arbeiten, ist hingegen international gestiegen und liegt 2020 bei 56,9 Prozent. Bei den Personen, die angegeben haben, hierzu bereit zu sein, gilt die USA weiterhin als Top-Land für Arbeitgeber, Kanada liegt hier nur auf Platz zwei im Ranking.

Der Spiegel zitiert dazu Rainer Strack, Senior Partner bei der Boston Consulting Group. "Bisher war es so: Deutsche Großkonzerne hatten ihr Hauptquartier in Deutschland - wer dort arbeiten wollte, hatte in der Nähe zu wohnen. Das kann man zukünftig anders machen. Wenn man nicht mehr nur um den Kirchturm herum recruitet, werden Teams auch diverser. Damit könnten sich Standortnachteile nivellieren - und vielleicht auch ein Stück mehr Gerechtigkeit entstehen".

Bezüglich der Frage, wie Deutschland wieder auf einen höheren Platz unter den Top-Arbeitszielen für alle Befragten gelangt, erklärt StepStone-Chef Sebastian Dettmers dem Spiegel zufolge: "Deutschland muss attraktiv sein für ausländische Fachkräfte, ob sie virtuell oder physisch hier arbeiten. Das Land ist attraktiv, aber große Zukunftsvisionen fehlen. Wir müssen uns fragen: Welches Problem will Deutschland lösen? Wir könnten das Klimaproblem zur nationalen Aufgabe machen, aber auch die Automatisierung von Produktionen könnte ein Exportschlager werden". Komplett virtuell könne das Arbeitsleben jedoch nicht stattfinden - es sei wichtig, sich zumindest ab und zu persönlich zu treffen. Redaktion finanzen.net

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