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Stiftung Warentest: So viel mehr Zucker steckt in deutscher Fanta

Berliner Zeitung-Logo Berliner Zeitung 21.05.2019 berliner-zeitung
Von allen Getränken aus dem Hause Coca-Cola, gibt es von Fanta die meisten verschiedenen Geschmacksrichtungen. © picture alliance/dpa/Oliver Berg Von allen Getränken aus dem Hause Coca-Cola, gibt es von Fanta die meisten verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Es ist das gleiche Getränk, aber im Ausland schmecken Fanta, Cola und Co. immer etwas anders. Wie kann das sein? Hersteller Coca-Cola selbst erklärt, dass es von keinem anderen Produkt aus dem Hause weltweit so viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen gäbe, wie von Fanta Orange. Der Eindruck, dass das Getränk im Urlaub anders schleckt, trügt also nicht.

Doch Stiftung Warentest hat nun einen weiteren Grund für den unterschiedlichen Geschmack herausgefunden: Deutsche Fanta enthält doppelt so viel Zucker wie zum Beispiel Fanta in Großbritannien. Für ihren Test kauften die Verbraucherschützer die beliebten Softdrinks im Online-Handel von Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Portugal und Norwegen und verglichen dann die jeweiligen Zuckerangaben.

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So viel Zucker steckt in einem halben Liter Fanta

So steckt laut Stiftung Warentest in einem 0,5 Liter-Glas Fanta oder Sprite in Deutschland stolze 45,5 Gramm Zucker. Im Vergleich dazu: Wer in Großbritannien Fanta trinkt, nimmt bei derselben Menge nur 23 Gramm Zucker zu sich. Aber auch Sprite (16,5 Gramm) und Schweppes Indian Tonic Water – die britische Variante hat 45 Prozent weniger Zucker als die deutsche – sind in Deutschland zuckriger als in Großbritannien. Laut der Tester sind nur in Norwegen die Softdrinks in der Regel noch zuckriger als in Deutschland.

Warum sind die Softdrinks in Großbritannien denn zuckerärmer?

Das wird vermutlich an der Zuckersteuer liegen. Seit 2018 werden dort rund 21 Cent auf jedes Getränk erhoben, das mehr als 5 Gramm Zucker je 100 Milliliter enthält. Darum hatten viele Hersteller im Vorfeld ihre Rezepturen verändert und den Zuckergehalt deutlich reduziert. Klingt doch gut, oder? Ja, wenn da nicht der Süßstoff wäre. Fest steht: wer sehr viel Süßstoff zu sich nimmt, hat einer Untersuchung des Weizmann Institute of Science in Rehovot zufolge schlechtere Blutzuckerwerte und nimmt zu. In Deutschland gibt es keine Zuckersteuer, die von Verbraucherverbänden immer wieder gefordert wird.

Wie viel Zucker sollten wir am Tag höchstens zu uns nehmen?

Doch was ist die richtige Dosis? Eine Antwort darauf kommt von der Weltgesundheitsorganisation WHO. Deren Empfehlung hat sich die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) angeschlossen. Die Zuckerzufuhr pro Tag sollte demnach nicht mehr als zehn Prozent der Gesamtenergiezufuhr ausmachen. Bei 2000 Kilokalorien (kcal) pro Tag wären das 50 Gramm Zucker - zehn bis zwölf Teelöffel also.

Diese Angabe bezieht sich jedoch auf den sogenannten freien Zucker. Also erstens auf den Zucker, der Nahrung und Getränken zugesetzt wird – zweitens aber auch auf den, der auf natürliche Weise in Honig, Sirup oder Fruchtsäften vorkommt.

Gegen den Durst lieber Wasser trinken

Generell gilt: Mit Zucker gesüßte Lebensmittel und Getränke sind nicht empfehlenswert. Wer schlank bleiben will, sollte lieber viel Wasser oder klaren Tee trinken – auch zu den Mahlzeiten. 1,5 Liter. So viel Wasser sollten Erwachsene jeden Tag etwa trinken, lautet die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) Das ist nicht nur wichtig, sondern lebensnotwendig. (sar/ mit dpa)

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