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Testbetrieb am Berliner Flughafen beginnt: So stellen Sie als Komparse den BER auf die Probe

Tagesspiegel-Logo Tagesspiegel 17.06.2020 Constanze Nauhaus

Am 31. Oktober soll der BER eröffnen. Wirklich. Damit dann auch alles glatt läuft, starten nun Tests mit Mitarbeitern und Komparsen. Mitmachen möglich.

Im Februar testeten Freiwillige bereits die Abfertigungshalle am BER. © Foto: Bernd Settnik/dpa Im Februar testeten Freiwillige bereits die Abfertigungshalle am BER.

"Der Abflug endet mit dem Boarding. Anschließend steigen Sie statt in den Flieger in einen Bus." Na, das geht ja gut los am BER. Aber keine Sorge, es geht nur um den Probebetrieb. Der läuft nun auf Hochtouren an, damit Sie ab 31. Oktober, wenn der neue Flughafen eröffnen soll, dann auch wirklich im Flugzeug und nicht im Bus zurück nach Hause landen.

"Wir sind sehr zufrieden mit dem Start", jubelte eine Sprecherin der Flughafengesellschaft am 30. April, nachdem 250 Mitarbeiter erstmals die Abläufe am BER getestet hatten. Eigentlich sollten freiwillige Komparsen zum Einsatz kommen. Das war aufgrund der Coronakrise jedoch verschoben worden.

Am Dienstag bekamen nun all diejenigen E-Mails, die sich in der Vergangenheit als Komparsen für den Probebetrieb am BER angemeldet hatten. Wegen der coronabedingten Hygiene-Vorschriften muss die Teilnehmerzahl von angedachten 20.000 auf 9000 Komparsenplätze reduziert werden, auch müssen Termine entfallen. Um trotzdem eine "faire Vergabe" der Plätze sicherzustellen, wurde die Registrierung nun komplett neu gestartet.

Konkret geht es um eine "Generalprobe" für den Flughafen vor der Eröffnung am 31. Oktober. An 25 Tagen sollen alle wichtigen Abläufe für den Ernstfall geprobt werden: Einchecken, Gepäck aufgeben, Boarding, Gepäck abholen. Und natürlich Essen: Ein Lunchpaket gibt's dazu.

Jeder Teilnehmende bekommt individuelle Aufgaben

Registrieren kann man sich als Komparse auf der Webseite www.ber-testen.de. Dort wird auch ein typischer Probetag beschrieben: Los geht's übrigens mit einer simulierten Ankunft. Etwas antizyklisch, aber mit geregelten Abläufen hatte es der BER ja noch nie so. Jedenfalls werden die Koffer entgegengenommen, in der Hoffnung, dass das Gepäckband funktioniert.

[Keiner zählt beim BER so genau mit: Jeden Morgen ab 6 Uhr gibt's im Checkpoint-Newsletter den neuen Count up seit Nichteröffnung - und viele weitere Berlin-Nachrichten. Kostenlos und kompakt: checkpoint.tagesspiegel.de]

Und dann geht's nach der Ankunft schon direkt weiter mit dem nächsten Abflug. Umsteigen wird geübt, auch mal eine Evakuierung von Terminal oder Bahnhof oder eine Notfallübung. Jeder Teilnehmende bekommt individuelle Aufgaben für den Tag.

Ob für eine fünfköpfige Familie in der Hochsaison dann alles wie am Schnürchen läuft, wird allerdings auch der Probebetrieb nicht beantworten können: Aus Versicherungsgründen sind Komparsen unter 18 Jahren nicht zugelassen.

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