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Testphase geht zu Ende: Aldi überprüft die Markenstrategie: Konnte der Discounter so neue Kunden locken?

stern-Logo stern 03.02.2020 kg
Aldi Nord und Süd prüfen die eigene Markenstrategie © Picture Alliance/FrankHoemann/SVEN SIMON/ Aldi Nord und Süd prüfen die eigene Markenstrategie

Vor einem Jahr starteten Aldi Nord und Süd die große Markenoffensive. Ziel der Discounter: Neue und vor allem jüngere Kunden locken. Doch nun zeigt sich, dass nicht alles geklappt hat, wie man sich das erhofft hat.

Vor einem Jahr gingen Aldi Nord und Süd in die Offensive: Markenartikel aus dem Dauersortiment wurden zu aggressiven Schnäppchenpreisen als Sonderangebot angepriesen. Für die Wettbewerber waren das schlechte Nachrichten, denn der Discounter unterbot so regelmäßig deren Angebote. "Es geht bei Aldi vor allem um zwei Dinge: Frequenz und Preiswahrnehmung", so ein Branchenkenner Anfang Februar 2019 zur "Lebensmittelzeitung".

Nun geht diese Testphase zu Ende - und Aldi durchleuchtet die eigene Markenstrategie. Denn die Sonderangebote sollten vor allem neue und im besten Fall jüngere Kunden in die Discounter locken. Wie die "LZ" berichtet, scheinen aber nicht alle Erwartungen erfüllt worden zu sein. So sei der Umsatz nicht so gewachsen, wie sich Aldi das gewünscht habe. Dies habe auch daran gelegen, dass viele Filialen im vergangenen Jahr umgebaut wurden und so zeitweise nicht genutzt werden konnten. 

Aldi prüft die Markenstrategie

Nun will der Discounter prüfen, welche Artikel sich lohnen - und welche sogar aus dem Sortiment fliegen könnten. "Jeder Artikel muss sich beweisen. Das gilt für Eigenmarke genauso wie für Marke", zitiert die "LZ" aus dem Umfeld des Essener Discounters. Dabei geht es nicht nur um Umsätze. Denn Markenartikel, die sich gut verkaufen, landen mitunter zu Lasten der Eigenmarken an der Kasse. Doch die Hausmarken sind besonders lohnend für Aldi. Es muss also der richtige Mix gefunden werden aus zugstarken Markenprodukten, die neue Kunden in die Läden ziehen, und günstigen Eigenmarken, die  den Ertrag von Aldi sichern. 

Diese Entwicklung lässt auch die Konkurrenz aufhorchen. Lidl habe in der Vergangenheit mehr Erfahrung im Markengeschäft sammeln können, so die "LZ". Und auch bessere Einkaufskonditionen herausgehandelt, so dass Lidl mit Marken "richtig Geld" verdiene, wie ein Experte zur "LZ" sagt. Aldi wollte aufholen - doch Lidl und auch Kaufland nehmen den Kampf auf. Denn beide Wettbewerber könnten im Grunde jeden Aldi-Preis unterbieten. "Lidl und Kaufland wollen den Markenpreis nicht Aldi überlassen", zitiert die "LZ" einen Handelsmanager. 

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