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Warum McDonald's in Island vollkommen gescheitert ist

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 10.01.2019 Lena Anzenhofer

a sign on the side of a building: Mcdonalds hat ein neues Produkt im Programm. © Provided by Business Insider Inc Mcdonalds hat ein neues Produkt im Programm.

Warum McDonald's in Island vollkommen gescheitert ist

Im Jahr 1993 biss Islands damaliger Regierungschef David Oddson in den ersten Burger der ersten McDonald's-Filiale Islands. Diese Geste signalisierte sowohl den Startschuss für die Eröffnung dreier Filialen der amerikanischen Fast-Food-Kette als auch die Eingliederung des Landes mit den damals rund 260.000 Einwohnern in die Weltgemeinschaft. Große Ketten und Franchisenehmer findet man eher selten in Island. Umso aufregender war es, dass eine globale Marke dieses Formats nun auch den Weg in den nordischen Inselstaat gefunden hatte.

Gut 16 Jahre später wurde die letzte McDonald's-Filiale geschlossen, wie ein Bericht des Nachrichtensenders cnbc zeigt. Der Grund dafür ist so simpel wie folgenreich.

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Das Problem kleiner Länder

2009 war ein zentrales Jahr in der Finanzkrise, und Island hat sie ganz besonders hart getroffen. Da liegt nämlich ein Problem kleiner Länder: Sie müssen viele Produkte importieren, und Island ist nicht Teil der europäischen Währungsunion. Der Euro wertete massiv gegenüber der isländischen Krone auf, innerhalb von eineinhalb Jahren hat er um 80 Prozent an Wert an Wert zugelegt. Ausländische Importe wurden für Island um ein Vielfaches teurer gegenüber inländischen Waren. Gerade das war fatal, weil die Produktionskapazität bei weitem nicht ausreichte, um sich selbst und die Filialen mit der notwendigen Menge an Gütern versorgen zu können. Fleisch, Gemüse und Verpackungen mussten importiert werden. Die meisten Produkte aus Deutschland. Doch das wurde irgendwann zu teuer: Hohe Importzölle verstärkten den verteuernden Effekt weiter. Nun kosteten die Produkte in etwa das Doppelte im Vergleich zu vorher.

Lest auch: Situation wie vor der Finanzkrise: In Island kehrt die Crash-Angst zurück

Am ersten November 2009 schloss auch die letzte der drei Filialen, die alle in der Hauptstadt Reykjavik angesiedelt waren. McDonald's sei zwar „noch nie so gut besucht gewesen“, sagte Jon Gardar Ogmundsson, Chef der isländischen Betreiberfirma Lyst, gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“.

Doch es sei lange nicht genug gewesen, um die angestrebten Gewinnmargen zu realisieren. Ogmundsson will nun seine eigenen Schnellimbisse betreiben — mit heimischen Produkten und unter eigenem Namen. 

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