Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

WhatsApp integriert Zahlungsdienst in den Messenger

Finanzen.net-Logo Finanzen.net 19.06.2020

WhatsApp, der weltweit beliebteste Messenger, hat mit einem Update ein großes neues Feature implementiert. So sollen Nutzer künftig Geld über das Chatfenster der App senden können. Seit dem 15. Juni ist diese Funktion - vorerst nur in Brasilien - nutzbar.

Thomas Lohnes/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net GmbH Thomas Lohnes/Getty Images

Geld senden via WhatsApp

Wie WhatsApp via Unternehmensblog mitteilt, führt der mobile Messenger ein neues Feature ein, welches mit Apple Pay, Google Pay sowie PayPal direkt konkurriert.

So können brasilianische Nutzer von WhatsApp seit Montag, den 15. Juni 2020, als Privatperson oder Kleinunternehmen Zahlungen über WhatsApp durchführen.

WhatsApp schreibt: "Wir geben mit Freude bekannt, dass ab dem heutigen Tag unsere Benutzer in Brasilien digitale Zahlungen per WhatsApp tätigen können. Das heißt, sie können Geld auf sichere Weise senden oder einen Einkauf bei einem lokalen Unternehmen tätigen, ohne ihren Chat verlassen zu müssen."

Das heißt, dank des neuen Features können Nutzer nicht nur Geld untereinander versenden, sondern auch im Geschäft kontaktlos bezahlen.

Das Feature basiert auf Facebook Pay

Bei der Umsetzung greift WhatsApp auf den Bezahldienst des Mutterkonzerns Facebook zurück, hier wurde bereits 2019 Facebook Pay eingeführt, welches nun quasi in WhatsApp implementiert wurde. "Da Zahlungen per Whatsapp auf Facebook Pay basieren, möchten wir in Zukunft sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen ermöglichen, dieselben Kartendaten in der gesamten App-Familie von Facebook zu verwenden", heißt es in der Pressemitteilung.

Die Transaktion wird entweder über eine sechsstelligen PIN oder den Fingerabdruck beziehungsweise Face-ID abgesichert. Dabei fallen für die private Nutzung keinerlei Gebühren an, während bei gewerblichen Transaktionen Bearbeitungsgebühren auf den Händler zukommen.

Das Transaktionsvolumen sowie die Anzahl der Transaktionen sind hierbei allerdings begrenzt. Zur Prävention von Geldwäsche sowie Finanzierung illegaler Aktivitäten ist die maximale Höhe der zu transferierenden Geldmenge nicht spezifiziert. Die Frequenz pro Nutzer ist auf täglich 20 Transaktionen limitiert.

Das Feature steckt noch in den Kinderschuhen

Damit eine Transaktion gelingt, muss eine Debit- oder Kreditkarte im WhatsApp-Account hinterlegt werden. Aktuell werden nur die Karten einer Handvoll bestimmter Partner unterstützt, wobei im Laufe der Zeit mit einer größeren Auswahl zu rechnen ist.

Wann und in welchen Ländern das neue Feature ebenfalls verfügbar sein wird, ist öffentlich zwar noch nicht bekannt, aber die Pressemitteilung des Unternehmens endet mit den Worten: "[…] wir freuen uns schon darauf, diese Funktion für alle Menschen verfügbar zu machen".Henry Ely / Redaktion finanzen.net

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von Finanzen.net

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon