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Wirtschaftswachstum: Corona-Turbo: China wird die USA schon 2028 hinter sich lassen

stern-Logo stern 26.12.2020 Gernot Kramper
Wirtschaftlich gesehen ist China der Sieger im Jahr der Pandemie © Picture Alliance/Ng Han Guan Wirtschaftlich gesehen ist China der Sieger im Jahr der Pandemie

Pekings Wirtschaftsmacht wächst und wächst. Bislang ging an davon aus, dass Chinas Wirtschaft, die der USA im Jahr 2033 überholen wird. Doch diese Prognosen sind überholt.

Einmal im Jahr wird vom CEBR eine Rangliste der Wachstumsaussichten von 193 Ländern von der Gruppe veröffentlicht. Im Covid-Jahr legt China zwei Prozent zu, als die einzige große Wirtschaft der Welt. Die Ökonomie der USA wird dagegen um voraussichtlich um fünf Prozent schrumpfen.

Hohe Wachstumsgeschwindigkeit Chinas

Douglas McWilliams, der stellvertretende Vorsitzende des CEBR, sagte: "Die große Neuigkeit in dieser Prognose ist die Wachstumsgeschwindigkeit der chinesischen Wirtschaft. Wir erwarten, dass das Land während der laufenden Fünfjahresplanperiode (2020-25) zu einer Volkswirtschaft mit hohem Einkommen wird. Und wir erwarten, dass es die USA volle fünf Jahre früher überholen wird als noch vor einem Jahr."

Und nicht nur Peking holt auf, auch andere asiatische Volkswirtschaften schießen in der Rangliste nach oben. Das Wachstum verteilt gnadenlos Schulnoten darüber, wie die Regierungen die Pandemie gemeistert haben. Westliche Politiker, die während der Pandemie relativ schlecht abgeschnitten haben, müssten nun lernen, dass sie viel mehr darauf achten müssen, was in Asien passiert, anstatt nur auf die anderen westlichen Staaten zu schauen, so das CEBR.


Video: Konjunkturerholung trotz Lockdown (dpa afx)

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Schlechtes Corona-Management rächt sich

Die CEBR sagte, Chinas "geschicktes Management der Pandemie" mit seiner strengen vorzeitigen Sperrung und den Auswirkungen auf das langfristige Wachstum im Westen habe dazu geführt, dass sich Chinas relative Wirtschaftsleistung verbessert habe. China erwartet von 2021 bis 2025 ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 5,7 Prozent pro Jahr erzielen, bevor es sich von 2026 bis 30 auf 4,5 Prozent pro Jahr verlangsamt. Während die Vereinigten Staaten im Jahr 2021 wahrscheinlich einen starken Aufschwung nach der Pandemie erleben werden, wird sich das Wachstum in den USA zwischen 2022 und 2024 auf 1,9 Prozent pro Jahr und danach auf 1,6 Prozent verlangsamen. Deutschland wird in diesem Zeitraum von Platz vier der größten Volkswirtschaften auf Platz fünf zurückfallen.

Chinas Anteil am globalen BIP ist von 3,6 Prozent im Jahr 2000 auf 17,8 Prozent im Jahr 2019 gestiegen und wird weiter wachsen, so das CEBR. Schon 2023 wird es die Pro-Kopf-Schwelle von 12.536 US-Dollar überschreiten. Dann gilt ein Land als "reich", mit einem hohen Pro-Kopf-Einkommen. Dennoch wird der Lebensstandard in China niedriger bleiben als in den USA und den westeuropäischen Ländern. In den USA liegt das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen bei knapp über 63.000 Dollar, in Großbritannien bei knapp über 39.000 Dollar. Betrachtet man das tatsächlich verfügbare und kaufkraftbereinigte Einkommen ist der Unterschied allerdings geringer.

Das CEBR nimmt an, dass Umweltfragen in den nächsten 15 Jahren einen ernsthaften Einfluss auf die Form der Weltwirtschaft haben werden. "Es wird erwartet, dass der Meeresspiegel bis zum Jahr 2035 um 45 cm gegenüber dem Basisjahr 2000 steigen wird. Dies steht im Vergleich zu dem geringeren Anstieg von 20 cm bis 2030, der vor zwei Jahren vorhergesagt wurde." Gleichzeitig geht das Öl-Zeitalter zu Ende. Laut CEBR wird es eine schwächere Nachfrage nach fossilen Brennstoffen und niedrigere Ölpreise geben. Die Kosten für ein Barrel Rohöl würden bis 2035 unter 30 Dollar fallen, so das CEBR.

Quelle: CEBR

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