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Experte für Lebensmittelvergiftungen verrät: Diese sechs Dinge esse ich nie

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 21.04.2019 Business Insider Deutschland
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Vor ihm zittert die Nahrungsmittelindustrie. Bill Marler ist einer der renommiertesten Experten für Lebensmittelvergiftungen in den USA.

In den vergangenen 20 Jahren hat der Anwalt schon so manchen Prozess um krank machende Speisen geführt — in einigen Fällen mehr als 600 Millionen Dollar (551 Mio. Euro) für seine Klienten rausgeholt. Sein bekanntester Fall: eine Klage gegen die US-Fast-Food-Kette Chipotle, deren Gerichte aufgrund mangelnder Lebensmittelhygiene mit E.coli-Bakterien (Darmkeim) verseucht waren.

Marler weiß also, wovon er sprichtund hat aus guten Gründen einige Nahrungsmittel von seinem Speiseplan gestrichen, wie er den Kollegen von „Bottom Line Health“ erzählte.

Von diesen sechs Lebensmitteln solltet ihr dringend die Finger lassen:

1. Rohe Austern

Die Anzahl der Lebensmittelvergiftungen, die durch Muscheln und Schalentiere verursacht werden, ist in den vergangenen fünf Jahren drastisch angestiegen. Ein Grund dafür ist die globale Erwärmung. Sie lässt die Wassertemperatur steigen, schafft so eine bessere Umgebung für Bakterien. Und da Austern durch ihr Filtersystem alle Wasserbestandteile aufnehmen, können die Bakterien beim Ausschlürfen auch auf den Feinschmecker übertragen werden.

2. Portioniertes Obst und Gemüse

Obst DE shutterstock_156203129 © Curioso/Shutterstock Obst DE shutterstock_156203129 Fertig geschnippeltes Obst und Gemüse vermeidet Marler ebenso. Denn: Je öfter Lebensmittel bearbeitet werden, desto anfälliger für Keime werden sie. Deshalb sind besonders massenproduzierte Lebensmittel, wie vorgefertigter Salat oder Obst, mit einem hohen Risiko belastet.

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3. Rohe Sprossen

Jede Art von Sprossen, egal ob Bambussprossen, Mungobohnenkeimlinge oder auch Kresse, können mit Keimen verseucht sein und so Infektionen verbreiten. Solche Keimausbrüche sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten verhäuft aufgetreten, wie z.B. die EHEC-Epedemie vor fünf Jahren mit mehr als 50 Toten. Der Rat vom Profi: Die Sprossen nur gekocht verzehren.

4. Rohes Fleisch

steak cooking in a pan © Oleksandr Briagin/Shutterstock steak cooking in a pan Sorry, liebe Köche, aber Marler ordert sein Steak nur medium-well. Ist das Fleisch nicht gut durchgebraten, könnten noch Bakterien überlebt haben. Fleisch sollte eine Kerntemperatur von mindestens 71 Grad Celsius haben. Nur so könnten Vergiftungen durch E.coli, Salmonellen und weitere Erreger verhindert werden, warnt der Experte.

5. Rohe Eier

Manche von euch werden sich noch an die Salmonellen-Epidemie der 1980er und 1990er zurück erinnern. Der Auslöser dieser Epidemie waren Eier. Marler selbst isst Eier daher nur gekocht. Trotzdem schätzt er die Gefahr einer Lebensmittelvergiftung durch den Konsum roher oder noch teilweise weicher Eier als bedeutend geringer ein als noch vor 20 Jahren.

6. Nicht pasteurisierte Milch und Säfte

Fruit Juice © Flickr / Breville USA Fruit Juice Nicht pasteurisierte Milch, auch Rohmilch genannt, und Säfte können ebenfalls mit Bakterien, Viren und Parasiten verunreinigt sein. Frische Milch, direkt aus dem Kuheuter, ist zwar praktisch keimfrei, allerdings können sich beim Melken leicht Keime wie etwa Milchsäurebakterien dazugesellen. Der Pasteurisierungsvorgang (kurze Erhitzung auf bis zu 75 °C) von Milch und Saft beugt der rapiden Vermehrung von Bakterien vor.

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