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Grippeähnliche Symptome: Diagnose Meningokokken-Meningitis: Dass Leonie* noch lebt, ist ein Wunder

BUNTE.de-Logo BUNTE.de 22.04.2021 Sara-Lena Niebaum
Meningitis Leonie © gsk Meningitis Leonie

Mit ihrem Lächeln und der geballten Kleinkind-Entdeckerlust wirkt die kleine Leonie* eigentlich wie jedes andere Mädchen in ihrem Alter. Wer dann jedoch ihr Bein sieht, dürfte erahnen können, welcher Wahnsinnsweg bereits hinter ihr liegt.

Nicht nur für ihre Eltern, sondern auch für andere Patienten und ihre betroffenen Familien ist sie deswegen aber auch eine große Inspirationsquelle. Genau deswegen wird ihre Geschichte aktuell auch in der Aufklärungskampagne "Meningitis bewegt" erzählt – um dafür zu sensibilisieren, dass eine Meningokokken-Impfung ein Leben nicht nur retten und schützen, sondern auch verändern kann.

Die ersten Meningitis-Symptome glichen denen einer Grippe!

Dabei hatte alles so angefangen, wie Eltern es von den üblichen Infekten kennen. Infekten, die Kinder eben so haben und die eben mit Fieber einhergehen. Zur Sicherheit wollten die Eltern der damals elf Monate alten Leonie die erhöhte Temperatur abklären lassen. Im Krankenhaus schickte man sie zweimal wieder nach Hause, wie aus einer Mitteilung zur Kampagne hervorgeht.

Doch als das Fieber trotz Medikamenten nicht sank, Leonies Mutter dann außerdem eine flache Atmung und dunkle Flecken bei ihrer Tochter bemerkte, wurde sie ein weiteres Mal im Krankenhaus vorstellig – und diesmal schlugen die Ärzte sofort Alarm: "Sie hatte einen septischen Schock, mehrere Organe versagten und aufgrund der Hauteinblutungen vermuteten die Ärztinnen und Ärzte sofort eine Meningokokken-Erkrankung", berichtet Leonies Mama. Die Mediziner lagen richtig.

Meningokokken-Meningitis: Was sollten Eltern wissen?

Für Leonie folgte im Anschluss an die Diagnose einer bakteriellen Meningitis (Hirnhautentzündung) und einer damit einerhegehenden Blutvergiftung ein Behandlungsmarathon: Rund drei Monate blieb sie im Krankenhaus, wurde mehr als 20-mal am Bein operiert. Narben zeugen noch heute von ihrer Odysee zurück in ein unbeschwertes Leben. Die ist auch heute noch nicht vorbei. Nach wie vor hat sie mit den Folgen (siehe oben) zu kämpfen – und die Ärzte können noch nicht sicher sagen, ob sie ihr Bein behalten kann. "Als wir unser Baby nach 85 Tagen wieder nach Hause bringen durften, war es das größte Glück", erzählt ihre Mama tiefbewegt.

Leid, das sie anderen Familien gerne ersparen möchte – und deswegen mit der Patientengeschichte ihrer Tochter an die Öffentlichkeit geht. Denn auch Leonies Eltern wussten nicht, dass es eine Impfung gibt, die ihrer Tochter das alles hätte ersparen können.


Video: Nasen-OP: Zwei Fliegen mit einer Klappe (Kabel1)

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3 Fakten zu Infektion & Folgen von Meningokokken

  1. Die Bakterien vom Typ Meningokokken werden durch Tröpfcheninfektion übertragen.
  2. In zwei Dritteln der Fälle kommt es zu einer Hirnhautentzündung, die innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden kann.
  3. Erhöhtes Risiko haben durch das noch nicht vollständig ausgebildete Immunsystem Babys sowie Kleinkinder, aber auch Jugendliche.

Welchen Impfschutz gegen Meningokokken gibt es?

Leonies Impfschutz entsprach zwar den gängigen Standards und Empfehlungen. Gegen Meningokokken C werden Kinder jedoch erst mit circa einem Jahr geimpft. Leonie fiel also knapp durchs Raster, hinzu kam: Sie erkrankte nicht an der C-Gruppe, sondern an einer anderen. Nur eine ergänzende Impfung hätte sie davor wahren können. Zusätzlich wird hierzulande gegen die Gruppen A, C, W, Y und B geimpft. Letztere Gruppe tritt in Deutschland am häufigsten auf und macht etwa 60 Prozent der Erkrankungen aus.

Zwar zählt die C-Impfung, wie oben bereits erklärt, zum standardmäßigen und auch von der Krankenkasse übernommenen Impfleistungspaket. Aber auch die Impfung gegen die weiteren Meningokokken-Gruppen können von einigen Krankenkassen übernommen werden, zum Beispiel als Reiseimpfung. Dazu müssen die Belege gegebenenfalls aufbewahrt und eingereicht werden, damit es zur Kostenerstattung kommen kann.

Eine Nachfrage bei der Krankenkasse kann sich also lohnen – in jeglicher Hinsicht.

*Anmerkung: Name geändert

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