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Grippewelle in vollem Gange: Immer mehr Menschen stecken sich an

FIT FOR FUN-Logo FIT FOR FUN 07.02.2019 Judith Kerstgens
© iStockphoto

Wie das Robert-Koch-Institut meldet, nimmt die Zahl der Influenza-Fälle immer weiter zu. Zwar ist der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr moderat, aber es gibt auch in dieser Saison schon die ersten Todesfälle.

20.100 Menschen sind laut der „Arbeitsgemeinschaft Influenza" des Robert-Koch-Instituts (RKI) seit dem Beginn der Grippe-Saision im Herbst nachweislich an dem Virus erkrankt.

Die Dunkelziffer, also die Anzahl an Fällen, die nicht offiziell gemeldet wurden, könnte jedoch noch weitaus höher sein.

Seit Oktober 2018 sind laut einem aktuellen Bericht des RKI außerdem schon 49 Menschen in Deutschland an der Grippe gestorben – und in den nächsten Wochen könnte die Zahl der Neuansteckungen noch steigen.

Die gute Nachricht: Zu einer so ungewöhnlich starken Grippe-Saison wie im vergangenen Jahr wird es dieses Mal wohl nicht kommen, weil sich mehr Menschen haben impfen lassen.

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Zahl der Neuerkrankungen steigt deutschlandweit an

Die Grippe-Welle erschüttert zwar ganz Deutschland, betrifft aber nicht alle Bundesländer gleich stark: Einige melden eine deutlich höhere Zahl von Grippe-Erkrankungen als andere.

Wie das Landesgesundheitsamt Stuttgart meldet, sind in Baden-Württemberg seit Jahresbeginn zum Beispiel deutlich steigende wöchentliche Meldungen zu verzeichnen.

„Mit 363 Meldungen aus der vergangenen Woche 03/2019 und bereits 260 in der laufenden Woche 04 sind es für die Saison 2018/19 insgesamt 1203 Influenzafälle", schreibt das Gesundheitsamt.

In der letzten Grippesaison seien es im Vergleichszeitraum mit 2405 Meldungen jedoch doppelt so viele wie in der jetzigen Saison gewesen.

In Niedersachsen ist die Anzahl der gemeldeten Erkrankungen sogar noch höher: Laut einem aktuellen Wochenbericht des niedersächsischen Gesundheitsamts wurden allein in der fünften Kalenderwoche 396 laborbestätigte Influenzafälle übermittelt. In der Vorwoche waren es noch nur 122 Fälle, was auf einen rasanten Anstieg der Neuerkrankungen schließen lässt.

In Mecklenburg-Vorpommern ist das Problem bisher vergleichsweise klein: Laut einem Bericht verzeichneten Arztpraxen in der Region mit einem Wert von 126 den bundesweit niedrigsten Index für akute Atemwegserkrankungen (ARE), zu denen auch der Influenza-Virus gehört.

 

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Grippe-Impfstoff ist vielerorts knapp

Schon zu Beginn der Grippe-Saision hatten Ärzte und Apotheken in manchen Bundesländern Probleme, ausreichend Impfstoff zu beschaffen – und das, obwohl Gesundheitsminister Spahn erst kurz zuvor betont hatte, dass jeder, der wolle, sich auch impfen lassen können solle.

Der Grund für den Mangel: „Die Patienten haben in diesem Jahr möglicherweise viel früher angefangen, sich impfen zu lassen", so Susanne Stöcker, Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) gegenüber 'Spiegel Online'.

Die Behörden versuchen zwar, die Lieferengpässe mit Importen aus dem Ausland oder Tauschbörsen für Apotheken zu beheben, aber das klappt nicht immer: In Thüringen fehlte im Dezember beispielweise der für rund 20.000 Menschen bestellte Impfstoff, meldet die 'Süddeutsche Zeitung'.

Nach der Impfung braucht das Immunsystem etwa zwei Wochen, um den Schutz aufzubauen. Das RKI empfiehlt deshalb, sich zwischen September und Dezember impfen zu lassen. Später ist die Impfung aber auch noch möglich.

Die Experten raten besonders Menschen über 60, chronisch Kranken, Schwangeren, Bewohnern von Senioren- oder Pflegeheimen und medizinischem Personal zur Impfung.

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