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Studie: Millionen Arbeitnehmer haben ein Suchtproblem

FIT FOR FUN-Logo FIT FOR FUN 17.04.2019 Cover Media
© iStockphoto Der DAK-Gesundheitsreport 2019 bringt alarmierende Ergebnisse ans Licht. Demnach leiden Millionen Arbeitnehmer an einer Alkohol- oder Computerspielsucht. Auch (E-)Zigaretten bleiben ein Problem.

In ihrem Gesundheitsreport 2019 untersuchte die DAK nicht nur das Suchtrisiko von Arbeitnehmern mit Blick auf Alkohol, Computerspiele und Zigaretten, sondern wertete auch aus, wie sich die verschiedenen Süchte auf die Arbeitswelt auswirken.

Die Ergebnisse sind alarmierend.

 

Alkohol: Jeder zehnte Arbeitnehmer hat ein Problem

Der aktuelle Gesundheitsreport 'Sucht 4.0' hat laut einer Pressemitteilung der DAK ergeben, dass rund jeder zehnte Arbeitnehmer einen "riskanten Alkoholkonsum" aufweist – in Zahlen wären das hochgerechnet vier Millionen Menschen.

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"Der riskante Umgang mit Alkohol bleibt ein zentrales Problem in unserer Gesellschaft, das auch gravierende Folgen in der Arbeitswelt hat", betont der Vorstandsvorsitzende der DAK-Gesundheit, Andreas Storm.

Die Folgen für die Arbeitswelt sind vielseitig. So gab jeder neunte Arbeitnehmer mit riskantem Trinkverhalten an, in den letzten drei Monaten wegen Alkohol abgelenkt oder unkonzentriert bei der Arbeit gewesen zu sein.

6,8 % der Arbeitnehmer in dieser Risikogruppe gestanden ein, wegen Alkohol schon später zur Arbeit gekommen zu sein oder früher deswegen Schluss gemacht zu haben.

3,8 Prozent der Befragten trinken nach eigenen Angaben mehrmals pro Monat oder häufiger bei der Arbeit Alkohol.

 

Computerspiele: Zocken während der Arbeitszeit

Das Suchtthema Computerspiele wurde in diesem Jahr erstmals von der DAK untersucht. Demnach zeigen 6,5 % der Erwerbstätigen in Deutschland ein auffälliges Nutzungsverhalten.

Konkret sind das 2,6 Millionen Menschen, die als "riskante Gamer" gesehen werden.

Auch diese Sucht wirkt sich auf die Arbeit aus. So gab jeder vierte Befragte an, während der Arbeitszeit zu spielen.

9,4 % gestanden ein, in den letzten drei Monaten wegen des Computerspielens abgelenkt oder unkonzentriert bei der Arbeit gewesen zu sein.

Immerhin noch 8,6 % kamen aufgrund des Spielens entweder zu spät zur Schicht oder beendeten diese früher.

 

(E-)Zigaretten: Qualmen außerhalb der Arbeitspausen

Trotz der großen Problematik, die Alkohol in der Arbeitswelt darstellt, ist das Rauchen laut DAK-Report die verbreitetste Sucht.

Obwohl es hier einen positiven Aspekt gleich zu Beginn gibt: Die Jüngeren rauchen weniger als ihre älteren Kollegen. Unter den 18- bis 29-Jährigen rauchen 16,3 %, während bei den 60- bis 65-Jährigen fast jeder Vierte (23,7 %) zum Glimmstängel greift.

Zur E-Zigarette greifen laut DAK übrigens rund 5 % der Erwerbstätigen – egal, in welcher Altersklasse. Diese 5 % sind allerdings weit entfernt von Apfel- und Kirschgeschmack:

85 Prozent der Dampfer konsumiert Liquid mit Nikotin. "Dampfen mit Nikotin oder Tabak führt in die Abhängigkeit, genau wie herkömmliche Zigaretten", warnt Andreas Storm.

Und klar: Geraucht wird auch außerhalb der Arbeitspausen, was zu einer Unterbrechung im Arbeitsfluss führt. 

 

Arbeitnehmer mit Substanzstörung bleiben häufiger zu Hause

Arbeitnehmer mit Hinweisen auf eine sogenannte Substanzstörung fehlen deutlich öfter im Job, als ihre Kollegen ohne Probleme.

Der Krankenstand der Betroffenen ist mit 7,6 Prozent doppelt so hoch. Dieses Fehlen ist allerdings nicht immer direkt an die eigentliche Sucht gekoppelt, sondern oft auch das Ergebnis von Folgeerkrankungen wie psychische Leiden, Muskel-Skelett- oder Atemwegserkrankungen.

"Auf Grundlage der Ergebnisse brauchen wir eine breite gesellschaftliche Debatte zur Suchtproblematik", sagt Andreas Storm.

Die Krankenkasse setzt beim Thema Alkoholsucht an und bietet deswegen ab sofort das kostenlose Online-Coaching 'Vorvida' für ihre Mitglieder an, das dabei helfen soll, den eigenen Alkoholkonsum zu reduzieren.

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