Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Warum ist Lachen so gesund?

Life Goes On-Logo Life Goes On 02.05.2021 Larissa Melville

Im Gegensatz zu Kindern lachen Erwachsene deutlich weniger. Dabei ist Lachen enorm gesund. Aber was aber genau bewirkt es im Körper? Und was ist eigentlich Lachyoga?

Lachende Frau © iStock-SanneBerg Lachende Frau

Rund 300 Muskeln spannen sich beim Lachen an, die Atmung wird schneller, die Lungenflügel dehnen sich aus und wir nehmen vermehrt Sauerstoff auf. Dies regt den Blutfluss sowie den ganzen Kreislauf an. Zudem schüttet das Gehirn Glückshormone aus, sogenannte Endorphine, zeitgleich sinkt die Produktion der Stresshormone Adrenalin und Kortison. Anspannung und Traurigkeit fallen ab, Schmerz wird gedämpft. Forscher vermuten, dass der reduzierte Stress, Entzündungen im Körper und dadurch ernsthaften Herzerkrankungen vorbeugt.

Selbst dem Immunsystem kommt das Lachen zugute: Amerikanische Untersuchungen zeigen, dass durch das Lachen offenbar vermehrt Abwehrzellen gebildet werden – auch solche die Tumorzellen eindämmen. Es gibt sogar ein eigenes Fachgebiet, dass die Auswirkung des Lachens auf die körperliche und psychische Gesundheit erforscht: die Gelotologie.


Galerie: Parkinson früh erkennen: Das sind die ersten Warnsignale (Life Goes On)

Lachen in der großen Runde

Wer im Alltag selten lacht und mutig ist, kann ein Lachseminar/Lachyogastunden besuchen oder einem Lachclub beitreten. Besonders humorvoll muss man dafür nicht sein: Dort werden keine Witze erzählt, sondern mit spielerischen Übungen die Lachmuskulatur aktiviert. Dies funktioniert, da das menschliche Gehirn offenbar nicht zwischen echten und unechtem Lachen unterscheidet und es immer dazu führt, dass wir uns besser fühlen. 
„Beim Lachyoga wird das Lachen im Unterschied zum Witz nicht über die kognitive Komponente (Witz) sondern über die motorische Ebene (Lächeln, Lachen) gestartet, was zunächst einmal ungewohnt ist“, schreibt der Europäische Berufsverband für Lachyoga und Humortraining e.V.. Vor dem unwillkürlichem spontanem Lachen werden zunächst Übungen durchgeführt, die das freie Lachen erleichtern und auslösen sollen. Man beginnt zunächst mit Lächeln und Atemübungen, die dem Lachen ähnlich sind. Nach einiger Zeit springt das absichtliche Lachen in ein natürliches Lachen um. Ähnlich wie bei Entspannungsverfahren kann so trainiert werden mit der Zeit immer schneller in ein herzhaftes Lachen zu kommen und eine heitere Stimmung zu erreichen, erklären die Experten.
Verbreitet hat das Lachyoga der indische Arzt Dr. Madan Kataria. 1995 gründete er den ersten Lachclub – heute gibt es weit über 6.000. Viele Fitness-Center, Yoga-Studien und Kliniken bieten Lachyoga an. 
| Anzeige
| Anzeige

More from Life Goes On

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon