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Zahnschmerzen lindern: So überbrückst du die Zeit bis zum Zahnarzttermin

BUNTE.de-Logo BUNTE.de 12.02.2020 BUNTE.de Redaktion
Zahnschmerzen © iStock/GlobalStock Zahnschmerzen

Es gibt kaum etwas Schlimmeres, als von Zahnschmerzen geplagt zu werden. Es beginnt mit einem leisen Ziehen oder Pochen. Schließlich schmerzt es, wenn du lachst, isst, trinkst, den Mund öffnest oder die Zähne zusammenbeißt. Zahnschmerzen kennen wir alle, beinahe ebenso fürchten wir den Gang zum Zahnarzt. Dieser bleibt aber niemandem erspart, denn Karieslöcher oder Zahnwurzelentzündungen lassen sich nicht selber kitten. Die folgenden Tipps und Ratschläge helfen dir, die Schmerzen im Zaum zu halten, bevor die Praxis öffnet und der Zahnarzt die Schmerzursache behebt.

Was hilft gegen Zahnschmerzen?

Zahnschmerzen können viele Ursachen haben. Ist ein Zahn entzündet, pocht der Zahnnerv. Stößt der Weisheitszahn auf Hindernisse, kann der gesamte Kiefer schmerzen. Abgebrochene Zähne und herausgefallene Kronen oder Stiftzähne können ebenfalls Schmerzen verursachen. Du kannst Zahnschmerzen lindern, aber nicht heilen. Folgende Tipps helfen, die Schmerzen erträglich zu machen, bis du auf dem Behandlungsstuhl davon erlöst wirst.

Zahnschmerzen mit Hausmitteln behandeln

Treten Zahnschmerzen plötzlich auf, kannst du dir mit einem kalten Umschlag helfen. Dabei ist es von Vorteil, ein Kühlpad für Notfälle im Gefrierfach aufzubewahren.

Das Mittel Nummer eins gegen Zahnschmerzen sind Nelken. Nelkenöl kann mit einem Wattestäbchen auf die schmerzende Stelle aufgetragen werden. Hast du kein Nelkenöl im Haus, hilft der Blick ins Gewürzregal. Nimm eine Gewürznelke in den Mund und kaue vorsichtig darauf herum, bis das ätherische Öl freigesetzt wird.

Ist das Zahnfleisch entzündet, können Mundspülungen mit Salbeitee helfen. Zahnschmerzen lindert auch ein aus Johanniskraut, Melisse und Pfefferminze aufgebrühter Tee. Rührst du einen Teelöffel Salz in ein Glas Wasser, erhältst du eine Mundspülung, die nach jeder Mahlzeit und abends vor dem Schlafengehen angewandt werden kann.

Oftmals lässt sich der Schmerz sogar mit Wasser wegspülen. Werden die Schmerzen durch Essensreste, die in die Zahnzwischenräume gelangt sind, verursacht, genügt es, den Mund kräftig mit Wasser zu spülen. 

Medikamente gegen Zahnschmerzen 

Eins vorab: Schmerzmittel sind keine Lösung. Gegen eine kurzzeitige Anwendung ist nichts einzuwenden, zum Beispiel, wenn dir der Schmerz das Wochenende vermiest oder dein Zahnarzt erst am nächsten Tag einen Termin freihat. 

Die gängigsten, rezeptfrei erhältlichen Mittel sind Ibuprofen, Paracetamol oder ASS (Acetylsalicylsäure). Völlig risikolos ist die Einnahme allerdings nicht. ASS wirkt blutverdünnend und sollte keinesfalls vor Operationen eingenommen werden. Paracetamol wirkt nicht immer gegen den Schmerz, wirkt sich aber negativ auf die Leber aus. Besonders in Verbindung mit Alkohol kann es zu dauerhaften Leberschäden kommen. Ibuprofen wirkt recht zuverlässig, kann aber zu Nebenwirkungen in Form von Durchfall und Magenbeschwerden führen.

Homöopathie als sanfter Schmerzkiller 

Die Homöopathie hält eine Reihe von wirksamen Schmerzmitteln bereit. Nebenwirkungen bleiben aus. Der Nachteil der sanften Medizin: Die Wirkung wird nicht sofort einsetzen.

Diese homöopathischen Mittel helfen bei Zahnschmerz

Zahnschmerzart homöopathisches Mittel Dosierung
starke, pochende Schmerzen Chamomilla D12 fünf Globulibis fünfmal täglich
Schmerz verstärkt bei Kälte Nux vomica D12 fünf Globuli dreimal täglich
entzündetes Zahnfleisch Mercurius solubilis D6 fünf Globuli dreimal täglich
Karieslöcher Staphisagria D12 fünf Globuli bis fünfmal täglich pochender Schmerz und Schwellungen Belladonna D4 fünf Globuli dreimal täglich

Eine ähnlich sanfte Wirkung besitzen Bach-Blüten. Du kannst zu Notfalltropfen greifen und den schmerzenden Zahn mit einem Wattebausch betupfen oder die Tropfen innerlich anwenden, um dich vor dem anstehenden Zahnarztbesuch zu beruhigen.

SOS – die besten Tipps mit Sofortwirkung 

Bei starken Zahnschmerzen fällt es oft schwer, noch einen klaren Gedanken zu fassen. Schnelle Hilfe muss her. Folgende Tipps lassen sich schnell umsetzen und machen die Schmerzen innerhalb kurzer Zeit erträglicher.

Handmassage

Dadurch wirst du die Schmerzen zwar nicht los, kannst sie aber zumindest halbieren. Greife dir einen Eiswürfel und reibe ihn über die Stelle, wo Daumen- und Zeigefingerknochen aufeinandertreffen. Mindestens fünf Minuten solltest du den Eiswürfel auf dieser Stelle belassen. Damit blockierst du den Nervenweg, auf dem üblicherweise die Schmerzen ins Gehirn gelangen. Schmerzforscher bescheinigen dieser Methode eine 60- bis 90-prozentige Erfolgsquote.

Meerrettich-Auflage 

Wer frischen Meerrettich im Haus hat, raspelt diesen und vermischt die Paste mit etwas Wasser. Die Masse wird in ein Leinentuch gestrichen. Diese Auflage drückst du etwa fünf Minuten gegen deine Wange.

Pfeffer 

Cayennepfeffer ist ein natürliches Schmerzmittel. Die schmerzende Stelle wird mit Pfeffer eingerieben.

Holunderbeeren

Werden Zahnschmerzen durch Stress und Ärger ausgelöst, kann es helfen, wenn du getrocknete Holunderbeeren zerkaust. 

Zitronensaft 

Wird der schmerzende Zahn mit Zitronensaft eingerieben, kann dies ebenfalls schmerzlindernd wirken. Häufig solltest du davon allerdings nicht Gebrauch machen, denn Zitronensäure ist recht aggressiv und kann den Zahnschmelz angreifen.

Knoblauch

Knoblauch besitzt eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung. Schneide eine Knoblauchzehe auf und drücke diese auf den schmerzenden Zahn. Mit Knoblauch-Öl können Zähne und Zahnfleisch direkt betupft werden. 

Äpfel

Diese sanfte Methode hat sich bei zahnenden Kindern bewährt. Ein kleines Stück Apfel wird in ein kühles Leinentuch eingeschlagen und als Auflage verwendet.

Zimt 

Wird ein Teelöffel Zimt in ein Glas warmes Wasser gegeben, ist eine schnelle Mundspülung hergestellt. Zimt lindert Schmerzen und wirkt entzündungshemmend. Die Lösung kann auch direkt auf den betreffenden Zahn und das umliegende Zahnfleisch aufgetragen werden.

Zwiebel-Auflage 

Eine Zwiebel wird in kleine Stücke gehackt. Die Zwiebelabschnitte werden in ein Tuch gewickelt und die Auflage wird für etwa eine halbe Stunde auf der schmerzenden Wange belassen. 

So haben Zahnschmerzen in Zukunft keine Chance 

Damit du gar nicht erst zu den genannten Mitteln greifen musst, ist eine entsprechende Mundhygiene Voraussetzung. Der Entstehung von Karies wird vorgebeugt, wenn du mehrmals täglich nach dem Essen die Zähne putzt und eine fluoridhaltige Zahnpasta benutzt. Die Reinigung der Zahnzwischenräume darf nicht vernachlässigt werden. Damit sich dort keine Speisereste festsetzen, solltest du Zahnseide verwenden oder spezielle Mini-Bürsten nutzen.

Die Reinigung der Zähne kann mit einer Mundspülung abgeschlossen werden. Eine bewährte Methode zur allgemeinen Entgiftung ist das Ölziehen. Hierbei wird der Mund mit Sonnenblumen- oder Olivenöl gespült. Das Öl wird etwa eine Viertelstunde im Mund belassen und dort hin und her bewegt. Die altbewährte Methode soll dem Körper Giftstoffe entziehen und allgemein antibakteriell und entzündungshemmend wirken.

Nicht zuletzt kann eine gesunde Ernährung die Zähne weniger anfällig für Erkrankungen machen. Der dauerhafte Konsum von Zucker und Säure greift den Zahnschmelz an. Ob deine Zähne gut gegen Schmerzattacken gewappnet sind, erfährst du bei den jährlichen Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt. Eine professionelle Zahnreinigung kann die Zahngesundheit unterstützen und gesunde Zähne kennen keinen Schmerz.

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