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Birkenfeige: Der Zimmerpflanzen-Klassiker

Das Haus-Logo Das Haus 04.05.2021 Eva Bolta
Die Birkenfeige bevorzugt helle, absonnige Standorte und gedeiht dort recht schnell zu einem stattlichen Zimmerbäumchen. © Bereitgestellt von Das Haus Die Birkenfeige bevorzugt helle, absonnige Standorte und gedeiht dort recht schnell zu einem stattlichen Zimmerbäumchen.

Als Zimmerpflanze ist die Birkenfeige, oft einfach Ficus genannt, kaum aus unseren Wohnzimmern wegzudenken. Mit dem baumähnlichen Wuchs ist Ficus benjamina aber auch einfach ein absoluter Blickfang! Leider sind die Pflege und vor allem die Standortwahl nicht ganz einfach. Auf Folgendes sollten Sie achten.

Die Birkenfeige ist eine Zimmerpflanze, die man verblüffenderweise besser unter ihrem botanischen Namen kennt: Ficus benjamina. Meist wird sie umgangssprachlich aber nur kurz Ficus oder „Benjamini“ genannt. Obwohl nicht ganz pflegeleicht, hat die Birkenfeige viele Fans und ist bei uns als Zimmerpflanze fast schon als Klassiker etabliert. Was die wenigsten wissen: Die Birkenfeige hat durchaus exotische Wurzeln. Sie stammt ursprünglich aus den tropischen und subtropischen Regionen Australiens, Ostasiens und Ozeaniens. Erklären lässt sich diese Beliebtheit durch den ansprechenden Wuchs der Birkenfeige, die optisch stark an einen Baum erinnert. Obwohl mit zehn Metern Höhe und acht Metern Breite (Maximalwerte!) für eine Zimmerpflanze nicht eben klein, ist die Birkenfeige das kleinste Mitglied innerhalb der Gattung Ficus.

Blüht die Birkenfeige auch?

Als immergrüne Pflanze behält sie das ganze Jahr über ihre attraktiven elliptisch geformten Blätter. Je nach Sorte sind sie reingrün, panaschiert, marmoriert, zeigen hübsche Blattränder oder deutlich sichtbare Blattadern. Zur Blüte gelangt die Birkenfeige in unseren Breiten nur sehr selten. Wer sie für die Wintergarten-Bepflanzung hält, kommt eher in den Genuss der kugeligen kleinen Blütenstände, die sich in den Blattachseln entwickeln. Auf die Blüte folgen dann die Früchte, die im Fall der Birkenfeige aus kugelförmigen, orangeroten Sammelfrüchten bestehen.

Ist die Birkenfeige giftig?

Ja, die Birkenfeige ist in allen Pflanzenteilen, von den Blättern bis zu den Früchten, schwach giftig. Bei Verzehr drohen heftige Magenkrämpfe, Übelkeit und Durchfall. Für Haushalte mit kleinen Kindern oder Haustieren ist Ficus benjamina also nicht unbedingt die beste Zimmerpflanze. Auch für Personen, die allergisch auf Latex reagieren, ist die Birkenfeige nicht zu empfehlen. Der weiße Milchsaft, der bei Verletzungen austritt, ist nämlich latexhaltig.

Die Birkenfeige kann auch als Bonsai kleingehalten werden. Ein regelmäßiger Schnitt ist dann allerdings von Nöten. © iStock/mtreasure Die Birkenfeige kann auch als Bonsai kleingehalten werden. Ein regelmäßiger Schnitt ist dann allerdings von Nöten.

Welchen Standort für die Birkenfeige?

Die Birkenfeige hat es gerne ganzjährig hell. Bei der Standortwahl sollten Sie aber unbedingt vermeiden, dass Ihr Benjamini in der prallen Sonne steht. Gerade bei mehrfarbigem Laub drohen sonst schnell Blattverbrennungen. Während im Winter Temperaturen um die 18 Grad Celsius empfehlenswert sind, darf es im Rest des Jahres gerne warm bis wärmer sein. Die Birkenfeige bevorzugt dann Temperaturen zwischen 22 und 28 Grad Celsius. Zugluft oder ein Stand auf kaltem Boden, zum Beispiel auf Fliesen, bekommt der Birkenfeige weniger gut. Sie reagiert darauf schnell mit fallenden Blättern. Um den Wuchs gleichmäßig zu halten, sollten Sie die Zimmerpflanze immer wieder drehen. Die Birkenfeige richtet sich gerne nach dem Licht aus.

Praxis-Tipp: Einmal irgendwo platziert, sollten Sie Ihre Birkenfeige nach Möglichkeit nicht mehr allzu häufig umstellen. Sie reagiert auf Standortwechsel, Temperaturschwankungen und Co. nicht eben gnädig und wirft auch dann gerne ihre Blätter ab.

Birkenfeige: Worauf kommt es beim Pflegen an?

1. Das richtige Substrat

Herkömmliche Zimmerpflanzen-Erde ist für die Birkenfeige leider nicht zu empfehlen. Um die teure Spezialerde kommen Sie herum, wenn Sie die Erde selbst entsprechend anreichern. Fügen Sie großzügig mineralische Zusätze wie Bausand, Lavasplitt oder Tongranulat hinzu und vermischen Sie alles gut. Dieses Substrat reicht dann auch für die nächsten zwei bis vier Jahre. Erst dann muss die Birkenfeige in der Regel umgetopft werden. Achten Sie darauf, dass das neue Pflanzgefäß nicht zu groß ausfällt. Ficus benjamina bevorzugt Töpfe, die nur wenige Zentimeter größer sind als der aktuelle.

Um eine Birkenfeige müssen Sie sich etwas intensiver kümmern als um manch andere Zimmerpflanze. Sie belohnt es mit schönem Wuchs und vollem Blätterkleid. © iStock/Valeriy_G Um eine Birkenfeige müssen Sie sich etwas intensiver kümmern als um manch andere Zimmerpflanze. Sie belohnt es mit schönem Wuchs und vollem Blätterkleid.

2. Richtig gießen und düngen

Gießen müssen Sie die Birkenfeige nicht besonders oft: Die Erde sollte zwischen den einzelnen Wassergaben stets vollständig abtrocknen. Mit der Fingerprobe (Erde zwischen den Fingern zerreiben und auf Nässe oder Restfeuchte prüfen) lässt sich der geeignete Gießrhythmus schnell ermitteln. Da Ficus benjamina etwas kalkempfindlich ist, sollten Sie am besten nur gesammeltes Regenwasser oder kalkarmes Wasser zum Gießen verwenden. Außerdem sollte es nicht zu kalt sein. Wasser, das sich im Übertopf oder im Untersetzer gesammelt hat, muss möglichst schnell entsorgt werden – sonst faulen die Wurzeln.

Von März bis September, während der sogenannten Vegetationsperiode, freut sich Ihre Birkenfeige über etwas flüssigen Grünpflanzendünger, der etwa alle zwei bis drei Wochen mit ins Gießwasser gegeben wird. Im Winter reichen Düngegaben alle sechs bis acht Wochen aus.

3. Blattpflege

Die Blätter der Birkenfeige sollten stets frei von Staub gehalten werden. Regelmäßiges Abstauben oder eine Dusche ab und an halten die Pflanzen gesund und ihre Blätter schön grün. Wenn Sie Ficus benjamina abduschen, schützen Sie den Wurzelballen mit einer Plastiktüte vor zuviel Wasser und stellen Sie die Temperatur auf lauwarm.

4. Schnittmaßnahmen

Aufwendige Schnittmaßnahmen fallen beim Ficus nicht an. Buntlaubige Sorten der Birkenfeige entwickeln aber immer wieder Zweige mit einfarbigen Blättern, die Sie sofort entfernen sollten. Sonst geht der besondere Blattschmuck irgendwann verloren.

Birkenfeige selber vermehren

Auch Hobbygärtner ohne besonders grünen Daumen können die Zimmerpflanze selbst vermehren. Schneiden Sie dazu einfach Stecklinge von der Birkenfeige ab. Ehe sie zu zweit bis dritt in einen Topf mit Anzuchterde gepflanzt werden, sollten Sie alle Blätter entfernen. Dann wird eine Folie über das Gefäß gestülpt: Eine hohe Luftfeuchtigkeit erleichtert das Anwachsen. Bei Sorten mit rein grünen Blättern können die Stecklinge auch in ein Wasserglas auf die Fensterbank gestellt werden. Sind deutliche Wurzeln erkennbar, ziehen aber auch sie in der Gruppe in einen eigenen Topf um. Damit sie sich gut verzweigen, werden sie dann auch gleich etwas gestutzt.

Achten Sie beim Vermehren darauf, panaschierte Sorten mit weißen Blatträndern nicht mit einfarbigen zusammenzufügen. © iStock/vjotov Achten Sie beim Vermehren darauf, panaschierte Sorten mit weißen Blatträndern nicht mit einfarbigen zusammenzufügen.

Einziger Schädling für die Birkenfeige: Die Schildlaus

Leider wird die Birkenfeige nicht gerade selten von Schildläusen heimgesucht. Sie erkennen einen Befall durch diese Schädlinge, wenn die Blätter Spuren klebrigen Honigtaus aufweisen. Wichtig ist es nun, die Pflanze sofort von den anderen Zimmerpflanzen in Ihrem Zuhause zu trennen und mit einem speziellen Pflanzenschutzmittel aus dem Fachhandel zu versorgen. Pflanzenschutzstäbchen haben sich zur Vorbeugung bewährt. Andere Krankheiten oder Schädlinge treten aber zum Glück so gut wie nie an der Birkenfeige auf.

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